Rechtsprechung
| BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Anspruch auf Restwerklohn - Unmissverständliche endgültige Zahlungsablehnung mit Schlusszahlungswirkung im Sinne von § 16 Nr. 2 Abs. 2 Verdingungsordnung für Bauleistungen Teil B - VOB/B - (1952) - Ausschluss einer Forderung mangels eines rechtzeitigen Vorbehalts - ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Zahlungsablehnung mit Schlußzahlungswirkung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1980, 572
- BauR 1980, 278
- ZfBR 1980, 140
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (8)
- BGH, 08.11.1979 - VII ZR 86/79
Vorbehalt der Nachforderung durch Klageerhebung
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Insoweit hat der Senat ausgesprochen, daß eine Erklärung des Auftraggebers mit Schlußzahlungswirkung dann vorliegt, wenn der Auftragnehmer der Erklärung klar entnehmen kann, daß der Auftraggeber eine nach seiner Auffassung noch bestehende Restschuld durch Zahlung oder Aufrechnung tilgen und weitere Zahlungen nicht mehr leisten will oder daß nach seiner Auffassung keine Restschuld mehr besteht und er deshalb weitere Zahlungen ablehnt (vgl. u.a. BGH NJW 1972, 51;… BGH Urt. v. 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282; BGH NJW 1977, 1294; BGHZ 68, 368;… BGH Urt. v. 26. Januar 1978 - VII ZR 73/78 - WM 1978, 427; BGH Urt. v. 8. November 1979 - VII ZR 86/79 - WM 1980, 137). - BGH, 01.02.1978 - IV ZR 142/76
Erwerb von Vermögen mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Insoweit hat der Senat ausgesprochen, daß eine Erklärung des Auftraggebers mit Schlußzahlungswirkung dann vorliegt, wenn der Auftragnehmer der Erklärung klar entnehmen kann, daß der Auftraggeber eine nach seiner Auffassung noch bestehende Restschuld durch Zahlung oder Aufrechnung tilgen und weitere Zahlungen nicht mehr leisten will oder daß nach seiner Auffassung keine Restschuld mehr besteht und er deshalb weitere Zahlungen ablehnt (vgl. u.a. BGH NJW 1972, 51;… BGH Urt. v. 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282; BGH NJW 1977, 1294; BGHZ 68, 368; BGH Urt. v. 26. Januar 1978 - VII ZR 73/78 - WM 1978, 427;… BGH Urt. v. 8. November 1979 - VII ZR 86/79 - WM 1980, 137). - BGH, 31.03.1977 - VII ZR 51/76
Aufrechnung mit Gegenforderung im Rahmen der Schlusszahlung
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Insoweit hat der Senat ausgesprochen, daß eine Erklärung des Auftraggebers mit Schlußzahlungswirkung dann vorliegt, wenn der Auftragnehmer der Erklärung klar entnehmen kann, daß der Auftraggeber eine nach seiner Auffassung noch bestehende Restschuld durch Zahlung oder Aufrechnung tilgen und weitere Zahlungen nicht mehr leisten will oder daß nach seiner Auffassung keine Restschuld mehr besteht und er deshalb weitere Zahlungen ablehnt (vgl. u.a. BGH NJW 1972, 51;… BGH Urt. v. 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282; BGH NJW 1977, 1294; BGHZ 68, 368;… BGH Urt. v. 26. Januar 1978 - VII ZR 73/78 - WM 1978, 427;… BGH Urt. v. 8. November 1979 - VII ZR 86/79 - WM 1980, 137).
