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Rechtsprechung
   BGH, 04.10.1978 - VIII ZR 259/77   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1978,3171
BGH, 04.10.1978 - VIII ZR 259/77 (https://dejure.org/1978,3171)
BGH, Entscheidung vom 04.10.1978 - VIII ZR 259/77 (https://dejure.org/1978,3171)
BGH, Entscheidung vom 04. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 (https://dejure.org/1978,3171)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Verpflichtung des Berufungsgerichts zur erneuten Vernehmung eines Zeugen bei Zweifel an der im ersten Rechtszuge bejahten Glaubwürdigkeit des Zeugen - Voraussetzungen für eine andere Beurteilung der Glaubwürdigkeit eines Zeugen durch das Berufungsgericht

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1979, 310
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (10)

  • BGH, 18.04.1977 - VIII ZR 286/75

    Beweis rechtzeitigen Eingangs - Schriftstücke

    Auszug aus BGH, 04.10.1978 - VIII ZR 259/77
    Dem Berufungsgericht ist allerdings nicht verwehrt, die Aussage eines im ersten Rechtszuge vernommenen Zeugen ohne dessen wiederholte Vernehmung entgegen der Würdigung des Erstrichters für nicht zur Beweisführung ausreichend zu erachten (vgl. Senatsurteile vom 22. Januar 1975 - VIII ZR 156/73 , vom 15. November 1976 - VIII ZR 125/75 = WM 1977, 200 m.w.Nachw. und vom 18. April 1977 - VIII ZR 286/75).

    Andererseits ist zu beachten, daß das Berufungsgericht die Glaubwürdigkeit eines Zeugen nicht anders beurteilen darf als die erste Instanz, wenn es ihn nicht selbst gesehen und gehört hat (vgl. Senatsurteil vom 21. Mai 1969 - VIII ZR 92/67 , vom 24. Juni 1970 - VIII ZR 143/68 , vom 11. Juli 1973 - VIII ZR 112/72 , vom 12. November 1975 - VIII ZR 83/74 , vom 23. Juni 1976 - VIII ZR 15/75 = NJW 1976, 1742 = MDR 77, 47, vom 1. Dezember 1976 - VIII ZR 87/75 , vom 18. April 1977 - VIII ZR 286/75 und vom 27. April 1977 - VIII ZR 148/75).

  • BGH, 23.06.1976 - VIII ZR 15/75

    Anspruch auf Kaufpreiszahlung - Würdigung der Glaubwürdigkeit eines Zeugen durch …

    Auszug aus BGH, 04.10.1978 - VIII ZR 259/77
    Andererseits ist zu beachten, daß das Berufungsgericht die Glaubwürdigkeit eines Zeugen nicht anders beurteilen darf als die erste Instanz, wenn es ihn nicht selbst gesehen und gehört hat (vgl. Senatsurteil vom 21. Mai 1969 - VIII ZR 92/67 , vom 24. Juni 1970 - VIII ZR 143/68 , vom 11. Juli 1973 - VIII ZR 112/72 , vom 12. November 1975 - VIII ZR 83/74 , vom 23. Juni 1976 - VIII ZR 15/75 = NJW 1976, 1742 = MDR 77, 47, vom 1. Dezember 1976 - VIII ZR 87/75 , vom 18. April 1977 - VIII ZR 286/75 und vom 27. April 1977 - VIII ZR 148/75).

    Der erkennende Senat hat im Urteil vom 23. Juni 1976 (= NJW 1976, 1742 = MDR 1977, 47) ausgeführt, das Bestreben, den Rechtsstreit möglichst rasch zu Ende zu führen, erlaube nicht, eine Partei mit schwer zu beschaffenden Beweismitteln auszuschließen, wenn es möglich erscheint, daß sie in einem neuen Termin zur Verfügung stehen.

