Rechtsprechung
| BGH, 18.05.1955 - VI ZR 104/54 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Papierfundstellen
- VersR 1955, 456
- DB 1955, 648
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (5)
- RG, 18.10.1917 - VI 143/17
Haftung eines Baugeldempfängers; Haftung der Vertreter einer juristischen Person …
Auszug aus BGH, 18.05.1955 - VI ZR 104/54
Das Reichsgericht hat diesen Grundsatz insbesondere bei Verletzung der Streupflicht immer angewandt und an die Darlegungspflicht und den Entlastungsbeweis des Streupflichtigen sehr strenge Anforderungen gestellt (RGZ 91, 72 [76]; 113, 293 [294]; WarnRspr 1918, 106; JW 1928, 1046; 1930, 3213; 1931, 1690). - RG, 29.04.1926 - IV 693/25
Streupflicht
Auszug aus BGH, 18.05.1955 - VI ZR 104/54
Das Reichsgericht hat diesen Grundsatz insbesondere bei Verletzung der Streupflicht immer angewandt und an die Darlegungspflicht und den Entlastungsbeweis des Streupflichtigen sehr strenge Anforderungen gestellt (RGZ 91, 72 [76]; 113, 293 [294]; WarnRspr 1918, 106; JW 1928, 1046; 1930, 3213; 1931, 1690). - BGH, 15.10.1951 - III ZR 119/50
Auszug aus BGH, 18.05.1955 - VI ZR 104/54
Der Bundesgerichtshof hat sich dieser Rechtsprechung angeschlossen und dem Umstand, daß der zum Streuen Verpflichtete im Hause selbst wohnt, besondere Bedeutung für die Führung des Entlastungsbeweises beigemessen (BGH NJW 1952, 61 = LM Nr. 2 zu § 823 BGB (Eb); vgl. RGZ 95, 60 [63]). - RG, 17.11.1928 - I 146/28
Mittelbarer Schiffszusammenstoß; Feststellungsklage; Zwischenurteil
Auszug aus BGH, 18.05.1955 - VI ZR 104/54
Es erschien geboten, dies in der die Zurückweisung der Revision aussprechenden Entscheidung erläuternd klarzustellen (RGZ 122, 284 [290]; BGHZ 7, 233). - RG, 05.01.1931 - VI 455/30
Welche Anforderungen sind an den Führer eines Kraftwagens zu stellen, wenn er ein …
Auszug aus BGH, 18.05.1955 - VI ZR 104/54
Bei diesem Antrag waren aber die Voraussetzungen für den Erlaß eines Zwischenurteils nicht gegeben; denn es lag kein nach Grund und Betrag streitiger Anspruch vor (RGZ 131, 119 [125]; BGHZ 7, 233).
- BGH, 21.06.1979 - III ZR 58/78
Schadenersatzpflicht eines Landschaftsverbandes für die sachwidrige und …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs steht einem Straßenverkehrssicherungspflichtigen, dem - wie hier - die Streupflicht in einem ausgedehnten Bereich obliegt, ein angemessener Zeitraum zur Verfügung, innerhalb dessen er seiner Verpflichtung nachzukommen hat (BGH VersR 1973, 249; 1958, 289, 290; 1957, 375, 376; 1955, 456). - BGH, 22.11.1965 - III ZR 32/65
Verkehrssicherungspflichten auf öffentlichen Parkplätzen bei winterlicher Glätte
Es ist deshalb der im Schrifttum und Rechtsprechung bereits vertretenen Auffassung zuzustimmen, daß in diesen Fällen, in denen der Kläger eine gefährliche Glätte des Bodens bereits nachgewiesen hat, der Beklagte beweisen muß, daß ein so starker Schneefall eingesetzt und bis kurz vor dem Unfall angedauert hatte, daß eine Streuung zwecklos gewesen wär (vgl. dazu BGH VersR 1955, 456; VersR 1963, 1047;… Palandt BGB 22. Aufl. § 823 Anm. 14 S. 704;… Ketterer-Friederich. Die Streupflicht 2. Aufl. S. 92). - OLG Brandenburg, 28.09.1999 - 2 U 11/99 Außer der Beobachtungszeit muss dem Streupflichtigen ferner eine angemessene Zeit zur organisatorischen Vorbereitung der Streu- und Räumarbeiten zugestanden werden (BGH VersR 1955, 456; VersR 1959, 96, 98; VersR 1987, 989; OLG Hamm VersR 1978, 547; OLG Frankfurt am Main VersR 1985, 768;… Geigel/Schlegelmilch Kap. 14 Rn. 153).
Welche Zeiträume angemessen sind, muss unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls beurteilt werden (BGH VersR 1955, 456; 1970, 1130, 1131;… OLG Schleswig a.a.O.).
