Rechtsprechung
| BGH, 28.04.1977 - II ZR 26/76 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Möglichkeit der Geltendmachung von Einreden durch einen Dritten - Inhalt eines Vertrags zugunsten Dritter - Möglichkeit der Berufung auf haftungsbeschränkende oder bestimmte Fristen verkürzende Klauseln in den Geschäftsbedingungen des Hauptfrachtführers durch den ...
- Institut für Transport- und Verkehrsrecht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1977, 819
- VersR 1977, 717
- WM 1977, 785
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (5)
- BGH, 07.07.1960 - II ZR 209/58
Haftungsausschluss zugunsten Dritter unter Zugrundelegung Allgemeiner …
Auszug aus BGH, 28.04.1977 - II ZR 26/76
Wie der Senat bereits in dem Urteil vom 7. Juli 1960 - II ZR 209/58, LM Allg.Geschäftsbedingungen Nr. 11 = VersR 1960, 727 ff. näher ausgeführt hat, kann durch Vertrag zu Gunsten eines Dritten auch abgesprochen werden, daß dieser gegenüber einem der Vertragsschließenden bestimmte Einreden geltend machen kann.
- BGH, 17.12.1956 - II ZR 274/55
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.04.1977 - II ZR 26/76
In diesem Punkt kommt daher eine Bindungswirkung dieses Urteils (vgl. § 565 Abs. 2 ZPO) nicht in Betracht (BGHZ 22, 370, 374). - BGH, 21.10.1971 - II ZR 157/69
Vorrangigkeit von Verjährungsfristen in Übernahmebedingungen gegenüber denen in …
Auszug aus BGH, 28.04.1977 - II ZR 26/76
Wegen des Sachverhalts wird auf das Senatsurteil vom 21. Oktober 1971 - II ZR 157/69 (LM Allg. Geschäftsbedingungen Nr. 37 = WM 1972, 54 = VersR 1972, 40) verwiesen, durch das das Urteil des Berufungsgerichts vom 6. Oktober 1969 insoweit, als es die Klage gegen die Beklagte zu 2 (Unterfrachtführerin) und den Beklagten zu 3 (Schiffsführer des MS "J. I") abgewiesen hatte, aufgehoben und zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an dieses zurückverwiesen worden ist. - BGH, 23.09.1975 - KZR 11/74
Anspruch auf Schadensersatz - Zusammensetzung eines Eiskonfekts - Eröffnung eines …
Auszug aus BGH, 28.04.1977 - II ZR 26/76
Diese Vorschrift ist im Falle des ausländischen Konkurses einer Partei nicht anwendbar (…Wieczorek, ZPO 2. Aufl. § 240 Anm. A II;… Jaeger/Lent, KO 8. Aufl. § 10 Rdnr. 38 und § 11 Rdnr. 18;… Mentzel/Kuhn, KD 8. Aufl. Vorb. zu §§ 10-12 Rdnr. 2), und zwar unabhängig davon, ob die Partei Kläger (BGH, Urt. v. 23.9. 75 - KZR 11/74, GRUR 1976, 204/205) oder - wie hier - Beklagter ist (…BGH, Urt. v. 30.5. 62 - VIII ZR 39/61, LM KO § 237 Nr. 2). - BGH, 30.05.1962 - VIII ZR 39/61
Auszug aus BGH, 28.04.1977 - II ZR 26/76
Diese Vorschrift ist im Falle des ausländischen Konkurses einer Partei nicht anwendbar (…Wieczorek, ZPO 2. Aufl. § 240 Anm. A II;… Jaeger/Lent, KO 8. Aufl. § 10 Rdnr. 38 und § 11 Rdnr. 18;… Mentzel/Kuhn, KD 8. Aufl. Vorb. zu §§ 10-12 Rdnr. 2), und zwar unabhängig davon, ob die Partei Kläger (…BGH, Urt. v. 23.9. 75 - KZR 11/74, GRUR 1976, 204/205) oder - wie hier - Beklagter ist (BGH, Urt. v. 30.5. 62 - VIII ZR 39/61, LM KO § 237 Nr. 2).
