Rechtsprechung
| BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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Behauptung eines von der Zugangsvermutung abweichenden Zugangszeitpunkts
- openjur.de
Behauptung eines von der Zugangsvermutung abweichenden Zugangszeitpunkts
- Bundesfinanzhof
AO § 122 Abs 2 Nr 1
Behauptung eines von der Zugangsvermutung abweichenden Zugangszeitpunkts - rechtsinformationen.bund.de
Behauptung eines von der Zugangsvermutung abweichenden Zugangszeitpunkts
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 122 Abs 2 Nr 1 AO
Behauptung eines von der Zugangsvermutung abweichenden Zugangszeitpunkts - ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Widerlegung der gesetzlichen Vermutung des Zugangs des Verwaltungsakts innerhalb von drei Tagen nach Aufgabe zur Post durch allgemein gehaltene Erwägungen zu Verzögerungen in der Postbeförderung
- datenbank.nwb.de
Behauptung des abweichenden Zugangszeitpunkts eines Verwaltungsakts begründet keine Zweifel an der gesetzlichen Vermutung des Zugangs binnen drei Tagen nach Aufgabe zur Post
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- FG München, 30.06.2010 - 9 K 862/10
- BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (8)
- BFH, 16.05.2007 - V B 169/06
Steuerbescheid; Zugang; Zugangsfiktion
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Dies gilt vielmehr nur dann, wenn der Empfänger substantiiert Tatsachen vorträgt, die schlüssig auf den verspäteten Zugang hindeuten und damit Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (…BFH-Beschlüsse vom 20. Januar 1999 IV B 28/98, BFH/NV 1999, 905;… vom 30. November 2006 XI B 13/06, BFH/NV 2007, 389; vom 16. Mai 2007 V B 169/06, BFH/NV 2007, 1454;… vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115, m.w.N.).Rn. 6 c) Zu einem substantiierten, auf einen verspäteten Zugang hindeutenden Tatsachenvortrag hätte etwa die Vorlage des betreffenden Briefumschlags dienen können (vgl. BFH-Beschlüsse in BFH/NV 2007, 1454 und in BFH/NV 2010, 1115).
Vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber mit § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO generell einen Streit über den genauen Zeitpunkt des Zugangs eines Bescheides weitgehend ausschließen wollte (…BFH-Beschluss in BFH/NV 2010, 1081, m.w.N.), geht die Rechtsprechung zudem davon aus, dass eine Obliegenheit zur Beweisvorsorge besteht, wenn der Adressat einen atypisch langen Postlauf anhand des Poststempels oder des Bescheiddatums erkennen konnte (vgl. BFH-Beschluss in BFH/NV 2007, 1454, m.w.N.).
- BFH, 25.02.2010 - IX B 149/09
Überschießender Sachantrag im Nichtzulassungsbeschwerde-Verfahren - Anwendung der …
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Dies gilt vielmehr nur dann, wenn der Empfänger substantiiert Tatsachen vorträgt, die schlüssig auf den verspäteten Zugang hindeuten und damit Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (…BFH-Beschlüsse vom 20. Januar 1999 IV B 28/98, BFH/NV 1999, 905;… vom 30. November 2006 XI B 13/06, BFH/NV 2007, 389;… vom 16. Mai 2007 V B 169/06, BFH/NV 2007, 1454; vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115, m.w.N.).Rn. 6 c) Zu einem substantiierten, auf einen verspäteten Zugang hindeutenden Tatsachenvortrag hätte etwa die Vorlage des betreffenden Briefumschlags dienen können (vgl. BFH-Beschlüsse in BFH/NV 2007, 1454 und in BFH/NV 2010, 1115).
