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Rechtsprechung
   BFH, 30.11.1966 - VI R 108/66   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1966,545
BFH, 30.11.1966 - VI R 108/66 (https://dejure.org/1966,545)
BFH, Entscheidung vom 30.11.1966 - VI R 108/66 (https://dejure.org/1966,545)
BFH, Entscheidung vom 30. November 1966 - VI R 108/66 (https://dejure.org/1966,545)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Steuerliche Behandlung einer Erwerbsunfähigkeit aufgrund Alkoholmissbrauchs

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • BFHE 88, 491
  • NJW 1968, 224
  • DB 1967, 1484
  • BStBl III 1967, 459
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (1)

  • BFH, 09.03.1962 - VI 296/61
    Auszug aus BFH, 30.11.1966 - VI R 108/66
    Der Pauschbetrag kann zwar auch gewährt werden, wenn der Grad der Erwerbsminderung sich im Laufe der Zeit ändert (Urteil des Senats VI 296/61 vom 9. März 1962, Der Betrieb 1962 S. 589).
  • BFH, 13.02.1987 - III R 208/81

    Außergewöhnliche Belastung - Teilnahme an Gruppentreffen - Anonyme Alkoholiker - …

    Die gesundheitsbedingte Zwangslage wird selbst dann bejaht, wenn der Steuerpflichtige seinen Zustand durch Unachtsamkeit oder durch selbstverschuldete Gefährdung mit herbeigeführt hat (BFH-Urteile vom 12. Juli 1963 VI 282/62 U, BFHE 77, 319, BStBl III 1963, 437, und in BFHE 133, 545, BStBl II 1981, 711), so daß insbesondere auch Aufwendungen zur Heilung von Trunksucht als außergewöhnliche Belastung zu berücksichtigen sind (BFH-Urteil vom 30. November 1966 VI R 108/66, BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459).

    Dies folgt nicht nur aus dem Urteil in BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459, sondern ergibt sich auch aus der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts - BSG - (Urteile vom 18. Juni 1968 3 RK 63/66, BSGE 28, 114, und vom 15. Februar 1978 3 RK 29/77, BSGE 46, 41) und des Bundesarbeitsgerichts (BAG), das die Alkoholabhängigkeit als Krankheit i.S. des § 1 Abs. 1 Satz 1 des Lohnfortzahlungsgesetzes anerkannt hat (Urteil vom 1. Juni 1983 5 AZR 536/80, BAGE 43, 54).

  • BFH, 06.12.1974 - VI R 181/72

    Für den Körperbehinderten-Pauschbetrag ist die nachgewiesene dauernde, nicht eine …

    Die FG seien nach dem Urteil des BFH vom 30. November 1966 VI R 108/66 (BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459) hinsichtlich des Grades sowie des Beginns und der Beendigung der Minderung der Erwerbsfähigkeit an die Feststellungen der Gesundheitsbehörden gebunden.

    Finanzbehörden und Steuergerichte sind gemäß dem Urteil des Senats VI R 108/66 wegen des Grades, des Beginns und der Beendigung der Minderung der Erwerbsfähigkeit an die Feststellungen der Gesundheitsbehörde gebunden.

    Der Senat hat diese Entscheidung in dem vom FG erwähnten Urteil VI R 108/66 betreffend die Einkommensteuerveranlagung 1962 erwähnt und dabei betont, der Pauschbetrag könne auch gewährt werden, wenn der Grad der Erwerbsminderung sich im Laufe der Zeit ändere.

    Entgegen der Ansicht des FG ist jedoch daraus, daß der Senat im Urteil VI R 108/66 die Entscheidung VI 296/61 zitiert hat, nicht zu folgern, er wolle ab dem Einkommensteuerveranlagungszeitraum 1960 nur vorübergehend höhere Erwerbsminderungen wegen noch nicht sofort zu behebender Unfallfolgen im Rahmen des § 26 Abs. 1 EStDV berücksichtigen.

  • BVerwG, 03.12.1976 - VII C 75.74

    Die Rechtsnatur der amtsärztlichen Bescheinigung des Gesundheitsamtes für …

    Der Bundesfinanzhof habe in seinen Entscheidungen in BFHE 88, 407 und 88, 491 nicht entschieden, daß in der Frage, ob die Körperbehinderung zu einer äußerlich erkennbaren dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt habe, die Finanzbehörden an die Bescheinigung des Amtsarztes gebunden seien.

    Diese Auffassung wird durch die im Berufungsurteil angeführte Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFHE 88, 407 [411 f.] = BStBl. III 1967 S. 457; 88, 491 [492] = BStBl. III 1967 S. 459 und 114, 491 [493] = BStBl. II 1975 S. 394) nicht gestützt, wie der Oberbundesanwalt zutreffend darlegt.