- BGH, 13.02.1975 - VII ZR 120/74
Anforderungen an Schlusszahlung; Rechtsfolgen vorbehaltloser Annahme
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Insoweit hat der Senat ausgesprochen, daß eine Erklärung des Auftraggebers mit Schlußzahlungswirkung dann vorliegt, wenn der Auftragnehmer der Erklärung klar entnehmen kann, daß der Auftraggeber eine nach seiner Auffassung noch bestehende Restschuld durch Zahlung oder Aufrechnung tilgen und weitere Zahlungen nicht mehr leisten will oder daß nach seiner Auffassung keine Restschuld mehr besteht und er deshalb weitere Zahlungen ablehnt (vgl. u.a. BGH NJW 1972, 51; BGH Urt. v. 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282; BGH NJW 1977, 1294; BGHZ 68, 368;… BGH Urt. v. 26. Januar 1978 - VII ZR 73/78 - WM 1978, 427;… BGH Urt. v. 8. November 1979 - VII ZR 86/79 - WM 1980, 137). - BGH, 05.05.1977 - VII ZR 289/74
Verzicht auf die Einrede der Schlusszahlung nach Vergleichsverhandlungen; …
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Insoweit hat der Senat ausgesprochen, daß eine Erklärung des Auftraggebers mit Schlußzahlungswirkung dann vorliegt, wenn der Auftragnehmer der Erklärung klar entnehmen kann, daß der Auftraggeber eine nach seiner Auffassung noch bestehende Restschuld durch Zahlung oder Aufrechnung tilgen und weitere Zahlungen nicht mehr leisten will oder daß nach seiner Auffassung keine Restschuld mehr besteht und er deshalb weitere Zahlungen ablehnt (vgl. u.a. BGH NJW 1972, 51;… BGH Urt. v. 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282; BGH NJW 1977, 1294; BGHZ 68, 368;… BGH Urt. v. 26. Januar 1978 - VII ZR 73/78 - WM 1978, 427;… BGH Urt. v. 8. November 1979 - VII ZR 86/79 - WM 1980, 137). - BGH, 16.04.1970 - VII ZR 40/69
Erklärung des Vorbehalts bei der Annahme der Schlußzahlung
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Ausnahmsweise kann das allerdings der Fall sein, wenn der Auftraggeber aufgrund des in engem zeitlichen Zusammenhang stehenden vorangegangenen Verhaltens des Auftragnehmers nicht darüber im Zweifel sein kann, daß der Auftragnehmer auch angesichts der Zahlungsweigerung des Auftraggebers an seiner Forderung in vollem Umfange festhalten wird (vgl. u.a. BGH NJW 1970, 1185; 1972, 2267). - BGH, 05.10.1972 - VII ZR 187/71
Beweislast für Erklärung des Vorbehalt bei Annahme der Schlußzahlung
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Ausnahmsweise kann das allerdings der Fall sein, wenn der Auftraggeber aufgrund des in engem zeitlichen Zusammenhang stehenden vorangegangenen Verhaltens des Auftragnehmers nicht darüber im Zweifel sein kann, daß der Auftragnehmer auch angesichts der Zahlungsweigerung des Auftraggebers an seiner Forderung in vollem Umfange festhalten wird (vgl. u.a. BGH NJW 1970, 1185; 1972, 2267). - BGH, 21.10.1971 - VII ZR 79/70
Zum Begriff "Schlußzahlung" beim VOB-Bauvertrag
Auszug aus BGH, 31.01.1980 - VII ZR 245/79
Insoweit hat der Senat ausgesprochen, daß eine Erklärung des Auftraggebers mit Schlußzahlungswirkung dann vorliegt, wenn der Auftragnehmer der Erklärung klar entnehmen kann, daß der Auftraggeber eine nach seiner Auffassung noch bestehende Restschuld durch Zahlung oder Aufrechnung tilgen und weitere Zahlungen nicht mehr leisten will oder daß nach seiner Auffassung keine Restschuld mehr besteht und er deshalb weitere Zahlungen ablehnt (vgl. u.a. BGH NJW 1972, 51;… BGH Urt. v. 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282; BGH NJW 1977, 1294; BGHZ 68, 368;… BGH Urt. v. 26. Januar 1978 - VII ZR 73/78 - WM 1978, 427;… BGH Urt. v. 8. November 1979 - VII ZR 86/79 - WM 1980, 137).
