Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 25.06.2004 - WpÜG 5/03, WpÜG 6/03, WpÜG 8/03 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Justiz Hessen
§ 60 WpÜG, § 59 WpÜG, § 35 Abs 1 WpÜG, § 30 Abs 2 WpÜG, § 29 Abs 2 WpÜG
- Judicialis
- Judicialis
- rws-verlag.de
WpÜG § 30 Abs. 2, §§ 29, 35
Kein acting in concert bei nur tatsächlich gleichgerichtetem Verhalten - rechtsportal.de
WpÜG § 37
Übernahmeangebot zur Sanierung eines Unternehmens - "acting in concert" im sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (9)
- zbb-online.com (Leitsatz)
WpÜG §§ 29, 30, 35
Zu den Anforderungen an ein "acting in concert" als Zurechnungstatbestand nach § 30 Abs. 2 WpÜG und Auslöser für ein Pflichtangebot - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
WpÜG § 29 Abs. 2 § 30 Abs. 2 § 35 Abs. 1 § 59 § 60
Wechselseitige Zurechnung von Stimmrechten - rechtsportal.de (Leitsatz)
WpÜG § 29 Abs. 2 § 30 Abs. 2 § 35 Abs. 1 § 59 § 60
Erwerb eines Unternehmens zur Fortführung der Sanierung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Voraussetzungen für ein Pflichtangebot; Zulässigkeit der Einordnung des gemeinsamen Willens von Aktionären zu Sanierung eines Unternehmens in Fortführung eines bereits vorhandenen Konzepts als 'acting in concert'; Pflicht zur unverzüglichen Veröffentlichung der ...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen für ein Pflichtangebot ; Zulässigkeit der Einordnung des gemeinsamen Willens von Aktionären zu Sanierung eines Unternehmens in Fortführung eines bereits vorhandenen Konzepts als 'acting in concert'; Pflicht zur unverzüglichen Veröffentlichung der ...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen für ein Pflichtangebot ; Zulässigkeit der Einordnung des gemeinsamen Willens von Aktionären zur Sanierung eines Unternehmens in Fortführung eines bereits vorhandenen Konzepts als 'acting in concert'; Pflicht zur unverzüglichen Veröffentlichung der ...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen des "acting in concert"; Gemeinsamer Wille von Aktionären zur Sanierung eines Unternehmens in Fortführung eines bereits vorhandenen Konzepts; Pflicht zur Veröffentlichung der Kontrollerreichung unter Angabe der Höhe des Stammkapitals ; Bieter im Sinne von ...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen des "acting in concert"; Gemeinsamer Wille von Aktionären zur Sanierung eines Unternehmens in Fortführung eines bereits vorhandenen Konzepts; Pflicht zur Veröffentlichung der Kontrollerreichung unter Angabe der Höhe des Stammkapitals ; Bieter im Sinne von ...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen des "acting in concert"; Gemeinsamer Wille von Aktionären zur Sanierung eines Unternehmens in Fortführung eines bereits vorhandenen Konzepts; Pflicht zur Veröffentlichung der Kontrollerreichung unter Angabe der Höhe des Stammkapitals ; Bieter im Sinne von ...
Verfahrensgang
- OLG Frankfurt, 25.08.2003 - WpÜG 5/03
- OLG Frankfurt, 25.08.2003 - WpÜG 8/03
- OLG Frankfurt, 25.06.2004 - WpÜG 5/03, WpÜG 6/03, WpÜG 8/03
Papierfundstellen
- NJW 2004, 3716
- ZIP 2004, 1309
- NZI 2005, 128 (Ls.)
- WM 2004, 1638
- DB 2004, 1718
- NZG 2004, 865
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 16.07.2003 - 6 C 27.02
Ermächtigungsgrundlage, Forderungskauf, gesetzesvertretende Verordnung, …
Auszug aus OLG Frankfurt, 25.06.2004 - WpÜG 5/03
Nach Auffassung des BVerwG (NJW 2003, 2767 ff = DVBL 2004, 59 ff) liegt in der Befugnis, eine nachgesuchte Genehmigung zu erteilen oder zu versagen, zugleich die Grundlage für die Feststellung, ob der Genehmigungstatbestand gegeben ist oder nicht. - OLG Frankfurt, 25.08.2003 - WpÜG 5/03
Anwendung von VwGO -Vorschriften im Verwaltungsbeschwerdeverfahren nach dem WpÜG
Auszug aus OLG Frankfurt, 25.06.2004 - WpÜG 5/03
Der Senat hat die Anträge der Beschwerdeführer auf einstweiligen Rechtsschutz durch seine beiden Beschlüsse vom 25.08.2003 zurückgewiesen (ZIP 2003, 1977 ff = Der Konzern 2003, 836 ff = AG 2004, 36 ff).
