Rechtsprechung
| BFH, 30.04.1969 - VII B 16/68, VII B 46/68, VII B 53/68, VII B 56/68, VII B 57/68 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Ernstliche Zweifel - Steuerlicher Verwaltungsakt - Aussetzung der Vollziehung - Erhebung von Eingangsabgaben - Schwerwiegendes öffentliches Interesse
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 96, 8
- BStBl II 1969, 528
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (4)
- BFH, 06.02.1967 - VII B 46/66
Aussetzung der Vollziehung eines angefochtenen Steuerbescheids
Auszug aus BFH, 30.04.1969 - VII B 16/68
Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines steuerrechtlichen Verwaltungsakts rechtfertigen für sich allein die Aussetzung der Vollziehung dann nicht, wenn -- wie bei der Erhebung von Eingangsabgaben -- besonders schwerwiegende öffentliche Interessen an der alsbaldigen Vollziehung des Verwaltungsakts bestehen (Bestätigung der Beschlüsse VII B 46/66 vom 6. Februar 1967 und VII B 12/66 vom 28. Juni 1967, BFH 87, 414 und 89, 82, BStBl III 1967, 123, 513).Das HZA beruft sich im wesentlichen auf die Beschlüsse des BFH VII B 46/66 vom 6. Februar 1967 (BFH 87, 414, BStBl III 1967, 123, BZBl 1967, 180) und VII B 12/66 vom 28. Juni 1967 (BFH 89, 82, BStBl III 1967, 513, BZBl 1967, 1030), welche nach seiner Ansicht auch auf die vorliegenden Fälle zutreffen.
Vielmehr ergibt sich, wie der Senat in seinen Beschlüssen VII B 46/66 vom 6. Februar 1967 und VII B 12/66 vom 28. Juni 1967 dargelegt hat, aus dem Charakter dieser Norm als einer bewußt gewählten Sollvorschrift, daß der Gesetzgeber in diesen Fällen die Aussetzung zwar in der Regel für geboten ansieht, aber Ausnahmen hiervon zuläßt.
- BFH, 28.06.1967 - VII B 12/66
Aussetzung der Vollziehung von Eingangsabgabenbescheiden
Auszug aus BFH, 30.04.1969 - VII B 16/68
Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines steuerrechtlichen Verwaltungsakts rechtfertigen für sich allein die Aussetzung der Vollziehung dann nicht, wenn -- wie bei der Erhebung von Eingangsabgaben -- besonders schwerwiegende öffentliche Interessen an der alsbaldigen Vollziehung des Verwaltungsakts bestehen (Bestätigung der Beschlüsse VII B 46/66 vom 6. Februar 1967 und VII B 12/66 vom 28. Juni 1967, BFH 87, 414 und 89, 82, BStBl III 1967, 123, 513).Das HZA beruft sich im wesentlichen auf die Beschlüsse des BFH VII B 46/66 vom 6. Februar 1967 (BFH 87, 414, BStBl III 1967, 123, BZBl 1967, 180) und VII B 12/66 vom 28. Juni 1967 (BFH 89, 82, BStBl III 1967, 513, BZBl 1967, 1030), welche nach seiner Ansicht auch auf die vorliegenden Fälle zutreffen.
Vielmehr ergibt sich, wie der Senat in seinen Beschlüssen VII B 46/66 vom 6. Februar 1967 und VII B 12/66 vom 28. Juni 1967 dargelegt hat, aus dem Charakter dieser Norm als einer bewußt gewählten Sollvorschrift, daß der Gesetzgeber in diesen Fällen die Aussetzung zwar in der Regel für geboten ansieht, aber Ausnahmen hiervon zuläßt.
- BFH, 21.02.1968 - I B 56/67
Übereinstimmende Erledigungserklärung - Beteiligter - Erledigung der Hauptsache - …
Auszug aus BFH, 30.04.1969 - VII B 16/68
Das folgt aus der Natur der Beschwerde, welche dem Rechtsmittelgericht -- anders als die Revision -- keine Schranken hinsichtlich der Nachprüfung der angefochtenen Entscheidung setzt (vgl. BFH-Beschluß I B 56/67 vom 21. Februar 1968, BFH 91, 521, BStBl II 1968, 414). - BVerwG, 26.07.1968 - VII B 69.68
Rechtsmittel
Auszug aus BFH, 30.04.1969 - VII B 16/68
Weitere Verfahren: VII B 46/68, VII B 53/68, VII B 56/68, VII B 57/68, VII B 69/68.
