Rechtsprechung
| BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02 |
Volltextveröffentlichungen (14)
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ZPO § 233
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- verkehrslexikon.de
Zum Anwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist - Fristenkontrolle in der Kanzlei - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
- Judicialis
- IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Überwachungspflichten des Rechtsanwalts bei Fristberechnung durch Bürokraft; Quittierung der Kalendereintragung durch Erledigungsvermerk
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
ZPO § 233
Wiedereinsetzung und Organisation des Fristenwesens; Überprüfung der Eintragung im Fristenkalender für Wiedereinsetzung - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 233
Anforderungen an die Organisation des Fristenwesens in einer Anwaltskanzlei - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Organisation des Fristenwesens
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- brak-mitteilungen.de
, S. 33 (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
Fristüberwachung durch den Anwalt bei Vorlage der Akte
Besprechungen u.ä. (2)
- BRAK-Mitteilungen (Entscheidungsanmerkung)
Fristüberwachung durch den Anwalt bei Vorlage der Akte
- brak-mitteilungen.de
, S. 33 (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
Fristüberwachung durch den Anwalt bei Vorlage der Akte
Papierfundstellen
- NJW 2003, 1815
- ZIP 2003, 1050
- MDR 2003, 710
- VersR 2003, 1460
- BB 2003, 1200
Wird zitiert von ... (90) Zitiert selbst (13)
- BGH, 28.06.2001 - III ZB 24/01
Anforderungen an Ausgangskontrolle; Notierung des Fristendes
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Er hat jedoch durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, daß die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden; unverzichtbar sind insoweit eindeutige Anweisungen an das Büropersonal, die Festlegung klarer Zuständigkeiten und die mindestens stichprobenartige Kontrolle des Personals (vgl. dazu zuletzt Beschlüsse 27. März 2002 - VI ZB 7/01, NJW-RR 2001, 1072 = MDR 2001, 779 = VersR 2001, 1133, und vom 28. Juni 2001 - III ZB 24/01, NJW 2001, 2975 = VersR 2002, 334 = MDR 2001, 1183 m.w.Nachw.).b) Unentbehrliches Hilfsmittel für die Fixierung der Fristen ist in erster Linie der (elektronische oder in Papierform geführte) Fristenkalender sowie die Notierung der Fristen auf den Handakten des Anwalts (BGH, Beschluß vom 15. Februar 1960 - VII ZB 5/60, VersR 1960, 406; zuletzt Beschluß vom 28. Juni 2001 - III ZB 24/01 aaO).
- BGH, 22.09.1971 - V ZB 7/71
Rechtsanwalt - Rechtsmittel - Handakte - Erledigungsvermerk - Kontrolle
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hat der Anwalt den Fristenlauf nicht bei jeder Vorlage der Handakten, sondern nur, aber auch immer dann eigenverantwortlich zu überprüfen, wenn ihm die Handakten im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozeßhandlung vorgelegt werden, wenn sie ihm selbst bis zum Fristablauf oder einen ihm nahen Zeitpunkt vorliegen (Senatsbeschluß vom 30. September 1963 - VIII ZB 16/63, NJW 1964, 106; BGH, Beschluß vom 22. September 1971 aaO; Beschluß vom 25. November 1998 - XII ZB 204/96, NJW-RR 1999, 429 unter II 1).Die Eintragung der Frist im Fristenkalender ist von der damit beauftragten Angestellten durch einen Erledigungsvermerk - zweckmäßigerweise mit Handzeichen und Datumsangabe - an der Fristennotierung auf den Handakten kenntlich zu machen (BGH, Beschluß vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63, VersR 1964, 269; Beschluß vom 22. September 1971 - V ZB 7/71, NJW 1971, 2269 = VersR 1971, 1125 unter 1 m.w.Nachw.; Beschluß vom 20. August 1998 - VII ZB 4/98, BRAK-Mitt. 1998, 269).
