Rechtsprechung
| OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90 - 94/12, Ws 90/12, Ws 91/12, Ws 92/12, Ws 93/12 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Zur Prozessunfähigkeit eines unter querulatorisch-fanatischen, narzisstischen und paranoiden Zügen leidenden Betroffenen
- Oberlandesgericht Bremen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Zur Prozessunfähigkeit eines unter querulatorisch-fanatischen, narzisstischen und paranoiden Zügen leidenden Betroffenen - Strafprozessrecht; Prozessunfähigkeit; Persönlichkeitsstörung; querulatorisch-fanatische Züge; Ausschluss der freien Willensbildung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Der prozessunfähige Querulant
- Generalstaatsanwaltschaft Bremen
, S. 217 (Leitsatz)
StPO § 296
- rechtsportal.de (Leitsatz)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Sonstiges (2)
- google.com (Dokument mit Bezug zur Entscheidung)
Fall Jens Meyer
- google.com (Schriftsatz aus dem Verfahren)
Strafvollstreckungssache gegen Jens Meyer, Gutachten von Prof. Dr. Henning Saß
Verfahrensgang
- LG Bremen, 30.10.2009 - 6 KLs 110 Js 39994/05
- OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90 - 94/12, Ws 90/12, Ws 91/12, Ws 92/12, Ws 93/12
- BGH, 27.04.2016 - 2 ARs 61/16
- LG Göttingen, 15.07.2016 - 2 KLs 17/15
- BGH, 21.02.2017 - 5 StR 583/16
- BGH, 22.03.2017 - 5 StR 583/16
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (8)
- BGH, 19.06.1970 - IV ZR 83/69
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist im …
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Eine wirksame Prozesshandlung scheidet daher aus, wenn der Betroffene bezogen auf die abgegebenen prozessualen Erklärungen im jeweiligen Verfahrensabschnitt aufgrund seiner Erkrankung dauerhaft daran gehindert ist, seine Entscheidungen von vernünftigen Erwägungen abhängig zu machen, seine Willensbetätigung vielmehr auf einer krankhaften Störung der freien Willensbildung durch nicht zu kontrollierende Triebe und Vorstellungen ähnlich einer mechanischen Verknüpfung von Ursache und Wirkung zurückzuführen ist (vgl. BGH, NJW 1970, 1680; BGH, Beschluss vom 14.05.2002, Az.: RiZ (R) 3/00; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 24.04.1997, Az.: L 10 U 3372/96). - BGH, 14.05.2002 - RiZ(R) 3/00
Erinnerung gegen den Kostenansatz für eine richterdienstliche Streitigkeit
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Eine wirksame Prozesshandlung scheidet daher aus, wenn der Betroffene bezogen auf die abgegebenen prozessualen Erklärungen im jeweiligen Verfahrensabschnitt aufgrund seiner Erkrankung dauerhaft daran gehindert ist, seine Entscheidungen von vernünftigen Erwägungen abhängig zu machen, seine Willensbetätigung vielmehr auf einer krankhaften Störung der freien Willensbildung durch nicht zu kontrollierende Triebe und Vorstellungen ähnlich einer mechanischen Verknüpfung von Ursache und Wirkung zurückzuführen ist (vgl. BGH, NJW 1970, 1680; BGH, Beschluss vom 14.05.2002, Az.: RiZ (R) 3/00; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 24.04.1997, Az.: L 10 U 3372/96). - BGH, 03.11.1987 - 5 StR 555/87
Anforderungen an die Verhandlungsunfähigkeit eines Angeklagten - Wirksamkeit …
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Soweit ein dem Vollzug eines strafgerichtlichen Urteils Unterworfener außerhalb einer Hauptverhandlung Erklärungen abgibt, die materielle Wirkungen entfalten können, bedarf es für deren Wirksamkeit dagegen seiner Prozessfähigkeit, die allerdings - ähnlich wie die Verhandlungsfähigkeit - nicht seine volle bürgerlich-rechtliche Geschäftsfähigkeit voraussetzt, sondern strafverfahrensrechtlicher Natur ist (vgl. OLG Hamm, NJW 1973, 1894; s. auch BGH, Beschluss vom 03.11.1987, Az.: 5 StR 555/87).