- FG Rheinland-Pfalz, 23.11.2023 - 4 V 1295/23
Grundsteuer-Bundesmodell: Erfolgreiche Eilanträge in Rheinland-Pfalz
Ein lediglich mit der behaupteten Verfassungswidrigkeit des Gesetzes begründeter Aussetzungsantrag sei daher, ohne dass es einer Prüfung der Verfassungsmäßigkeit bedürfe, abzulehnen, wenn nach den Umständen des Einzelfalles dem Interesse des Antragstellers an der Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes nicht der Vorrang vor dem öffentlichen Interesse am Vollzug des Gesetzes zukomme (BFH, Beschluss vom 6. Februar 1967 - VII B 46/66 -, BFHE 87, 414, BStBl III 1967, 123; BFH, Beschluss vom 28. Juni 1967 - VII B 12/66 -, BFHE 89, 82, BStBl III 1967, 513; BFH, Beschluss vom 4. Dezember 1967 - GrS 4/67 -, BFHE 90, 461, BStBl II 1968, 199; BFH, Beschluss vom 30. April 1969 - VII B 16/68 -, BFHE 96, 8, BStBl II 1969, 528; BFH, Beschluss vom 10. Februar 1984 - III B 40/83 -, BFHE 140, 396, BStBl II 1984, 454; BFH…, Beschluss vom 21. Mai 1992 - X B 106/91 -, BFH/NV 1992, 721; BFH, Beschluss vom 1. April 2010 - II B 168/09 -, BFHE 228, 149, BStBl II 2010, 558; BFH…, Beschluss vom 5. März 2012 - III B 6/12 -, BFH/NV 2012, 1144; BFH…, Beschluss vom 9. März 2012 - VII B 185/11 -, BFH/NV 2012, 999; BFH, Beschluss vom 9. März 2012 - VII B 171/11 -, BFHE 236, 206, BStBl II 2012, 418; BFH…, Beschluss vom 18. Juni 2012 - II B 17/12 -, BFH/NV 2012, 1652; BFH, Beschluss vom 21. November 2013 - II B 46/13 -, BFHE 243, 162, BStBl II 2014, 263; BFH…, Beschluss vom 19. März 2014 - III B 74/13 -, BFH/NV 2014, 1032; BFH…, Beschluss vom 15. April 2014 - II B 71/13 -, BFH/NV 2015, 7; BFH, Beschluss vom 25. November 2014 - VII B 65/14 -, BFHE 247, 182, BStBl II 2015, 207; BFH, Beschluss vom 15. Juni 2016 - II B 91/15 -, BFHE 253, 319, BStBl II 2016, 846; BFH, Beschluss vom 21. Juli 2016 - V B 37/16 -, BFHE 254, 491, BStBl II 2017, 28; BFH, Beschluss vom 25. April 2018 - IX B 21/18 -, BFHE 260, 431, BStBl II 2018, 415; BFH…, Beschluss vom 17. Dezember 2018 - VIII B 91/18 -, BFH/NV 2019, 306; BFH…, Beschluss vom 18. Januar 2023 - II B 53/22 (AdV) -, BFH/NV 2023, 382; speziell zum neuen Grundsteuer- und Bewertungsrecht: Finanzgericht Nürnberg, Beschluss vom 8. August 2023 - 8 V 300/23 -, EFG 2023, 1405; Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 1. September 2023 - 3 V 3080/23 -, juris). - FG Rheinland-Pfalz, 23.11.2023 - 4 V 1429/23
Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Grundsteuerwertfeststellung im sog. …