- BGH, 04.09.2002 - VIII ZB 23/02
Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde gegen die Verwerfung der Berufung durch …
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Die Wertgrenze des § 26 Nr. 8 EGZPO (20.000 EUR) gilt lediglich für die Revision gegen ein Urteil, mit dem die Berufung als unzulässig verworfen wird, jedoch nicht für die Beschwerde gegen einen Beschluß (Senatsbeschluß vom 4. September 2002 - VIII ZB 23/02, NJW 2002, 3783 = BGHReport 2002, 1113 unter II 1).
- BGH, 27.03.2001 - VI ZB 7/01
Zurechnung des Versagens von Büroangestellten bei hinreichender Organisation der …
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Er hat jedoch durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, daß die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden; unverzichtbar sind insoweit eindeutige Anweisungen an das Büropersonal, die Festlegung klarer Zuständigkeiten und die mindestens stichprobenartige Kontrolle des Personals (vgl. dazu zuletzt Beschlüsse 27. März 2002 - VI ZB 7/01, NJW-RR 2001, 1072 = MDR 2001, 779 = VersR 2001, 1133, und vom 28. Juni 2001 - III ZB 24/01, NJW 2001, 2975 = VersR 2002, 334 = MDR 2001, 1183 m.w.Nachw.). - BGH, 26.08.1999 - VII ZB 12/99
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Fristversäumnis infolge reduzierten …
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
c) Sämtliche organisatorischen Maßnahmen müssen überdies so beschaffen sein, daß auch bei unerwarteten Störungen des Geschäftsablaufs, etwa durch Überlastung oder Erkrankung der zuständigen Angestellten, Verzögerungen der anwaltlichen Bearbeitung oder ähnliche Umstände, bei Anlegung eines äußersten Sorgfaltsmaßstabes die Einhaltung der anstehenden Frist - zumindest durch ein rechtzeitiges Fristverlängerungsgesuch - gewährleistet ist (vgl. BGH, Beschluß vom 26. August 1999 - VII ZB 12/99, aaO). - BGH, 22.03.1995 - VIII ZB 2/95
Zur Sorgfaltspflicht des Rechtsanwalts bei Fristenkontrollen
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, darf der Anwalt darauf vertrauen, daß das zuständige Büropersonal die ihm übertragenen Aufgaben des Fristenwesens ordnungsgemäß erfüllt (vgl. Senatsbeschluß vom 22. März 1995 - VIII ZB 2/95, NJW 1995, 1682 = VersR 1995, 1253 = MDR 1995, 1266 m.w.Nachw.). - BGH, 25.11.1998 - XII ZB 204/96
Pflicht des Rechtsanwalts zur eigenhändigen Überprüfung von Fristnotierungen
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hat der Anwalt den Fristenlauf nicht bei jeder Vorlage der Handakten, sondern nur, aber auch immer dann eigenverantwortlich zu überprüfen, wenn ihm die Handakten im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozeßhandlung vorgelegt werden, wenn sie ihm selbst bis zum Fristablauf oder einen ihm nahen Zeitpunkt vorliegen (Senatsbeschluß vom 30. September 1963 - VIII ZB 16/63, NJW 1964, 106; BGH…, Beschluß vom 22. September 1971 aaO; Beschluß vom 25. November 1998 - XII ZB 204/96, NJW-RR 1999, 429 unter II 1). - BGH, 29.04.1998 - XII ZB 140/95
Eigene Prüfung des Fristablaufs durch den Rechtsanwalt; Anforderungen an die …
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann der Rechtsanwalt die Berechnung und Notierung einfacher und in seinem Büro geläufiger Fristen einer gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Angestellten überlassen (z.B. BGH, Beschluß vom 12. Juli 1983 - IV ZB 6/83, VersR 1983, 988 unter 2 a; Beschluß vom 29. April 1998 - XII ZB 140/95, NJW-RR 1998, 1526 unter II 1 m.w.Nachw.). - BGH, 20.08.1998 - VII ZB 4/98