- BGH, 19.09.1989 - VI ZR 349/88
Geschäftswagen - § 823 BGB, Leasing, Außenhaftung des Arbeitnehmers, keine …
Geschäftsbedingungen Nr. 11; vom 7. Dezember 1961 - VII ZR 134/60 - NJW 1962, 388; vom 28. April 1977 - II ZR 26/76 - MDR 1977, 819; vom 26. November 1979 - II ZR 191/78 - MDR 1980, 648) ist nicht einschlägig, da hier der Leasingvertrag eine Haftungsbeschränkung zugunsten der R.-AG als Leasingnehmerin, die im Wege der Vertragsauslegung auf den Beklagten als Arbeitnehmer der R.-AG erstreckt werden könnte, nicht enthält. - BGH, 06.07.1995 - I ZR 123/93
Berufung des vom Spediteur eingeschalteten Frachtführers auf mit dem Eigentümer …
Der Bundesgerichtshof (Urt. v. 28.4.1977 - II ZR 26/76, VersR 1977, 717 = WM 1977, 785) habe in einem vergleichbaren Fall für den Bereich der Binnenschiffahrt entschieden, daß sich der Unterfrachtführer auf die haftungsbeschränkenden und fristverkürzenden Klauseln im Vertrag des Hauptfrachtführers mit dem Auftraggeber berufen könne.Danach können sich der Unterfrachtführer und dessen Schiffer gegenüber dem Absender in der Regel auf haftungsbeschränkende Klauseln in den Geschäftsbedingungen des Hauptfrachtführers berufen (…vgl. BGH, Urt. v. 7.7.1960 - II ZR 209/58, VersR 1960, 727, 729;… Urt. v. 21.10.1971 - II ZR 157/69, VersR 1972, 40, 41; Urt. v. 28.4.1977 - II ZR 26/76, VersR 1977, 717, 718;… Urt. v. 12.6.1978 - II ZR 176/76, VersR 1978, 836, 837;… Urt. v. 26.11.1979 - II ZR 191/78, VersR 1980, 572, 573).
Bei vernünftiger Betrachtungsweise müsse deshalb angenommen werden, daß der Wille der Parteien eines Hauptfrachtvertrages über einen Binnenschiffahrtstransport regelmäßig dahin gehe, haftungsbeschränkende AGB-Klauseln des Frachtführers auch dem Unterfrachtführer und dessen Schiffer zugute kommen zu lassen (vgl. BGH VersR 1960, 727, 729; 1977, 717, 718).
Dies muß jedenfalls dann gelten, wenn der Frachtführer sich - wie hier - nicht auf eigene haftungsbeschränkende Klauseln berufen kann (vgl. BGH VersR 1977, 717, 718).
- BGH, 11.07.1985 - IX ZR 178/84
Wirkung des Auslandskonkurses im Inland
b) Der Bundesgerichtshof hat an diese spätere Rechtsprechung des Reichsgerichts (insbesondere RGZ 100, 241) angeknüpft und der Konkurseröffnung im Ausland jede Wirkung für das Inlandsvermögen abgesprochen (…grundlegend das Urt. v. 4. Februar 1960 - VII ZR 161/57, LM Art. 7 ff. EGBGB (Deutsches intern. Privatrecht) Nr. 11 = NJW 1960, 774 = MDR 1960, 578 m. Anm. Kuhn; zur Unterbrechungswirkung nach § 240 ZPO die Urteile vom 7. Dezember 1961 - II ZR 11/60, AWD/BB 1962, 81 = WM 1962, 263; vom 30. Mai 1962 - VIII ZR 39/61, LM Nr. 2 zu § 237 KO = NJW 1962, 1511; vom 19. Oktober 1967 - VII ZR 118/65, IPr Rspr. 1966-67 Nr. 307; vom 23. September 1975 - KZR 11/74, GRUR 1976, 204; vom 28. April 1977 - II ZR 26/76, 785, 786; vom 20. Juni 1979 - VIII ZR 228/76, NJW 1979, 2477, 2478 = WM 1979, 978; ebenso BFH, Beschl. vom 12. Oktober 1977 - I R 17/77, BFHE 123, 406 = DB 1978, 776; für Vergleichsverfahren: BGHZ 53, 332, 336).Dabei ist regelmäßig als Begründung angeführt worden, daß der Auslandskonkurs keine Inlandswirkung habe (so die BGH-Urteile vom 30. Mai 1962 - VIII ZR 39/61, LM § 237 Nr. 2; vom 23. September 1975 - KZR 11/74, GRUR 1976, 204; vom 28. April 1977 - II ZR 26/76, WM 1977, 785; vom 20. Juni 1979 - VIII ZR 228/76, WM 1979, 978; BFHE 123, 406).
