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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - I-7 U 9/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2018,35885
OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - I-7 U 9/17 (https://dejure.org/2018,35885)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 06.07.2018 - I-7 U 9/17 (https://dejure.org/2018,35885)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 06. Juli 2018 - I-7 U 9/17 (https://dejure.org/2018,35885)
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Volltextveröffentlichungen (7)

Besprechungen u.ä.

  • rae-oehlmann.de (Entscheidungsbesprechung)

    Kein Anspruch gemäß § 2314 BGB auf Vorlage bestimmter Belege

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • FamRZ 2019, 1199
 
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Wird zitiert von ... (8)Neu Zitiert selbst (12)

  • OLG Hamburg, 28.09.2016 - 2 U 29/15

    Pflichtteilsrecht: Umfang der Auskunftspflicht des Erben über den

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Der auskunftspflichtige Erbe muss im Rahmen des § 2314 BGB dem Pflichtteilsberechtigten bei Vorliegen gewisser Anhaltspunkte für eine unentgeltliche Zuwendung die näheren Umstände der Zuwendung offenlegen, damit dieser prüfen kann, ob es sich dabei um eine Schenkung im Rechtssinne handelt; der Erbe darf die entsprechende rechtliche Würdigung nicht vorwegnehmen (Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 28. September 2016 - 2 U 29/15 -, Rn 61, juris, ErbR 2018, 92).

    Der Erbe ist nicht verpflichtet, über alle lebzeitigen Vermögensdispositionen des Erblassers zu informieren (Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 28. September 2016 - 2 U 29/15 -, Rn 57, juris, ErbR 2018, 92; OLG Koblenz, Beschluss vom 20.2.2009, 2 U 1386/08, ZEV 2010, 262, Rn. 18; Birkenheier in: Herberger/Martinek/Rüßmann u.a., jurisPK-BGB, 8. Aufl. 2017, § 2314 Rn 51).

  • OLG Koblenz, 20.02.2009 - 2 U 1386/08

    Umfang des Auskunftsanspruchs zur Berechnung eines Pflichtteils- oder

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Nach der Rechtsprechung besteht kein allgemeiner Anspruch auf Belegvorlage (OLG Koblenz, Beschluss vom 12. Dezember 2011 - 10 U 409/11 -, juris; OLG Hamm, Urteil vom 31. Januar 2012 - 10 U 91/11 -, juris; OLG Koblenz, Beschluss vom 20.2.2009, 2 U 1386/08, ZEV 2010, 262, Rn. 20; Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen, Beschluss vom 29. Juni 2000 - 4 WF 59/00 -, juris -, MDR 2000, 1324 für den Zugewinnausgleichsanspruch).

    Der Erbe ist nicht verpflichtet, über alle lebzeitigen Vermögensdispositionen des Erblassers zu informieren (Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 28. September 2016 - 2 U 29/15 -, Rn 57, juris, ErbR 2018, 92; OLG Koblenz, Beschluss vom 20.2.2009, 2 U 1386/08, ZEV 2010, 262, Rn. 18; Birkenheier in: Herberger/Martinek/Rüßmann u.a., jurisPK-BGB, 8. Aufl. 2017, § 2314 Rn 51).

  • OLG Koblenz, 18.03.2014 - 2 W 495/13

    Anforderungen an den Inhalt eines notariellen Nachlassverzeichnisses

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Er wird daher die zum Nachlass gehörenden Konten selbständig umfassend prüfen, zumal er verpflichtet sein kann, die Kontoauszüge der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall auf Anhaltspunkte für unentgeltliche Zuwendungen durchzusehen (BVerfG ZEV 2016, 578 Rn. 3; OLG Koblenz, Beschluss vom 18.3.2014 - 2 W 495/13 -, ZEV 2014, 308; Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken, Beschluss vom 28. Januar 2011 - 5 W 312/10 - 116 -, juris, ZEV 2011, 373; zusammenfassend Weidlich, Die neuere Rechtsprechung zum notariellen Nachlassverzeichnis: eine kritische Bestandsaufnahme, ZEV 2017, 241 ff).
  • BVerfG, 25.04.2016 - 1 BvR 2423/14

    Keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung einer Verfassungsbeschwerde

