Rechtsprechung
| BGH, 17.05.1965 - III ZR 257/64 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Beweiskraft einer Urkunde - Echtheit einer Urkunde - Echtheit der über der Unterschrift des Erblassers stehenden Schrift auf einer Urkunde - Echtheit des über der Unterschrift des Erblassers stehenden Textes auf einer Urkunde - Nachträgliche Einfügung von Text in eine ...
Papierfundstellen
- WM 1965, 1062
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (4)
- RG, 03.12.1906 - VI 175/06
Beweis durch eine Privaturkunde; Z.P.O. § 440 Abs. 2
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - III ZR 257/64
Deshalb ist das Berufungsgericht weiterhin zutreffend davon ausgegangen, daß nach der hier somit anzuwendenden Regel des § 440 Abs. 2 ZPO es grundsätzlich Sache der Beklagten war, die für den Kläger streitende Vermutung dahin, daß die über der Unterschrift des Erblassers der Beklagten auf den Urkunden stehende Schrift echt sei, d.h. mit dem Willen des Ausstellers dort stehe (vgl. RGZ 64, 406, 407), zu widerlegen.Das zeigt im Grundsatz keinen Rechtsfehler (vgl. RGZ 57, 66, 68; 64, 406; 73, 276, 279).
- RG, 18.02.1904 - VI 172/03
1. Kann ein Bürgschaftsvertrag gültig in der Weise geschlossen werden, daß der …
- BGH, 19.04.1955 - I ZR 246/52
Aufrechnung in der Berufungsinstanz
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - III ZR 257/64
Hier kommt hinzu, daß die Beklagte trotz des Bestreitens des Klägers diese ihre Gegenforderung weder substantiiert, noch im einzelnen unter Beweis gestellt hat, so daß die Zurückweisung der erst in der Berufungsinstanz von der Beklagten erklärten Aufrechnung in jedem Falle rechtlich bedenkenfrei ist (vgl. hierzu auch: BGHZ 17, 124). - RG, 19.04.1910 - VII 69/10
Rechtshängigkeit.; Beweiskraft einer Privaturkunde.
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - III ZR 257/64
Das zeigt im Grundsatz keinen Rechtsfehler (vgl. RGZ 57, 66, 68; 64, 406; 73, 276, 279).
- BGH, 13.04.1988 - VIII ZR 274/87
Beweiswirkung einer Privaturkunde bei bestrittener Echtheit
a) Echt ist eine Privaturkunde im Sinne des 416 ZPO, wenn die Unterschrift dem Namensträger zuzuordnen ist und die über der Unterschrift stehende Schrift vom Aussteller selbst stammt oder mit dessen Willen dort steht (vgl. BGH Urteil vom 17. Mai 1965 - III ZR 257/64 = WM 1965, 1062, 1063; RGZ 64, 406, 407;… Rosenberg/Schwab aaO § 122 III 1;… Baumbach/Hartmann aaO § 440 Anm. 3).Das gilt auch für Blanko-Unterschriften und selbst bei einem Blankettmißbrauch, wie er hier von der Beklagten behauptet worden ist (vgl. BGH Urteile vom 17. Mai 1965 aaO und 17. April 1986 aaO unter II 2 d; RGZ 64, 406, 407/408).
- BGH, 16.12.1999 - IX ZR 36/98
Umfang einer Blankobürgschaft
In einem solchen Falle liegt nicht der Rechtsschein vor, der die Vermutung des § 440 Abs. 2 ZPO begründet (vgl. in diesem Sinne BGH, Urt. v. 17. Juni 1965 - III ZR 257/64, WM 1965, 1062, 1063; BayObLG DNotZ 1985, 220, 222). - BGH, 17.04.1986 - III ZR 215/84
Echtheitsvermutung für den später ergänzten Inhalt eines .....