Pflicht des Rechtsanwalts zur eigenverantwortlichen Prüfung des Fristablaufs
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Die Eintragung der Frist im Fristenkalender ist von der damit beauftragten Angestellten durch einen Erledigungsvermerk - zweckmäßigerweise mit Handzeichen und Datumsangabe - an der Fristennotierung auf den Handakten kenntlich zu machen (BGH, Beschluß vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63, VersR 1964, 269; Beschluß vom 22. September 1971 - V ZB 7/71, NJW 1971, 2269 = VersR 1971, 1125 unter 1 m.w.Nachw.; Beschluß vom 20. August 1998 - VII ZB 4/98, BRAK-Mitt. 1998, 269). - BGH, 12.07.1983 - VI ZB 6/83
Verfahren - Rechtsmittelfrist - Anwalt - Büroangestellte - Akten - Büroversehen - …
Auszug aus BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann der Rechtsanwalt die Berechnung und Notierung einfacher und in seinem Büro geläufiger Fristen einer gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Angestellten überlassen (z.B. BGH, Beschluß vom 12. Juli 1983 - IV ZB 6/83, VersR 1983, 988 unter 2 a; Beschluß vom 29. April 1998 - XII ZB 140/95, NJW-RR 1998, 1526 unter II 1 m.w.Nachw.). - BGH, 30.09.1963 - VIII ZB 16/63
- BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63
- BGH, 15.02.1960 - VII ZB 5/60
Rechtsmittel
- BGH, 13.07.2010 - VI ZB 1/10
Wiedereinsetzung in eine versäumte, verlängerte Berufungsbegründungsfrist: …
Insbesondere muss sichergestellt sein, dass die zur wirksamen Fristenkontrolle erforderlichen Handlungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt, d.h. unverzüglich nach Eingang des betreffenden Schriftstücks, und im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang vorgenommen werden (BGH, Beschluss vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 - VersR 2003, 1460, 1461). - BGH, 22.06.2010 - VIII ZB 12/10
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Organisation des …
Rn. 9 a) Dabei ist er zwar nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs befugt, die Feststellung, Berechnung und Notierung einfacher und in seinem Büro geläufiger Fristen einer gut ausgebildeten und sorgfältig überwachten Angestellten zu überlassen (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Januar 2000 - VII ZB 20/99, NJW 2000, 1872, unter [4] a; Senatsbeschluss vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815, unter II 3 a m.w.N.).Jedenfalls hat er der für das Fristenwesen zuständigen Kanzleikraft eindeutige Anweisungen hinsichtlich der Feststellung, Berechnung und Notierung von Fristen zu erteilen, die so beschaffen sein müssen, dass die Einhaltung einer Frist auch bei unerwarteten Störungen des Geschäftsablaufs gewährleistet ist (vgl. etwa Senatsbeschluss vom 5. Februar 2003, aaO, unter II 3 a, c, m.w.N.).
Es fehlt damit auch jeder Vortrag zu diesen grundlegenden Voraussetzungen für ein funktionierendes Fristenwesen (vgl. hierzu auch Senatsbeschluss vom 5. Februar 2003, aaO, unter II 3 a).
- BGH, 04.09.2018 - VIII ZB 70/17
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Zusätzliche Fristensicherung des …
Jedoch hat er durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (st. Rspr.; vgl. nur BGH…, Urteil vom 25. September 2014 - III ZR 47/14, NJW 2014, 3452 Rn. 8; Senatsbeschlüsse vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815 unter II 3 a;… vom 22. Juni 2010 - VIII ZB 12/10, NJW 2010, 3305 Rn. 9; jeweils mwN).