- BGH, 13.12.2022 - II ZR 9/21
Übernahme der Postbank durch Deutsche Bank
Rn. 62 (1) Es entspricht der überwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum, dass eine allgemein gehaltene Absprache zur Durchsetzung allgemeiner Ziele eine Zurechnung nicht begründen kann, sondern dass eine konkrete bzw. tatsächliche Einflussnahme beabsichtigt sein muss (OLG Frankfurt, ZIP 2004, 1309, 1312; LG Hamburg, ZIP 2007, 427, 429; Liebscher, ZIP 2002, 1005, 1008; Seibt, ZIP 2004, 1829, 1832 f.; Casper, ZIP 2003, 1469, 1472;… wohl auch Uwe H. Schneider/Favoccia in Assmann/Pötzsch/Uwe H. Schneider, WpÜG, 3. Aufl., § 30 Rn. 173, 176; Pentz, ZIP 2003, 1478, 1481; aA Berger/Filgut, AG 2004, 592, 599 f.; wohl auch von Bülow/Bücker, ZGR 2004, 669, 698;… KK-WpÜG/von Bülow/Schwarz, 3. Aufl., § 30 Rn. 246; vgl. zur Konkretisierung der Einflussnahme im Anwendungsbereich des § 22 Abs. 2 Satz 2 Fall 2 WpHG: BGH…, Urteil vom 25. September 2018 - II ZR 190/17, ZIP 2018, 2214 Rn. 13).Der darin enthaltene Zweck, Umgehungen zu verhindern, rechtfertigt im Hinblick auf die einschneidenden Folgen der Angebotspflicht und die Beeinträchtigung des Rechtsverkehrs keine an eine abstrakt bleibende Einflussmöglichkeit orientierte Auslegung (OLG Frankfurt, ZIP 2004, 1309, 1312; aA Berger/Filgut, AG 2004, 592, 599).
- BGH, 13.12.2022 - II ZR 14/21
Übernahme der Postbank durch Deutsche Bank
Rn. 63 (1) Es entspricht der überwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum, dass eine allgemein gehaltene Absprache zur Durchsetzung allgemeiner Ziele eine Zurechnung nicht begründen kann, sondern dass eine konkrete bzw. tatsächliche Einflussnahme beabsichtigt sein muss (OLG Frankfurt, ZIP 2004, 1309, 1312; LG Hamburg, ZIP 2007, 427, 429; Liebscher, ZIP 2002, 1005, 1008; Seibt, ZIP 2004, 1829, 1832 f.; Casper, ZIP 2003, 1469, 1472;… wohl auch Uwe H. Schneider/Favoccia in Assmann/Pötzsch/Uwe H. Schneider, WpÜG, 3. Aufl., § 30 Rn. 173, 176; Pentz, ZIP 2003, 1478, 1481; aA Berger/Filgut, AG 2004, 592, 599 f.; wohl auch von Bülow/Bücker, ZGR 2004, 669, 698;… KK-WpÜG/von Bülow/Schwarz, 3. Aufl., § 30 Rn. 246; vgl. zur Konkretisierung der Einflussnahme im Anwendungsbereich des § 22 Abs. 2 Satz 2 Fall 2 WpHG: BGH…, Urteil vom 25. September 2018 - II ZR 190/17, ZIP 2018, 2214 Rn. 13).Der darin enthaltene Zweck, Umgehungen zu verhindern, rechtfertigt im Hinblick auf die einschneidenden Folgen der Angebotspflicht und die Beeinträchtigung des Rechtsverkehrs keine an eine abstrakt bleibende Einflussmöglichkeit orientierte Auslegung (OLG Frankfurt, ZIP 2004, 1309, 1312; aA Berger/Filgut, AG 2004, 592, 599).
