Rechtsprechung
| BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadensersatzanspruch gegen einen Steuerberater - Beginn der Verjährung - Fehlerhafte Handlungen des Steuerberaters
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (7)
- BGH, 22.02.1979 - VII ZR 256/77
Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen Steuerberater
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
Mit Urteil vom 22. Februar 1979 (BGHZ 73, 363), das dem Berufungsgericht bei Erlaß seines Urteils noch nicht bekannt sein konnte, hat der Senat entschieden, daß die Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Steuerberater aus Fehlern, die durch eine Außenprüfung (Betriebsprüfung) aufgedeckt und deretwegen dann Steuern nacherhoben worden sind, gemäß § 68 StBerG erst mit der Schlußbesprechung über das Ergebnis der Außenprüfung (Betriebsprüfung) beginnt.Der im Entwurf des § 29 a (jetzt § 68) StBerG ursprünglich vorgesehen gewesene letzte Halbsatz, wonach die Schadensersatzansprüche - ähnlich wie in § 51 BRAO - spätestens in drei Jahren nach der Beendigung des Auftrags verjähren sollten, ist nicht Gesetz geworden, sondern gerade mit der Begründung gestrichen worden, der Auftraggeber müsse auch im Fall späterer Betriebsprüfungen noch Ersatzansprüche stellen können (vgl. BGHZ 73, 363, 369).
- BGH, 18.06.1979 - VII ZR 257/78
Anspruch auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Buchführung durch einen …
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
Nach dem Urteil des Senats vom 18. Juni 1979 (= NJW 1979, 2211) gilt das alles auch, wenn das Vertragsverhältnis zwischen dem Auftraggeber und dem Steuerberater vor der Außenprüfung (Betriebsprüfung) beendet war.Ob etwas anderes gilt, wenn der Auftraggeber die Fehler des Steuerberaters und ihre nachteiligen steuerlichen Auswirkungen schon vor der Betriebsprüfung erkannt hat , kann - ebenso wie im Senatsurteil NJW 1979, 2211 - offenbleiben.
- BGH, 04.06.1970 - VII ZR 187/68
Vergütung bei vorzeitiger Beendigung eines Steuerberatervertrags
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
Ein Vertrag, durch den einem Steuerberater oder Steuerbevollmächtigten allgemein die Wahrnehmung der steuerlichen Interessen des Auftraggebers übertragen wird, ist regelmäßig Dienstvertrag (BGHZ 54, 106, 107) [BGH 04.06.1970 - VII ZR 187/68].
- BGH, 06.12.1979 - VII ZR 19/79
Pflichten - Steuerberater - Güterstand
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
An die vom Steuerberater zu beachtende Sorgfalt ist ein strenger Maßstab zu legen (Senatsurteil vom 6. Dezember 1979 - VII ZR 19/79 = VersR 1980, 264, 265). - BGH, 01.07.1971 - VII ZR 295/69
Schadensersatzpflicht - Steuerberater - Buchführungsmängel - Hinweisunterlassung
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
Dabei wird es zu beachten haben, daß sich der Umfang der vertraglichen Pflichten des Beklagten zwar nach den ihm vom Kläger übertragenen Aufgaben richtet (Senatsurteil vom 24. Juni 1968 - VII ZR 50/66 = BB 1968, 1263), daß ein Steuerberater aber auch verpflichtet sein kann, seinen Auftraggeber ungefragt über auftauchende steuerrechtliche Fragen, etwa über die Möglichkeit einer Steuerersparnis, zu belehren und ihn in diesem Rahmen auf etwaige Mängel der Buchführung oder sonstigen Aufzeichnungen hinzuweisen hat (Senatsurteile vom 28. November 1966 - VII ZR 132/64 = WM 1967, 72; vom 1. Juli 1971 - VII ZR 295/69 = WM 1971, 1206). - BGH, 28.11.1966 - VII ZR 132/64
Voraussetzungen für das Vorliegen einer Unternehmenseinheit - Anforderungen an …