- BVerwG, 22.03.2012 - 3 C 21.11
Revisionsbegründungsfrist; Verspätung; Säumnis; Fristversäumnis; Wiedereinsetzung …
Damit sind die in der Rechtsprechung geforderten Vorkehrungen gegen Fristversäumnisse getroffen, insbesondere ist der verlangte unmittelbare zeitliche Zusammenhang der für die Fristwahrung notwendigen Handlungen sichergestellt, auf den die Beklagte sich unter Hinweis auf einen Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 - (NJW 2003, 815) beruft. - BGH, 08.02.2010 - II ZB 10/09
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Kontrollpflichten des Rechtsanwalts zur …
Überlässt er die Berechnung und Notierung von Fristen einer gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Bürokraft, hat er durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (BGH, Beschl. v. 27. September 2007 - IX ZA 14/07, AnwBl. 2008, 71; v. 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, ZIP 2003, 1050, 1051).Zu den zur Ermöglichung einer Gegenkontrolle erforderlichen Vorkehrungen im Rahmen der Fristenkontrolle gehört insbesondere, dass die Rechtsmittelfristen in der Handakte notiert werden und die Handakte durch entsprechende Erledigungsvermerke oder auf sonstige Weise erkennen lässt, dass die Fristen in den Fristenkalender eingetragen worden sind (vgl. Sen.Beschl. v. 26. Januar 2009 - II ZB 6/08, NJW 2009, 1083 Tz. 11; BGH, Beschl. v. 5. Februar 2003 aaO; v. 21. April 2004 - XII ZB 243/03, FamRZ 2004, 1183; v. 9. Dezember 2009 - XII ZB 154/09 Tz. 15).
- BGH, 19.09.2017 - VI ZB 40/16
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Versäumung der …
Rn. 8 Für den Fall, dass die Notierung von Fristen - wie hier - einer gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Bürokraft überlassen wird, muss durch geeignete organisatorische Maßnahmen sichergestellt sein, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (…BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, WM 2015, 257 Rn. 12;… vom 27. November 2013 - XII ZB 116/13, FamRZ 2014, 284 Rn. 7;… vom 22. Juni 2010 - VIII ZB 12/10, NJW 2010, 3305 Rn. 9; vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09, MDR 2010, 533 f.; vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815 f.). - BGH, 22.01.2008 - VI ZB 46/07
Notierung der Berufungsbegründungsfrist im Fristenbuch
Bei dieser Sachlage fehlten Hinweise dafür, dass die Bürovorsteherin G. die Erledigung in der Handakte etwa auch in anderen Fällen ohne die erforderliche vorherige Eintragung im Fristenbuch vermerkt hätte (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 - NJW 2003, 1815, 1816 unter II. 3. b). - BGH, 16.10.2018 - VI ZB 68/16
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Versäumung der Berufungsfrist: …
Rn. 10 Für den Fall, dass die Notierung von Fristen einer ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Bürokraft überlassen wird, muss durch geeignete organisatorische Maßnahmen sichergestellt sein, dass die Fristen zuverlässig festgehalten und kontrolliert werden (…Senatsbeschluss vom 19. September 2017 - VI ZB 40/16, NJW-RR 2018, 58 Rn. 8;… BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 2014 - XII ZB 709/13, NJW 2014, 3102 Rn. 12;… vom 27. November 2013 - XII ZB 116/13, NJW-RR 2014, 698 Rn. 7;… vom 22. Juni 2010 - VIII ZB 12/10, NJW 2010, 3305 Rn. 9; vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09, NJOZ 2011, 111; vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815). - BGH, 14.06.2006 - IV ZB 18/05
Sorgfaltspflichten des Rechtsanwalts bei der Notierung von Fristen
Es sind auch keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein sonstiges Verschulden des Prozessbevollmächtigten der Kläger erkennbar, insbesondere bei der Organisation der Fristenkontrolle (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 - NJW 2003, 1815 unter II 3 a-c) oder bei der Überwachung der Bürovorsteherin.Es fehlt danach jeder Anhalt dafür, dass die Bürovorsteherin die Erledigung in der Handakte etwa auch in anderen Fällen vor oder nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Eintragung im Fristenbuch vermerkt hätte (dazu vgl. BGH, Beschluss vom 5. Februar 2003 aaO unter II 3 d).