- BFH, 26.01.2010 - X B 147/09
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Abgangsvermerk der Poststelle des FA - …
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Durch die Rechtsprechung des BFH ist geklärt, dass § 122 Abs. 2 AO eine an den Tag der Aufgabe des Verwaltungsaktes zur Post anknüpfende Zugangsvermutung --und darüber hinaus eine Zugangsfiktion-- enthält (…s. BFH-Urteil vom 9. Dezember 2009 II R 52/07, BFH/NV 2010, 824; BFH-Beschluss vom 26. Januar 2010 X B 147/09, BFH/NV 2010, 1081).Vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber mit § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO generell einen Streit über den genauen Zeitpunkt des Zugangs eines Bescheides weitgehend ausschließen wollte (BFH-Beschluss in BFH/NV 2010, 1081, m.w.N.), geht die Rechtsprechung zudem davon aus, dass eine Obliegenheit zur Beweisvorsorge besteht, wenn der Adressat einen atypisch langen Postlauf anhand des Poststempels oder des Bescheiddatums erkennen konnte (…vgl. BFH-Beschluss in BFH/NV 2007, 1454, m.w.N.).
- BFH, 09.12.2009 - II R 52/07
Auslegung eines Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Beginn der …
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Durch die Rechtsprechung des BFH ist geklärt, dass § 122 Abs. 2 AO eine an den Tag der Aufgabe des Verwaltungsaktes zur Post anknüpfende Zugangsvermutung --und darüber hinaus eine Zugangsfiktion-- enthält (s. BFH-Urteil vom 9. Dezember 2009 II R 52/07, BFH/NV 2010, 824;… BFH-Beschluss vom 26. Januar 2010 X B 147/09, BFH/NV 2010, 1081). - BFH, 30.11.2006 - XI B 13/06
NZB: Verfahrensfehler, Bekanntgabe
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Dies gilt vielmehr nur dann, wenn der Empfänger substantiiert Tatsachen vorträgt, die schlüssig auf den verspäteten Zugang hindeuten und damit Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (…BFH-Beschlüsse vom 20. Januar 1999 IV B 28/98, BFH/NV 1999, 905; vom 30. November 2006 XI B 13/06, BFH/NV 2007, 389;… vom 16. Mai 2007 V B 169/06, BFH/NV 2007, 1454;… vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115, m.w.N.). - BFH, 14.07.2008 - VIII B 179/07
Fehlender Klärungsbedarf aufgrund bestehender höchstrichterlicher Rechtsprechung …
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
An der Klärungsbedürftigkeit fehlt es u.a. dann, wenn die in Rede stehende Rechtsfrage bereits durch die BFH-Rechtsprechung hinreichend geklärt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, welche eine erneute Prüfung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH erfordern (BFH-Beschluss vom 14. Juli 2008 VIII B 179/07, BFH/NV 2008, 1874, m.w.N.). - BFH, 27.04.2007 - VIII B 250/05
Vertragsauslegung; Überraschungsentscheidung
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Eine Rechtssache hat grundsätzliche Bedeutung i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, wenn eine Frage zu entscheiden ist, an deren Beantwortung ein allgemeines Interesse besteht, weil sie rechtssystematisch bedeutsam ist und ihre Klärung das Interesse der Allgemeinheit an der Entwicklung und Handhabung des Rechts betrifft (…ständige Rechtsprechung, s. Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., § 115 Rz 23 ff., m.w.N.; Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. April 2007 VIII B 250/05, BFH/NV 2007, 1675). - BFH, 20.01.1999 - IV B 28/98
Zugang eines VA
Auszug aus BFH, 01.12.2010 - VIII B 123/10
Dies gilt vielmehr nur dann, wenn der Empfänger substantiiert Tatsachen vorträgt, die schlüssig auf den verspäteten Zugang hindeuten und damit Zweifel an der Zugangsvermutung begründen (BFH-Beschlüsse vom 20. Januar 1999 IV B 28/98, BFH/NV 1999, 905;… vom 30. November 2006 XI B 13/06, BFH/NV 2007, 389;… vom 16. Mai 2007 V B 169/06, BFH/NV 2007, 1454;… vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115, m.w.N.).