Ein lediglich mit der behaupteten Verfassungswidrigkeit des Gesetzes begründeter Aussetzungsantrag sei daher, ohne dass es einer Prüfung der Verfassungsmäßigkeit bedürfe, abzulehnen, wenn nach den Umständen des Einzelfalles dem Interesse des Antragstellers an der Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes nicht der Vorrang vor dem öffentlichen Interesse am Vollzug des Gesetzes zukomme (BFH, Beschluss vom 6. Februar 1967 - VII B 46/66 -, BFHE 87, 414, BStBl III 1967, 123; BFH, Beschluss vom 28. Juni 1967 - VII B 12/66 -, BFHE 89, 82, BStBl III 1967, 513; BFH, Beschluss vom 4. Dezember 1967 - GrS 4/67 -, BFHE 90, 461, BStBl II 1968, 199; BFH, Beschluss vom 30. April 1969 - VII B 16/68 -, BFHE 96, 8, BStBl II 1969, 528; BFH, Beschluss vom 10. Februar 1984 - III B 40/83 -, BFHE 140, 396, BStBl II 1984, 454; BFH…, Beschluss vom 21. Mai 1992 - X B 106/91 -, BFH/NV 1992, 721; BFH, Beschluss vom 1. April 2010 - II B 168/09 -, BFHE 228, 149, BStBl II 2010, 558; BFH…, Beschluss vom 5. März 2012 - III B 6/12 -, BFH/NV 2012, 1144; BFH…, Beschluss vom 9. März 2012 - VII B 185/11 -, BFH/NV 2012, 999; BFH, Beschluss vom 9. März 2012 - VII B 171/11 -, BFHE 236, 206, BStBl II 2012, 418; BFH…, Beschluss vom 18. Juni 2012 - II B 17/12 -, BFH/NV 2012, 1652; BFH, Beschluss vom 21. November 2013 - II B 46/13 -, BFHE 243, 162, BStBl II 2014, 263; BFH…, Beschluss vom 19. März 2014 - III B 74/13 -, BFH/NV 2014, 1032; BFH…, Beschluss vom 15. April 2014 - II B 71/13 -, BFH/NV 2015, 7; BFH, Beschluss vom 25. November 2014 - VII B 65/14 -, BFHE 247, 182, BStBl II 2015, 207; BFH, Beschluss vom 15. Juni 2016 - II B 91/15 -, BFHE 253, 319, BStBl II 2016, 846; BFH, Beschluss vom 21. Juli 2016 - V B 37/16 -, BFHE 254, 491, BStBl II 2017, 28; BFH, Beschluss vom 25. April 2018 - IX B 21/18 -, BFHE 260, 431, BStBl II 2018, 415; BFH…, Beschluss vom 17. Dezember 2018 - VIII B 91/18 -, BFH/NV 2019, 306; BFH…, Beschluss vom 18. Januar 2023 - II B 53/22 (AdV) -, BFH/NV 2023, 382; speziell zum neuen Grundsteuer- und Bewertungsrecht: Finanzgericht Nürnberg, Beschluss vom 8. August 2023 - 8 V 300/23 -, EFG 2023, 1405; Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 1. September 2023 - 3 V 3080/23 -, juris). - BFH, 12.06.1986 - VII B 112/85
Vorläufiger Rechtsschutz - Aussetzung der Vollziehung - Berechtigtes Interesse - …
Diese Auffassung hat der Senat darauf gestützt, daß die Sollvorschrift des § 69 Abs. 2 Satz 2 FGO Ausnahmen von der Regel (der Aussetzung) zuläßt und daß bei Abwägung der gegenseitigen Interessen solche Ausnahmen im Falle der Erhebung von Eingangsabgaben grundsätzlich geboten sind, weil ein besonderes öffentliches Interesse an der sofortigen Erhebung dieser auf den Waren ruhenden Abgaben - vgl. auch § 76 AO 1977 - besteht (Beschlüsse vom 6. Februar 1967 VII B 46/66, BFHE 87, 414, 417, BStBl III 1967, 123; vom 28. Juni 1967 VII B 12/66, BFHE 89, 82, 88, BStBl III 1967, 513, und vom 30. April 1969 VII B 16 usw./68, BFHE 96, 8, 10, BStBl II 1969, 528).Es trifft demnach auch nicht zu, daß - wie das FG anzunehmen scheint - die Entscheidung über die Aussetzung oder Aufhebung davon abhängig gemacht werde, ob dem Steuerpflichtigen die Überwälzung der Abgaben im Preis gelingt oder nicht (vgl. insbesondere BFHE 89, 82, 88, BStBl III 1967, 513, 515; BFHE 96, 8, 13, BStBl II 1969, 528, 530).