Es ist allgemein anerkannt, daß in einem solchen Fall der Unterzeichner die Vermutungswirkung des § 440 Abs. 2 ZPO durch den Beweis des Gegenteils (§ 292 ZPO) zu widerlegen hat (Senatsurteil vom 17. Mai 1965 - III ZR 257/64 = WM 1965, 1062, 1063 = DB 1965, 1665; RGZ 57, 66, 68; 64, 406 ff.; 73, 276, 279; OLG München OLGZ 1966, 34; OLG Düsseldorf VersR 1979, 626, 627; OLG Hamm WM 1984, 829;… Stein/Jonas/Schumann/Leipold a.a.O. § 440 Anm. III, § 416 Anm. IV Abs. 2;… Zöller/Stephan a.a.O. § 440 Anm. 3, § 416 Anm. 1;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann a.a.O. § 440 Anm. 3 A, § 416 Anm. 2 B;… Thomas/Putzo a.a.O. § 440 Anm. 2, § 416 Anm. 3 b;… Wieczorek a.a.O. § 440 Anm. A II b 1, § 416 Anm. B II b 1).
- KG, 04.09.2012 - 1 W 154/12
Grundbuchverfahren: Nachträgliche Änderung der notariell beglaubigten …
Rn. 12 Die Vermutungswirkung des § 440 Abs. 2 ZPO entfällt hingegen, wenn und soweit feststeht, dass nach Fertigstellung und Unterzeichnung der Urkunde Einfügungen vorgenommen worden sind (BGH, WM 1965, 1062, 1063). - OLG Karlsruhe, 04.05.1999 - 8 U 153/97 Es ist allgemein anerkannt, daß in einem solchen Fall der Unterzeichner die Vermutungswirkung des § 440 Abs. 2 ZPO durch den Beweis des Gegenteils ( § 292 ZPO ) zu widerlegen hat (BGH WM 1965, 1062, 1063; BGHZ 104, 172, 177 ; BGH NJW-RR 1986, 3086 m.w.N.).
- BGH, 15.11.1979 - III ZR 93/78
Anspruch der Erben auf Rückzahlung eines Darlehens der Erblasserin; Beweiskraft …
Selbst eine Urkunde, die erhebliche äußere Mängel aufweist, muß nicht ganz oder teilweise unecht sein (vgl. Senatsurteile vom 17. Mai 1965 - III ZR 257/64 = WM 1965, 1062 und vom 21. Dezember 1967 - III ZR 6/67 = VersR 1968, 309). - KG, 17.08.2021 - 22 W 45/21
Zwischenverfügung des Registergerichts bezüglich der Anmeldung eines …
Vor allem die Vermutungswirkung des § 440 Abs. 2 ZPO - wonach die über der Unterschrift stehende Schrift die Vermutung der Echtheit in sich trägt - entfällt, wenn und soweit feststeht, dass nach Fertigstellung und Unterzeichnung der Urkunde Einfügungen vorgenommen worden sind (BGH WM 1965, 1062, 1063). - BGH, 12.04.1978 - IV ZR 68/77
Schenkung durch Hingabe eines Schecks - Vollziehung einer Schenkung durch …
Aus der von der Revision erwähnten Entscheidung des Bundesgerichtshofes in WM 1965, 1062 = Betrieb 1965, 1665 läßt sich nichts gegenteiliges herleiten. - BGH, 09.03.1976 - VI ZR 137/74
Anspruch des Klägers auf Schadenersatz in Form der Nutzungsentschädigung …
Wird eine Gegenforderung in der ersten Instanz nur erwähnt, ohne gegenüber der Klageforderung - wenn auch nur hilfsweise - zur Aufrechnung gestellt zu werden, so steht dieser Umstand der Zurückweisung der Aufrechnung nach § 529 Abs. 5 ZPO nicht entgegen (BGH Urt.v. 17. Mai 1965 - III ZR 257/64 - WPM 1965, 1062;… Stein/Jonas/Pohle/Grunsky ZPO 19. Aufl. § 529 V 1 zu FN 69). - BayObLG, 23.11.1984 - BReg. 2 Z 77/84
Nachträgliche Ergänzung einer notariell beglaubigten Erklärung
Vielmehr unterliegt es der freien Beweiswürdigung, ob die Ergänzung mit dem Willen der Person eingefügt worden ist, die die Unterschrift geleistet hatte (vgl. BGH WM 1965, 1062). - OLG Hamm, 11.10.1988 - 7 U 46/88
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