- BGH, 06.07.1995 - I ZR 123/95
Spedition - Transportschaden - Haftungsbeschränkung
Der Bundesgerichtshof (Urt. v. 28. April 1977 - II ZR 26/76, VersR 1977, 717 - WM 1977 785) habe in einem vergleichbaren Fall für den Bereich der Binnenschiffahrt entschieden, daß sich der Unterfrachtführer auf die haftungsbeschränkenden und fristverkürzenden Klauseln im Vertrag des Hauptfrachtführers mit dem Auftraggeber berufen könne.Danach können sich der Unterfrachtführer und dessen Schiffer gegenüber dem Absender in der Regel auf haftungsbeschränkende Klauseln in den Geschäftsbedingungen des Hauptfrachtführers berufen (…vgl. BGH, Urt. v. 7. Juli 1960 - II ZR 209/58, VersR 1960, 727, 729;… Urt. v. 21. Oktober 1971 - II ZR 157/69, VersR 1972, 40, 41; Urt. v. 28. April 1977 - II ZR 26/76, VersR 1977, 717, 718;… Urt. v. 12. Juni 1978 - II ZR 176/76, VersR 1978, 836, 837;… Urt. v. 26. November 1979 - II ZR 191/78, VersR 1980, 572, 573).
Bei vernünftiger Betrachtungsweise müsse deshalb angenommen werden, daß der Wille der Parteien eines Hauptfrachtvertrages über einen Binnenschiffahrtstransport regelmäßig dahin gehe, haftungsbeschränkende AGB-Klauseln des Frachtführers auch dem Unterfrachtführer und dessen Schiffer zugute kommen zu lassen (vgl. BGH VersR 1960, 727, 729; 1977, 717, 718).
Dies muß jedenfalls dann gelten, wenn der Frachtführer sich - wie hier - nicht auf eigene haftungsbeschränkende Klauseln berufen kann (vgl. BGH VersR 1977, 717, 718).
- BGH, 26.11.1979 - II ZR 191/78
Haftung eines Reeders für eigenes Verschulden - Beschädigung von Schiffsladung …
Der Kapitän eines Seeschiffes kann sich - ebenso wie der Schiffsführer eines Binnenschiffes (vgl. Senatsurteil vom 28. April 1977 - II ZR 26/76, LM Allg. Geschäftsbedingungen Nr. 79) - in der Regel auf haftungsbeschränkende oder haftungsausschließende Klauseln der Reederei in der Chartepartie (hier: Klausel 14 der Deutzeit-Charter) berufen.Auch geht es hier nicht um die Frage, ob der Letztverfrachter, der keine eigenen Transportbedingungen hat, dem Erstbefrachter haftungsbeschränkende Klauseln der Beförderungsbedingungen des Erstverfrachters mit Erfolg entgegenhalten kann (…vgl. insoweit Senatsurteil vom 7. Juli 1960 - II ZR 209/58, LM a.a.O. Nr. 11 = VersR 1960, 727 f. und vom 28. April 1977 - II ZR 26/76, LM a.a.O. Nr. 79 = VersR 1977, 717 f.).
Geschäftsbedingungen Nr. 11 = VersR 1960, 727, 729 und vom 28. April 1977 - II ZR 26/76, LM a.a.O. Nr. 79 = VersR 1977, 717/718; vgl. ferner Urteil vom 21. Januar 1971 - II ZR 147/68, LM a.a.O. Nr. 33 = VersR 1971, 412/413).