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Er wird daher die zum Nachlass gehörenden Konten selbständig umfassend prüfen, zumal er verpflichtet sein kann, die Kontoauszüge der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall auf Anhaltspunkte für unentgeltliche Zuwendungen durchzusehen (BVerfG ZEV 2016, 578 Rn. 3; OLG Koblenz, Beschluss vom 18.3.2014 - 2 W 495/13 -, ZEV 2014, 308; Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken, Beschluss vom 28. Januar 2011 - 5 W 312/10 - 116 -, juris, ZEV 2011, 373; zusammenfassend Weidlich, Die neuere Rechtsprechung zum notariellen Nachlassverzeichnis: eine kritische Bestandsaufnahme, ZEV 2017, 241 ff).
  • BGH, 08.02.2010 - II ZR 54/09

    Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache; Haftung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Derartige Unklarheiten bestehen u.a. dann, wenn die Rechtsfrage vom Bundesgerichtshof bisher nicht entschieden ist und von einigen Oberlandesgerichten unterschiedlich beantwortet wird, oder wenn in der Literatur nicht nur vereinzelt unterschiedliche Meinungen vertreten werden (BGH, Beschluss vom 08. Februar 2010 - II ZR 54/09 -, juris, NJW-RR 2010, 1047-1048, Tz. 3 nach juris; MüKoZPO/Krüger, 5. Auflage 2016, § 543, Rn. 7).
  • OLG Saarbrücken, 28.01.2011 - 5 W 312/10

    Pflichtteilsrecht: Anforderungen an ein notarielles Nachlassverzeichnis

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Er wird daher die zum Nachlass gehörenden Konten selbständig umfassend prüfen, zumal er verpflichtet sein kann, die Kontoauszüge der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall auf Anhaltspunkte für unentgeltliche Zuwendungen durchzusehen (BVerfG ZEV 2016, 578 Rn. 3; OLG Koblenz, Beschluss vom 18.3.2014 - 2 W 495/13 -, ZEV 2014, 308; Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken, Beschluss vom 28. Januar 2011 - 5 W 312/10 - 116 -, juris, ZEV 2011, 373; zusammenfassend Weidlich, Die neuere Rechtsprechung zum notariellen Nachlassverzeichnis: eine kritische Bestandsaufnahme, ZEV 2017, 241 ff).
  • BGH, 30.10.1974 - IV ZR 41/73

    Anspruch des Pflichtteilsberechtigten auf Ermittlung des Wertes eines zum

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Ein Anspruch auf Belegvorlage wird allenfalls in Sonderfällen wie bei einer Auskunft über ein Unternehmen oder eine Unternehmensbeteiligung ( Senat , Urteil vom 17.5.1996 - 7 U 126/95, OLGR Düsseldorf 1996, 233; BGH, Urteil vom 30. Oktober 1974 - IV ZR 41/73 -, juris, NJW 1975, 258), beim Wertermittlungsanspruch des § 2314 Abs. 1 Satz 2 BGB (Palandt/Weidlich, § 2314 Rn 10) oder de lege ferenda ( Birkenheier in: Herberger/Martinek/Rüßmann u.a., jurisPK-BGB, § 2314 Rn 54; Klinger/Mohr, Belegvorlageanspruch des Pflichtteilsberechtigten, NJW-Spezial 2008, 71, 72) erörtert.
  • OLG Hamm, 31.01.2012 - 10 U 91/11

    Umfang der Auskunftsansprüche eines pflichtteilsberechtigten Kindes im Rahmen

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Nach der Rechtsprechung besteht kein allgemeiner Anspruch auf Belegvorlage (OLG Koblenz, Beschluss vom 12. Dezember 2011 - 10 U 409/11 -, juris; OLG Hamm, Urteil vom 31. Januar 2012 - 10 U 91/11 -, juris; OLG Koblenz, Beschluss vom 20.2.2009, 2 U 1386/08, ZEV 2010, 262, Rn. 20; Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen, Beschluss vom 29. Juni 2000 - 4 WF 59/00 -, juris -, MDR 2000, 1324 für den Zugewinnausgleichsanspruch).
  • BGH, 18.01.1978 - IV ZR 181/76

