Rechtsprechung
| OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Verschulden Sorgfaltspflicht
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
UNERLEDIGTE HANDLUNG; VERSCHULDEN; SORGFALTSPFLICHTEN
Verschulden Sorgfaltspflicht - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB §§ 276 823
Sorgfaltsanforderungen bei Erdarbeiten im Bereich von Versorgungsleitungen - Unerledigte Handlung, Verschulden, Sorgfaltspflichten - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Sorgfaltsanforderungen bei Erdarbeiten im Bereich von Versorgungsleitungen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Schadensersatz wegen einer Beschädigung von Fernmeldekabeln bei Erdarbeiten; Pflicht zur besonders sorgfältigen Vergewisserung über den Verlauf der Fernmeldekabel; Mitverschulden wegen Unterschreitung der Regeltiefe bei Kabelverlegung; Fehlen einer bindend ...
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Kabelschäden: Wann haftet der Eigentümer mit? (IBR 1994, 450)
Verfahrensgang
- LG Bonn, 26.03.1993 - 19 O 135/91
- OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Papierfundstellen
- VersR 1995, 1456
- BauR 1995, 122
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (6)
- BGH, 20.04.1971 - VI ZR 232/69
Tiefbauunternehmer - Versorgungsleitung - Bauarbeiten - Bagger - Unterirdisch - …
Auszug aus OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Da ihr bekannt war, daß in dem von ihr zu bearbeitenden Bereich Versorgungsleitungen, insbesondere auch Fernmeldekabel verliefen, hätte sie sich über deren genaue Lage und Tiefe Gewißheit verschaffen müssen (vgl. dazu BGH VersR 1985, 1147; VersR 1983, 152; VersR 1971, 741; OLG Köln VersR 1987, 513). - BGH, 09.07.1985 - VI ZR 118/84
Sorgfaltspflicht von Tiefbauunternehmern; Mitverantwortlichkeit des …
Auszug aus OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Da ihr bekannt war, daß in dem von ihr zu bearbeitenden Bereich Versorgungsleitungen, insbesondere auch Fernmeldekabel verliefen, hätte sie sich über deren genaue Lage und Tiefe Gewißheit verschaffen müssen (vgl. dazu BGH VersR 1985, 1147; VersR 1983, 152; VersR 1971, 741; OLG Köln VersR 1987, 513). - BGH, 09.11.1982 - VI ZR 129/81
Tiefbau: Verkehrssicherungspflichten
Auszug aus OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Da ihr bekannt war, daß in dem von ihr zu bearbeitenden Bereich Versorgungsleitungen, insbesondere auch Fernmeldekabel verliefen, hätte sie sich über deren genaue Lage und Tiefe Gewißheit verschaffen müssen (vgl. dazu BGH VersR 1985, 1147; VersR 1983, 152; VersR 1971, 741; OLG Köln VersR 1987, 513).
- OLG Köln, 20.12.1991 - 19 U 98/91
Tiefbau; Unternehmer; Bauarbeiten; Privatgrundstück; Öffentliche Straße; …
Auszug aus OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Anders kann man den in der Rechtsprechung herausgearbeiteten Sorgfaltsanforderungen nicht gerecht werden (vgl. noch OLG Köln NJW-RR 1992, 983). - BGH, 19.04.1956 - III ZR 26/55
Hypothetischer Ursachenzusammenhang
Auszug aus OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Die dafür aufgewandten Kosten stellen deshalb keinen von der Beklagten zu verantwortenden Schaden dar (vgl. dazu BGHZ 20, 275 f, 280/281). - OLG Köln, 02.10.1985 - 13 U 27/85
Auszug aus OLG Köln, 22.06.1994 - 11 U 134/93
Da ihr bekannt war, daß in dem von ihr zu bearbeitenden Bereich Versorgungsleitungen, insbesondere auch Fernmeldekabel verliefen, hätte sie sich über deren genaue Lage und Tiefe Gewißheit verschaffen müssen (vgl. dazu BGH VersR 1985, 1147; VersR 1983, 152; VersR 1971, 741; OLG Köln VersR 1987, 513).
