Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 13.12.1996 - 10 U 1712/95 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- VersR 1997, 1136
Wird zitiert von ... (2)
- OLG Hamm, 14.10.2011 - 20 U 92/10
Bindungswirkung des Stichentscheids des Rechtsanwalts in der …
Anders gewendet fehlt die subjektive Komponente des Plötzlichen dann, wenn der Betroffene die Art, den Zeitpunkt und die Intensität der Einwirkung konkret erkannt hat und sich hätte entziehen können, dies indes nicht getan hat (vgl. dazu OLG Koblenz, Urteil vom 13.12.1996, 10 U 1712/95, OLG Frankfurt, Urteil vom 27.06.1990, 21 U 201/87;… Leverenz a.a.O., § 178 Rn. 100). - LG Osnabrück, 28.04.2017 - 9 O 2863/16
Sterbegeldversicherung: Unfreiwilligkeit und Plötzlichkeit eines Unfalls bei Tod …
Rn. 30 aa) Subjektiv ist das Ereignis nämlich dann plötzlich, wenn die versicherte Person mit der konkreten Einwirkung praktisch nicht rechnen durfte, vgl. BGH in VersR 1987, 450 ff.; OLG Saarbrücken in VersR 1997, 949 ff.; OLG Koblenz in VersR 1997, 1136 ff.; OLG Karlsruhe in VersR 1995, 36 ff.; OLG München in VersR 1983, 127 ff.; OLG Hamm in VersR 1975, 336 ff.; LG Bayreuth in VersR 2006, 1252 ff.; LG Berlin in RuS 2003, 75 ff.; Leverenz in Bruck/Möller, VVG, 9. Auflage, § 178, Rdnr. 99; Götz in Looschelders/Pohlmann, VVG, 2. Auflage, § 178; Rdnr. 20; Dörner in MünchKommVVG, 2. Auflage, § 178, Rdnr. 77. Hierbei muss das Unfallgeschehen aus der individuellen Sicht der versicherten Person (objektiv) schlechterdings unvermeidbar sein, auf die Sicht Dritter kommt es dagegen nicht an, vgl. OLG Köln in VersR 1975, 237 ff.; Knappmann in Prölss/Martin, VVG, 29. Auflage, § 178, Rdnr. 13; Leverenz in Bruck/Möller, VVG, 9. Auflage, § 178, Rdnr. 100.Rn. 31 Folgerichtig ist das Ereignis aus subjektiver Sicht nur dann "plötzlich", wenn der Betroffene die Art, den Zeitpunkt und schließlich auch die Intensität der Einwirkung mit der damit verbundenen bevorstehenden Gesundheitsschädigung konkret erkannt hat und wenn er sich bei vollem Bewusstsein der drohenden Einwirkung noch hätte entziehen können, dies aber dennoch nicht getan hat, vgl. OLG Koblenz in VersR 1997, 1136 ff.; OLG Karlsruhe in VersR 1995, 36 ff.; OLG Frankfurt am Main in VersR 1991, 213 ff.; OLG Zweibrücken in VersR 1988, 287 ff.; Knappmann in Prölss/Martin, VVG, 29. Auflage, § 178, Rdnr. 13; Leverenz in Bruck/Möller, VVG, 9. Auflage, § 178, Rdnr. 101; Kloth in UnfallV, 2. Auflage, E. I., Rdnr. 5; Dörner in MünchKommVVG, 2. Auflage, § 178, Rdnr. 77-81.
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