Rechtsprechung
| BVerwG, 08.11.1962 - VIII C 171.60 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.07.1960 - II A 686/59
- BVerwG, 08.11.1962 - VIII C 171.60
Papierfundstellen
- ZLA 1963, 207
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 21.12.1961 - VIII C 483.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 08.11.1962 - VIII C 171.60
Nur dann, wenn auch diese Voraussetzung erfüllt ist, kann von einem schweren Gewissenskonflikt die Rede sein, der nach § 3 Abs. 1 Satz 3 BVFG den Charakter einer besonderen Zwangslage hat (vgl. das Urteil vom 21. Dezember 1961 - BVerwG VIII C 483.59 -). - BVerwG, 18.10.1962 - VIII C 30.60
Besondere Zwangslage der Eltern bei Behinderung der Schulausbildung ihrer Kinder …
Auszug aus BVerwG, 08.11.1962 - VIII C 171.60
Zwar kann für einen Bewohner der sowjetischen Besatzungszone die Aufforderung, seine Kinder an der sogenannten Jugendweihe teilnehmen zu lassen, bei entsprechender Lage des Einzelfalles durchaus ein unzumutbares Ansinnen darstellen, so daß es billigerweise von ihm nicht erwartet werden könnte, daß er sich ihr fügt (vgl. das Urteil vom 18. Oktober 1962 - BVerwG VIII C 30.60 -).
- BVerwG, 16.01.1964 - VIII C 74.62
Anforderungen an die Anerkennung als Sowjetzonenflüchtling
Die Begriffsbestimmung des schweren Gewissenskonfliktes durch das Berufungsgericht, stimmt zwar nicht wörtlich, aber doch sinngemäß mit derjenigen überein, von der der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung ausgegangen ist (vgl. u.a. dieUrteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 169.59 -, DÖV 1961 S. 386 = ROW 1961 S. 117 = ZLA 1961 S. 155, vom 28. April 1961 - BVerwG VIII C 273.59 -, ROW 1962 S. 35 = ZLA 1961 S. 284, undvom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, ROW 1963 S. 258 = ZLA 1963-S. 207).Als schwer ist ein Gewissenskonflikt ferner nur dann zu bewerten, wenn der Betroffene vor der Alternative stand, entweder sich dem sein Gewissen belastenden Ansinnen fügen oder im Ablehnungsfalle unzumutbare Nachteile auf sich nehmen zu müssen (Urteile von7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 386.59 - undvom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, a.a.O.).
- BVerwG, 29.04.1970 - VIII C 79.66
Zwangslage i.S.v. § 3 Abs. 1 Satz 1 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) durch die …
Schließlich haben die durch die Errichtung der Sperrmauer gekennzeichneten politischen Verhältnisse bei der Klägerin auch keinen "schweren Gewissenskonflikt" im Sinne der zu § 3 Abs. 1 Satz 3 BVFG entwickelten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts hervorgerufen (vgl. hierzu die Urteile vom 21. Dezember 1961 - BVerwG VIII C 483.59 - vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 - [ROW 1963, 258 = ZLA 1963, 207]; vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 - [ROW 1964, 171] …sowie vom 24. März 1966 - BVerwG VIII C 369.63 - [Buchholz a.a.O. Nr. 44 = ZLA 1967, 78]). - BVerwG, 09.07.1969 - VIII C 53.66
Anerkennung als Flüchtling - Ausstellung eines Vertriebenenausweises - …
Ein schwerer Gewissenskonflikt im Sinne von § 3 Abs. 1 Satz 3 BVFG setzt nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Gerichts voraus (vgl. u.a. insbesondere die Urteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 169.59 -, DÖV 1961, 386 = ROW 1961, 117 = ZLA 1961, 155, und - BVerwG VIII C 386.59 - vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, ZLA 1963, 207, sowie vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 -, ROW 1964, 171), daß dem Betroffenen ein mit seinem Gewissen unvereinbares Verhalten angesonnen wird derart, daß ihm bei Nichtbefolgung des die Gewissensbelastung auslösenden Verhaltens ein Nachteil droht oder der Eintritt eines solchen von ihm verständlicherweise befürchtet wird, der von einem solchen Gewicht ist, daß es ihm bei Berücksichtigung aller Umstände seines Falles und gemessen an der Lage, in der die Bevölkerung Mitteldeutschlands sich allgemein befindet, nicht zuzumuten war, sich damit abzufinden.