- BGH, 18.09.2006 - II ZR 137/05
Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden kein "acting in concert" nach dem WpÜG
aa) Das gilt ersichtlich dann, wenn man mit der h.M. in der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur das Vorliegen des Einzelfalls - jedenfalls in erster Linie - formal, d.h. bezogen auf die Häufigkeit des Abstimmungsverhaltens, bestimmt (vgl. OLG Stuttgart ZIP 2004, 2232, 2236 f. - zu § 22 WpHG; OLG Frankfurt ZIP 2004, 1309, 1314;… Diekmann aaO § 30 Rdn. 75, 80;… Kuthe/Brockhaus aaO S. 1266; Lange, ZBB 2004, 22, 27;… Casper aaO S. 1476 - "punktuell";… v. Bülow aaO § 30 Rdn. 137 ff.; v. Bülow/Bücker, ZGR 2004, 700, 714;… Seibt aaO S. 1833;… für die Wahl zum Aufsichtsrat differenzierend: U. H. Schneider in Assmann/Pötzsch/U. H. Schneider aaO § 30 Rdn. 111).
- BGH, 25.09.2018 - II ZR 190/17
Beschlussanfechtungsbefugnis in der Aktiengesellschaft: Zurechnung von …
Nach diesem formalen Verständnis sind als Einzelfall daher alle Abstimmungen zu verstehen, deren Umsetzung nur eine einmalige Handlung der Aktionäre erfordert (OLG Stuttgart, ZIP 2004, 2232, 2236 f.;…v. Bülow in KK-WpHG, 2. Aufl., § 22 Rn. 228 f.; v. Bülow/Stephanblome, ZIP 2008, 1797, 1799;… v. Bülow in Veil, Übernahmerecht in Praxis und Wissenschaft, 2009, S. 137, 144;… Opitz in Schäfer/Hamann, Kapitalmarktgesetze, 2. Aufl., § 22 WpHG Rn. 91a;… Petersen in Spindler/Stilz, AktG, §§ 21-30 WpHG Rn. 57;… Wehowsky in Erbs/Kohlhaas, Strafrechtliche Nebengesetze, § 22 WpHG Rn. 26;… Zimmermann in Fuchs, WpHG, 2. Aufl., § 22 Rn. 103;… Süßmann in Assmann/Schütze, Hdb KapitalanlageR, 4. Aufl., § 14 Rn. 34 f.;… Düchting, Acting in Concert, 2009, S. 256; Kocher, Der Konzern 2010, 162, 166; Zimmermann, ZIP 2009, 57, 58 f.; Pluskat, DB 2009, 383, 385 f.; Schockenhoff/ Wagner, NZG 2008, 361, 364; Gätsch/Schäfer, NZG 2008, 846, 850; Drinkuth, ZIP 2008, 676, 679; Diekmann, DStR 2007, 445, 447; Gesell in FSMaier-Reimer, S. 123, 136 ff.; Kocher, BB 2006, 2436; Saenger/Kessler, ZIP 2006, 837, 839 ff.; Schumann/Schockenhoff, ZGR 2005, 568, 588 f.; Liebscher, ZIP 2002, 1005, 1008; zu § 30 Abs. 2 Satz 2 WpÜG: OLG Frankfurt am Main, ZIP 2004, 1309, 1314; LG Hamburg, ZIP 2007, 427, 429;… v. Bülow in KK-WpÜG, 2. Aufl., § 30 Rn. 234 ff.;… Diekmann in Baums/Thoma, WpÜG, 12. Lfg., § 30 Rn. 75 f., 80;… Noack/Zetzsche in Schwark/Zimmer, Kapitalmarktrechts-Kommentar, 4. Aufl., § 30 WpÜG Rn. 46;… Steinmeyer in Steinmeyer, WpÜG, 3. Aufl., § 30 Rn. 60;… Süßmann in Angerer/Geibel/Süßmann, WpÜG, 3. Aufl., § 30 Rn. 32;… Drinkuth in Marsch-Barner/Schäfer, Hdb börsennotierte AG, 4. Aufl., Rn. 60.211;… Rothenfußer in Paschos/Fleischer, Hdb ÜbernahmeR, 2017, § 11 Rn. 342;… v. Bülow, FS Uwe H. Schneider, 2011, S. 141, 150 f.;… Krause in FS Uwe H. Schneider, 2011, S. 669, 697 ff.; Kuthe/Brockhaus, DB 2005, 1266; Lange, ZBB 2004, 22, 27; v. Bülow/Bücker, ZGR 2004, 669, 700, 714; Seibt, ZIP 2004, 1829, 1833; Weiler/Meyer, NZG 2003, 909, 910; Casper, ZIP 2003, 1469, 1476). - OLG Stuttgart, 10.11.2004 - 20 U 16/03
Anfechtungsklage gegen Aufsichtsratswahlbeschlüsse einer Aktiengesellschaft: …
Wie die gesetzliche Ausnahme zeigt, ist eine Nachhaltigkeit und Beständigkeit der Einflussnahme erforderlich (OLG Frankfurt NZG 2004, 865).Die Vereinbarung der Wahl eines oder mehrerer Aufsichtsratsmitglieder genügt dazu nicht (OLG Frankfurt NZG 2004, 865;… Schneider in Assmann/Schneider, WpHG, 3. Aufl., § 22 Rn. 165; Weiler/Meyer NZG 2003, 909, 910; aA Casper ZIP 2003, 1469, 1476).