- BGH, 24.09.1979 - II ZR 38/78
Verlade und Transportbedingungen - Konnossementbedingungen - Verjährung - …
v. 28.4.77 - LM a.a.O. Nr. 79 = VersR 1977, 717) nicht fest. - BGH, 20.03.1978 - II ZR 19/76
Unwirksamkeit von Konossementsbedingungen
Darin liegt eine die Interessen des geschädigten Ladungsbeteiligten in grober Weise vernachlässigende, mißbräuchliche Vertragsgestaltung, weil ihm bei einer derart knappen Spanne oftmals nicht genügend Zeit für eine eingehende Prüfung der Sach- und Rechtslage mit der Folge verbleibt, daß er, wenn er seinen Anspruch auf Ersatz seines Ladungsschadens nicht verlieren will, zu einer voreiligen Klageerhebung gezwungen ist, und zwar auch gegen jeden in Betracht zu ziehenden möglichen sonstigen Schädiger (Unterfrachtführer, Schiffseigner, Schiffer), da er damit rechnen muß, daß sich diese ebenfalls auf die Konnossementsbedingungen des Frachtführers berufen können (vgl. Senatsurt. v. 28.4. 77 - II ZR 26/76, VersR 1977, 717). - BGH, 12.03.1985 - VI ZR 182/83
Versagung der Einstandspflicht einer Feuerversicherung wegen Mitverschuldens des …
Sowohl die Fürsorgepflicht der Firma S. gegenüber den für sie tätigen Beklagten, die bei der ausgeführten gefahrengeneigten Arbeit jedenfalls hinsichtlich einer Haftung für leichte Fahrlässigkeit die Freistellung von ihrer Ersatzpflicht gegenüber der W. GmbH verlangen können, als auch der Vertragszweck (vgl. § 328 Abs. 2 BGB) lassen es nicht nur naheliegend, sondern auch vernünftig und sachgerecht erscheinen, daß die Freizeichnungsklausel auch den Beklagten zugute kommen sollte (vgl. BGH, Urteile vom 7. Dezember 1961 - VII ZR 134/60 - NJW 1962, 388, 389;vom 28. April 1977 - II ZR 26/76 - WM 1977, 785, 786 undvom 26. November 1979 - II ZR 191/78 - LM § 328 BGB Nr. 66). - BGH, 07.07.1988 - I ZB 7/88
Auslandskonkurs; Unterbrechung eines im Inland gegen den Gemeinschuldner …
Dabei ist regelmäßig als Begründung ausgeführt worden, daß der Auslandskonkurs keine Inlandswirkung habe (so die BGH-Urteile vom 30.05.1962 - VIII ZR 39/61, NJW 1962, 1511; v. 23.09.1975 - KZR 11/74, GRUR 1976, 204; v. 28.04.1977 - II ZR 26/76, WM 1977, 785, 786; v. 20.06.1979 - VIII ZR 228/76, NJW 1979, 2477, 2478; Bundesfinanzhof, BFHE 123, 406). - BGH, 09.11.1981 - II ZR 197/80
Verschulden des Schiffsführers an der Ladungsuntüchtigkeit seines Fahrzeugs
Dabei kann unerörtert bleiben, ob sich der Beklagte zu 2 gegenüber K. nicht nur auf die Verjährungsregelung in § 28 Abs. 2 der Konnossements-Bedingungen der Beklagten zu 1 berufen kann (vgl. Senatsurt. v. 28. April 1977 - II ZR 26/76, LM Allg. Geschäftsbedingungen Nr. 79 = VersR 1977, 717 f sowie Senatsurt. v. 26. November 1979 - II ZR 191/78, VersR 1980, 572 f), sondern auch auf das Verbot einer zustimmungsfreien Rechtsübertragung in § 27 dieser Bedingungen. - BGH, 17.11.1980 - II ZR 248/79
Verantwortlichkeit eines Frachtführers für den leckagebedingten Verlust von …
- OLG Karlsruhe, 16.09.1997 - U 8/96
Schadensersatz aus einem Schiffsunfall; Sorgfaltspflichten eines Schiffsführers …
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