Rechtsprechung
| BGH, 22.09.1959 - VI ZR 168/58 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
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Papierfundstellen
- VersR 1960, 32
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (4)
- BGH, 15.06.1954 - III ZR 125/53
Verkehrssicherung auf Landstraßen II. Ordnung
Auszug aus BGH, 22.09.1959 - VI ZR 168/58
Die Verkehrseröffnung ist vielmehr nur ein Sonderfall der Herbeiführung einer Gefahrenlage, die allgemein den Urheber zur Abwendung eines drohenden Schadenserfolges verpflichtet (vgl. RGSt 46, 343; 58, 132; 72, 23; BGHZ 14, 85 [BGH 15.06.1954 - III ZR 125/53]; Larenz, Lehrb, d. Schuldr., Bes. Teil S. 342 f;… Wussow, Unfallhaftpflichtrecht, 6. Aufl. TZ 111). - BGH, 15.04.1957 - III ZR 246/55
Umfang der Pflicht des Anliegers zur Rücksichtnahme auf den Straßenverkehr
Auszug aus BGH, 22.09.1959 - VI ZR 168/58
Der Eigentümer eines an einer öffentlichen Straße liegenden Grundstücks ist demgemäß eben mit Rücksicht auf den Straßenverkehr verpflichtet, schädliche Einwirkungen, die von seinem Grundstück ausgehen und die Teilnehmer am öffentlichen Verkehr gefährden, zu vermeiden (BGHZ 24, 124, 126 f) [BGH 15.04.1957 - III ZR 246/55]. - BGH, 10.11.1954 - VI ZR 217/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 22.09.1959 - VI ZR 168/58
Wer daher die Verfügungsgewalt über ein Gelände ausübt, hat im Rahmen des Möglichen dafür zu sorgen, daß von diesem Gelände - zumal wenn es am Rande einer öffentlichen Straße liegt - keine Gefahr für andere ausgeht (BGH Urt. v. 10. Nov. 1954 - VI ZR 217/53 = VersR 1955, 11). - RG, 20.04.1932 - IX 35/32
Haftet ein Sportverein für Schaden, der bei unbefugter Benutzung seines …
Auszug aus BGH, 22.09.1959 - VI ZR 168/58
Nach anerkannter Rechtsprechung ist jeder dafür verantwortlich, daß die ihm gehörenden und von ihm benutzten beweglichen und unbeweglichen Sachen den ordnungsmäßigen menschlichen Verkehr tunlichst nicht gefährden (RGZ 89, 385; 90, 68; 138, 21).
- BGH, 21.01.1965 - III ZR 217/63
Umfang der Straßenverkehrssicherungspflicht; Inspektion von Straßenbäumen
Das alles entspricht der gefestigten Rechtsprechung des BGH (…BGH, Urt. v. 16.10.1956, VI ZR 160/55 = VersR 56, 768 = VRS 12, 1;… Urt. v. 19.1.1959, III ZR 168/57 = LM Nr. 16 zu § 823 [Ea] BGB = VersR 59, 257; Urt. v. 22.9.1959, VI ZR 168/58 = VersR 60, 32 = VRS 17, 326;… Urt. v. 21.12.1961, III ZR 192/60 = LM Nr. 3 zu RNatSchG = VersR 62, 262 = VRS 22, 182: Allee alter Bäume). - BGH, 30.10.1973 - VI ZR 115/72
Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers eines Waldes
Er ist daher verpflichtet, den Baumbestand so anzulegen, daß er im Rahmen des nach forstwirtschaftlicher Erkenntnis Möglichen gegen Windbruch und Windwurf gesichert ist; er muß ihn auch im angemessenen Zeitabständen auf Krankheitsbefall überwachen (BGH Urt. v. 22. September 1959 - VI ZR 168/58 = VersR 1960, 32;v. 21. Januar 1965 - III ZR 217/63 = VersR 965, 475; OLG Hamm VersR 1969, 863 m. Anm. Schopp VersR 1969, 864; OLG Celle VersR 1958, 693; OLG München VersR 1959, 927; OLG Köln VersR 1963, 738;… Wussow UHR 11. Aufl. Rdz. 130;… Geigel, Haftpflichtrecht 15. Aufl. Kap 14, 80).Dem Urteil des Senats vom 22. September 1959 a.a.O. lag insofern ein anderer Sachverhalt zugrunde, als dort in den letzten fünf Jahren vor dem Urteil in der unmittelbaren Umgebung des Unfallortes nahezu jeder dritte der gefällten Bäume stark und jeder vierte bis fünfte sehr stark rotfaul war; hier mußte eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch das Forstpersonal wegen nicht erkannter Rotfäule bejaht werden, weil diese es unterlassen hatte, den in unmittelbarer Nähe der Fahrstraße an besonders sturmgefährdeter Stelle als Einzelbaum stehengebliebenen hundertjährigen Baum auf Rotfäulebefall zu überprüfen.
- BGH, 31.05.1988 - VI ZR 275/87
Verkehrssicherungspflichten nach de mLandesforstgesetz von Rheinland-Pfalz
Anerkanntermaßen hat derjenige, der die Verfügungsgewalt über ein Grundstück ausübt, im Rahmen des Möglichen dafür zu sorgen, daß von dort stehenden Bäumen keine Gefahr für andere ausgeht, der Baumbestand vielmehr so angelegt ist, daß er im Rahmen des nach forstwissenschaftlichen Erkenntnissen Möglichen gegen Windbruch und Windwurf, insbesondere aber auch gegen Umstürzen aufgrund fehlender Standfestigkeit gesichert ist (vgl. Senatsurteile vom 22. September 1959 - VI ZR 168/58 - VersR 1960, 32, vom 30. Oktober 1973 - VI ZR 115/72 - VersR 1974, 88, 89 und vom 12. Februar 1985 - VI ZR 193/83 - NJW 1985, 1773, 1774).
