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Rechtsprechung
   BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2008,983
BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07 (https://dejure.org/2008,983)
BGH, Entscheidung vom 26.06.2008 - III ZR 118/07 (https://dejure.org/2008,983)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 2008 - III ZR 118/07 (https://dejure.org/2008,983)
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Volltextveröffentlichungen (15)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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  • lexetius.com

    BGB § 839

  • openjur.de

Besprechungen u.ä. (2)

  • bethgeundpartner.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Amtshaftung: Ist anspruchsberechtigter "Dritter" nur der Bauantragsteller?

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Rechtswidrige Ablehnung eines Bauantrags: Nur Antragsteller ist Dritter im Sinne von § 839 BGB! (IBR 2008, 538)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZIP 2008, 1480
  • MDR 2008, 1215
  • NVwZ-RR 2008, 670
  • VersR 2009, 681
  • DÖV 2009, 92
  • BauR 2008, 1498
  • BauR 2008, 1866
  • ZfBR 2008, 677
 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (5)

  • BGH, 18.05.2000 - III ZR 180/99

    Amtspflichtverletzung durch Anklageerhebung

    Auszug aus BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07
    Wegen der hier aus den vorgenannten Gründen fehlenden Drittbezogenheit besteht auch keine Vergleichbarkeit mit dem Senatsurteil vom 18. Mai 2000 (III ZR 180/99 = NJW 2000, 2672, 2675), wo ebenfalls eine unmittelbare Amtspflicht gegenüber der dort geschädigten GmbH verletzt worden war.
  • BGH, 08.10.1992 - III ZR 220/90

    Amtshaftung der Gemeinde bei gesetzwidriger Ablehnung eines Bauantrages - …

    Auszug aus BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07
    Insbesondere ist der vorliegende Fall nicht mit demjenigen vergleichbar, der dem Senatsurteil BGHZ 119, 365, 368 zugrunde gelegen hatte: Dort hat der Senat als geschützten "Dritten" die Alleingesellschafterin einer antragstellenden Bauherrengemeinschaft angesehen, nachdem das Bauherrenmodell durch ein Erwerbermodell ersetzt und die Verhandlungen über die Erteilung der Baugenehmigung ausschließlich von der Alleingesellschafterin geführt worden waren.
  • BGH, 29.07.1999 - III ZR 234/97

    Amtspflichtverletzung bei Aufstellung von Bebauungsplänen

    Auszug aus BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07
    Das Berufungsgericht hat einen derartigen Anspruch unter den auch im Geltungsbereich jenes Gesetzes zu beachtenden Schutzzweckgesichtspunkten zu Recht mit der Erwägung verneint, dass er nicht weiter gehen würde als ein konkurrierender Amtshaftungsanspruch (vgl. in diesem Sinne bereits Senatsurteil BGHZ 142, 259, 271 f m.w.N.).
  • BGH, 23.03.1995 - III ZR 80/93

    Direktanspruch des Alleingesellschafters einer GmbH wegen Amtshaftung

    Auszug aus BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07
    In seinem Urteil vom 23. März 1995 (III ZR 80/93 = BGHR BGB § 249 Schaden 8 = NJW-RR 1995, 864 f) hat der Senat entschieden, dass der einer GmbH entstandene Schaden unter bestimmten Umständen als Eigenschaden des Alleingesellschafters zu bewerten sei, sofern die Einmanngesellschaft für die schadensrechtliche Beurteilung als ein in besonderer Form verwalteter Teil des dem Alleingesellschafter gehörenden Vermögens erscheine.
  • BGH, 24.02.1994 - III ZR 6/93

    Drittbezogenheit von Amtspflichten im Baugenehmigungsverfahren; Ansprüche des …

    Auszug aus BGH, 26.06.2008 - III ZR 118/07
    Hat nicht der Grundeigentümer selbst (hier: die Klägerin), sondern eine andere Person (hier: der Geschäftsführer persönlich) den Antrag gestellt, so ist der Eigentümer dementsprechend grundsätzlich nicht "Dritter"; sogar wenn er im verwaltungsgerichtlichen Verfahren beigeladen wird (Senatsurteil vom 24. Februar 1994 - III ZR 6/93 = NJW 1994, 2091, 2092, 2093 mit zahlreichen weiteren Nachweisen;… Staudinger/Wurm, BGB [Neubearbeitung 2007] § 839 Rn. 576).
  • BGH, 26.04.2018 - III ZR 367/16

