Rechtsprechung
| BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Darlehnsnehmer - Baudarlehn - Damnum - Zusatzdarlehn - Vermietung und Verpachtung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 93, 276
- DB 1968, 2199
- BStBl II 1968, 816
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (6)
- BFH, 06.12.1965 - GrS 2/64
Einbehaltung eines Damnums bei Auszahlung eines Tilgungsdarlehens
Auszug aus BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66
Der Große Senat des BFH hat die Frage dahin beantwortet, daß sich dieser Zeitpunkt nach den Vereinbarungen der Vertragsparteien richte (vgl. den Beschluß Gr. S. 2/64 S vom 6. Dezember 1965, BFH 84, 399, BStBl III 1966, 144). - BFH, 04.03.1966 - VI 251/65
Auszug aus BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66
Wie auch das FA einräumt, ist die EinfHaus-VO erst anzuwenden, wenn das vom Eigentümer selbst bewohnte Einfamilienhaus bezugsfertig geworden ist (vgl. auch das Urteil des Senats VI 251/65 vom 4. März 1966, BFH 86, 78, BStBl III 1966, 350). - BFH, 10.01.1964 - VI 1/61 U
Steuerrechtliche Behandlung von Tilgungsstreckungen
Auszug aus BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66
Ist wie im Streitfall, um eine volle Auszahlung des Darlehens (des Hauptdarlehens) zu erreichen, ein zusätzliches Darlehen in Höhe des Damnums gewährt worden, so sind, wie der Senat bereits in seinem Urteil VI 1/61 U vom 10. Januar 1964 (BFH 78, 405, BStBl III 1964, 157) dargelegt hat, die Tilgungsleistungen für das Zusatzdarlehen als Werbungskosten absetzbar, wenn, was in der Regel zutrifft, Hauptund Zusatzdarlehen wirtschaftlich als eine Einheit erscheinen.
- BFH, 04.03.1966 - VI 127/64
Auszug aus BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66
Gleichgültig aber, ob es als Zins oder als sonstige Geldbeschaffungskosten anzusehen ist, auf jeden Fall ist es, wenn das Darlehen wie hier zum Bau eines Hauses aufgenommen worden ist und mit den das Haus betreffenden Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zusammenhängt, bei der Ermittlung dieser Einkünfte als Werbungskosten zu berücksichtigen (vgl. das Urteil des Senats VI 127/64 vom 4. März 1966, BFH 86, 19, BStBl III 1966, 349). - BFH, 25.11.1954 - IV 622/53 U
Voraussetzung für die Bewertung der Bauzinsen als Werbungskosten - Ermittlung des …
Auszug aus BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66
In dem Urteil IV 622/53 U vom 25. November 1954 (BFH 60, 67, BStBl III 1955, 26) hat der IV. Senat allerdings anerkannt, daß die am Jahresende gezahlten Zinsen, obwohl das Haus am 1. August dieses Jahres bezugsfertig geworden war und also die EinfHaus-VO von diesem Zeitpunkt an eingriff, doch insoweit voll als Werbungskosten abgesetzt werden konnten, als sie auf die Zeit vor dem 1. August entfielen. - BFH, 29.10.1953 - IV 238/53 U
Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen für Baudarlehen zwecks Errichtung eines …
Auszug aus BFH, 28.06.1968 - VI R 211/66
Werbungskosten können auch schon vor dem Bezug von Einnahmen anfallen; daß nach § 2 EinfHaus-VO Werbungskosten gar nicht oder doch nur beschränkt abgesetzt werden können, steht dem Abzug erst von dem Zeitpunkt ab entgegen, zu dem das Haus bezugsfertig geworden ist, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung also nach der EinfHaus-VO zu ermitteln sind (vgl. das Urteil des BFH IV 238/53 U vom 29. Oktober 1953, BFH 58, 162, BStBl III 1953, 353).
- BFH, 21.01.1975 - VIII R 101/70
Einfamilienhaus - Verpflichtung des Käufers - Anrechnung auf Kaufpreis - Damnum - …
Dasselbe gilt, wenn ein Darlehnsnehmer ein Baudarlehen und für das vereinbarte Damnum ein Zusatzdarlehen erhalten hat und dieses Zusatzdarlehen bis zur Bezugsfertigkeit getilgt wird (BFH-Urteil vom 28. Juni 1968 VI R 211/66, BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816).Auch das Damnum ist Entgelt für die Kapitalnutzungen (vgl. BFH-Beschluß GrS 2/64 S mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen; BFH-Urteile VI 1/61 U; vom 24. November 1971 I R 109/71, BFHE 104, 152, BStBl II 1972, 179 mit weiteren Nachweisen, und vom 13. März 1974 I R 165/72, BFHE 111, 527, BStBl II 1974, 359; offengelassen von BFH-Urteil VI R 211/66).
Daß dies bei einem Damnum und Zusatzdarlehen und bei dem gleichen Kreditgeber in der Regel der Fall ist, hat der BFH mehrfach angenommen (vgl. z. B. die Urteile VI 1/61 U und VI R 211/66).