- OLG Oldenburg, 04.11.1994 - 11 U 26/94 Der BGH führt in seinem Urteil vom 22.09.1959 (VersR 1960, 32) aus: „Wer daher die Verfügungsgewalt über ein Gelände ausübt, hat im Rahmen des Möglichen dafür zu sorgen, dass von diesem Gelände, zumal wenn es am Rande einer öffentlichen Straße liegt, keine Gefahr für andere ausgeht“ (Fortführung der Rechtsprechung des BGH aus VersR 1955, 11).
In dem Urteil vom 22.09.1959 (VersR 1960, 32) führt der BGH weiter aus, es sei falsch, dass eine Verkehrssicherungspflicht nur denjenigen treffen könne, der einen Verkehr eröffnet habe, und dass die Nachbarschaft eines öffentlichen Weges die zivilrechtlichen Pflichten eines Anliegers nicht zu erweitern vermöge.
In diesem Zusammenhang hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 26. April 1991 (NJW 1991, 2826, 2828) ebenso wie schon im Urteil vom 22.09.1959 (VersR 60, 32) dem Störer die gesamten Kosten für die Beseitigung der Eigentumsbeeinträchtigungen auferlegt.
- BGH, 21.12.1961 - III ZR 192/60 Zu Unrecht glaubt die Revision eine weitergehende Uberv/achungspflicht der Naturschutzbehörde schon aus dem Urteil des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 22. September 1959 - VI ZR 168/58'.
- BGH, 12.10.1965 - VI ZR 92/64
Verkehrssicherungspflicht des Benutzers eines Fabrikgrundstücks
Wer daher - wie die Beklagte - über ein Grundstück verfügt, hat im Rahmen des Möglichen dafür zu sorgen, daß von dem Grundstück keine Gefahren für andere ausgehen (Urteile des BGH vom 10. November 1954 - VI ZR 217/53 - VersR 1955, 11 und vom 22. September 1959 - VI ZR 168/58 - VersR 1960, 32). - AG Lemgo, 12.09.2006 - 19 C 81/06
Verkehrssicherungspflicht; Kontrolle von Bäumen auf Standsicherheit; …
Der Eigentümer des an einer öffentlichen Straße liegenden Waldgrundstücks ist mit Rücksicht auf den Straßenverkehr verpflichtet, schädliche Einwirkungen auf die Verkehrsteilnehmer durch umstürzende Bäume zu vermeiden, soweit er die Gefahr nach Einsicht eines besonnenen, auf dem Gebiete der Forstwirtschaft fachlich beratenen und gewissenhaften Menschen erkennen konnte (Vergleiche BGH, Urteil vom 30. Oktober 1973, Az: VI ZR 115/72; BGH, Urteile vom 22. September 1959, VI ZR 168/58 = VersR 1960, 32 und vom 21. Januar 1965, III ZR 217/63 = VersR 1965, 475). - BGH, 28.02.1969 - VI ZR 218/67
Verkehrssicherungspflicht eines Grundstückseigentümers für Wasserschäden
D ie S ta d t Hanau bem ängelt m it ih r e r R e v is io n in e r s t e r L in ie , daß das B eru fu n g sg erich t in seinem U r t e il n ic h t g e s a g t h a b e a u f w elche G esetzesbestim m ung der S chadensersatzanspruch der Kläger g e s t ü t z t werde D iese Rüge kann k ein en E r fo lg haben D ie Ent sch e i dungsgründe des an gefo ch ten en U r t e il s la s s e n d e u t lic h e r kennen, daß das B eru fu n g sg erich t d ie S c h a d e n se r sa tz p f l i c h t der b ek la g ten Stadtgem einde aus § 823 BGB h e r l e i t e t , wenn d ie s e Bestimmung auch n ic h t ausdrück l i c h genannt is t D ie se r r e c h tlic h e n B e u r te ilu n g der Anspruchsgrundlage i s t b e i z u tr e te n Hach an erk an nter R echtsprechung i s t jed er d afü r v e r a n tw o r tlic h , daß d ie ihm gehörenden b ew eglich en und u nb ew eglich en Sachen andere t u n lic h s t n ic h t gefährden Im Rahmen d ie s e r a llg em ein en P f l i c h t zur S icherung des V erkehrs h at der Eigentümer e in e s Grundstücks dafür zu so r g e n , daß von seinem Gelände k ein e Gefahren fü r andere aus gehen ( U r t e il des BGH vom 22 September 1959 - VI ZR 168/58 - VRS 17, 326 - VersR I9 6 0, 32) Er muß daher auch s e in e Nachbarn vor den Gefahren sc h ü tz e n , d ie s ic h b ei A ussch ach tu n gsarb eiten au f seinem Grundstück ergeben Eine sc h u ld h a fte V erletzu n g d ie s e r P f l i c h t h a t zur F o lg e , daß der Eigentümer d es Grundstücks nach § 823 BGB v e r p f lic h t e t i s t , den h ie r a u s er wachsenden Schaden zu ersetzen.
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