Rechtsprechung
| BVerwG, 26.08.1960 - VII B 29.60 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Entziehung der Fahrerlaubnis nach mehrmaliger Androhung - Wiederholte geringfügige Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften - Berücksichtigungsfähigkeit des Wohlverhaltens des Betroffenen während des ...
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 15.12.1959 - VII A 522/59
- BVerwG, 26.08.1960 - VII B 29.60
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 20.10.1955 - I C 156.53
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 26.08.1960 - VII B 29.60
Daß auch wiederholte geringfügigere Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 4 des Straßenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1952 (BGBl. I S. 837) - StVG - rechtfertigen können, wenn aus ihnen hervorgeht, daß der Führer des Kraftfahrzeuges nicht gewillt ist, die im Interesse der Verkehrssicherheit erlassenen Bestimmungen zu befolgen und einen Hang zu ihrer Nichtbeachtung erkennen läßt, ist durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Oktober 1955 (BVerwGE 2, 259) geklärt. - BVerwG, 20.10.1955 - I C 133.54
Bindung der Verwaltungsbehörde an die Entscheidung eines Strafrichters über die …
Auszug aus BVerwG, 26.08.1960 - VII B 29.60
Das Bundesverwaltungsgericht hat dazu bereits in seinem Urteil vom 20. Oktober 1955 (NJW 1956, 358 = MDK 1956, 251 = DÖV 1956, 473) ausgeführt, daß bei der Prüfung, ob sich jemand als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen hat, auf den Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung abzustellen ist und einem Wohlverhalten während des Entziehungsverfahrens in der Regel keine Bedeutung zukommt, weil erfahrungsgemäß anzunehmen ist, daß ein Kraftfahrer sich während eines solchen Verfahrens einwandfrei verhält; daraus ist somit kein günstigerer Schluß auf sein Charakterbild und seine Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen im Zeitpunkt der Entziehung der Fahrerlaubnis möglich.
- BVerwG, 13.01.1961 - VII C 233.59
Sonstige Straftaten und charakterliche Fahreignung
Diese Grundsätze sind in der Rechtsprechung der letzten Jahre im wesentlichen enthalten (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts von 20. Oktober 1955, BVerwGE 2, 259 und BVerwG I C 133.54, MDR 1956, 251; Beschlüsse vom 9. Januar 1957 - BVerwG I B 161.55 -, 5. Februar 1957 - BVerwG I B 266.56 -, 6. Juni 1957 - BVerwG I B 159.56 -, 24. August 1957 - BVerwG I B 86.57 -, 21. November 1957 - BVerwG I B 63.56 -, 11. März 1958 - BVerwG I C 44.55 - und 26. August 1960 - BVerwG VII B 29.60 - BGH in JZ 1954, 126; Hess. VGH in VRS 3, 426; OVG Lüneburg in VRS 9, 314; OVG Koblenz in VRS 11, 475; OVG Hamburg in DAR 1957, 249).Für die Beurteilung der Eignung kommt es nicht einmal darauf an, ob sich der Kraftfahrzeugführor während des behördlichen Entziehungsverfahrens einwandfrei vorhalten hat (vgl. das erwähnte Urteil vom 20. Oktober 1955, MDR 1956, 251, und den erwähnten Beschluß BVerwG VII B 29.60).
- BVerwG, 13.01.1961 - VII C 97.60
Erleichterung der Begehung von Straftaten durch den Besitz der Fahrerlaubnis
Diese Grundsätze sind im wesentlichen schon in der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anerkannt (Urteile vom 20. Oktober 1955, BVerwGE 2, 259 und BVerwG I C 133.54, MDR 1956, 251; Beschlüsse vom 9. Januar 1957 - BVerwG I B 161.55 -, 5. Februar 1957 - BVerwG I B 266.56 -, 6. Juni 1957 - BVerwG I B 159.56 -, 24. August 1957 - BVerwG I B 183.56 und BVerwG I B 86.57 -, 21. November 1957 - BVerwG I B 63.56 -, 11. März 1958 - BVerwG I C 44.55 - und 26. August 1960 - BVerwG VII B 29.60 -).
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