Dass handelnde Personen miteinander bekannt sind, begründet keine Vermutung (OLG Frankfurt NZG 2004, 865).
Ebenso wenig wie die gleichzeitige Übernahme von Aktien (OLG Frankfurt NZG 2004, 865) hat der Aktienerwerb durch eine Holdinggesellschaft, an der mehrere Personen beteiligt sind, zwingend eine Absprache im Hinblick auf das Verhalten in dieser Gesellschaft zur Folge.
- OLG München, 27.04.2005 - 7 U 2792/04
Wahlen des Aufsichtsrates unter Vorabstimmung nach Übernahme
Letzteres nimmt Liebscher an, wenn die Beteiligten ihr Verhalten auf der Grundlage eines bewusst und gewollt hergestellten geistigen Kontakts mit dem Ziel der Durchsetzung hinreichend gewichtiger Ziele in Bezug auf die Zielgesellschaft koordinieren, und zwar in einer beständigen und nachhaltigen Form (…a.a.O., S. 1008; ihm folgend OLG Frankfurt a. M., Beschl. v. 25.06.2004, ZIP 2004, 1309, 1312, und OLG Stuttgart, Urt. v. 10.11.2004, ZIP 2004, 2232, 2237). - OLG Stuttgart, 17.05.2017 - 20 U 1/16
Hauptversammlungsbeschluss einer börsennotierten Gesellschaft im Generalstandard: …
Die bloße Vereinbarung der Wahl eines oder mehrerer Aufsichtsratmitglieder genügt dafür nicht (OLG Stuttgart, U. v. 10.11.2004, 20 U 16/03; OLG Frankfurt NZG 2004, 865). - OLG München, 17.02.2005 - 23 W 2406/04
Offensichtliche Unbegründetheit der Klage gegen einen Verschmelzungsbeschluss
- OLG Frankfurt, 13.01.2011 - 21 W 16/11
Zu den Voraussetzungen für die Bestellung eines Sonderprüfers nach § 142 Abs. 2 …
Ein über den Einzelfall hinausgehendes abgestimmtes Verhalten in Form einer bindenden Absprache oder der Überlassung einer Stimmführerschaft (vgl. dazu OLG Frankfurt, NJW 2004, 3716, 3718 f.) ist von der Antragsgegnerin nicht überzeugend aufgezeigt worden, zumal sie bei den vorangegangenen Abstimmungen - etwa über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat - ebenfalls ein Ruhen der Stimmrechte nach § 28 WpHG wegen Verstoßes gegen die sich aus § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG iVm § 22 Abs. 2 WpHG ergebende Meldepflicht nicht geltend gemacht hat. - LG Hamburg, 16.10.2006 - 412 O 102/04
Erlangen der Kontrolle über die Zielgesellschaft im Rahmen eines …
Aufgrund der gravierenden Rechtsfolge der Norm, im Falle des Kontrollwechsels ein Kaufangebot an die verbleibenden Aktionäre zu unterbreiten (§§ 29 Abs. 2, 35 Abs. 2 WpÜG), um ihnen die Möglichkeit zum Ausstieg zu geben, bedarf die Norm aber einer restriktiven Auslegung ( OLG Frankfurt , ZIP 2004, 1309, 1312; Markwardt , ZIP 2003, 1492).
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