- OLG München, 26.07.2017 - 14 U 1695/17
Darlegungspflichten zu Organisationsverschulden im Wiedereinsetzungsverfahren
Diese Aufgabe kann er durch eindeutige Anweisungen seinem gut ausgebildeten und sorgfältig überwachten Büropersonal übertragen (s. BGH…, Beschluss vom 13. Oktober 2011 - VII ZB 18/10 -, Rn. 11, juris), allerdings nur, wenn er durch geeignete organisatorische Maßnahmen dafür sorgt, dass Fristversäumnisse möglichst vermieden werden (…BGH, a. a. O. und Beschluss vom 05.02.2003 - VIII ZB 115/02 -, Rn 14 u 1695/17 - Seite 6 7).Unverzichtbar sind insoweit eindeutige Anweisungen an das Büropersonal, die Festlegung klarer Zuständigkeiten und die mindestens stichprobenartige Kontrolle des Personals (s. BGH, Beschluss vom 05. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 -, Rn. 7, juris).
Nur im unmittelbaren Zusammenhang und im Zusammenwirken stellen diese Maßnahmen sicher, dass fristgebundene Prozeßhandlungen rechtzeitig vom Anwalt vorgenommen werden und bei Gericht eingehen (s. BGH, Beschluss vom 05. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 -, Rn. 8, juris).
Das Fehlen eines entsprechenden Erledigungsvermerks machte von vornherein eine Fristkontrolle ohne Einsicht in den Fristenkalender, allein an Hand der Akten unmöglich (s. BGH, Beschluss vom 05. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 -, Rn. 12, juris).
- OLG München, 26.07.2017 - 14 U 1694/17
Anforderungen an Übertragung der Fristenkontrolle auf Büropersonal
- BGH, 17.04.2012 - VI ZB 55/11
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anwaltliche Organisationspflichten …
- BGH, 05.11.2003 - XII ZB 140/02
Umfang der Fristenberechnung durch das Büropersonal eines Rechtsanwalts; Pflicht …
- BGH, 09.12.2009 - XII ZB 154/09
Vertrauen eines Rechtsanwalts in seine bisher als zuverlässig einzustufende …
- BGH, 22.04.2009 - IV ZB 22/08
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- BGH, 09.05.2017 - VIII ZB 5/16
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Rechtsanwaltliche Überprüfungspflicht der …
- BGH, 17.03.2004 - IV ZB 41/03
Überprüfung der Eintragung von Fristen durch den Rechtsanwalt
- BGH, 26.11.2013 - II ZB 13/12
Wiedereinsetzung: Rechtsanwaltsverschulden bei Erledigungsvermerk in der Handakte …
- BGH, 22.03.2011 - II ZB 19/09
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Fristenkontrolle bei …
- BGH, 12.11.2013 - II ZB 17/12
Wiedereinsetzung: Eigenverantwortliche Gegenkontrolle des Rechtsanwalts bei …
- LAG Hessen, 22.01.2009 - 11 Sa 1582/07
Auslegung eines anwaltlichen Schriftsatzes zur Wahrung der Einspruchsfrist gegen …
- OLG Düsseldorf, 22.03.2018 - 3 Kart 68/17
Zulässigkeit eines Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der …
- BGH, 28.05.2013 - VI ZB 6/13
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Unklarheiten in der Verfügung über die …
- LAG Hessen, 14.02.2012 - 15 Sa 832/11
Verspäteter Einspruch gegen ein erstinstanzliches Versäumnisurteil
- OLG Brandenburg, 12.12.2022 - 13 UF 164/22
Beschwerde gegen die teilweise Zurückweisung eines Antrags auf Zahlung von …
- BGH, 20.12.2005 - VI ZB 13/05
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts; Führung des …
- BGH, 02.11.2011 - XII ZB 317/11
Wiedereinsetzung: Umfang der Prüfungspflicht des Anwalts bei Vorlage der Handakte …
- BGH, 18.01.2018 - IX ZB 4/17
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Versäumung der …
- BGH, 13.10.2011 - VII ZB 18/10
Wiedereinsetzung: Erforderlichkeit besonderer Anweisungen zur Sicherstellung …
- OLG Karlsruhe, 24.04.2017 - 12 U 45/17
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Kontrolle des …
- BGH, 06.05.2015 - VII ZB 60/14
Wiedereinsetzung bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Sorgfaltspflichten …
- BGH, 19.06.2006 - II ZB 25/05
Berücksichtigung nachträglichen Vorbringens wegen Verletzung der Hinweispflicht
- OLG Hamm, 21.12.2015 - 8 U 96/15
Welche Sorgfaltspflichten bestehen beim Notieren des Zustelldatums?
