Rechtsprechung
| BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Hauptberuflicher Musiker - Instrumentengeld - Kleidergeld - Pauschsätze - Tonbandgerät - Arbeitsmittel - Absetzungen für Abnutzung - Werbungskosten
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- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 102, 35
- BStBl II 1971, 459
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (8)
- BFH, 29.01.1971 - VI R 31/68
Anschaffung eines Tonbandgeräts - Richter - Kosten der Lebensführung - …
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Bei einem Berufsmusiker hat ein Tonbandgerät eine wesentlich andere funktionelle Verwendung als bei einem Lehrer, für den der erkennende Senat in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (…a. a. O.) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (…a. a. O.) die Berücksichtigung der Aufwendungen für ein Tonbandgerät als Werbungskosten abgelehnt hat, und einem Richter, bei dem der erkennende Senat in dem im Anschluß an den Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S. 2/70 vom 19. Oktober 1970 (BFH 100, 309, BStBl II 1971, 17) ergangenen Urteil VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (BStBl II 1971, 327) gleichfalls ein Tonbandgerät als Wirtschaftsgut der Lebensführung angesehen und demgemäß die Berücksichtigung der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt hat (vgl. auch das Urteil des Senats VI 57/62 vom 24. August 1962, HFR 1963, 57, wegen der Aufwendungen eines Musiklehrers für die Anschaffung eines Tonbandgeräts).Eine Kürzung der Werbungskosten im Hinblick auf eine mögliche private Nutzung des Tonbandgeräts scheidet nach dem Urteil des erkennenden Senats VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (a. a. O.) aus, weil eine solche mögliche private Nutzung bei einem Berufsmusiker gegenüber der beruflichen Nutzung offenbar völlig zurücktritt.
- BFH, 06.05.1959 - VI 183/57 U
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Das stehe jedoch im Widerspruch zu den Urteilen des BFH VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (BFH 69, 81, BStBl III 1959, 292) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (BFH 71, 70, BStBl III 1960, 274).Bei einem Berufsmusiker hat ein Tonbandgerät eine wesentlich andere funktionelle Verwendung als bei einem Lehrer, für den der erkennende Senat in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (a. a. O.) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (…a. a. O.) die Berücksichtigung der Aufwendungen für ein Tonbandgerät als Werbungskosten abgelehnt hat, und einem Richter, bei dem der erkennende Senat in dem im Anschluß an den Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S. 2/70 vom 19. Oktober 1970 (BFH 100, 309, BStBl II 1971, 17) ergangenen Urteil VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (BStBl II 1971, 327) gleichfalls ein Tonbandgerät als Wirtschaftsgut der Lebensführung angesehen und demgemäß die Berücksichtigung der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt hat (vgl. auch das Urteil des Senats VI 57/62 vom 24. August 1962, HFR 1963, 57, wegen der Aufwendungen eines Musiklehrers für die Anschaffung eines Tonbandgeräts).
- BFH, 08.04.1960 - VI 164/59 U
Werbungskosten für Aufwendungen eines Lehrers für die Anschaffung eines …
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Das stehe jedoch im Widerspruch zu den Urteilen des BFH VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (BFH 69, 81, BStBl III 1959, 292) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (BFH 71, 70, BStBl III 1960, 274).Bei einem Berufsmusiker hat ein Tonbandgerät eine wesentlich andere funktionelle Verwendung als bei einem Lehrer, für den der erkennende Senat in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (…a. a. O.) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (a. a. O.) die Berücksichtigung der Aufwendungen für ein Tonbandgerät als Werbungskosten abgelehnt hat, und einem Richter, bei dem der erkennende Senat in dem im Anschluß an den Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S. 2/70 vom 19. Oktober 1970 (BFH 100, 309, BStBl II 1971, 17) ergangenen Urteil VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (BStBl II 1971, 327) gleichfalls ein Tonbandgerät als Wirtschaftsgut der Lebensführung angesehen und demgemäß die Berücksichtigung der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt hat (vgl. auch das Urteil des Senats VI 57/62 vom 24. August 1962, HFR 1963, 57, wegen der Aufwendungen eines Musiklehrers für die Anschaffung eines Tonbandgeräts).