- LSG Baden-Württemberg, 24.04.1997 - L 10 U 3372/96
Feststellung der Prozeßunfähigkeit von Querulanten im sozialgerichtlichen …
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Eine wirksame Prozesshandlung scheidet daher aus, wenn der Betroffene bezogen auf die abgegebenen prozessualen Erklärungen im jeweiligen Verfahrensabschnitt aufgrund seiner Erkrankung dauerhaft daran gehindert ist, seine Entscheidungen von vernünftigen Erwägungen abhängig zu machen, seine Willensbetätigung vielmehr auf einer krankhaften Störung der freien Willensbildung durch nicht zu kontrollierende Triebe und Vorstellungen ähnlich einer mechanischen Verknüpfung von Ursache und Wirkung zurückzuführen ist (vgl. BGH, NJW 1970, 1680; BGH, Beschluss vom 14.05.2002, Az.: RiZ (R) 3/00; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 24.04.1997, Az.: L 10 U 3372/96). - RG, 06.04.1911 - I 118/11
Zur Begriffsbestimmung der Beförderung von verschlossenen Briefen im Sinne des …
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Wie der Senat in seinem Beschluss vom 28.11.2011 (Az.: Ws 118/11) bereits festgestellt hat, zeugt seine reflexhafte Ablehnung von Richtern davon, dass er sich in einer Art "Wettstreit" u.a. mit dem Hanseatischen Oberlandesgericht wähnt, in dem es ihm alleine darum geht, so lange Ablehnungsgesuche gegen praktisch jeden mit seinen Fällen befassten Richter zu formulieren, bis das Gericht beschlussunfähig ist. - OLG Hamm, 10.01.1973 - 4 Ss 1505/72
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Soweit ein dem Vollzug eines strafgerichtlichen Urteils Unterworfener außerhalb einer Hauptverhandlung Erklärungen abgibt, die materielle Wirkungen entfalten können, bedarf es für deren Wirksamkeit dagegen seiner Prozessfähigkeit, die allerdings - ähnlich wie die Verhandlungsfähigkeit - nicht seine volle bürgerlich-rechtliche Geschäftsfähigkeit voraussetzt, sondern strafverfahrensrechtlicher Natur ist (vgl. OLG Hamm, NJW 1973, 1894; s. auch BGH, Beschluss vom 03.11.1987, Az.: 5 StR 555/87). - RG, 13.04.1912 - I 139/12
Einstellung der Zwangsvollstreckung in der Revisionsinstanz
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Dem Sachverständigen lagen alle Verfahrensakten zu den derzeit anhängigen Verfahren mit einer Vielzahl von von dem Untergebrachten verfassten Schreiben vor (Az.: Ws 56/12 bis Ws 62/12, Ws 90 bis 94/12, Ws 100/12, Ws 131/12, Ws 139/12 bis Ws 141/12, Ws 148/12, Ws 151/12, Ws 156/12 und Ws 157/12). - RG, 02.05.1912 - I 94/12
Können am Einziehungsverfahren Beteiligte, die im Verhandlungstermin als solche …
Auszug aus OLG Bremen, 18.03.2013 - Ws 90/12
Dem Sachverständigen lagen alle Verfahrensakten zu den derzeit anhängigen Verfahren mit einer Vielzahl von von dem Untergebrachten verfassten Schreiben vor (Az.: Ws 56/12 bis Ws 62/12, Ws 90 bis 94/12, Ws 100/12, Ws 131/12, Ws 139/12 bis Ws 141/12, Ws 148/12, Ws 151/12, Ws 156/12 und Ws 157/12).