- BGH, 24.03.1983 - VII ZR 329/81
Vorbehaltlose Annahme der Schlußzahlung
a) Dem Berufungsgericht ist allerdings darin zu folgen, daß eine Zahlungsverweigerung unter Bezug auf zur Aufrechnung gestellte Gegenforderungen selbst dann einer Schlußzahlung nach § 16 Nr. 3 Abs. 2 Satz 2 VOB/B (1973) gleichstehen kann, wenn die Gegenforderungen noch nicht ermittelt oder auch nicht begründet sind (Senatsurteil vom 31 Januar 1980 - VII ZR 245/79 = ZfBR 1980, 140 = BauR 1980, 278, 279 m.w.N.).Wie auch das Berufungsgericht nicht verkennt, muß die endgültige Ablehnung weiterer Zahlungen für den Empfänger der Erklärung unmißverständlich sein (vgl. BGHZ 68, 368, 369; 75, 307, 308; BGH NJW 1972, 51; 1977, 1294, 1295; 1979, 2310, 2311; Urteile vom 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282 und ZfBR 1980, 140 = BauR 1980, 278, 279 m.w.N.).
b) Gegenüber den erst 2 bis 4 Tage nach dem Anwaltsschreiben der Klägerin übermittelten Zahlungsverweigerungen wegen der anderen Bauvorhaben am Uhrmacher weg war jedoch ein weiterer ''Vorbehalt" nach Treu und Glauben entbehrlich (vgl. dazu BGH NJW 1970, 1185; 1972, 2267, 2268; 1979, 2310; BauR 1975, 282, 283; 1980, 278, 279 = ZfBR 1980, 140).
- BGH, 02.12.1982 - VII ZR 63/82
Beginn der Vorbehaltsfrist nach Ankündigung einer Schlußzahlung
Lehnt der Auftraggeber unter Hinweis auf geleistete Zahlungen weitere Zahlungen ab, steht dies - wie nunmehr in § 16 Nr. 3 Abs. 2 Satz 2 VOB/B ausdrücklich geregelt ist - einer Schlußzahlung gleich (vgl. auch Senatsurteile BGHZ 68, 368, 370 und vom 31. Januar 1980 - VII ZR 245/79 = ZfBR 1980, 140 = BauR 1980, 278 m.w.N.). - BGH, 20.11.1986 - VII ZR 332/85
Ablehnung weiterer Zahlungen durch Anbringung eines Vermerks auf der …
Denn es kommt nicht darauf an, ob die vom Auftraggeber für seine Zahlungsverweigerung gegebene Begründung stichhaltig ist (vgl. Senatsurteil vom 31. Januar 1980 - VII ZR 245/79 = BauR 1980, 278, 279 = ZfBR 1980, 140 m.N.).Daß die Auffassung, der Auftraggeber schulde nichts mehr, stimmt, ist auch in diesem Zusammenhang nicht erforderlich (Senatsurteil BauR 1980, 278, 279).
- BGH, 03.05.1984 - VII ZR 178/83
Auslegung eines Anwaltsschreibens - Auftragsentziehung wegen der Verzögerung von …
Das gilt aber nur, wenn er dem Auftraggeber in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Schlußzahlung oder der diese ersetzenden Erklärung schon vor deren Zugang ausreichend deutlich gemacht hat, daß er die abgelehnte Forderung auf jeden Fall durchsetzen will (BGH NJW 1979, 2310, 2311; Senatsurteile vom 31. Januar 1980 - VII ZR 245/79 BauR 1980, 278, 279 und vom 24. März 1983 - VII ZR 329/81 = BauR 1983, 476, 477, jeweils m.w.N.). - LG Marburg, 05.09.2012 - 2 O 226/11
Wann schließt vorbehaltslose Annahme der Schlussrechnung Nachforderungen aus?
Es kommt daher nicht darauf an, ob die Gegenforderung wirklich begründet ist (BGHZ 68, 368, 369; BGH ZfBR 83, 234), ob sie erst noch rechnerisch ermittelt werden muss (BGH ZfBR 80, 140 und 83, 234) oder ob sonst alle Voraussetzungen einer wirksamen Aufrechnung vorliegen, sondern entscheidend ist, dass der Auftraggeber die Aufrechnung erklärt, dadurch alle nach seiner Auffassung bestehenden Restforderungen des Auftragnehmers tilgen will und dies auch ausreichend deutlich zu erkennen gibt (BGH NJW 77, 1294, 1295;… Weick in Nicklisch/Weick, VOB/B, 3. Aufl. 2001, § 16 Rn. 45).
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