- BVerwG, 09.07.1969 - VIII C 94.66
Voraussetzungen der Anerkennung als Sowjetzonenflüchtling - Vorliegen einer …
Ein solcher setzt nämlich nach der Rechtsprechung des erkennenden Gerichts (vgl. u.a. insbesondere dieUrteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 169.59 -, DÖV 1961, 386 = ROW 1961, 117 = ZLA 1961, 155, und - BVerwG VIII C 386.59 -;vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, ZLA 1963, 207, undvom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 -, ROW 1964, 171) in rechtlicher Beziehung voraus, daß dem Betroffenen ein mit seinem Gewissen unvereinbares Verhalten angesonnen wird derart, daß ihm bei Nichtbefolgung des die Gewissensbelastung auslösenden Verhaltens ein Nachteil droht oder der Eintritt eines solchen von ihm verständlicherweise befürchtet wird, der von einem solchen Gewicht ist, daß es ihm bei Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und gemessen an der Lage, in der die Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone sich allgemein befindet, nicht zuzumuten war, sich damit abzufinden. - BVerwG, 12.09.1963 - VIII C 8.62
Anspruch eines Flüchtlings der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) auf Erteilung …
Gerichts u.a. voraussetzt, es müsse auf den Betroffenen ein Druck ausgeübt worden sein in dem Sinne, daß ihm für den Fall der Nichtbefolgung des eine Gewissensbelastung auslösenden Ansinnens ein tatsächlicher oder vermeintlicher Nachteil von einem solchen Gewicht drohte, daß es ihm unter Berücksichtigung aller Umstände seines Falles und gemessen an der Lage, in der die Bevölkerung Mitteldeutschlands sich in ihrer Gesamtheit befindet, nicht zugemutet werden konnte, sich mit dem drohenden Übel abzufinden(Urteil vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, ROW 1963 S. 258 = ZLA 1963 S. 207). - BVerwG, 28.09.1971 - VIII B 1.71 Er ist schwer, wenn dem Betroffenen Nachteile drohen oder, wenn er Nachteile zu befürchten hat, die so schwer sind, daß ihm nicht zuzumuten ist, sich mit ihnen abzufinden, er sich mithin in einer ausweglosen Lage befindet (Urteile vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 - [ZLA 1963, 207]; vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 - [ROW 1964, 171] und vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 95.61 - [ZLA 1964, 252]).
- BVerwG, 20.10.1965 - VIII C 72.64
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Dahin hat das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung entschieden (vgl. insbesondere die Urteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 386.59 - und - BVerwG VIII C 136.59 -, JR 1962 S. 37 = ZLA 1961 S. 267; ferner das Urteil vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, ZLA 1963 S. 207). - BVerwG, 28.01.1965 - VIII C 242.63
Rechtsmittel
Die Frage, ob ein bestimmtes Verhalten für den Geflüchteten eine schwere Gewissensbelastung herbeigeführt haben würde, kann dabei nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Gerichts (vgl. die Urteile vom 28. April 1961 - BVerwG VIII C 273.59 -, ROW 1962 S. 35 = ZLA 1961 S. 284, und vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 -, DVBl. 1965 S. 55 = ROW 1963 S. 258 = ZLA 1963 S. 207) nur entschieden werden auf Grund einer Würdigung sowohl des Gewichts und der Art des zugemuteten Verhaltens als auch der Gesamtpersönlichkeit des Betroffenen, wobei sein sonstiges Verhalten in ähnlichen Lebenslagen nicht unberücksichtigt bleiben darf. - BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 54.61
Rechtsmittel
Zu den Anforderungen, die an die Erfüllung des Tatbestandes eines schweren Gewissenskonfliktes im Sinne dieser Vorschrift zu stellen sind, hat das Bundesverwaltungsgericht wiederholt Stellung genommen (vgl. die Urteile vom 7. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 169.59 -, DÖV 1961 S. 386 = ROW 1961 S. 117 = ZLA 1961 S. 155, und vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 - ROW 1963 S. 258 = ZLA 1963 S. 207). - BVerwG, 31.03.1971 - VIII B 29.70