    Amtshaftung: Falschauskunft gegenüber dem Vertragspartner des von einer …

    Rn. 44 b) Die Grundsätze der Drittschadensliquidation finden auf die vorliegende Fallgestaltung keine Anwendung, ohne dass es auf die Frage ankommt, ob diese im Bereich der Amtshaftung überhaupt in Betracht zu ziehen sind (vgl. hierzu Senatsurteile vom 15. November 1984 - III ZR 70/83, BGHZ 93, 87, 95 f und vom 6. Juni 1991 - III ZR 221/90, NJW 1991, 2696, 2697; Senatsbeschlüsse vom 29. Februar 1996 - III ZR 4/95, NJW-RR 1996, 724 und vom 26. Juni 2008 - III ZR 118/07, NVwZ-RR 2008, 670, 671, Rn. 9).
  • BGH, 14.08.2025 - III ZR 125/24

    Bauantrag zu Unrecht abgelehnt: Schadensersatz wegen entgangener Mieteinnahmen!

    Nicht zu folgen sei einer sich möglicherweise aus dem - allerdings einen anders gelagerten Sachverhalt betreffenden, nicht veröffentlichten - Urteil des Oberlandesgerichts Dresden vom 5. Juli 2019 und aus dem Beschluss des hier erkennenden Senats vom 26. Juni 2008 (III ZR 118/07, NVwZ-RR 2008, 670) ergebenden Deutung, dass die Drittbezogenheit der verletzten Amtspflicht zu verneinen sei, wenn der unbeteiligte Eigentümer das Baugenehmigungsverfahren ohne Weiteres selbst hätte betreiben können.

    Denn dort ist ausdrücklich ausgeführt, dass die Revision unter dem Gesichtspunkt der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung im Hinblick auf den Senatsbeschluss vom 26. Juni 2008 (aaO) und das Urteil des Oberlandesgerichts Dresden vom 5. Juli 2019 zugelassen wird.

    Dringt also ein anderer mit einem Baugesuch nicht durch, ist der mittelbar am Ausgang des Genehmigungsverfahrens interessierte, aber daran formell unbeteiligte und nicht gemäß § 42 Abs. 2 VwGO klagebefugte Grundstückseigentümer regelmäßig kein geschützter "Dritter" im Sinne des § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB (…vgl. Senat, Urteile vom 24. Februar 1994, aaO und vom 10. März 1994 - III ZR 9/93, BGHZ 125, 258, 268; Beschluss vom 26. Juni 2008, aaO Rn. 6).

    Rn. 26 Dieser Beurteilung steht der Senatsbeschluss vom 26. Juni 2008 (aaO) nicht entgegen.

  • OLG Düsseldorf, 20.03.2013 - 18 U 162/12

    Amtspflichtverletzung durch Negieren des Bestehens eines Bestandsschutzes durch …

    Sonstigen am Ausgang des Baugenehmigungsverfahrens interessierten Personen gegenüber kommt der Versagung der hier in Rede stehenden Nutzungsänderungsgenehmigung keine materielle Bestandskraft im Sinne einer Feststellungswirkung zu (vgl. zuletzt BGH ZfR 2012, 251; BGH ZIP 2008, 1480; BGH NJW-RR 1996, 724; BGH NJW 1994, 2091; BGH WM 1993, 1180; BGH NJW 1991, 2696).

    Letztendlich kann diese Frage jedoch dahinstehen, weil im Baugenehmigungsverfahren eine nicht offen gelegte Bevollmächtigung nicht dazu führt, dass (auch) der Vollmachtgeber Antragsteller ist (vgl. BGH ZIP 2008, 1480; BGH NJW 1991, 2696).