- OLG Hamburg, 17.09.2012 - 3 Ws 93/12
Pflichtverteidigervergütung: Vergütungsanspruch eines zweiten Pflichtverteidigers
Eine hiergegen gerichtete Beschwerde blieb ohne Erfolg (vgl. Senatsbeschluss vom 9. Mai 2012 - 3 Ws 92/12). - KG, 07.03.2014 - 4 Ws 21/14
Fortdauer der Untersuchungshaft: Dringender Tatverdacht nach erstinstanzlichem …
Die Untersuchungshaft soll nicht nur die Durchführung des Strafverfahrens gewährleisten, sondern auch die Vollstreckung eines auf Freiheitsentziehung lautenden Urteils sicherstellen (vgl. Senat, Beschlüsse vom 24. August 2012 - 4 Ws 90/12 - und 31. März 2006 - 4 Ws 58/06 - Meyer-Goßner/Schmitt, StPO 56. Aufl., vor § 112 Rn. 4). - OLG Oldenburg, 04.12.2013 - 1 Ws 635/13
Widerruf der Bewährung wegen einer in der Zeit zwischen ursprünglichem Ablauf und …
Soweit der Senat mit Beschluss vom 20. September 2007 (1 Ws 513/07 und 1 Ws 514/07) noch die gegenteilige Auffassung vertreten hat, die einen Widerruf zumindest dann für zulässig hält, wenn der Verurteilte zum Zeitpunkt seiner neuerlichen Verfehlung - wie hier - mit einer Verlängerung der Bewährungszeit rechnen musste (so etwa auch OLG Düsseldorf, 3 Ws 50/05; OLG Hamm, 3 Ws 386/09; OLG Rostock, 1 Ws 335/10 [richtig: I Ws 335/10 - d. Red.] - bei juris), hält er hieran nicht fest (so bereits - dort allerdings nicht tragend - Senatsbeschlüsse vom 24. Juli 2009, 1 Ws 404/09, und 27. Februar 2012, 1 Ws 90/12).
- OLG Braunschweig, 09.02.2016 - 1 VAs 7/15
Gewährung von Sozialleistungen durch die Vollzugsbehörde im Rahmen der …
Diese Voraussetzungen erfüllt das am 16. November 2015 eingegangene Schreiben des Antragstellers vom 04. November 2015 schon deshalb nicht, weil aus ihm nicht schlüssig hervorgeht, ob er überhaupt bedürftig ist, was Voraussetzung für die Übernahme der Mietkosten und den Bezug von Taschengeld ist (vgl. OLG Celle…, Beschluss vom 07. Januar 2009 - 1 Ws 547/08, juris Rn. 4; OLG Braunschweig, Beschlüsse vom 23. Juli 2012 - 1 Ws 91/12 und vom 11. September 2015 - 1 VAs 4/15, unveröffentlicht). - OLG Saarbrücken, 14.09.2021 - 4 Ws 149/21
Aussetzung des Strafrests: Anhörung des Sachverständigen und des Verurteilten …
Eine positive Prognose - eine nur neutrale genügt nicht - setzt dabei voraus, dass bei der Gesamtabwägung jedenfalls die nahe liegende Chance einer künftigen Legalbewährung besteht (st. Rspr. des 1. Strafsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts, z.B. Beschlüsse vom 11. April 2012 - 1 Ws 93/12 -, 19. Mai 2015 - 1 Ws 78/15 -, 11. Dezember 2019 - 1 Ws 205/19 - und 6. November 2020 - 1 Ws 188 - 192/20 - vorgenannter Senatsbeschluss;… vgl. auch Fischer, a. a. O., § 57 Rn. 14 m.w.N.). - OLG Dresden, 29.02.2012 - 2 Ws 70/12
Maßregel
Aktenzeichen: 2 Ws 70/12 1 StVK 23/11 LG Zwickau 280 Js 3309/09 StA Zwickau 21 Ws 93/12 GenStA Dresden. - KG, 21.11.2017 - 2 Ws 174/17
Untersuchungshaft: Zuständigkeit des Berufungsgerichts für eine noch nicht …
Rn. 17 Die Untersuchungshaft soll nicht nur die Durchführung des Strafverfahrens gewährleisten, sondern auch die Vollstreckung eines auf Freiheitsentziehung lautenden Urteils sicherstellen (vgl. KG, Beschlüsse vom 24. August 2012 - 4 Ws 90/12 - und 31. März 2006 - 4 Ws 58/06 - Meyer-Goßner/Schmitt, StPO 60. Aufl., vor § 112 Rdn. 4).
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