- BFH, 06.07.2011 - III S 4/11
Prozesskostenhilfe - Abweisung einer Klage wegen Versäumung der Klagefrist als …
Vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber mit § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO generell einen Streit über den genauen Zeitpunkt des Zugangs eines Bescheides weitgehend ausschließen wollte, geht die Rechtsprechung vielmehr davon aus, dass eine Obliegenheit zur Beweisvorsorge besteht, wenn der Adressat einen atypisch langen Postlauf anhand des Poststempels oder des Bescheiddatums erkennen konnte (z.B. BFH-Beschluss vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410). - FG Köln, 15.11.2017 - 9 K 1016/14
Umsatzsteuer: Keine Anwendung der ertragsteuerlichen Zuflussfiktion beim …
Ein objektives Beweismittel wäre bspw. der betreffende Briefumschlag mit dem sich darauf befindlichen Poststempel (BFH-Beschlüsse vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410;… vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115). - FG Baden-Württemberg, 01.08.2019 - 1 K 3115/18
Rückgängigmachung des Verzichts auf die Steuerbefreiung für eine …
Um einen atypisch langen Postlauf darlegen zu können, muss der Empfänger nach ständiger Rechtsprechung insbesondere den Briefumschlag aufbewahren, denn es besteht eine Obliegenheit zur Beweisvorsorge, wenn der Adressat einen atypisch langen Postlauf anhand des Poststempels oder des Bescheiddatums erkennen konnte (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 16. Mai 2007 V B 169/06, BFH/NV 2007, 1454; vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410).
- FG Düsseldorf, 14.06.2018 - 15 K 2760/17
Klagefrist im Zusammenhang einer Klage wegen der Hinzuschätzungen nach einer …
Objektives Beweismittel ist der betreffende Briefumschlag mit dem sich darauf befindlichen Poststempel (BFH…, Beschluss vom 25.2.2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115; vom 1.12.2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410;… vom 19.1.2012 IV B 9/11, BFH/NV 2012, 697).Dieser kann nach gefestigter Rechtsprechung insbesondere durch Vorlage des betreffenden Briefumschlags Genüge getan werden (BFH…, Beschluss vom 26.1.2010 X B 147/09, BFH/NV 2010, 1081; vom 01.12.2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410;… Beschluss vom 19.1.2012 IV B 9/11, BFH/NV 2012, 697).
Er hätte im Rahmen der ihn aufgrund des erkennbaren langen Postlaufs treffenden Beweisvorsorge diesen Umstand umgehend dem Beklagten anzeigen können (vgl. dazu BFH, Beschluss vom 1.12.2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410;… vom 19.1.2012 IV B 9/11, BFH/NV 2012, 697).
- BFH, 05.08.2011 - III B 76/11
Behauptung des verspäteten Zugangs der Einspruchsentscheidung - Berechnung der …
Entgegen der Auffassung des Klägers ist dem Adressaten, der einen atypisch langen Postlauf anhand des Poststempels oder des Bescheiddatums erkennen konnte, diese nicht nur zuzumuten, vielmehr besteht nach der Rechtsprechung in derartigen Situationen eine Obliegenheit zur Beweisvorsorge (z.B. BFH-Beschluss vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410, m.w.N.). - FG München, 30.03.2022 - 12 K 758/20
Bekanntgabe von Einkommenssteuerbescheiden - Anfordeurngen an Zugang
Die Vorschrift enthält eine an den Tag der Aufgabe des Verwaltungsaktes zur Post anknüpfende Zugangsvermutung und darüber hinaus eine "Zugangsfiktion" (BFH-Beschlüsse vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410;… vom 26. Januar 2010 X B 147/09, BFH/NV 2010, 1081;… BFH-Urteil vom 9. Dezember 2009 II R 52/07, BFH/NV 2010, 824).Rn. 32 dd) Im Streitfall haben die Kläger, bzw. der heutige Prozessbevollmächtigte der Kläger und damalige Steuerberater verkannt, dass eine Obliegenheit zur Beweisvorsorge besteht, wenn der Adressat einen atypisch langen Postlauf anhand des Poststempels oder des Bescheiddatums erkennen konnte (…BFH-Beschlüsse in BFH/NV 2007, 1454; in BFH/NV 2011, 410, jeweils m.w.N.).