    Diesen Ausnahmefällen ist - wie der Bundesgerichtshof wiederholt ausgeführt hat - gemeinsam, dass die formell nicht beteiligte Person der eigentliche Träger des Interesses an der Verwirklichung des konkreten Vorhabens gewesen ist (vgl. BGH ZIP 2008, 1480; BGH NJW-RR 1996, 724; BGH NJW 1994, 2091).

  • OLG Brandenburg, 16.05.2023 - 2 U 37/22

    Schadensersatzanspruch wegen verspäteter Erteilung der Baugenehmigung; Erstattung …

    Diese Amtspflicht besteht prinzipiell nur gegenüber dem Antragsteller, allein er ist deshalb regelmäßig durch § 839 BGB geschützter "Dritter" (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2008 - III ZR 118/07 -, NVwZ-RR 2008, 670 = MDR 2008, 1215; BGH…, Urteil vom 24. Februar 1994 - III ZR 6/93 -, NJW 1994, 2091 = MDR 1994, 555, Rdnr. 13; Staudinger/Wöstmann (2013) § 839 BGB Rdnr. 575; Rönsberg/Krafft ebd.
  • VG Regensburg, 19.01.2009 - RO 8 K 08.651

    Wasserrechtliche Gestattung

    Deshalb muss er die mit der Verselbständigung der Rechtspersönlichkeiten als natürliche Person einerseits und der Unternehmerin als Kommanditgesellschaft andererseits verbundenen Konsequenzen hinnehmen (BGH vom 26.06.2008 III ZR 118.07 BayVBl. 2008, S. 735), auch wenn er ­ irrig ­ meint, dass zwei Buchstaben im Rechtsverkehr keinen Unterschied machen dürften.
  • OLG Brandenburg, 16.03.2021 - 2 W 2/21

    Gesellschafter nicht anspruchsberechtigt

    Entsprechend setzt ein Amtshaftungsanspruch die Verletzung einer dem Gesellschafter gegenüber bestehenden Amtspflicht voraus, wenn auch zu der in diesem Fall auszugleichenden Schäden derjenige gehört, der daraus der Gesellschaft als seinem "Sondervermögen" entstanden ist (vgl. BGH…, Urteil vom 18. Mai 2000 - III ZR 180/99 -, NJW 2000, 2672, Rdnr. 30 bei juris; Urteil vom 26. Juni 2008 - III ZR 118/07 -, MDR 2008, 1215, Rdnr. 8 bei juris; OLG Hamburg…, Urteil vom 30. September 2005 - 1 U 204/04 -, OLGR Hamburg 2006, 84, Rdnr. 32 ff bei juris).
  • OLG Jena, 02.09.2024 - 3 U 871/22
    Rn. 34 Allerdings könnte der Beschluss des BGH vom 26.08.2008 betreffend die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde (Az. III ZR 118/07, zitiert nach juris) dahin gedeutet werden, dass eine Drittbezogenheit der verletzten Amtspflicht allein deshalb ausscheidet, weil der eigentliche Träger des Interesses an der Verwirklichung des Vorhabens das verwaltungsrechtliche Genehmigungsverfahren ohne weiteres selbst hätte betreiben können, anstatt das einem anderen zu überlassen (…so wohl auch OLG Dresden, a.a.O.).
  • OLG Brandenburg, 24.01.2019 - 2 W 6/18

    Umfang des Schadensersatzes wegen rechtswidriger Erteilung einer …

    Dementsprechend fehlt dann, wenn ein Geschädigter nicht zum Kreis der geschützten "Dritten" zählt, eine innere Rechtfertigung dafür, ihm über den Umweg der Drittschadensliquidation letztlich doch einen Ersatzanspruch zuzuerkennen (BGH NVwZ-RR 2008, 670;… Staudinger-Wöstmann, Neubearbeitung 2013, zu $ 839, Rn. 237; Hagen, Die Drittschadensliquidation im Wandel der Rechtsdogmatik, 1971, 230).
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