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Rechtsprechung
   BFH, 30.03.1971 - VII R 38/68   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1971,1178
BFH, 30.03.1971 - VII R 38/68 (https://dejure.org/1971,1178)
BFH, Entscheidung vom 30.03.1971 - VII R 38/68 (https://dejure.org/1971,1178)
BFH, Entscheidung vom 30. März 1971 - VII R 38/68 (https://dejure.org/1971,1178)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer

    Nachforderung von Eingangsabgaben - Vertrauensschutz des Steuerpflichtigen - Treu und Glauben - Gleicher Sachverhalt - Geänderte Auffassung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • BFHE 102, 27
  • DB 1971, 1507
  • BStBl II 1971, 450
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (4)

  • BFH, 21.05.1963 - VII 175/61 U

    Umfang der Abänderung von Bescheiden im Sinne der Abgabenordnung - Entstehung des …

    Auszug aus BFH, 30.03.1971 - VII R 38/68
    Der Senat hält daran fest, daß gegenüber einer Nachforderung von Eingangsabgaben seitens der Verwaltung ein Vertrauensschutz des Steuerpflichtigen nach dem Grundsatz von Treu und Glauben dann gegeben sein kann, wenn die Nachforderung lediglich darauf beruht, daß die Verwaltung in der rechtlichen Beurteilung eines unverändert gebliebenen Sachverhalts eine erneut geänderte Auffassung vertritt (vgl. BFH-Urteil VII 175/61 U vom 21. Mai 1963, BFH 77, 201, BStBl III 1963, 390).

    Der Streitfall liegt insofern ähnlich wie der dem BFH-Urteil VII 175/61 U vom 21. Mai 1963 (BFH 77, 201, BStBl III 1963, 390) zugrunde liegende Fall, in dem der erkennende Senat entschieden hat, daß es Treu und Glauben widerspricht, wenn nach Verstreichenlassen einer längeren Frist bei unverändertem Sachverhalt lediglich auf Grund einer erneut geänderten Rechtsauffassung Nachforderungen erhoben werden.

  • BFH, 02.12.1959 - VII 95/58 U

    Erlass von Verfügungen, mit denen Finanzverwaltungsorgane in der Annahme, hierzu …

    Auszug aus BFH, 30.03.1971 - VII R 38/68
    Der Senat kommt somit zu dem Ergebnis, daß der Bescheid vom Juli 1964 mit dem auch im Zollrecht de jure zu beachtenden Grundsatz von Treu und Glauben -- BFH-Urteil VII 95/58 U vom 2. Dezember 1959, BFH 70, 341, BStBl III 1960, 127 (130) -- unvereinbar ist.
  • BFH, 28.10.1958 - VII 185/57 U

    Nachforderung von Eingangsabgaben im Zollverfahren - Grundsatz der Selbstbindung …

    Auszug aus BFH, 30.03.1971 - VII R 38/68
    Zwar trifft es zu, daß die Verwaltung grundsätzlich zu Nachforderungen, die sich gegenüber zunächst zu niedrig festgesetzten Eingangsabgaben ergeben, nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet ist, vgl. Urteil des BFH VII 185/57 U vom 28. Oktober 1958 (BFH 68, 27, BStBl III 1959, 11).
  • BFH, 17.12.1958 - VII 207/57 U

    Versehentliche Abfertigung im Zollvormerkverfahren zu einem nicht bestehenden …

    Auszug aus BFH, 30.03.1971 - VII R 38/68
    Wie der BFH in dem Urteil VII 207/57 U vom 17. Dezember 1958 (BFH 68, 378, BStBl III 1959, 146) rechtsgrundsätzlich ausgeführt hat, ist ein solcher Vertrauensschutz insbesondere dann geboten, wenn die Geltendmachung des gesetzlichen Abgabenanspruches -- weil mit dem vorangegangenen Verhalten der Verwaltung eindeutig in Widerspruch stehend -- mit dem allgemeinen Rechtsempfinden nicht vereinbar ist.
  • BFH, 22.01.1985 - VII R 112/81