- OLG Jena, 25.03.1998 - 7 U 1586/97
Haftung eines Bauunternehmers bei Erdarbeiten
Für Tiefbauarbeiten an öffentlichen Straßen ist allgemein anerkannt, daß sich der Unternehmer über die Lage von Versorgungsleitungen Gewißheit verschaffen muß, bevor er mit seinen Arbeiten beginnt, und zwar regelmäßig durch Einsichtnahme in Verlegepläne des Versorgungsunternehmens (BGH NJW 71, 1313 (1314); OLG Köln, NJW-RR 92, 983; VersR 95, 1456; OLG Düsseldorf, VersR 93, 106 (107); OLG Frankfurt, VersR 94, 444 (445)).Da auch ansonsten in den Kabellageplänen die Tiefe eines Stromkabels nicht verzeichnet ist, blieb der Beklagten also nichts anderes übrig, als in dem Bereich, in dem das Stromkabel hätte verlaufen sollen, seine genaue Lage durch Suchschlitze zu orten bzw. sicherzustellen, daß es sich außerhalb des aufzunehmenden Bodens befindet (OLG Köln VersR 95, 1456).
- OLG Koblenz, 13.09.2001 - 5 U 1377/00
Sorgfaltsplichten bei der Herstellung eines Baugrubenverbaus; Bohrung von …
Das lehrte bereits die allgemeine Erfahrung (vgl. OLG Hamm VersR 1998, 70, 71; OLG Köln VersR 1995, 1456). - OLG Nürnberg, 30.04.1996 - 1 U 358/96
Rechtsnatur eines Vertrages über die Gestellung eines Baggers mit Fahrer für eine …
I.1) Wer im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen Erdaushubarbeiten durchführt, muß sich vor Beginn seiner Arbeiten vergewissern, daß er dies gefahrlos tun kann (BGH NJW 1971, 1313, BauR 1983, 95; OLG Köln BauR 1995, 122 ; OLG Frankfurt a.M. BauR 1994, 264, 388;… vgl. ferner Übersichten bei Maurer BauR 1992, 437 ff., und Ingenstau-Korbion, VOB -Korrunentar, 12. Auflage, B § 10 Rdnr. 133 ff).
- OLG Celle, 04.10.2000 - 9 U 90/00
Erkundigungspflichten eines Tiefbauunternehmers; Sicherungspflichten eines …
Nach ständiger Rechtsprechung (vgl. etwa BGH, VersR 1983, 152 f.; OLG Köln, VersR. 1995, 1456; OLG Jena, VersR 1999, 71; OLG Koblenz, r + s 2000, 70) haben Tiefbauunternehmer bei Bauarbeiten an öffentlichen Straßen einer Stadt mit unterirdisch verlegten Versorgungsleitungen zu rechnen, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sich der Gefahren bewusst zu sein, die durch eine Beschädigung von Strom-, Gas-, Wasser- oder Telefonleitungen hervorgerufen werden können. - AG Brandenburg, 24.06.2025 - 30 C 86/22
Schadensersatz bei Stromleitung: Lohnunternehmen muss für Feldhäcksler-Unfall …
Sie sind insbesondere verpflichtet, sich den erforderlichen Grad von Gewissheit über den Verlauf, die Tiefe oder die Höhe der Versorgungsleitungen zu verschaffen (BGH, Urteil vom 13.04.2023, Az.: III ZR 215/21; BGH, Urteil vom 17.12.2009, Az.: VII ZR 172/08; BGH, Urteil vom 20.12.2005, Az.: VI ZR 33/05; BGH, Urteil vom 21.11.1995, Az.: VI ZR 31/95; BGH, Urteil vom 09.07.1985, Az.: VI ZR 118/84; BGH, Urteil vom 09.11.1982, Az.: VI ZR 129/81; BGH, Urteil vom 20.04.1971, Az.: VI ZR 232/69; OLG Köln, Urteil vom 27.12.2017, Az.: I-16 U 56/17; OLG Brandenburg, Urteil vom 05.04.2017, Az.: 4 U 24/16; OLG Naumburg, Urteil vom 25.09.2014, Az.: 2 U 27/14; OLG Köln, Urteil vom 07.05.2014, Az.: 16 U 135/13; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.07.2010, Az.: 13 U 21/08; OLG Saarbrücken, Urteil vom 27.03.2007, Az.: 4 U 437/06 - 142; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 8 U 181/05; OLG Düsseldorf, Urteil vom 24.11.2004, Az.: I-15 U 29/04; OLG Naumburg, Urteil vom 05.02.2004, Az.: 4 U 155/03; OLG Bamberg, Urteil vom 13.03.2002, Az.: 8 U 67/01; OLG Koblenz, Urteil vom 13.09.2001, Az.: 5 U 1377/00; OLG München, Urteil vom 30.01.2001, Az.: 18 U 2172/00; OLG Hamm, Urteil vom 22.09.2000, Az.: 9 U 210/99; OLG