- BFH, 26.11.1974 - VIII R 105/70
Abflußzeitpunkt eines Damnums bei Tilgungsstreckungsdarlehen
In diesem Fall der sog. Tilgungsstreckung gelten die für die Abzugsfähigkeit des vollen Damnumsbetrages bei Darlehensauszahlung im Beschluß des BFH vom 6. Dezember 1965 GrS 2/64 S (BFHE 84, 399, BStBl III 1966, 144) ausgesprochenen Grundsätze nicht (Anschluß an die BFH-Urteile vom 28. Juni 1968 VI R 211/66, BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816, und vom 10. März 1970 VI R 165/67, BFHE 98, 490, BStBl II 1970, 453).Dem dargestellten Standpunkt der Rechtsprechung schließt sich der erkennende Senat in Übereinstimmung mit den Urteilen vom 28. Juni 1968 VI R 211/66 (BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816) und VI R 165/67 sowie der überwiegenden Ansicht in der Literatur (…vgl. Blümich-Falk, Einkommensteuergesetz, 10. Aufl., § 11 Anm. 2 S. 1549; Gericke in Hartmann-Böttcher-Grass, Großkommentar zur Einkommensteuer, § 9 Anm. 7c, Ergänzungslieferung April 1973, § 11 Anm. 3, Stichwort Tilgungsstreckungsdarlehen, Ergänzungslieferung April 1974; Herrmann-Heuer, Kommentar zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer, § 4 EStG, Anm. 62, Stichwort Damnum E 300; anderer Ansicht Littmann, Das Einkommensteuerrecht, § 9 Anm. 36 und in Die Information, Ausgabe A, 1966 S. 245 f. -- Inf./A 1966, 245 f. --) an.
- BFH, 19.04.1977 - VIII R 237/73
Hersteller eines Gebäudes - Bauzinsen - Zeit vor Fertigstellung - Fälligkeit der …
Dann jedoch hätten die Zinsen Werbungskosten dargestellt (Hinweis auf das durch BFH-Urteil vom 28. Juni 1968 VI R 211/66, BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816, bestätigte Urteil des FG Bremen vom 27. Mai 1966 I 27/65, EFG 1966, 455).Der erkennende Senat braucht nicht abschließend zu entscheiden, ob er sich der durch das BFH-Urteil VI R 211/66 im Ergebnis bestätigten Rechtsauffassung des FG Bremen I 27/65 anschließen könnte, daß ein vor Fertigstellung des Gebäudes und vor dem Eintritt der Fälligkeit der Anschaffungskosten vom Erwerber an eine Bank geleistetes Damnum dann als Finanzierungsaufwand des Erwerbers abzugsfähig sei, wenn dieser vorher die als Teil der Finanzierung eingeplanten, hypothekarisch gesicherten Darlehensverbindlichkeiten des Veräußerers übernommen habe.
- BFH, 13.12.1983 - VIII R 173/83
Zur Abziehbarkeit eines vor dem Beginn der Eigennutzung eines Einfamilienhauses …
Das FG ist in Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des BFH zutreffend davon ausgegangen, daß ein vor dem Beginn der Eigennutzung eines Einfamilienhauses entrichtetes Damnum als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden kann (Urteile vom 28. Juni 1968 VI R 211/66, BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816; vom 24. Oktober 1978 VIII R 201/73, BFHE 126, 277, BStBl II 1979, 178, und vom 17. Februar 1981 VIII R 95/80, BFHE 133, 37, BStBl II 1981, 466). - BFH, 24.10.1978 - VIII R 201/73
Schuldzins - Eigennutzung - Einfamilienhaus - Grundbetrag - Werbungskosten
Die Ansicht des FG, eine andere Auffassung sei nach den Grundsätzen der BFH-Rechtsprechung (Urteile vom 17. Januar 1964 VI 108/62 U, BFHE 79, 13, BStBl III 1964, 238; vom 24. Januar 1969 VI R 173/67, BFHE 95, 100, BStBl II 1969, 312; vom 28. Juni 1968 VI R 211/66, BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816; vom 29. Oktober 1953 IV 238/53 U, BFHE 58, 162, BStBl III 1953, 353; IV 622/53 U; VI 251/65) gerechtfertigt, findet in den Ausführungen der genannten Entscheidungen keine ausreichende Stütze. - BFH, 26.06.1975 - VIII R 78/71
Für den Abflußzeitpunkt eines Damnums ist die Damnumsabrede maßgebend
Besteht zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer Einigkeit darüber, daß der Darlehensgeber bei Auszahlung des Darlehens einen Teil als Damnum einbehält, so ist darin die Vereinbarung des Damnums und gleichzeitig die Abrede über die Tilgung des Damnums zu sehen (vgl. auch BFH-Urteil vom 28. Juni 1968 VI R 211/66, BFHE 93, 276, BStBl II 1968, 816). - BFH, 10.03.1970 - VI R 165/67
Abzugsfähigkeit eines bei Auszahlung eines Tilgungsdarlehens für die Errichtung …
Besteht zwischen Darlehnsgeber und Darlehnsnehmer Einigkeit darüber, daß der Darlehnsgeber bei Auszahlung des Darlehns einen Teil als Damnum einbehält, so ist darin nach der Auffassung des Großen Senats die Vereinbarung des Damnums und gleichzeitig die Abrede über die Tilgung des Damnums zu sehen (vgl. auch Urteil des erkennenden Senats VI R 211/66 vom 28. Juni 1968, BFH 93, 276, BStBl II 1968, 816).
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