Rechtsprechung
| BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Anspruch eines Wehrpflichtigen auf Zurückstellung - Vorliegen einer die Zurückstellung des Wehrpflichtigen vom Wehrdienst ermöglichenden besonderen Härte - Heranziehung zum Grundwehrdienst in drei zeitlich getrennten Abschnitten - Unentbehrlichkeit des Wehrpflichtigen ...
Verfahrensgang
- VG Frankfurt/Main, 06.06.1974 - I/2 E 330/73
- BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 29.01.1975 - VIII C 52.74
Zurückstellung vom Grundwehrdienst in zeitlich getrennten Abschnitten
Auszug aus BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74
Der Senat hat inzwischen in seinem zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung bestimmten Urteil vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - über das Verhältnis von Heranziehung zum Grundwehrdienst in zeitlich getrennten Abschnitten und Ablehnung der begehrten Zurückstellung entschieden.Der Senat hat dazu in seinem Urteil vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 -, dem ein ähnlich gelagerter Fall zugrunde liegt, ausgeführt:.
- BVerwG, 29.01.1975 - VIII C 51.74
Heranziehung zum Grundwehrdienst in zeitlich getrennten Abschnitten - …
Auszug aus BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74
Er hat die dort dargelegten Grundsätze im Urteil vom selben Tag - BVerwG VIII C 51.74 - auf einen dem hier zur Entscheidung stehenden in allen wesentlichen Punkten entsprechenden Fall angewendet, dem ein Urteil desselben Verwaltungsgerichts zugrunde lag, das auf denselben Erwägungen beruht wie das hier angefochtene Urteil.Der Senat hat im Urteil vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 51.74 - folgendes ausgeführt:.
- BVerwG, 28.01.1971 - VIII C 90.70
Einberufung zum Wehrdienst - Erhebung einer Verpflichtungsklage
Auszug aus BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74
Ob der materiellrechtliche Zurückstellungsantrag des Klägers Erfolg hat und zu dem erstrebten Verpflichtungsausspruch mit unselbständiger Aufhebung der ablehnenden Bescheide führt, richtet sich, da der Kläger bisher nicht einberufen wurde, nach der im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung gegebenen Sach- und Rechtslage unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Revisionsrechts (BVerwGE 37, 151 [BVerwG 28.01.1971 - VIII C 90/70]). - BVerwG, 10.10.1973 - VIII C 211.72
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74
Wenn die jedem Wehrpflichtigen obliegende Pflicht, Wehrdienst zu leisten, im Falle ihrer Verwirklichung durch Heranziehung den Wehrpflichtigen übermäßig belastet, was nach der positiv-rechtlichen Regelung in § 12 Abs. 4 WPflG schon im Falle einer besonderen Härte zutrifft (Urteil vom 10. Oktober 1973 - BVerwG VIII C 211.72 - [Buchholz 448.0 § 12 WPflG Nr. 77]), so soll dem Übermaß durch zeitliche Verschiebung des Wehrdienstes mittels Zurückstellung abgeholfen werden. - BVerwG, 20.06.1973 - VIII C 164.72
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 11.06.1975 - VIII C 58.74
Unentbehrlich ist der Kläger hingegen nicht, wenn die von ihm wahrgenommenen Aufgaben von anderen in dem Betrieb tätigen oder für ihn heranzuziehenden Personen übernommen werden können (vgl. zuletzt Urteil vom 20. Juni 1973 - BVerwG VIII C 164.72 -).
- BVerwG, 30.11.1984 - 8 C 73.84
Wehrpflicht - Grundwehrdienst - Heranziehung - Zurückstellung
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - Buchholz 448.0 § 5 WPflG Nr. 7 S. 1 und BVerwG VIII C 51.74 - Buchholz 448.0 § 5 WPflG Nr. 8 S. 9 und vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 - amtl. Umdruck S. 13) ist für die Prüfung einer die Zurückstellung vom Wehrdienst rechtfertigenden besonderen bzw. unzumutbaren Härte bei der Heranziehung in zeitlich getrennten Abschnitten (§ 5 Abs. 2 WPflG) allein der vom Wehrpflichtigen verlangte erste Abschnitt der Leistung des Grundwehrdienstes maßgebend.Das Verwaltungsgericht hat die angefochtenen Bescheide einschließlich der im Widerspruchsbescheid enthaltenen (neuen) Verfügbarkeitsfeststellung (…vgl. dazu Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - a.a.O. S. 2 und - BVerwG VIII C 51.74 - a.a.O. S. 10 sowie vom 11. Juni 1975, a.a.O. S. 5) zutreffend aufgehoben, weil sich der Kläger hinsichtlich des ersten Heranziehungsabschnitts auf einen die Zurückstellung gebietenden Grund berufen kann und er daher für die Heranziehung in zeitlich getrennten Abschnitten (§ 5 Abs. 2 WPflG) nicht zur Verfügung steht.
