Rechtsprechung
| BFH, 26.06.1973 - VII R 43/72 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Wolters Kluwer
Schriftliche Prüfungsarbeit - Steuerbevollmächtigtenprüfung - Neue Bewertung - Eigener Sachverstand - Abschließende Beurteilung - Prüfungsausschuß - Schriftliche Begründung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz frei)
Prüfungsprotokoll - Begründung der Prüfungsentscheidung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 110, 94
- BStBl II 1973, 747
Wird zitiert von ... (8)
- BFH, 24.08.1976 - VII R 17/74
Mangel im Verfahren der Steuerberaterprüfung - Bewertung einer schriftlichen …
Zu entscheiden ist, ob bei der Endbewertung der Arbeit allgemeingültige Bewertungsmaßtäbe außer acht gelassen worden sind (Anschluß an BFHE 110, 94).Die Grenzen für den Beurteilungsspielraum ergeben sich daraus, daß die Gerichte nachprüfen, ob allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe außer acht gelassen worden sind oder sachfremden Erwägungen Raum gegeben worden ist, ob ferner die Prüfungsanforderungen in bezug auf Aufgabenstellung und Bewertung der Arbeiten überspannt worden sind, ob von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen worden ist und die für die Prüfung maßgeblichen Verfahrensbestimmungen eingehalten worden sind (vgl. Urteil vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, BStBl II 1973, 747).
Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats kann es nicht Aufgabe der Gerichte sein, eine schriftliche Prüfungsarbeit aufgrund eigenen Sachverstandes zu bewerten (vgl. das zitierte Urteil VII R 43/72, in dem diese Auffassung eingehend begründet worden ist).
- BFH, 21.03.1978 - VII R 7/76
Prüfungsausschuß - Klausurarbeit - Punkteschlüssel - Verfahrensfehler - …
Die Auffassung des FG, der Begutachtung des Anlagenteils der Buchführungs-Klausur hätten andere Maßstäbe zugrunde gelegt werden müssen, verstoße gegen geltendes Recht, da das FG damit seine eigenen Bewertungsmaßstäbe an die Stelle der nicht zu beanstandenden Bewertungsmaßstäbe des Prüfers gesetzt habe (vgl. BFH-Urteil vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, BStBl II 1973, 747).Ob dies der Fall ist, können die Gerichte nachprüfen (vgl. BFH-Urteile vom 2. August 1967 VII 264/63, BFHE 89, 370, BStBl III 1967, 579, und VII R 43/72).
Damit setzt sich der Senat nicht in Widerspruch zu seinem Urteil VII R 43/72.
- BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Gerichtliche Nachprüfung einer Steuerberaterprüfung
Diese könne sich neben der Frage, ob die formellen Prüfungsvorschriften beachtet worden seien, nur darauf erstrecken, ob die Prüfer von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen seien, sich von sachfremden Erwägungen hätten leiten lassen oder allgemeingültige Bewertungsgrundsätze nicht beachtet hätten (vgl. u. a. Urteil des BVerwG vom 26. Oktober 1973 VII C 73/70, HFR 1974, 500; Beschluß des BFH vom 13. Dezember 1972 VII B 71/72, BFHE 107, 560, BStBl II 1973, 253; BFH-Urteil vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, BStBl II 1973, 747).Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, daß Prüfungsentscheidungen höchstpersönliche Werturteile sind, die gerichtlich nur dahin nachgeprüft werden können, ob allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe außer acht gelassen worden sind, ob sachfremden Erwägungen Raum gegeben worden ist, ob die Prüfungsanforderungen in bezug auf die Aufgabenstellung und die Bewertung der Arbeiten überspannt worden sind, ob von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen worden ist und ob die für die Prüfung maßgeblichen Verfahrensbestimmungen eingehalten worden sind (vgl. BFH-Urteile VII R 43/72 und vom 24. August 1976 VII R 17/74, BFHE 120, 106, BStBl II 1976, 797).
- BFH, 20.12.1983 - VII R 123/83
Formelle Anforderung - Prüfungsarbeit - Steuerberaterprüfung - Bewertung einer …
Die Einzelgutachten sind als Benotungsvorschläge zu verstehen (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, 97, BStBl II 1973, 747; vom 24. Juli 1973 VII R 88/72, BFHE 110, 222, 225, BStBl II 1973, 804; vom 28. November 1978 VII R 70/78, BFHE 126, 502, 505, BStBl II 1979, 207; vom 11. Mai 1982 VII R 18/82, BFHE 136, 173, 177, BStBl II 1982, 674). - BFH, 28.11.1978 - VII R 70/78
Steuerbevollmächtigtenprüfung - Wiederholung der Prüfung - Berücksichtigung von …
Es ist ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) und des erkennen den Senats, daß sich der Zweitgutachter ohne weitere Ausführungen dem Erstgutachter anschließen kann, soweit er mit dessen Gutachten und Notengebung einverstanden ist (vgl. Entscheidungen des BVerwG vom 3. November 1975 VII B 93.74, Buchholz 421.0, Prüfungswesen Nr. 67, und vom 7. Mai 1971 VII C 51.70, Die Öffentliche Verwaltung 1972 S. 276, 279; Urteile des erkennender Senats vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, 97 BStBl II 1973, 747, und vom 24. Juli 1973 VII R 88/72 BFHE 110, 222, BStBl II 1973, 804). - FG Köln, 15.12.1998 - 8 K 1602/98
Ausschluss von der mündlichen Prüfung zum Steuerberaterexamen
Insbesondere ist es nicht Aufgabe des Gerichts nachzuprüfen, ob die getroffene Prüfungsentscheidung die allein richtige gewesen ist (vgl. BFH-Urteile vom 26.06.1973 VII R 43/72, BStBl II 1973, 747; v. 26.08.1976 VII R 17/74, BStBl II 1976, 797). - FG Köln, 15.12.1998 - 8 K 819/98
Stellen einer bereits Teilen der Prüflinge bekannten Prüfungsaufgabe; …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - FG Rheinland-Pfalz, 24.08.1999 - 2 K 1316/99 Dieser verbietet, es den Finanzgerichten entgegen früherer Rechtsprechung (u. a. BFH-Urteile vom 26. Juni 1973 VII R 43/72 , BStBl II 1976, 747; vom 24. August 1976 VII R 17/74 , BStBl II 1976, 797) aber nicht mehr schlechthin, schriftliche Arbeiten im Rahmen einer Steuerberaterprüfung aufgrund eigenen Sachverstands anders zu beurteilen:.
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