  • BGH, 15.11.1976 - VIII ZR 125/75

    Möglichkeit des Berufungsgerichts, die Aussage eines im ersten Rechtszug …

    Auszug aus BGH, 04.10.1978 - VIII ZR 259/77
    Dem Berufungsgericht ist allerdings nicht verwehrt, die Aussage eines im ersten Rechtszuge vernommenen Zeugen ohne dessen wiederholte Vernehmung entgegen der Würdigung des Erstrichters für nicht zur Beweisführung ausreichend zu erachten (vgl. Senatsurteile vom 22. Januar 1975 - VIII ZR 156/73 , vom 15. November 1976 - VIII ZR 125/75 = WM 1977, 200 m.w.Nachw. und vom 18. April 1977 - VIII ZR 286/75).
  • BGH, 30.09.1992 - VIII ZR 196/91

    Widerruf nach Abzahlungsgesetz bei Bierlieferungsvertrag

    Zwar ist es dem Berufungsgericht nicht verwehrt, die Aussage des erstinstanzlich vernommenen Zeugen ohne dessen wiederholte Vernehmung entgegen der Würdigung des Erstrichters für nicht zur Beweisführung ausreichend zu erachten, sofern sich nicht auch insoweit die Pflicht zu erneuter Vernehmung aus Zweifeln über die Vollständigkeit und Richtigkeit der protokollierten Aussage ergibt (z.B. Senatsurteile vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 = LM ZPO § 398 Nr. 9 unter II 2 und vom 23. Juni 1982 - VIII ZR 333/80 = WM 1982, 842 unter I 1; BGH, Urteil vom 8. Januar 1985 - VI ZR 96/83 = VersR 1985, 341 unter B II 2, jeweils m.w.Nachw.).
  • BGH, 27.05.1982 - III ZR 201/80

    Wiederholung der Beweisaufnahme durch das Berufungsgericht

    Gegen diese Verfahrensweise bestehen, wie der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung (vgl. die Nachweise in den Urteilen vom 23. Juni 1976 - VIII ZR 15/75 - NJW 76, 1742, vom 10. Februar 1981 - X ZR 78/79 = GRUR 81, 533, 534 und vom 14. Oktober 1981 - IV a ZR 152/80 = NJW 82, 1052, 1053; ferner BGH, Urteil vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 - MDR 79, 310) ausgeführt hat, durchgreifende rechtliche Bedenken.
  • BGH, 15.11.1984 - IX ZR 157/83

    Erstreckung der Zwangsverwaltung auf schuldnerfremde Zubehörstücke; Verletzung …

    Die Aufhebung des Urteils gibt ihm Gelegenheit, diese Beweiswürdigung nachzuholen und die vor dem Landgericht stattgefundene Beweisaufnahme zu wiederholen, falls es von der aufgrund des persönlichen Eindrucks gewonnenen Würdigung des Landgerichts abweichen will (vgl. dazu BGH, Urt. v. 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 = LM ZPO § 398 Nr. 9).
  • BGH, 19.06.1991 - VIII ZR 116/90

    Erneute Vernehmung von Zeugen in der Berufungsinstanz

    Demgemäß hat der Senat die abweichende Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Zeugen durch das Berufungsgericht unter Verzicht auf eine erneute Vernehmung nicht gebilligt, sofern es dabei auf die persönliche Beziehung des Zeugen zu einer Prozeßpartei und sein wirtschaftliches Interesse am Ausgang des Rechtsstreits abstellt (Urteil vom 4. Oktober 1978 VIII ZR 259/77 = LM § 398 ZPO Nr. 9 unter II 3 a; so auch schon Urteil vom 8. Dezember 1976 - VIII ZR 108/75 = NJW 1977, 384 unter I 3 b).
  • BGH, 08.01.1985 - VI ZR 96/83

    Erneute Vernehmung des Zeugen durch das Berufungsgericht

    Geht es demgegenüber nur darum, ob der Inhalt der protokollierten Aussage (objektiv) für die Beweisfrage ergiebig ist oder nicht, dann kann nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes der zweitinstanzliche Richter prinzipiell die Aussage anders beurteilen als die erste Instanz, ohne den Zeugen nochmals hören zu müssen (BGH Urteile vom 5. Juli 1967 - VIII ZR 169/65 - WM 1967, 900, 901; vom 13. März 1968 - VIII ZR 217/65 - NJW 1968, 1138; vom 28. Januar 1972 - V ZR 183/69 - NJW 1972, 584, 585 und vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 - LM ZPO § 398 Nr. 9).
  • BGH, 12.10.1983 - VIII ZR 279/82

    Erneute Vernehmung eines Zeugen erster Instanz durch das Berufungsgericht - Vom …

    Nach feststehender Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und auch des erkennenden Senats ist das Berufungsgericht zur nochmaligen Vernehmung des Zeugen verpflichtet, wenn es bezüglich der persönlichen Glaubwürdigkeit dieses Zeugen von der Würdigung durch das Gericht erster Instanz abweichen will (Senatsurteile vom 8. Dezember 1976 - VIII ZR 108/75 = WM 1977, 76, 77 und vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 = LM ZPO § 398 Nr. 9).