- FG Niedersachsen, 25.11.2015 - 9 K 215/14
Nachweis der rechtzeitigen manuellen Absendung und des verspäteten Zugangs eines …
Objektives Beweismittel ist der betreffende Briefumschlag mit dem sich darauf befindlichen Poststempel (BFH-Beschlüsse vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410;… vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115).Insoweit trifft den Kläger allerdings die Pflicht zur Beweisvorsorge (BFH-Beschluss vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10 BFH/NV 2011, 410, Urteil des FG Sachsen-Anhalt vom 24. Oktober 2012 2 K 436/12, juris).
- FG Münster, 11.05.2023 - 8 K 520/22
Verfahrensrecht - Entfällt die Drei-Tages-Fiktion (generell), wenn innerhalb der …
Als objektives Beweismittel kommt nach der Rechtsprechung des BFH der betreffende Briefumschlag mit dem sich darauf befindlichen Poststempel in Betracht (…BFH, Beschl. v. 25.02.2010, IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115; Beschl. v. 01.12.2010, VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410). - LSG Bayern, 17.03.2011 - L 19 R 443/10
Zweifel im Sinne des § 37 Abs 2 S 3 SGB X sind gerechtfertigt, wenn der Adressat …
Erforderlich ist vielmehr ein substantiiertes Vorbringen von Tatsachen, die auf den verspäteten Zugang hindeuten und ein tatsächliches Abweichen von der gesetzlichen Zugangsfiktion möglich erscheinen lassen (…Engelmann, in: von Wulffen, SGB X, 7. Aufl., § 37 Rn 13; LSG Saarland Urteil vom 27.04.2007 - L 7 R 52/06; BFH Beschluss vom 01.12.2010 - VIII B 123/10). - FG Niedersachsen, 25.11.2015 - 9 K 232/14
Nachweis der rechtzeitigen manuellen Absendung und des verspäteten Zugangs eines …
Objektives Beweismittel ist der betreffende Briefumschlag mit dem sich darauf befindlichen Poststempel (BFH-Beschlüsse vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10, BFH/NV 2011, 410 ;… vom 25. Februar 2010 IX B 149/09, BFH/NV 2010, 1115 ).Insoweit trifft den Kläger allerdings die Pflicht zur Beweisvorsorge (BFH-Beschluss vom 1. Dezember 2010 VIII B 123/10 BFH/NV 2011, 410 , Urteil des FG Sachsen-Anhalt vom 24. Oktober 2012 2 K 436/12, [...]).
- BFH, 19.01.2012 - IV B 9/11
Fehlerhafte Handhabung einer Bekanntgabenorm als Verfahrensmangel
- FG München, 01.07.2020 - 3 K 1239/18
Zugangsfiktion bei Verwaltungsakt - Beweisvorsorge eines Prozessbevollmächtigten
- FG Sachsen-Anhalt, 26.03.2013 - 4 K 1440/10
Keine begründeten Zweifel am Zugang innerhalb der Drei-Tages-Frist
- FG Saarland, 11.02.2014 - 2 K 1370/13
Rechtzeitigkeit der Klageerhebung - Nachweis des Zugangs der …
- FG Berlin-Brandenburg, 21.01.2026 - 16 K 16221/25
Postlaufzeiten und Zugangsvermutung
- FG Hamburg, 22.03.2021 - 4 K 18/16
Bekanntgabe von Einspruchsentscheidungen im zollrechtlichen Verfahren - …
- FG München, 10.05.2012 - 5 K 1325/11
Zugangsvermutung und Bestreiten des Zugangszeitpunkts
- FG Sachsen-Anhalt, 24.10.2012 - 2 K 436/12
Widerlegung der Zugangsvermutung nicht durch bloßen Eingangsstempel
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