- BFH, 21.04.1970 - VII B 66/69
Erhebung von Eingangsabgaben - Berechtigtes Interesse - Vorläufiger Rechtsschutz …
Der Grundsatz, daß bei der Erhebung von Eingangsabgaben ein berechtigtes Interesse des Steuerpflichtigen an einem vorläufigen Rechtsschutz in der Regel nicht anerkannt werden kann (Beschluß VII B 16, 46, 53, 56, 57, 69, 126/68 vom 30. April 1969, BFH 96, 8, BStBl II 1969, 528) gilt nicht, soweit solche Abgaben nach der Freigabe der eingeführten Ware nachgefordert werden.Allerdings hat der Senat wiederholt zuletzt durch Beschluß VII B 16, 46, 53, 56, 57, 69, 126/68 vom 30. April 1969 (BFH 96, 8, BStBl II 1969, 528) entschieden, daß ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines steuerrechtlichen Verwaltungsaktes für sich allein die Aussetzung der Vollziehung nicht rechtfertigen, wenn besonders schwerwiegende öffentliche Interessen an der alsbaldigen Vollziehung des Verwaltungsaktes bestehen.
- BFH, 21.04.1970 - VII B 67/69
Erhebung von Eingangsabgaben - Berechtigtes Interesse - Vorläufiger Rechtsschutz …
Der Grundsatz, daß bei der Erhebung von Eingangsabgaben ein berechtigtes Interesse des Steuerpflichtigen an einem vorläufigen Rechtsschutz in der Regel nicht anerkannt werden kann (Beschluß VII B 16, 46, 53, 56, 57, 69, 126/68 vom 30. April 1969, BFH 96, 8, BStBl II 1969, 528) gilt nicht, soweit solche Abgaben nach der Freigabe der eingeführten Ware nachgefordert werden.
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Rechtsprechung
| BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 18.03.1968 - V A 1113/67
- BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (8)
- BVerwG, 16.07.1964 - II C 66.61
Anspruch eines Beamten auf neue Sachentscheidung bei "Änderung der Sachlage" …
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Grundsätzlich steht es im pflichtmäßigen Ermessen der Behörde, ob sie trotz Unanfechtbarkeit eines Verwaltungsaktes eine erneute Sachentscheidung vornehmen will (vgl. BVerwGEUrteile vom 10. Oktober 1961 - BVerwG VI C 123.59 -, BVerwGE 13, 99 [101];vom 13. Dezember 1962 - BVerwG III C 75.59 -, BVerwGE 15, 196 [199 f.];vom 16. Juli 1964 - BVerwG II C 66.61 -, BVerwGE 19, 153 [155] undUrteil vom 30. März 1966 - BVerwG V C 91.64 -, DÖV 1966, 866).In Fällen der Beweisnot sind Beweismittel, die dem Antragsteller bei Abschluß des ersten Verfahrens nicht zur Verfügung standen, für geeignet erklärt worden, den Anspruch auf erneute Überprüfung eines unanfechtbar abgelehnten Anspruchs zu rechtfertigen (vgl. BVerwGE 19, 153 [156] und BVerwGE 25, 241 [243]).
- BVerwG, 12.05.1966 - VIII C 125.64
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts besteht allerdings in bestimmten Fällen eine Rechtspflicht der Behörde, in eine erneute Sachprüfung einzutreten (vgl. auch BVerwG Urteile vom 7. September 1966 - BVerwG VI C 22.58 -, BVerwGE 11, 106 [BVerwG 07.09.1960 - VI C 22/58] [107] undvom 12. Mai 1966 - BVerwG VIII C 125.64 -, BVerwGE 24, 155 [BVerwG 27.05.1966 - VII C 139/64] [117]).Richtig ist, daß das Bundesverwaltungsgericht es in seinemUrteil vom 12. Mai 1966 - BVerwG VIII C 125.64 -, BVerwGE 24, 115 [188] - als eine grundsätzlich bedeutsame Frage bezeichnet, "ob ein Recht auf Neubescheidung darauf gestützt werden kann, daß die Gegenseite den Antragsteller in eine unüberwindbare besondere Beweisnot versetzt und dadurch veranlaßt hat, die weitere Rechtsverfolgung aufzugeben, die ohne diese besondere Beweisnot aussichtsreich gewesen wäre".
