Rechtsprechung
| BFH, 26.09.1967 - VII R 51/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Gerichtliche Überprüfung der Aufgabenstellung in der schriftlichen Steuerberaterprüfung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 69, 559
- BFHE 89, 559
- DB 1967, 1925
- BStBl III 1967, 714
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (2)
- BFH, 02.08.1967 - VII 264/63
Gerichtliche Nachprüfung von Prüfungsentscheidungen - Einsicht in Prüfungsakten …
Auszug aus BFH, 26.09.1967 - VII R 51/66
Wie der erkennende Senat in dem Urteil VI? 264/63 vom 2. August 1967 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 89 S. 370 - BFH 89, 370 -, BStBl III 1967, 579) bereits dargelegt hat und wovon auch das FG zutreffend ausgegangen ist, entspricht es dem Wesen der Prüfungen und dient der Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit der Prüfenden bei Prüfungsentscheidungen, daß der Verwaltung auf dem Gebiet der Prüfungsleistungen ein Beurteilungsspielraum zuzubilligen ist, der gerichtlich nicht voll nachprüfbar ist. - BVerwG, 02.07.1965 - VII C 171.64
Passivlegitimation für die Klage eines Schülers wegen Nichtbestehens der …
Auszug aus BFH, 26.09.1967 - VII R 51/66
So hat auch das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil VII C 171.64 vom 2. Juli 1965 (Deutsches Verwaltungsblatt 1966, 35, 37) ausgeführt: "Die Schwierigkeit, eine gerechte Entscheidung in Prüfungen zu finden, ergibt sich gerade daraus, daß eine Fülle einzelner Faktoren der sorgfältigen Berücksichtigung und Abwägung bedarf und der Richter nur ganz ausnahmsweise bei einer besonderen Gestaltung des Falles diesen Bewertungsvorgang anstelle des Prüfers vornehmen kann"; es müsse auch berücksichtigt werden, welchen Weg der Prüfling eingeschlagen habe, um eine Lösung zu finden, und mit welcher Genauigkeit er die von ihm gefundene Lösung begründet habe.
- BVerwG, 06.04.1972 - VII B 122.70
Umfang der gerichtlichen Nachprüfung beim ersten juristischen Staatsexamen - …
Von der beschränkten Nachprüfbarkeit der Prüfungsentscheidungen geht ebenso wie das Bundesverwaltungsgericht auch der Bundesfinanzhof aus (Urteil vom 2. August 1967 - VII 264/63 - [BStBl. 1967 III S. 579 = BFHE 89, 370 = Der Betrieb 1967, 1662 = NJW 1967, 2379]; Urteil vom 26. September 1967 - VII 89/65 - [BStBl. 1967 III S. 712 = BFHE 89, 504 = Der Betrieb 1967, 1926]; Urteil vom 26. September 1967 - VII R 51/66 - [BStBl. 1967 III S. 714 = BFHE 89, 559]).In dem Urteil vom 26. September 1967 - VII R 51/66 - stellt der Bundesfinanzhof ausdrücklich fest, daß seine Rechtsprechung mit derjenigen der Verwaltungsgerichte im Einklang steht.
- BFH, 30.01.1979 - VII R 13/78
Prüfungsanforderung - Sachfremde Erwägung - Bewertungsmaßstab - Durchfallquote
Soweit der erkennende Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung zur Frage, inwieweit Durchfallquoten eine Rolle bei der gerichtlichen Überprüfung von Prüfungsentscheidungen spielen, eine andere Auffassung vertreten hat, hält er daran nicht mehr fest (vgl. die vom FG zitierten Urteile VII 89/65 und VII R 95/68, sowie die Urteile vom 26. September 1967 VII R 51/66, BFHE 89, 559, 561, BStBl III 1967, 714, und vom 15. März 1977 VII R 15/76, BFHE 122, 214, 216, BStBl II 1977, 447). - BVerwG, 26.10.1973 - VII C 73.70 In der grundsätzlichen Frage, in welchem Umfang Prüfungsentscheidungen durch die Gerichte nachgeprüft werden können, geht das Berufungsgericht (vgl. Urteilsabdruck S. 23 bis 27) von der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts aus und weist zutreffend darauf hin (vgl. Urteilsabdruck S. 26/27), daß die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 2. August 1967 - VII 264/63 - [BFHE 89, 370 = BStBl. 1967 III S. 579]; Urteil vom 26. September 1967 - VII R 51/66 - [BFHE 89, 559 = BStBl. 1967 III S. 714]; auch der von der Revision zitierte Beschluß vom 13. Dezember 1972 - VII B 71/72 - [Der Steuerberater 1973, 61]) damit in Einklang steht.
- BFH, 24.07.1973 - VII R 88/72
Allgemeine Gewährung des Rechtswegs - Akt der öffentlichen Gewalt - Niederschrift …
Die Gerichte können lediglich darüber befinden, ob die Prüfer bei der Prüfung von falschen Tatsachen ausgegangen sind, allgemeingültige Bewertungsgrundsätze nicht beachtet haben oder sich von sachfremden Erwägungen haben leiten lassen (Urteile des BFH vom 2. August 1967 VII 264/63, BFHE 89, 370, BStBl III 1967, 579; vom 26. September 1967 VII R 51/66, BFHE 89, 559, BStBl III 1967, 714; vgl. auch BVerwG-Urteil vom 24. April 1959 VII C 104, 58, BVerwGE 8, 272 [BVerwG 24.04.1959 - VII C 104/58]). - BFH, 13.12.1972 - VII B 71/72
Prüfungsentscheidungen - Gerichtliche Nachprüfung - Steuerberaterprüfung - …
Prüfungsentscheidungen sind nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen daher nur in folgender Hinsicht nachprüfbar: Ob die Prüfer von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen sind, ob sachfremden Erwägungen Raum gegeben worden ist, ob die Prüfungsanforderungen, vornehmlich in bezug auf Aufgabenstellung und auf Bewertung der Arbeiten, überspannt worden sind, ob sonst allgemeingültige Bewertungsmaßtäbe außer acht gelassen und ob sonst die für die Prüfung geltenden Verfahrensbestimmungen eingehalten worden sind (Urteile des BFH vom 2. August 1967 VII 264/63, BFHE 89, 370, BStBl III 1967, 579, und vom 26. September 1967 VII R 51/66, BFHE 89, 559, BStBl III 1967, 714).
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