Rechtsprechung
| OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07 |
Zitiervorschläge
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Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Hamburg, 09.03.2007 - 332 O 271/06
- OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
- BGH, 20.10.2008 - II ZR 211/07
- BGH, 05.12.2008 - II ZR 211/07
Papierfundstellen
- ZIP 2007, 2318
- NZI 2008, 43
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (7)
- LAG Köln, 26.07.2006 - 8 Sa 1660/05
Insolvenz, Verschleppung, Haftung Geschäftsführer, Schaden
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung behandelt den Gläubiger derartiger Einzelansprüche als Neugläubiger, vgl. Hessisches Landesarbeitsgericht, MDR 2001, 350 f.; Landesarbeitsgericht Köln vom 26.07.2006, 8 Sa 1660/05; Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 27.05.2004, 6 Sa 2117/03; Landesarbeitsgericht Brandenburg vom 18.03.2005, 5 Sa 723/04. - LAG Brandenburg, 18.03.2005 - 5 Sa 723/04
Haftung des Geschäftsführers einer insolventen GmbH
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung behandelt den Gläubiger derartiger Einzelansprüche als Neugläubiger, vgl. Hessisches Landesarbeitsgericht, MDR 2001, 350 f.; Landesarbeitsgericht Köln vom 26.07.2006, 8 Sa 1660/05; Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 27.05.2004, 6 Sa 2117/03; Landesarbeitsgericht Brandenburg vom 18.03.2005, 5 Sa 723/04. - LAG Rheinland-Pfalz, 27.05.2004 - 6 Sa 2117/03
Verspäteter Insolvenzantrag
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung behandelt den Gläubiger derartiger Einzelansprüche als Neugläubiger, vgl. Hessisches Landesarbeitsgericht, MDR 2001, 350 f.; Landesarbeitsgericht Köln vom 26.07.2006, 8 Sa 1660/05; Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 27.05.2004, 6 Sa 2117/03; Landesarbeitsgericht Brandenburg vom 18.03.2005, 5 Sa 723/04.
- BGH, 07.11.1994 - II ZR 108/93
Persönliche Haftung des GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer wegen …
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Die Privilegierung des Neugläubigers wird damit begründet, dass mit der in § 130a HGB angeordneten Insolvenzantragspflicht auch der Zweck verfolgt wird, ein Unternehmen mit beschränktem Haftungsfonds vom Geschäftsverkehr auszuschließen und dadurch schon präventiv zu verhindern, dass Dritte in ihren Vermögensinteressen dadurch gefährdet werden oder Schaden erleiden, dass sie mit einer insolvenzreifen Gesellschaft noch in Vertragsbeziehungen treten, vgl. zu § 64 Abs. 1 GmbHG BGH NJW 1995, 398, zitiert nach juris, dort Rz. 10, BGHZ 126, 199, zitiert nach juris Rz. 25 und 31. Die Gläubiger werden in ihrem Vertrauen geschützt, dass die ihnen im Rechtsverkehr entgegengetretene GmbH oder GmbH & Co. KG im Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch nicht insolvenzreif ist, es handelt sich um eine Vertrauenshaftung, bei der der Vertrauensschaden ersetzt wird, vgl. BGHZ 126, 199, zitiert nach juris Rz. 35. Maßgeblich für die Einordnung als Alt- oder Neugläubiger ist deshalb der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, vgl. Meyke, die Haftung des GmbH-Geschäftsführers, RWS-Skript 290, 2. - OLG Celle, 05.12.2001 - 9 U 204/01
Begriff der Überschuldung; Berücksichtigung des Firmenwerts, und eines …
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Aufl., Rdnr. 323; anderer Ansicht OLG Celle, NZG 2002, 730, 732. Bei Dauerschuldverhältnissen, die vor Insolvenzreife eingegangen werden, kann nichts anderes gelten. - LG Hamburg, 09.03.2007 - 332 O 271/06
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 09.03.2007 (Gesch.-Nr. 332 O 271/06) wird auf seine Kosten zurückgewiesen. - LG Mainz, 13.01.1998 - 6 S 103/97
Gesellschaftsrecht; Haftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Verletzung der …
Auszug aus OLG Hamburg, 31.07.2007 - 14 U 71/07
Auch hier wird geschütztes Vertrauen vor Insolvenzreife betätigt (im Ergebnis ebenso Landgericht Mainz, NJW-RR 1998, 473;… Meyke a.a.O.).
- BGH, 20.10.2008 - II ZR 211/07
Zum Schutzzweck der Insolvenzverschleppungshaftung
Für den vorliegenden Rechtsstreit nicht entscheidungserheblich ist die von dem Berufungsgericht (ZIP 2007, 2318) für klärungsbedürftig erachtete Rechtsfrage, ob der Arbeitnehmer einer GmbH oder einer GmbH & Co. KG i.S. des § 130 a Abs. 1 Satz 1 HGB, der nach Eintritt ihrer Insolvenzreife Einzelansprüche aus dem vor deren Eintritt begründeten Arbeitsverhältnis erwirbt, als Alt- oder als Neugläubiger i.S. der Rechtsprechung des erkennenden Senats zum Schadensersatz wegen Insolvenzverschleppung gemäß §§ 823 Abs. 2 BGB, 64 Abs. 1 GmbHG, 130 a Abs. 1 HGB zu qualifizieren ist (vgl. dazu BGHZ 126, 181 ; 164, 50, 60 ; 171, 46, 51 f. Tz. 13;… Sen. Urt. v. 12. März 2007 - II ZR 315/05, ZIP 2007, 1060, 1062 Tz. 16). - OLG Stuttgart, 11.10.2012 - 13 U 49/12
Insolvenzverschleppung: Aktivlegitimation eines neuen Vermieters für …
Entscheidend für die Einordnung ist, ob der Gläubiger seine Leistung nach Eintritt der Insolvenzreife noch hätte zurückhalten können (durch Kündigung, aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Lösungsklausel, Zurückbehaltungsrecht etc.), wenn sich der Geschäftsführer ordnungsgemäß verhalten hätte (…Baumbach/Hueck/Haas, GmbHG, 19. Aufl., § 64 Rn. 131; LAG Köln, Urteil vom 26.07.2006, 8 Sa 1660/05; OLG Hamburg, Urteil vom 31.07.2007 - 14 U 71/07).
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