    Für die vom Berufungsgericht vertretene einschränkende gegenteilige Auffassung läßt sich weder dem Wortlaut des § 65 EStDV 1965 etwas entnehmen noch der erwähnten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, dessen weitgehende allgemeine Ausführungen zur Bindung der Steuerbehörden und Finanzgerichte an den Inhalt der amtsärztlichen Bescheinigung vielmehr für eine umfassende Bindung an die von den Amtsärzten getroffenen Feststellungen sprechen (vgl. BFHE 88, 407 [411 f.] und 88, 491 [492]).

  • BFH, 17.07.1981 - VI R 77/78

    Aufwendungen für eine Frischzellenbehandlung als außergewöhnliche Belastung, EStG …

    Aufwendungen für Krankheiten werden deshalb auch dann steuerrechtlich als außergewöhnliche Belastung anerkannt, wenn der Steuerpflichtige die Krankheit durch Unachtsamkeit oder durch selbstverschuldete Gefährdung verursacht hat (vgl. BFH-Urteile vom 12. Juli 1963 VI 282/62 U, BFHE 77, 319, BStBl III 1963, 437; vom 30. November 1966 VI R 108/66, BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459).
  • BFH, 02.10.1981 - VI R 38/78

    Verfahrenskosten, die im Anschluß an die Ehescheidung im Zusammenhang mit einem …

    Der Senat hat die Zwangsläufigkeit beim Eintritt des die Zahlungsverpflichtung auslösenden Ereignisses allerdings in Ausnahmefällen, so insbesondere bei Aufwendungen für die Heilung oder Linderung von Krankheiten, auch wenn der Steuerpflichtige selbst die Krankheit schuldhaft, z.B. durch Alkoholgenuß, herbeigeführt hat (vgl. Urteil vom 30. November 1966 VI R 108/66, BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459), typisierend als gegeben angenommen, wenn die hierzu erforderlichen Feststellungen nur durch unzumutbares Eindringen in die durch das Grundgesetz (GG) geschützte Privatsphäre des Steuerpflichtigen getroffen werden könnten.
  • BFH, 28.09.1984 - VI R 164/80

    Ständige Hilflosigkeit - Dauernder Zustand der Behinderung - Körperbehinderung

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats sind FA und Steuergerichte an die von den zuständigen Behörden bescheinigte dauernde Minderung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich gebunden (Urteile vom 30. November 1966 VI 313/64, BFHE 88, 407, BStBl III 1967, 457, und VI R 108/66, BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459; vom 22. August 1969 VI R 306/67, BFHE 96, 479, BStBl II 1969, 681; vom 6. Dezember 1974 VI R 181/72, BFHE 114, 491, BStBl II 1975, 394, sowie vom 26. Januar 1979 VI R 107/76, BFHE 126, 556, BStBl II 1979, 260).
  • BFH, 14.08.1981 - VI R 34/78
    Das gilt gemäß dem BFH-Urteil vom 30. November 1966 VI R 108/66 ( BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459 ) auch dann, wenn es sich um Heilungskosten einer durch Alkoholmißbrauch vom Steuerpflichtigen selbst verschuldeten Krankheit handelt (so auch das Schrifttum, vgl. z.B. Hartz/Meeßen/Wolff, ABC-Führer Lohnsteuer, Stichwort "außergewöhnliche Belastungen", Abschn. II 5 a Abs. 1;… Blümich/Falk, Einkommensteuergesetz, 11. Aufl., § 33 Anm. 6 S. 62).
  • BFH, 26.01.1979 - VI R 107/76

    Zur Gewährung des erhöhten Körperbehindertenpauschbetrags wegen Hilflosigkeit für …

    An deren Inhalt sind FA und Steuergerichte nach der ständigen Rechtsprechung des Senats gebunden (Urteile VI 313/64; vom 30. November 1966 VI R 108/66, BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459, und VI R 181/72).
  • BSG, 30.01.1980 - 9 RVs 11/78

    Alternativität von finanzamtlicher Steuerbegünstigung, amtsärztlicher …

    bestimmten Zeitpunkt fixiert ist, statt einen Dauerzustand zu berücksichtigen (BFHE 88, 491, #92; 11h, 491, &94).
  • BFH, 07.03.1975 - VI R 248/71

    Körperbehinderte - Ständige Pflegebedürftigkeit - Pauschbetrag - Minderung der …

    Diese Auslegung entspreche der Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 30. November 1966 VI R 108/66, BFHE 88, 491, BStBl III 1967, 459; vom 30. November 1966 VI 313/64, BFHE 88, 407, BStBl III 1967, 457, und vom 10. Mai 1968 VI R 291/67, BFHE 92, 553, BStBl II 1968, 647).
  • BFH, 23.02.1968 - VI R 239/67

    Ehescheidungskosten - Zwangsläufiges Entstehen - Verschulden

  • FG Thüringen, 03.05.2000 - IV 461/99

    Anerkennung von Aufwendungen für Reisekosten zu Seminaren und Treffen der …

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