- BVerwG, 13.12.1962 - III C 75.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Grundsätzlich steht es im pflichtmäßigen Ermessen der Behörde, ob sie trotz Unanfechtbarkeit eines Verwaltungsaktes eine erneute Sachentscheidung vornehmen will (vgl. BVerwGEUrteile vom 10. Oktober 1961 - BVerwG VI C 123.59 -, BVerwGE 13, 99 [101];vom 13. Dezember 1962 - BVerwG III C 75.59 -, BVerwGE 15, 196 [199 f.];vom 16. Juli 1964 - BVerwG II C 66.61 -, BVerwGE 19, 153 [155] undUrteil vom 30. März 1966 - BVerwG V C 91.64 -, DÖV 1966, 866).
- BVerwG, 10.10.1961 - VI C 123.59
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Grundsätzlich steht es im pflichtmäßigen Ermessen der Behörde, ob sie trotz Unanfechtbarkeit eines Verwaltungsaktes eine erneute Sachentscheidung vornehmen will (vgl. BVerwGEUrteile vom 10. Oktober 1961 - BVerwG VI C 123.59 -, BVerwGE 13, 99 [101];vom 13. Dezember 1962 - BVerwG III C 75.59 -, BVerwGE 15, 196 [199 f.];vom 16. Juli 1964 - BVerwG II C 66.61 -, BVerwGE 19, 153 [155] undUrteil vom 30. März 1966 - BVerwG V C 91.64 -, DÖV 1966, 866). - BVerwG, 27.05.1966 - VII C 139.64
Erstattung von Lieferprämien und subventionsrechtlichen Zuwendungen - Versäumung …
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts besteht allerdings in bestimmten Fällen eine Rechtspflicht der Behörde, in eine erneute Sachprüfung einzutreten (vgl. auch BVerwG Urteile vom 7. September 1966 - BVerwG VI C 22.58 -, BVerwGE 11, 106 [BVerwG 07.09.1960 - VI C 22/58] [107] undvom 12. Mai 1966 - BVerwG VIII C 125.64 -, BVerwGE 24, 155 [BVerwG 27.05.1966 - VII C 139/64] [117]). - BVerwG, 28.10.1966 - VII C 38.66
Anspruch auf Befreiung vom Wehrdienst als "letzter Sohn" - Anfechtbarkeit eines …
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
In Fällen der Beweisnot sind Beweismittel, die dem Antragsteller bei Abschluß des ersten Verfahrens nicht zur Verfügung standen, für geeignet erklärt worden, den Anspruch auf erneute Überprüfung eines unanfechtbar abgelehnten Anspruchs zu rechtfertigen (vgl. BVerwGE 19, 153 [156] und BVerwGE 25, 241 [243]). - BVerwG, 07.09.1960 - VI C 22.58
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts besteht allerdings in bestimmten Fällen eine Rechtspflicht der Behörde, in eine erneute Sachprüfung einzutreten (vgl. auch BVerwG Urteile vom 7. September 1966 - BVerwG VI C 22.58 -, BVerwGE 11, 106 [BVerwG 07.09.1960 - VI C 22/58] [107] undvom 12. Mai 1966 - BVerwG VIII C 125.64 -, BVerwGE 24, 155 [BVerwG 27.05.1966 - VII C 139/64] [117]). - BVerwG, 30.03.1966 - V C 91.64
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 07.08.1969 - VII B 53.68
Grundsätzlich steht es im pflichtmäßigen Ermessen der Behörde, ob sie trotz Unanfechtbarkeit eines Verwaltungsaktes eine erneute Sachentscheidung vornehmen will (vgl. BVerwGEUrteile vom 10. Oktober 1961 - BVerwG VI C 123.59 -, BVerwGE 13, 99 [101];vom 13. Dezember 1962 - BVerwG III C 75.59 -, BVerwGE 15, 196 [199 f.];vom 16. Juli 1964 - BVerwG II C 66.61 -, BVerwGE 19, 153 [155] undUrteil vom 30. März 1966 - BVerwG V C 91.64 -, DÖV 1966, 866).
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