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
Dabei wird es zu beachten haben, daß sich der Umfang der vertraglichen Pflichten des Beklagten zwar nach den ihm vom Kläger übertragenen Aufgaben richtet (Senatsurteil vom 24. Juni 1968 - VII ZR 50/66 = BB 1968, 1263), daß ein Steuerberater aber auch verpflichtet sein kann, seinen Auftraggeber ungefragt über auftauchende steuerrechtliche Fragen, etwa über die Möglichkeit einer Steuerersparnis, zu belehren und ihn in diesem Rahmen auf etwaige Mängel der Buchführung oder sonstigen Aufzeichnungen hinzuweisen hat (Senatsurteile vom 28. November 1966 - VII ZR 132/64 = WM 1967, 72; vom 1. Juli 1971 - VII ZR 295/69 = WM 1971, 1206). - BGH, 24.06.1968 - VII ZR 50/66
Schadensersatzpflicht auf Grund der schuldhaften Verletzung der Pflichten seines …
Auszug aus BGH, 13.03.1980 - VII ZR 274/79
Dabei wird es zu beachten haben, daß sich der Umfang der vertraglichen Pflichten des Beklagten zwar nach den ihm vom Kläger übertragenen Aufgaben richtet (Senatsurteil vom 24. Juni 1968 - VII ZR 50/66 = BB 1968, 1263), daß ein Steuerberater aber auch verpflichtet sein kann, seinen Auftraggeber ungefragt über auftauchende steuerrechtliche Fragen, etwa über die Möglichkeit einer Steuerersparnis, zu belehren und ihn in diesem Rahmen auf etwaige Mängel der Buchführung oder sonstigen Aufzeichnungen hinzuweisen hat (Senatsurteile vom 28. November 1966 - VII ZR 132/64 = WM 1967, 72; vom 1. Juli 1971 - VII ZR 295/69 = WM 1971, 1206).
- BGH, 06.06.1991 - IX ZR 195/90
Ursächlichkeit eines Fehlers eines steuerlichen Beraters bei einer Außenprüfung …
Die bisher höchstrichterlich entschiedenen Fälle, in denen die Schlußbesprechung einer Außenprüfung als Anknüpfungspunkt für den Beginn der Verjährung nach § 68 StBerG bejaht oder jedenfalls erwogen wurde, waren durchweg solche, in denen der durch die Außenprüfung aufgedeckte oder aufzudeckende Fehler dem Steuerberater im entsprechenden Prüfungszeitraum unterlaufen war (…vgl. z.B. BGHZ 73 aaO.; 83, 17, 21;… 96, aaO.;… BGH, Urt. v. 18.6.1979 - VII ZR 257/78, BB 1979, 1375; BGH, Urt. v. 13.3.1980 - VII ZR 172/79 u. VII ZR 274/79, HFR 1980, 509 und HFR 1980, 391;… BGH, Urt. v. 14.7.1982 - IVa ZR 10/81, aaO.;… BGH, Urt. v. 6.2.1985 - IVa ZR 82/83, LM StBerG § 68 Nr. 25;… Senatsurt. v. 4.4.1991 aaO.). - VGH Baden-Württemberg, 08.11.2005 - 9 S 1821/05
Beiladung und Aufnahme in den Krankenhausplan
Es kann dahinstehen, ob die Beschwerden bereits deshalb erfolglos sind, weil das verwaltungsgerichtliche Verfahren durch wirksamen gerichtlichen Vergleich - was die Beschwerdeführer wegen ihrer fehlenden, aber möglicherweise erforderlichen Zustimmung nach § 58 LVwVfG bezweifeln - beendet, mithin seine Rechtshängigkeit beseitigt wurde (vgl. dazu BVerwG, Beschluss vom 27.10.1993 - 4 B 175/93 -, Buchholz 310 § 106 VwGO Nr. 17; Beschluss vom 04.11.1987 - 1 B 112/87 -, NJW 1988, 622; BGH, Urteil vom 03.12.1980 - VII ZR 274/79 -, BGHZ 79, 71). - BGH, 06.11.1980 - VII ZR 237/79
Verjährung von Schadensersatzanspruch gegen steuerberatenden Wirtschaftsprüfer
Ähnlich wie beim Anwaltsvertrag (vgl. dazu zuletzt Senatsurteil vom 29. Juni 1972 - VII ZR 184/71 = LM BRAO § 51 Nr. 1) ist auch ein Vertrag, durch den die Wahrnehmung steuerlicher Interessen übertragen wird, regelmäßig Dienstvertrag und nur ausnahmsweise Werkvertrag (BGHZ 54, 106, 107 [BGH 04.06.1970 - VII ZR 187/68]/108; zuletzt BGH Urteil vom 13. März 1980 - VII ZR 274/79 -).
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