- BVerwG, 11.01.2012 - 9 B 55.11
Beschwerdefrist; Versäumung; Verschulden; Wiedereinsetzung; Organisationsmangel; …
- BVerwG, 29.11.2004 - 5 B 105.04
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Prozessvertreter einer Behörde; …
- BGH, 29.09.2016 - I ZB 31/16
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Fehler des Prozessbevollmächtigten bei der …
- OLG München, 13.03.2006 - 34 Wx 2/06
Fristbeginn bei Wiedereinsetzung - anwaltliche Sorgfalt bei Einlegung eines …
- OLG Stuttgart, 24.04.2017 - 12 U 45/17
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- OLG Frankfurt, 01.12.2009 - 13 U 181/09
Rechtsanwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: …
- LAG Rheinland-Pfalz, 06.08.2015 - 2 Sa 635/14
Wiedereinsetzungsantrag - Anwaltsverschulden - Fristenkontrolle - Haftung - …
- BGH, 24.10.2006 - XI ZB 16/06
Anforderungen an die Büroorganisation; Ausgangskontrolle fristwahrender …
- OLG Düsseldorf, 01.02.2010 - 24 U 214/09
Anforderungen an die Büroorganisation bei Übermittlung fristgebundener …
- OLG Hamm, 19.04.2011 - 5 UF 201/10
- BGH, 28.09.2010 - X ZR 57/10
Geänderte Berufungsbegründungsfrist
- BGH, 04.03.2004 - IX ZB 71/03
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumen der Berufungsbegründungsfrist …
- BSG, 14.04.2026 - B 1 KR 1/26 B
- OVG Nordrhein-Westfalen, 22.01.2008 - 13 A 4362/00
Bestehen einer Auskunftsanordnung zur Vorlage von Teilleistungsverträgen; …
- BGH, 15.04.2014 - II ZB 11/13
Rechtsbeschwerde eines Rechtsanwalts als Nebenintervenient gegen die Versagung …
- BGH, 19.01.2006 - IX ZA 26/05
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Frist zur Einlegung …
- LSG Mecklenburg-Vorpommern, 03.02.2015 - L 2 AL 47/10
Ausschlussfrist zur Beantragung von Insolvenzgeld - Organisationsverschulden des …
- BGH, 28.05.2014 - IV ZB 1/14
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- OLG München, 15.02.2008 - 1 U 5694/07
Beginn der Frist für Wiedereinsetzungsantrag bei versäumter Berufungsfrist
- BGH, 26.07.2004 - VIII ZB 63/04
Pflicht des Rechtsanwalts zur Beschaffung eines Fristenkalenders für das nächste …
- BGH, 19.07.2011 - X ZR 16/11
Anforderungen an die Einhaltung der Monatsfrist i.R. eines Antrags auf …
- BGH, 15.01.2009 - I ZB 48/06
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- BGH, 18.07.2005 - II ZB 16/04
Beurteilung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache; Pflicht des …
- LG Karlsruhe, 07.05.2013 - 11 O 53/11
Gewerberaummiete: Wirksamkeit einer Mietvertragsklausel über ein Vormietrecht; …
- BGH, 20.10.2010 - IV ZB 11/10
Wiedereinsetzung aufgrund eines zurechenbaren Verhaltens eines Rechtsanwalts im …
- OLG Frankfurt, 25.05.2011 - 13 U 54/11
Wiedereinsetzung: Anforderungen an den Vortrag des Bevollmächtigten, der für die …
- LAG Hessen, 05.06.2012 - 15 Sa 871/11
Nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage - Anwaltsverschulden; …
- LAG Köln, 03.11.2005 - 7 Ta 306/05
Anwaltliche Fristenkontrolle im Kündigungsschutzprozess - zurechenbares …
