Rechtsprechung
| BGH, 24.09.1968 - III ZB 26/68 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist - Wirksamkeit der Zustellung von Anwalt zu Anwalt - Empfangsbekenntnis des Anwalts, dem zugestellt werden soll
Papierfundstellen
- VersR 1968, 1143
Wird zitiert von ... (7)
- BGH, 25.06.1975 - VIII ZR 254/74
Heilung der Nichtunterzeichnung der Klageschrift
Die Unterzeichnung nur mit dem Anfangsbuchstaben des Namens ist aber ebenfalls keine formgültige Unterschrift (BGH Beschl. v. 13. Juli 1967 - Ia ZB 1/67 = LM ZPO § 130 Nr. 5 = NJW 1967, 2310; BGH Beschl. v. 24. September 1968 - III ZB 26/68 = VersR 1968, 1143). - BGH, 26.10.1971 - X ZB 15/71
Unterschrift bei einem Empfangsbekenntnis
Eine Unterschrift verlangt vielmehr die Unterzeichnung eines Schriftstückes mit dem vollen Namen (BGH GRUR 1968, 108, 109 - Paraphe; BGH VersR 1968, 1143).Deshalb versagt auch eine Berufung auf Treu und Glauben, die im Verfahrensrecht nur mit großer Zurückhaltung zu handhaben ist (vgl. BGH VersR 1968, 1143).
- BGH, 20.09.1974 - IV ZB 27/74
Unterzeichnung - Empfangsbekenntnis - Individueller Charakter - Paraphe
Ob (und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen) im Einzelfall bei einer Zustellung nach § 212 a ZPO (im Gegensatz zu dem Fall einer Zustellung von Anwalt zu Anwalt: BGH VersR 1968, 1143 = Rpfleger 1969, 87; vgl. auch BGHZ 30, 299, 305 und BGH VersR 1966, 930) etwa Treu und Glauben gebieten Können, die Wirksamkeit der Zustellung nicht an dem Formerfordernis eines mit Datum und Unterschrift versehenen Empfangsbekenntnisses scheitern zu lassen, kann im vorliegenden Verfahren dahinstehen.Für die Unterzeichnung genügt allerdings nicht die Abzeichnung mit dem ersten Buchstaben des Namens (BGH VersR 1968, 1143) oder eine sogenannte Paraphe (BGH VersR 1971, 373; vgl. auch BGH JZ 1967, 708).
- BGH, 17.11.1994 - VII ZB 12/94
Vertrauensschutz im Hinblick auf die Unterzeichnung eines Empfangbekenntnisses
Der Bundesgerichtshof hat wiederholt zu unterschiedlichen Fallgestaltungen erwogen, ob gegenüber Zustellungsmängeln Gesichtspunkte aus Treu und Glauben geltend gemacht werden können (vgl. Beschluß vom 24. September 1968 - III ZB 26/68 = VersR 1968, 1143; Beschluß vom 20. September 1974 - IV ZB 27/74 = VersR 1974, 1223; Urteil vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 = VersR 1993, 337) und bestätigt, daß der Grundsatz von Treu und Glauben auch im Prozeßrecht gilt (BGH, Urteil vom 23. November 1977 - VIII ZR 107/76 = NJW 1978, 426). - BGH, 30.09.1980 - V ZB 8/80
Beurkundung als zwingendes Formerfordernis bei der Zustellung eines …
Die Beurkundung ist notwendiges Formerfordernis der Zustellung an den Anwalt (zu § 198 ZPO: BGHZ 30, 299, 303 ff; BGH Beschl. v. 24. September 1968, III ZB 26/68 - VersR 1968, 1143; zu § 212 a ZPO: BGH Beschl. v. 20. September 1974, IV ZB 27/74 - VersR 1974, 1233; zu § 5 Abs. 2 VwZG: BGH Beschl. v. 26. Oktober 1971, X ZB 15/71 - NJW 1972, 50). - BGH, 22.12.1970 - VI ZB 18/70
Schriftverkehr - Unterschrift - Fristversäumnis - Unabwendbarer Zufall - Wohnort
Jedenfalls genügt nicht die Abzeichnung mit dem ersten Buchstaben des Namens (B.v. 24. September 1968 - III ZB 26/68 - Dt. Rechtspfl. 1969, 87). - BGH, 03.03.1970 - VI ZR 127/68
Haftungsverteilung bei Kollision eines links ohne Anzeige der …
Die Zustellung war deshalb, weil ein wesentliches Erfordernis fehlte, unwirksam; die Revisionsfrist ist nicht in Lauf gesetzt worden (BGHZ 30, 299, 303; BGH, Beschluss vom 24. September 1968 - III ZB 26/68, VersR 1968, 1143), so dass sie am 2. Juli 1968, als die Revisionsschrift einging, noch nicht abgelaufen war.
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