    Ob und unter welchen Umständen die Verwertung objektiver Gesichtspunkte eine vom Erstrichter abweichende Würdigung einer Zeugenaussage durch das Berufungsgericht auch ohne wiederholte Vernehmung zulässig machen könnte (dazu Senatsurteil vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 = LM ZPO § 398 Nr. 9; BGH Urteile vom 1. Oktober 1964 - VII ZR 225/62 = LM ZPO § 398 Nr. 3 und vom 16. Mai 1972 - VI ZR 29/71 = VersR 1972, 951), kann dahinstehen.

  • BGH, 02.06.1982 - VIII ZR 43/81

    Rückzahlung eines Kaufpreises und Schadensersatz - Geltendmachung von …

    Es ist anerkannt, daß das Berufungsgericht sich nur dann zu einer erneuten Vernehmung eines Zeugen entschließen muß, wenn es dessen persönliche Glaubwürdigkeit abweichend vom erstinstanzlichen Gericht würdigen will oder wenn es die Aussage anders verstehen will, weil es sie für mehrdeutig hält (vgl. Senatsurteilevom 23. Juni 1976 - VIII ZR 15/75 = NJW 1976, 1742 [BGH 23.06.1976 - VIII ZR 15/75];vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 = LM ZPO § 398 Nr. 9; zuletztUrteil vom 14. Oktober 1981 - IVa ZR 152/80 = WM 1982, 16).
  • OLG München, 06.10.1986 - 12 UF 1430/84

    Anwendbarkeit des § 426 Abs. 1 S. 1 BGB und deren Regel der Ausgleichspflicht …

    Das Berufungsgericht hatte insoweit keinen Anlaß, die vom Erstgericht festgestellte Glaubwürdigkeit der Zeugin Christa Reindl in Zweifel zu ziehen und die erneute Vernehmung dieser Zeugin anzuordnen (§ 398 Abs. 1 ZPO ; BGH MDR 79, 310).
  • BGH, 07.12.1984 - V ZR 159/83

    Unwirksamkeit eines notariellen Grundstückskaufvertrages wegen unrichtiger …

    Das Berufungsgericht muß einen Zeugen, den es nicht selbst angehört hat, nochmals vernehmen, wenn es die Glaubwürdigkeit des Zeugen anders als der erstinstanzliche Richter, der den Zeugen selbst vernommen hat, beurteilen will (…vgl. BGH, Urt. v. 23. Juni 1976, VIII ZR 15/75, LM § 398 ZPO Nr. 8; Urt. v. 4. Oktober 1978, VIII ZR 259/77, LM § 398 ZPO Nr. 9;… Urt. v. 20. Dezember 1978, V ZR 199/77, LM § 398 ZPO Nr. 10;… Urt. v. 14. Oktober 1981, IVa ZR 152/80 NJW 1982, 1052, 1053;… Urt. v. 3. Februar 1984, V ZR 190/82, WM 1984, 700).
  • BGH, 02.06.1980 - III ZR 15/79

    Kündigung eines Dienstverschaffungsvertrages - Freie Kündbarkeit …

    Das Berufungsgericht hätte allerdings die Zeugen nochmals selbst vernehmen müssen, wenn es ihre Glaubwürdigkeit anders beurteilt hätte als das Landgericht (BGH Urteil vom 4. Oktober 1978 - VIII ZR 259/77 m.w.Nachw. = LM § 398 ZPO Nr. 9 = MDR 1979, 310).
  • BGH, 13.11.1985 - VIII ZR 335/84

    Umfang des Ermessens des Berufungsgerichts bzgl. der Vernehmung eines Zeugen - …

  • BGH, 30.05.1979 - IV ZR 154/77

    Erneute Anhörung eines Zeugen durch das Berufungsgericht bei Abweichung vom …

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