- BGH, 15.09.2005 - III ZB 52/05
Anforderungen an die Fristenkontrolle in einem Anwaltsbüro
- OLG Frankfurt, 08.07.2003 - 4 U 74/03
Organisationsverschulden des Berufungsanwalts bei Versäumung der …
- BSG, 14.07.2021 - B 5 R 146/21 B
Anspruch auf Zwischenübergangsgeld; Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen …
- FG Düsseldorf, 30.08.2016 - 10 K 1897/16
Wiedereinsetzung in die Einspruchsfrist gegen einen Einkommensteuerbescheid
- BGH, 05.02.2014 - IV ZB 34/13
Ausreichende Ausgangskontrolle bei Versendung eines fristwahrenden Schriftsatzes …
- OLG Hamm, 30.03.2012 - 11 U 103/11
- LAG München, 06.08.2008 - 9 Sa 261/08
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Verschuldenszurechnung - Auslegung des …
- OLG Nürnberg, 20.01.2005 - 6 U 2657/04
Fristversäumung wegen unzureichender Fristenkontrolle in Anwaltskanzlei
- OLG Bamberg, 16.11.2004 - 1 U 114/04
Zur Frage der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung der …
- BPatG, 26.03.2019 - 27 W (pat) 44/17
Markenbeschwerdeverfahren - "rockamora" - Wiedereinsetzung in die versäumte Frist …
- OLG Stuttgart, 20.05.2009 - 10 U 16/09
Rechtsanwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Grenzen …
- LAG Köln, 17.08.2007 - 4 Sa 407/07
Wiedereinsetzung
- LAG Köln, 12.05.2021 - 11 Sa 254/20
Reduzierung Arbeitszeit; Rechtsmissbrauch
- OLG Dresden, 26.04.2017 - 4 U 225/17
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- BVerwG, 26.11.2004 - 5 B 33.04
Frage des Verschuldens der Fristversäumung durch den Prozessbevollmächtigten; …
- KG, 10.07.2003 - 8 U 111/03
Anwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Anforderungen an …
- LG Aachen, 01.08.2007 - 5 S 102/07
Wiedereinsetzung; Fristenkalender
- LAG Schleswig-Holstein, 14.03.2013 - 1 Ta 40/13
Prozesskostenhilfe, Versagung, sofortige Beschwerde, nachträgliche Bewilligung, …
- VG München, 17.07.2023 - M 1 SN 23.2907
Eilverfahren, Verfristung in der Hauptsache, Wiedereinsetzung in den vorigen …
- OLG München, 22.02.2021 - 4 UF 1417/20
Gegenkontrolle einer Beschwerdebegründungsfrist
- BPatG, 16.07.2020 - 30 W (pat) 507/20
Markenbeschwerdeverfahren - fehlende Unterschrift unter dem Beschwerdeschriftsatz …
- LSG Bayern, 19.07.2006 - L 2 U 352/04
Überprüfung der Wirksamkeit der Zustellung eines Widerspruchsbescheides im …
- OLG Köln, 01.06.2011 - 19 U 39/11
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- OLG Dresden, 19.09.2007 - 5 U 870/07
Fax-Prüfung durch den Rechtsanwalt
- VG Gelsenkirchen, 03.09.2020 - 19 K 1636/18
Wiedereinsetzung; Fristenmanagement; Fristenübersicht; Büropersonal; Angestellte; …
- LG Hamburg, 04.06.2012 - 316 S 23/12
- VG Augsburg, 19.05.2009 - Au 5 K 09.485
Zwischengerichtsbescheid; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung …
- VG Augsburg, 19.05.2009 - Au 5 K 09.483
Zwischengerichtsbescheid; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung …
- OLG München, 15.02.2008 - 1 U 5695/07
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