Da der Kläger eine Zurückstellung über die Vollendung das achtundzwanzigsten Lebensjahres hinaus begehrt, ist allerdings schon hinsichtlich des ersten vorgesehenen Heranziehungsabschnitts eine Zurückstellung nur bei Unzumutbarkeit der gegebenen Härte möglich (…vgl. Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - a.a.O. S. 8, - BVerwG VIII C 51.74 - a.a.O. S. 12 f. und Urteil vom 11. Juni 1975, a.a.O. S. 12 f.).
- BVerwG, 20.10.1976 - 8 C 63.75
Anfechtungsklage und Verpflichtungsklage gegen die abschnittsweise Heranziehung …
Sie beschwert ihn nur, greift jedoch nicht in seine Rechte ein (Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 51.74, BVerwG VIII C 52.74 [BVerwGE 47, 321], BVerwG VIII C 55.73, BVerwG VIII C 107.73, BVerwG VIII C 83.74 - und vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 -).Denn eine unzumutbare Härte wäre nur dann nötig, wenn der Kläger im Falle seiner Zurückstellung nicht mehr zum letzten Abschnitt seines in zeitlich getrennten Abschnitter zu leistenden Grundwehrdienstes einberufen werden könnte, ehe er das 28. Lebensjahr vollendet hat (Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - und vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 -).
Für sie muß der Kläger gegebenenfalls neue Zurückstellungsverfahren einleiten (Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - und vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 -).
- BVerwG, 28.07.1976 - VIII C 24.74
Anspruch auf Zurückstellung vom Wehrdienst - Verhältnis der Generalklausel des § …
Das gilt insbesondere für einen nebenberuflich geführten landwirtschaftlichen Betrieb (vgl. Urteile vom 21. März 1973 - BVerwG VIII C 180.70 - vom 18. April 1973 - BVerwG VIII C 53.72 - vom 30. Mai 1973 - BVerwG VIII C 109.71 - vom 9. Juli 1973 - BVerwG VIII C 23.73 - vom 13. Februar 1974 - BVerwG VIII C 16.73 - vom 19. Februar 1975 - BVerwG VIII C 137.72 - vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 -). - BVerwG, 25.06.1985 - 8 C 104.83
Zurückstellung vom Grundwehrdienst - Wehrpflichtiger - Heranziehung zum …
Die Klage stellt sich hinsichtlich der Zurückstellung als Verpflichtungsklage mit dem Ziel der Neubescheidung des Zurückstellungsantrages (§§ 42 Abs. 1, 113 Abs. 4 Satz 2 VwGO) und hinsichtlich der Verfügbarkeitsfeststellung als Anfechtungsklage (§§ 42 Abs. 1, 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO) dar (…vgl. Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 - Buchholz 448.0 § 5 WPflG Nr. 7, S. 1 und - BVerwG VIII C 51.74 - Buchholz 448.0 § 5 WPflG Nr. 8, S. 9 und vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 - amtl. Umdruck S. 5). - BVerwG, 22.11.1984 - 8 C 113.83
Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision - Unzulässigkeit einer …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 29. Januar 1975 - BVerwG VIII C 52.74 und BVerwG VIII 51.74 - Buchholz 448.0 § 5 WPflG Nr. 7 S. 1 [9] und Nr. 8 S. 9 [13] und vom 11. Juni 1975 - BVerwG VIII C 58.74 - amtl. Umdruck S. 13) ist für die Prüfung der eine Zurückstellung rechtfertigenden Härte allein der vom Wehrpflichtigen verlangte erste Abschnitt des Grundwehrdienstes maßgebend; die sich daran anschließenden Abschnitte sind außer Betracht zu lassen.
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