Koblenz, Urteil vom 21.09.1999, Az.: 3 U 7/99; OLG Brandenburg, Urteil vom 30.06.1998, Az.: 11 U 195/97; OLG Jena, Urteil vom 25.03.1998, Az.: 7 U 1586/97; OLG Braunschweig, Urteil vom 24.02.1998, Az.: 4 U 32/97; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.1997, Az.: 22 U 261/96; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.03.1997, Az.: 22 U 196/96; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.04.1996, Az.: 1 U 358/96; OLG Hamm, Urteil vom 05.04.1995, Az.: 32 U 162/90; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.02.1995, Az.: 1 U 163/93; OLG Köln, Urteil vom 22.06.1994, Az.: 11 U 134/93; OLG Naumburg, Urteil vom 06.07.1993, Az.: 1 U 70/93; OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 22 U 126/92; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 06.05.1993, Az.: 1 U 120/91; OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.12.1991, Az.: 22 U 134/91; OLG Köln, Urteil vom 20.12.1991, Az.: 19 U 98/91; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 15.09.2016, Az.: 31 O 15/16; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 14.04.2015, Az.: 4 O 20/14; LG Karlsruhe, Urteil vom 04.05.2007, Az.: 10 O 47/07; LG Frankfurt/Main, Urteil vom 11.08.2004, Az.: 2/1 S 31/04; LG Hamburg, Urteil vom 10.09.2003, Az.: 320 S 33/03; LG Trier, Urteil vom 15.04.1999, Az.: 6 O 150/98; LG Duisburg, Urteil vom 26.09.1997, Az.: 24 S 165/97; LG Krefeld, Urteil vom 21.07.1981, Az.: 4 O 182/81; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 20.12.2019, Az.: 31 C 193/18, u.a. in: IBR 2020, 643 = IBRRS 2020, 2975 = BeckRS 2019, 32399, beck-online = "juris"; AG Schwerin, Urteil vom 08.07.2016, Az.: 13 C 379/15; AG Lichtenberg, Urteil vom 06.03.2014, Az.: 16 C 195/13; AG Brandenburg an der Havel…, Urteil vom 23.05.2011, Az.: 34 C 124/10, u.a. in: GWF/Recht und Steuern 2013, Seiten 5 ff. = BeckRS 2011, 13907, beck-online = "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 22.02.2010, Az.: 31 C 137/09; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.09.2009, Az.: 31 C 298/07; AG Walsrode, Urteil vom 08.05.2008, Az.: 7 C 702/07; AG Zittau, Urteil vom 30.11.2004, Az.: 5 C 532/04; AG Gießen, Urteil vom 12.02.2004, Az.: 47 C 2380/03). - OLG Jena, 29.04.1998 - 7 U 1640/97
Ersatz eines Schadens wegen Stromunterbrechung?
Auch wenn dem Kläger grundsätzlich zwar dahingehend Recht zu geben ist, daß bei der Durchführung von Tiefbauarbeiten im Bereich öffentlicher Straßen relativ hohe Anforderungen an die Sorgfaltspflichten des Bauunternehmers zu stellen sind, dieser insbesondere im Zweifel bei unklarem Verlauf etwaiger Stromkabel gehalten ist, die genaue Lage des Kabels durch Suchschlitze und insbesondere auch Handschachtung zu orten, ehe er mit schwerem Gerät arbeitet (vgl. zuletzt die Ausführungen des Senats im Urteil Az.: 7 U 1586/97 vom 25.03.1998; OLG Frankfurt, VersR 94, 440/441 ; OLG Köln, VersR 95, 1456; OLG Köln, NJW-RR 92, 983, 994 jeweils m.w.N. der Rechtsprechung), und darüber hinaus typischerweise nach den Grundsätzen des Beweises des ersten Anscheins (…vgl. Zoller/Greger, ZPO-Kommentar, 20. Auflage, vor § 284 Rn. 29 und 30 a m.w.N.) davon auszugehen ist, daß bei der Beschädigung unterirdischer Kabel anläßlich von Schachtarbeiten, deren Lage vorher nicht hinreichend geklärt, mithin der Schaden schuldhaft verursacht wurde, ist vorliegend infolge der Einvernahme des Zeugen #### ein etwaiger Verschuldensvorwurf gegenüber dem Beklagten nicht nur erschüttert, sondern nach Auffassung des Senats sogar widerlegt.
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