- BFH, 19.10.1970 - GrS 2/70
Anschaffung eines Wirtschaftsguts - Kosten der Lebensführung - Aufteilung der …
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Bei einem Berufsmusiker hat ein Tonbandgerät eine wesentlich andere funktionelle Verwendung als bei einem Lehrer, für den der erkennende Senat in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (…a. a. O.) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (…a. a. O.) die Berücksichtigung der Aufwendungen für ein Tonbandgerät als Werbungskosten abgelehnt hat, und einem Richter, bei dem der erkennende Senat in dem im Anschluß an den Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S. 2/70 vom 19. Oktober 1970 (BFH 100, 309, BStBl II 1971, 17) ergangenen Urteil VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (BStBl II 1971, 327) gleichfalls ein Tonbandgerät als Wirtschaftsgut der Lebensführung angesehen und demgemäß die Berücksichtigung der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt hat (vgl. auch das Urteil des Senats VI 57/62 vom 24. August 1962, HFR 1963, 57, wegen der Aufwendungen eines Musiklehrers für die Anschaffung eines Tonbandgeräts). - BFH, 14.04.1967 - VI R 168/66
Beträge, die den im privaten Dienst angestellten Personen für Reisekosten gezahlt …
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Die Nichtanwendung der Richtsätze muß auf Ausnahmefälle beschränkt bleiben (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. die Urteile VI 116/65 vom 17. August 1966, BFH 86, 713, BStBl III 1966, 634; VI R 168/66 vom 14. April 1967, BFH 88, 422, BStBl III 1967, 430, und VI R 224/66 vom 26. Januar 1968, BFH 91, 364, BStBl II 1968, 362). - BFH, 17.08.1966 - VI 116/65
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Die Nichtanwendung der Richtsätze muß auf Ausnahmefälle beschränkt bleiben (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. die Urteile VI 116/65 vom 17. August 1966, BFH 86, 713, BStBl III 1966, 634; VI R 168/66 vom 14. April 1967, BFH 88, 422, BStBl III 1967, 430, und VI R 224/66 vom 26. Januar 1968, BFH 91, 364, BStBl II 1968, 362). - BFH, 26.01.1968 - VI R 224/66
Bedeutung von Verwaltungsanweisungen - Vereinfachung des Verwaltungsverfahrens - …
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Die Nichtanwendung der Richtsätze muß auf Ausnahmefälle beschränkt bleiben (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. die Urteile VI 116/65 vom 17. August 1966, BFH 86, 713, BStBl III 1966, 634; VI R 168/66 vom 14. April 1967, BFH 88, 422, BStBl III 1967, 430, und VI R 224/66 vom 26. Januar 1968, BFH 91, 364, BStBl II 1968, 362). - BFH, 24.08.1962 - VI 57/62
Auszug aus BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Bei einem Berufsmusiker hat ein Tonbandgerät eine wesentlich andere funktionelle Verwendung als bei einem Lehrer, für den der erkennende Senat in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (…a. a. O.) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (…a. a. O.) die Berücksichtigung der Aufwendungen für ein Tonbandgerät als Werbungskosten abgelehnt hat, und einem Richter, bei dem der erkennende Senat in dem im Anschluß an den Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S. 2/70 vom 19. Oktober 1970 (BFH 100, 309, BStBl II 1971, 17) ergangenen Urteil VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (BStBl II 1971, 327) gleichfalls ein Tonbandgerät als Wirtschaftsgut der Lebensführung angesehen und demgemäß die Berücksichtigung der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt hat (vgl. auch das Urteil des Senats VI 57/62 vom 24. August 1962, HFR 1963, 57, wegen der Aufwendungen eines Musiklehrers für die Anschaffung eines Tonbandgeräts).
- BFH, 23.10.1992 - VI R 31/92
Anschaffung von Brille für Bildschirmtätigkeit nicht als Werbungskosten absetzbar
Bei Anwendung dieser Grundsätze kam unter Berücksichtigung der Verhältnisse des jeweiligen Einzelfalles z. B. ein Werbungskostenabzug für die Aufwendungen eines Richters für eine Schreibmaschine (Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 31/68, BFHE 101, 381, BStBl II 1971, 327), eines Musikers für ein Tonband (Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459) oder eines Lehrers für einen Videorecorder (Urteil vom 27. September 1991 VI R 1/90, BFHE 166, 61, BStBl II 1992, 195) in Betracht. - BFH, 27.09.1991 - VI R 1/90
Aufwendungen für einen Videorecorder bei einem Lehrer als Werbungskosten
Der BFH hat die Anschaffungskosten für ein Tonbandgerät bei Lehrern (BFHE 69, 81, BStBl III 1959, 292; BFHE 71, 70, BStBl III 1960, 274) und bei einem Richter (Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 31/68, BFHE 101, 381, BStBl II 1971, 327) - anders als bei einem Berufsmusiker (Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459) - zu den Kosten der Lebensführung gerechnet. - BFH, 20.03.1980 - IV R 11/76
Zur Anwendung der für Schauspieler festgesetzten besonderen …
Obwohl sie als solche für die Gerichte nicht bindend sind, sind sie aus Gründen der Gleichbehandlung auch von den Steuergerichten zu beachten, sofern die auf Einzelfallbeobachtungen beruhenden Durchschnittswerte der Pauschsätze nicht im Einzelfall zu einer unzutreffenden Besteuerung führen (ständige Rechtsprechung; Urteile des BFH vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, 37/38, BStBl II 1971, 459; vom 26. Januar 1963 VI R 148/69, BFHE 109, 115, 116, BStBl II 1973, 601; vom 30. Oktober 1975 IV R 142/72, BFHE 117, 456, 458/459, BStBl II 1976, 192; vom 2. September 1977 VI R 114/76, BFHE 123, 444, 451, BStBl II 1978, 26).Das bedeutet, daß die Anwendung einer Pauschalregelung nicht allein dadurch ausgeschlossen wird, daß der vom Steuerpflichtigen geltend gemachte Werbungskostenbetrag unter dem insgesamt sich ergebenden höchsten Pauschbetrag liegt; denn das Ziel der Pauschalen, das Besteuerungsverfahren zu vereinfachen und eine gleichmäßige Besteuerung zu erleichtern und dabei regelmäßig Feststellungen im Einzelfall entbehrlich zu machen (vgl. BFHE 102, 35, 37/38, BStBl II 1971, 459; BFHE 109, 115, 117, BStBl II 1973, 601), kann auch in solchem Falle noch erreicht werden.