- BGH, 29.09.1970 - VI ZR 51/69
Umfang und Beginn der Streupflicht bei Glatteis
Der erkennende Senat hat in einem Urteii vom 18. Mai 1955 (VI ZR 104/54 - VersR 1955, 456) eine Pflichtverletzung angenommen, weil mindestens 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden nach Eintritt starker Eisglätte noch nicht gestreut gewesen war. - BGH, 24.10.1958 - VI ZR 229/57 Das Berufungsgericht hat keineswegs verkannt, daß dem Streupflichtigen ein angemessener Zeitraum zur Verfügung stehen muß (Urteil des erkennenden Senats vom 18. Mai 1955 VI ZR 104/54 VersR 1955, 456).
Wie der erkennende Senat bereits in der Entscheidung vom 18. Mai 1955 (a.a.O.) in Fortführung der Rechtsprechung des Reichsgerichts betont hat, fällt bei feststehender objektiver Verletzung eines Schutzgesetzes, das ein bestimmtes Verhalten zum Schütze anderer verlangt, dem Beklagten der Beweis dafür zu, daß er alles getan hat, um die Ausführung des Schutzgesetzes zu sichern.
- BGH, 13.03.1969 - III ZR 101/68
Umfang der Streupflicht der Gemeinden bei winterlicher Straßenglätte
Das alles entspricht gefestigter Rechtsprechung (BGH, Urt. v. 18. Mai 1955 - VI ZR 104/54 = VersR 1955, 456;…Urt. v. 20. Februar 1958 - III ZR 191/56 - VersR 1958, 289;…Urt. v. 20. Dezember 1958 - III ZR 150/57 = VersR 1959, 134;…Urt. v. 10. Juni 1963 - III ZR 60/62 = VersR 1963, 1047;…Urt. v. 22. November 1965 - III ZR 32/65 = BGH Warn 1965 Nr. 243 = VersR 1966, 90). - OLG Naumburg, 06.10.1999 - 12 U 144/99
Räum- und Streupflicht zum Schutz des Fußgängerverkehrs auf innerörtlichen …
Außerdem war der Beklagten, sofern sie verpflichtet war, den Schnee zu räumen, ein angemessener Zeitraum für die Erfüllung dieser Reinigungspflicht zuzugestehen, wobei der hierfür erforderliche Zeitraum sich nach den konkreten räumlichen Verhältnissen (Breite des zu räumenden Gehweges) und der Stärke des Schneefalles richtet (BGH, VersR 1955, 456). - BGH, 05.11.1957 - VI ZR 221/56
Rückgriffsberechtigung aus § 903 RVO
Eine solche Annahme würde aber voraussetzen, daß seine Tätigkeit auf die Förderung der wirtschaftlichen Zwecke des landwirtschaftlichen Betriebes des Beklagten gerichtet gewesen ist und daß er eine arbeitnehmerähnliche Stellung eingenommen hat, bei der das für § 537 Ziff. 10 RVO wesentliche Moment persönlicher Abhängigkeit vorlag; er hätte der Arbeitsleitung des Beklagten unterstellt gewesen sein müssen (Urteile des erkennenden Senats vom 10. November 1954 VI ZR 141/53 LM Nr. 4 zu § 899 RVO = VersR 1955, 40; vom 8. Juni 1955 VI ZR 59/54 LM Nr. 5 zu § 254 [B a] BGB = VersR 1955, 456; vom 4. Juli 1956 VI ZR 214/55 BGHZ 21, 207; vom 4. Juli 1956 VI ZR 250/55 VersR 1956, 660). - BGH, 04.07.1956 - VI ZR 250/55
Rechtsmittel
In seinem Urteil vom 8. Juni 1955 - VI ZR 59/54 (VersR 1955, 456 = LM § 254 (B a) BGB Nr. 5) hat der erkennende Senat sodann hervorgehoben, es sei entscheidend, ob der Arbeiter zeitweise im Sinne einer "Entleihung" dem anderen Unternehmer mit der Wirkung zugewiesen worden ist, daß dieser arbeitsvertragliche Fürsorgepflichten gegenüber dem Verunglückten hatte, und ob bei der Tätigkeit des Arbeitnehmers "jenes Moment persönlicher Abhängigkeit (von dem anderen Unternehmen) vorlag, das für § 537 Nr. 10 RVO wesentlich ist". - OLG Oldenburg, 10.03.1980 - 9 U 82/79
Schmerzensgeld; Speichentrümmerbruch; Prellungen am Gesäß; Blutergüsse
- LG Konstanz, 04.07.1995 - 2 O 272/94
Verletzung der Verkehrssicherungspflicht wegen eines Unfalls durch Sturz nach …
- BGH, 19.12.1957 - VII ZR 71/57
Rechtsmittel
- LG Heidelberg, 15.02.1973 - 1 O 266/72
Möglichkeit der Ausgestaltgung der Verkehrssicherheitspflicht als hoheitliche …
- OLG Karlsruhe, 14.05.1971 - 10 U 217/70
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