    Haftungsbescheid - Einspruch - Rücknahme - Verwaltungsakt

    Sie können bei unverändertem Sachverhalt in der Regel nicht lediglich aufgrund geänderter Rechtsauffassung der Verwaltung abgeändert werden (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 21. Mai 1963 VII 175/61 U, BFHE 77, 201, BStBl III 1963, 390, und vom 30. März 1971 VII R 38/68, BFHE 102, 27, BStBl II 1971, 450; BFH-Urteil vom 16. März 1965 I 54/64 S, BFHE 82, 387, BStBl III 1965, 388).
  • BFH, 12.03.1985 - VII R 91/82

    Voraussetzungen der Eingangsabgabenfreiheit eines Schiffes

    Der Bundesfinanzhof (BFH), auch der erkennende Senat, hat in gefestigter Rechtsprechung ausgesprochen, daß die Nachforderung nicht in das Ermessen des HZA gestellt, dieses vielmehr zur Nachforderung grundsätzlich verpflichtet ist und hiervon nicht etwa aus Billigkeits- oder Zweckmäßigkeitsgründen absehen darf (Urteile vom 6. März 1957 II 12/57 U, BFHE 64, 464, 465, BStBl III 1957, 173, 174; vom 28. Oktober 1958 VII 185/57 U, BFHE 68, 27, 34, BStBl III 1959, 11, 13; vom 17. Dezember 1958 VII 207/57 U, BFHE 68, 378, 384, BStBl III 1959, 146, 148; vom 19. Januar 1966 VII 153/61, BFHE 85, 370, 377, BStBl III 1966, 341, 344, und vom 30. März 1971 VII R 38/68, BFHE 102, 27, 28, BStBl II 1971, 450); dies gilt, vorbehaltlich der durch den Grundsatz von Treu und Glauben gezogenen Grenzen, selbst dann, wenn zunächst ein - sachlich unrichtiger - Freistellungsbescheid erlassen worden ist (vgl. die Urteile des erkennenden Senats in BFHE 68, 27, 36, BStBl III 1959, 11, und BFHE 102, 27, 28, BStBl II 1971, 450).

    Ein Vertrauensschutz ist insbesondere dann geboten, wenn die Geltendmachung des gesetzlichen Abgabenanspruchs mit dem allgemeinen Rechtsempfinden nicht vereinbar ist, weil sie zu einem vorangegangenen nachhaltigen Verhalten oder einer ausdrücklichen Willensäußerung der Verwaltung in Widerspruch steht und der Steuerpflichtige deswegen auf ein entsprechendes künftiges Verhalten der Verwaltung vertraut hat oder vertrauen durfte (vgl. Urteil in BFHE 102, 27, 28, BStBl II 1971, 450, sowie Urteile vom 19. Dezember 1973 II R 180/72, BFHE 111, 188, 190, BStBl II 1974, 182, und vom 9. März 1982 VII R 16/80, BFHE 135, 561).

    Dagegen kann es Treu und Glauben widersprechen, wenn nach Verstreichenlassen einer längeren Frist bei unverändertem Sachverhalt lediglich aufgrund einer erneut geänderten Rechtsauffassung Nachforderungen erhoben werden (vgl. Urteil in BFHE 102, 27, 29, BStBl II 1971, 450).

  • BFH, 22.03.1988 - VII R 8/84

    Verbrauchsteuerbescheid - Günstige Einspruchsentscheidung - Nachteilige Änderung

    Auch in der früheren Rechtsprechung des BFH ist eine - erneute - Inanspruchnahme eines Steuerschuldners aus Gründen des Vertrauensschutzes - lediglich - in Fällen abgelehnt worden, in denen der Streit um einen Bescheid durch dessen Aufhebung zum Abschluß gelangt war (eine "Erledigung" gefunden hatte) und ein erneuter Bescheid zur "Wiederaufrollung" des Falles geführt hatte (vgl. Urteile vom 19. Juli 1961 II 260/58 U, BFHE 73, 471, BStBl III 1961, 438; vom 16. März 1965 I 54/64 S, BFHE 82, 387, BStBl III 1965, 388; vom 21. Mai 1963 VII 175/61 U, BFHE 77, 201, BStBl III 1963, 390, und vom 30. März 1971 VII R 38/68, BFHE 102, 27, BStBl II 1971, 450).
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