- BFH, 10.08.1990 - VI R 23/85
Die Werbungskosten-Pauschbeträge für bestimmte Berufsgruppen sind grundsätzlich …
Wie der BFH im Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68 (BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459) ausgeführt habe, müsse ein Steuerpflichtiger, der die Anwendung der Pauschsätze des Abschn. 23 LStR beantrage, die Regelung in ihrer Gesamtheit gegen sich gelten lassen.Wie der Senat bereits im Urteil in BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459, 461 ausgeführt hat, widerspricht aber ein Verfahren, bei dem die Pauschalierung mit Elementen des Einzelnachweises verquickt wird, dem Sinn der Pauschbetragsregelung.
- BFH, 10.08.1990 - VI R 24/85
Künstler - Kürzung des Pauschbetrags - Steuerfrei ersetzte Werbungskosten - …
Wie der BFH im Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68 (BFHE 102, 35 , BStBl II 1971, 459 ) ausgeführt habe, müsse ein Steuerpflichtiger, der die Anwendung der Pauschsätze des Abschn.23 LStR beantrage, die Regelung in ihrer Gesamtheit gegen sich gelten lassen.Wie der Senat bereits im Urteil in BFHE 102, 35 , BStBl II 1971, 459, 461 ausgeführt hat, widerspricht aber ein Verfahren, bei dem die Pauschalierung mit Elementen des Einzelnachweises verquickt wird, dem Sinn der Pauschbetragsregelung.
- BFH, 18.02.1977 - VI R 182/75
Häuslicher Schreibtisch eines Studienrats als Arbeitsmittel i. S. des § 9 Abs. 1 …
Der erkennende Senat hat so z. B. die Schreibmaschine eines Richters und das Tonbandgerät eines hauptberuflich tätigen Musikers als Arbeitsmittel anerkannt (Urteile vom 29. Januar 1971 VI R 31/68, BFHE 101, 381, BStBl II 1971, 327, und vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459). - FG München, 19.04.2011 - 13 K 1655/09
Vermietung einer Wohnung an nahe Angehörige - Nachweis höherer …
Obwohl sie als solche für die Gerichte nicht bindend sind, sind sie aus Gründen der Gleichbehandlung auch von den Finanzgerichten zu beachten, sofern die auf Einzelfallbeobachtungen beruhenden Durchschnittswerte der Pauschsätze nicht im Einzelfall zu einer unzutreffenden Besteuerung führen (ständige Rechtsprechung; BFH-Urteile vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, 37/38, BStBl II 1971, 459; vom 2. September 1977 VI R 114/76, BFHE 123, 444, 451, BStBl II 1978, 26; vom 18. Dezember 2003 III R 31/03, BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453;… BFH-Beschluss vom 26. Oktober 2010 VI B 52/10, BFH/NV 2011, 253). - BFH, 07.11.1975 - III R 134/73
Einheitswert eines landwirtschaftlichen Betriebes - Verstärkte Tierhaltung - …
Aus diesen Erwägungen heraus hat z. B. der BFH auch in Lohnsteuersachen Pauschbeträge in LStR beachtet, da nur so sich die im Massenverfahren der Besteuerung notwendige Vereinfachung und Gleichbehandlung erreichen läßt (vgl. BFH-Entscheidungen vom 14. April 1967 VI R 168/66, BFHE 88, 422, BStBl III 1967, 430, und vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459). - BFH, 18.02.1977 - VI R 182/76 Der erkennende Senat hat z. B. die Schreibmaschine eines Richters und das Tonbandgerät eines hauptberuflich tätigen Musikers als Arbeitsmittel anerkannt (BFHE 101, 381 = BStBl. 1971 II, 327; BFHE 102, 35 = BStBl. 1971 11, 459).
- FG München, 30.09.1997 - 2 K 2730/96 Der BFH hat die Anschaffungskosten für ein Tonbandgerät bei Lehrern (BFHE 69, 81, BStBl III 1959, 292; BFHE 71, 70, [BFH 08.04.1960 - VI 164/59 U] BStBl III 1960, 274) und bei einem Richter ( Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 31/68 , BFHE 101, 381, BStBl II 1971, 327 [BFH 29.01.1971 - VI R 31/68] ) - anders als bei einem Berufsmusiker ( Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68 , BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459 [BFH 29.01.1971 - VI R 6/68] ) - zu den Kosten der Lebensführung gerechnet.
- FG Rheinland-Pfalz, 29.05.1996 - 1 K 2538/95
Einkommensteuer; Betriebsausgaben/Werbungskosten eines Orchestermusikers
- FG Rheinland-Pfalz, 26.07.1973 - I 78/70
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