Voraussetzungen der Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde - Beruhen einer …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Begriff des "schweren Gewissenskonflikts" im Sinne des § 3 Abs. 1 Satz 3 BVFG, auf den sich der Kläger für seine Anerkennung als Flüchtling beruft, sind dessen Merkmale nur erfüllt, wenn auf den Betroffenen von dritter Seite ein Druck ausgeübt wurde, etwas zu tun oder zu unterlassen, was den Grundsätzen, denen er sich im Gewissen verpflichtet fühlte, in schwerwiegender Weise widersprochen hätte, und dem er sich nicht widersetzen konnte, ohne sich dadurch erheblichen Nachteilen für Leib und Leben, für die persönliche Freiheit, für die Existenzgrundlage oder für ein gleichrangiges Rechtsgut auszusetzen (vgl. hierzu die Urteile vom 21. Dezember 1961 - BVerwG VIII C 483.59 - vom 8. November 1962 - BVerwG VIII C 171.60 - [ROW 1963, 258 = ZLA 1963, 207]; vom 24. Juni 1963 - BVerwG VIII C 56.61 - [ROW 1964, 171]; vom 24. März 1966 - BVerwG VIII C 369.63 - [Buchholz 412.3, § 3 BVFG Nr. 44 = ZLA 1967, 78] und vom 29. April 1970 - BVerwG VIII C 79.66 -). - BVerwG, 10.05.1967 - VIII B 20.66
Voraussetzungen der Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde wegen …
- BVerwG, 02.02.1967 - VIII B 106.64
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- BVerwG, 02.02.1967 - VIII B 107.64
Rechtsmittel
- BVerwG, 22.12.1966 - VIII B 55.65
Anspruch auf Erteilung des Flüchtlingsausweises C und auf Anerkennung als …
- BVerwG, 29.11.1966 - VIII B 28.66
Klärungsbedürftigkeit der Voraussetzungen eines schweren Gewissenskonflikts im …
- BVerwG, 13.11.1964 - VIII B 79.63
Vorliegen einer besonderen Zwangslage im Sinne des § 3 Bundesvertriebenengesetz - …
- BVerwG, 31.10.1963 - VIII C 62.61
Rechtsmittel
- BVerwG, 23.07.1963 - VIII B 28.62
Rechtsmittel
- BVerwG, 31.07.1968 - VIII B 53.68
Voraussetzungen einer besonderen Zwangslage wegen des Verdachts, SSD-Spitzel zu …
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Rechtsprechung
| BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Verfahrensgang
- BVerwG, 02.11.1962 - VIII C 1.61
- BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61
Papierfundstellen
- ZLA 1963, 207
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 24.09.1954 - IV C 31.54
Auszug aus BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61
Denn § 3 BVFG setzt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 1, 195; Urteil vom 27. Januar 1960 - BVerwG VIII C 171.59 -, JR 1961 S. 33 = DÖV 1960 S. 906) nicht unbedingt voraus, daß der geflüchtete Sowjetzonenbewohner, der sich zur Begründung seiner Flucht auf eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für seine persönliche Freiheit beruft, sich auch wirklich in einer solchen Gefahr befunden hat.Die Folgen eines solchen Verhaltens sind nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 1, 195; 6, 357) [BVerwG 22.05.1958 - I C 27/57]vom Betroffenen in der Regel zu vertreten.
- BVerwG, 22.05.1958 - I C 27.57
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61
Die Folgen eines solchen Verhaltens sind nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 1, 195; 6, 357) [BVerwG 22.05.1958 - I C 27/57]vom Betroffenen in der Regel zu vertreten. - BVerwG, 06.06.1958 - V C 424.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61
Die Folgen eines solchen Verhaltens sind nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 1, 195; 6, 357) [BVerwG 22.05.1958 - I C 27/57]vom Betroffenen in der Regel zu vertreten. - BVerwG, 11.01.1962 - VIII C 71.60
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61
Dies gilt jedoch, wie das erkennende Gericht wiederholt entschieden hat (vgl. z.B. die Urteile vom 23. September 1959 - BVerwG VIII C 289.59 -, DÖV 1960 S. 188 = DVBl. 1960 S. 210 = ROW 1960 S. 158 = ZLA 1960 S. 55, und vom 11. Januar 1962 - BVerwG VIII C 71.60 -, MDR 1962 S. 603 NJW 1962 S. 1361 = DÖV 1962 S. 623 = ROW 1962 S. 170 = ZLA 1962 S. 187), in solchen Fällen nicht, in denen es vom Betroffenen wegen der besonderen Umstände seines Falles billigerweise nicht hätte erwartet werden können, daß er sich anders verhielt. - BVerwG, 23.09.1959 - VIII C 289.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 06.12.1962 - VIII C 1.61
Dies gilt jedoch, wie das erkennende Gericht wiederholt entschieden hat (vgl. z.B. die Urteile vom 23. September 1959 - BVerwG VIII C 289.59 -, DÖV 1960 S. 188 = DVBl. 1960 S. 210 = ROW 1960 S. 158 = ZLA 1960 S. 55, und vom 11. Januar 1962 - BVerwG VIII C 71.60 -, MDR 1962 S. 603 NJW 1962 S. 1361 = DÖV 1962 S. 623 = ROW 1962 S. 170 = ZLA 1962 S. 187), in solchen Fällen nicht, in denen es vom Betroffenen wegen der besonderen Umstände seines Falles billigerweise nicht hätte erwartet werden können, daß er sich anders verhielt.
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