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| BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62 |
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Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Antrag auf Erteilung des Ausweises C für Sowjetzonenflüchtlinge - Vorliegen einer besonderen Zwangslage - Unmittelbare Gefahr für die persönliche Freiheit im Zeitpunkt der Ausreise aus der SBZ - Weigerung zur Mitgliedschaft der Gesellschaft für Sport und Technik - ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Hessen, 15.02.1961 - OS II 185/59
- BVerwG, 12.04.1962 - VIII B 108.61
- BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 14.05.1959 - VIII C 20.59
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Der Begriff des Vertretenmüssens in § 3 Abs. 1 BVFG enthält, wie das Bundesverwaltungsgericht von Anfang an in ständiger Rechtsprechung betont hat (BVerwGE 8, 292 [BVerwG 14.05.1959 - BVerwG VIII C 20.59] [293, 294], sowie - mit weiteren Nachweisen - das Urteil vom 27. April 1961 - BVerwG VIII C 395.59 -, ROW 1962 S. 34 = ZLA 1961 S. 302), keinen Vorwurf für den Betroffenen und keine abwertende Beurteilung seines Verhaltens. - BVerwG, 09.10.1957 - V C 524.56
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Vielmehr kann es hierfür nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. insbesondere BVerwGE 1, 195 [BVerwG 24.09.1954 - IV C 031/54]; ferner die Urteile vom 9. Oktober 1957 - BVerwG V C 524.56 -, DÖV 1958 S. 118, und vom 27. Januar 1960 - BVerwG VIII C 171.59 -, JR 1961 S. 33 = DÖV 1960 S. 906 [BVerwG 27.01.1960 - VIII C 171/59]) unter dem Gesichtspunkt einer subjektiv, bedingten Zwangslage ausreichen, daß der geflüchtete Sowjetzonenbewohner das Vorliegen einer unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben, für die persönliche Freiheit oder für ein gleichwertiges Rechtsgut irrtümlich angenommen hat, sofern nur diese seine Befürchtung nicht völlig sinnlos oder offensichtlich unbegründet war. - BVerwG, 24.09.1954 - IV C 31.54
Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Vielmehr kann es hierfür nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. insbesondere BVerwGE 1, 195 [BVerwG 24.09.1954 - IV C 031/54]; ferner die Urteile vom 9. Oktober 1957 - BVerwG V C 524.56 -, DÖV 1958 S. 118, und vom 27. Januar 1960 - BVerwG VIII C 171.59 -, JR 1961 S. 33 = DÖV 1960 S. 906 [BVerwG 27.01.1960 - VIII C 171/59]) unter dem Gesichtspunkt einer subjektiv, bedingten Zwangslage ausreichen, daß der geflüchtete Sowjetzonenbewohner das Vorliegen einer unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben, für die persönliche Freiheit oder für ein gleichwertiges Rechtsgut irrtümlich angenommen hat, sofern nur diese seine Befürchtung nicht völlig sinnlos oder offensichtlich unbegründet war.
- BVerwG, 06.09.1962 - VIII C 78.60
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Dabei handelt es sich nicht um eine im Revisionsverfahren gemäß § 142 VwGO unzulässige Klageänderung (vgl. hierzu die Urteile vom 6. September 1962 - BVerwG VIII C 78.60 -, Buchholz BVerwG 310, § 113 Nr. 11 = MDR 1963 S. 246 = DÖV 1963 S. 384 [BVerwG 06.09.1962 - BVerwG VIII C 78.60] = ROW 1963 S. 173 = ZLA 1963 S. 60, …und vom 13. Dezember 1961 - BVerwG VI C 50.60 -, Buchholz a.a.O. Nr. 4). - BVerwG, 24.06.1963 - VIII C 56.61
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Die von der Revision gegen diese Rechtsprechung aus der Neufassung des § 3 Abs. 1 Satz 1 BVFG hergeleiteten Bedenken sind unbegründet (vgl. hierzu die ausführliche Begründung dieses Standpunktes in den Urteilen vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 und BVerwG VIII C 95.61 -). - BVerwG, 28.04.1961 - VIII C 273.59
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen einer besonderen Zwangslage unter dem rechtlichen Gesichtspunkt eines schweren Gewissenskonfliktes im Sinne von § 3 Abs. 1 Satz 3 BVFG gegeben waren, ist der Verwaltungsgerichtshof übereinstimmend mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. die Urteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 169.59 -, DÖV 1961 S. 386 = ROW 1961 S. 117 = ZLA 1961 S. 155, und vom 28. April 1961 - BVerwG VIII C 273.59 -, ROW 1962 S. 35 = ZLA 1961 S. 284) in rechtlicher Beziehung davon ausgegangen, daß die Frage, ob ein bestimmtes Ansinnen das Gewissen des Betroffenen belastet haben würde und ob es sich dabei insbesondere auch, wie dies in § 3 Abs. 1 Satz 3 BVFG gefordert wird, um eine "schwere" Gewissensbelastung gehandelt haben würde, nur beantwortet werden kann auf Grund einer Würdigung sowohl des Gewichts und der Art des zugemuteten Verhaltens als auch der Gesaratpersönlichkeit des Betroffenen, gemessen an seinem sonstigen Verhalten in ähnlichen Lebenslagen. - BVerwG, 24.05.1960 - VIII C 21.59
Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Das erkennende Gericht ist in ständiger Rechtsprechung von dem Grundsatz ausgegangen, daß derjenige, der bei der Aufnahme eines Berufes, der in der SBZ besonderen politischen Bindungen unterliegt, erkennt oder damit rechnen muß, daß er sich durch die Ausübung dieses Berufes alsbald einem schweren Gewissenskonflikt aussetzen wird, die sich daraus ergebende Zwangslage im Sinne von § 3 Abs. 1 Satz 1 BVFG zu vertreten hat, wenn er diesen Beruf freiwillig aufgenommen hat und es ihm zuzumuten war, sich im Hinblick auf die mit dem gewählten Beruf verbundene Gewissensbelastung um eine andere berufliche Tätigkeit zu bemühen (vgl. insbesondere das Urteil vom 24. Mai 1960 - BVerwG VIII C 21.59 -, Buchholz BVerwG 412.3, § 3 Nr. 15 = ROW 1961 S. 26 = ZLA 1960 S. 316). - BVerwG, 24.06.1963 - VIII C 95.61
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Die von der Revision gegen diese Rechtsprechung aus der Neufassung des § 3 Abs. 1 Satz 1 BVFG hergeleiteten Bedenken sind unbegründet (vgl. hierzu die ausführliche Begründung dieses Standpunktes in den Urteilen vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 und BVerwG VIII C 95.61 -). - BVerwG, 13.12.1961 - VI C 50.60
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Dabei handelt es sich nicht um eine im Revisionsverfahren gemäß § 142 VwGO unzulässige Klageänderung (vgl. hierzu die Urteile vom 6. September 1962 - BVerwG VIII C 78.60 -, Buchholz BVerwG 310, § 113 Nr. 11 = MDR 1963 S. 246 = DÖV 1963 S. 384 [BVerwG 06.09.1962 - BVerwG VIII C 78.60] = ROW 1963 S. 173 = ZLA 1963 S. 60, und vom 13. Dezember 1961 - BVerwG VI C 50.60 -, Buchholz a.a.O. Nr. 4). - BVerwG, 28.06.1962 - VIII C 116.60
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Auszug aus BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 44.62
Nach der jetzt geltenden Fassung des § 3 Abs. 1 Satz 4 BVFG ist es jedoch für die rechtliche Beurteilung der Frage, ob eine seelische Bedrängnis den an einen schweren Gewissenskonflikt zu stellenden Anforderungen genügt, regelmäßig ohne Bedeutung, daß der Betroffene die Möglichkeit gehabt hätte, den Gewissenskonflikt durch die Aufgabe des Berufes zu beendigen (vgl. das Urteil vom 28. Juni 1962 - BVerwG VIII C 116.60-, DÖV 1963 S. 187).
- BVerwG, 31.08.1971 - VIII B 57.71
Vertretenmüssen einer Zwangslage eines freiwillig in die SBZ zurückgekehrten …
Dies gilt jedoch nicht, wenn der Flüchtling vorhersehen konnte, daß er in eine Zwangslage gerate, wenn er den Beruf des Lehrers ergreife, und wenn ihm eine andere Tätigkeit, zuzumuten war (Urteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 138.59 - [a.a.O.], vom 31. Oktober 1963 - BVerwG VIII C 44.62 - [Fachberater 1964, 187], vom 20. Januar 1960 - BVerwG VIII C 373.63 - [NJW/RzW 1966, 218 = ZLA 1966, 237] und von 24. April 1961 - BVerwG VIII C 313.59 - [ZLA 1961, 283]). - BVerwG, 29.06.1967 - VIII C 47.64
Rechtsmittel
Dabei handelt es sich nicht um eine im Revisionsverfahren gemäß § 142 VwGO unzulässige Klageänderung (…vgl. hierzu die Urteile vom 6. September 1962 - BVerwG VIII C 78.60 -, Buchholz BVerwG 310, § 113 Nr. 11 = NJW 1963 S. 553 = MDR 1963 S. 246 = DÖV 1963 S. 384 = ROW 1963 S. 173 = ZLA 1963 S. 60 , vom 13. Dezember 1961 - BVerwG VI C 50.60 -, Buchholz a.a.O. Nr. 4 und vom 31. Oktober 1963 - BVerwG VIII C 44.62 -). - BVerwG, 12.05.1966 - VIII B 25.65
Aussetzung eines schweren Gewissenskonfliktes und Vertretung der Zwangslage wegen …
Mit der Beschwerde wird geltend gemacht, das Berufungsurteil beruhe auf einer Abweichung von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 31. Oktober 1963 - BVerwG VIII C 44.62 -.
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