    Bestimmung des im Rahmen einer Vermächtnisforderung zu berücksichtigenden

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Dabei wird der Notar berücksichtigen, dass für die Zwecke der Pflichtteilsberechnung analog §§ 1976, 2143, 2377 BGB Rechtsverhältnisse, die infolge des Erbgangs durch Vereinigung von Recht und Verbindlichkeit erloschen sind, als nicht erloschen gelten können (vgl. BGH, Urteil vom 18. Januar 1978 - IV ZR 181/76 -, juris, BB 1978, 522; Palandt/Weidlich, § 2311 Rn 2; Staudinger/Herzog (2015) BGB § 2311 Rn 36).
  • OLG Bremen, 29.06.2000 - 4 WF 59/00

    Zur Verpflichtung, im Rahmen der Auskunftserteilung nach § 1379 BGB Belege

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.07.2018 - 7 U 9/17
    Nach der Rechtsprechung besteht kein allgemeiner Anspruch auf Belegvorlage (OLG Koblenz, Beschluss vom 12. Dezember 2011 - 10 U 409/11 -, juris; OLG Hamm, Urteil vom 31. Januar 2012 - 10 U 91/11 -, juris; OLG Koblenz, Beschluss vom 20.2.2009, 2 U 1386/08, ZEV 2010, 262, Rn. 20; Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen, Beschluss vom 29. Juni 2000 - 4 WF 59/00 -, juris -, MDR 2000, 1324 für den Zugewinnausgleichsanspruch).
  • OLG Düsseldorf, 17.05.1996 - 7 U 126/95
  • OLG Koblenz, 12.12.2011 - 10 U 409/11

    Pflichtteil - Reichweite des Auskunftsanspruchs des Pflichtteilsberechtigten

  • OLG München, 23.08.2021 - 33 U 325/21

    Kein Anspruch des Pflichtteilsberechtigten auf Belegvorlage

    Der Pflichtteilsberechtigte hat im Rahmen des Auskunftsanspruchs zu Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüchen grundsätzlich keinen Anspruch auf Vorlage von Belegen (Anschluss an OLG Düsseldorf ZEV 2019, 90).

    - Nach Rechtsprechung und herrschender Meinung in der Literatur besteht kein allgemeiner Anspruch auf Belegvorlage im Rahmen eines Auskunftsanspruchs (OLG Koblenz BeckRS 2012, 20029; OLG Hamm BeckRS 2015, 12501; OLG Koblenz ZEV 2010, 262 Rn. 20; OLG Düsseldorf ZEV 2019, 90; Lange in: MüKo/BGB 8. Auflage § 2314 Rn. 14; Müller-Engels in: BeckOK/BGB Stand 1.5.2021 § 2314 Rn. 19; Bock in: NK/Erbrecht 5. Auflage § 2314 Rn. 20).

    Während der Gesetzgeber dort aber durch Art. 1 Nr. 8 Buchst. a des Gesetzes zur Änderung des Zugewinnausgleichs- und Vormundschaftsrechts (Gesetz vom 6.7.2009, BGBl. I 2009, 1696) mit Wirkung zum 1.9.2009 ausdrücklich eine Pflicht zur Belegvorlage eingeführt hat, hat es eine solche Gesetzesänderung im Erbrecht nicht gegeben, obwohl der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Änderung des Erb- und Verjährungsrechts (Gesetz vom 24.9.2009, BGBl. I 2009, 3142) mit Wirkung zum 1.1.2010 zwar unter anderem das Pflichtteilsrecht geändert hat, § 2314 BGB aber gerade nicht um die Regelung einer Belegvorlagepflicht ergänzt hat (OLG Düsseldorf ZEV 2019, 90).

  • OLG Brandenburg, 14.07.2020 - 3 U 38/19

    Umfang des Auskunftsanspruchs des Pflichtteilsberechtigten

    Der Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten aus § 2314 Abs. 1 S. 1 BGB berechtigt diesen darüber hinaus weitgehend nicht, die Herausgabe von Belegen für die in das Nachlassverzeichnis aufgenommenen Vermögensbestandteile zu verlangen, da dies der Natur des Anspruchs widerspricht, der nur auf die Vorlage eines Bestandsverzeichnisses gerichtet ist (§ 260 Abs. 1 BGB; OLG Düsseldorf ZEV 2019, 90).
  • OLG Düsseldorf, 30.07.2021 - 7 U 13/20

    Ansprüche auf ergänzende Auskünfte über einen Nachlass und Vorlage von im

    Bei dieser Konstellation, die derjenigen, über die der Senat in der Sache I-7 U 9/17 (Urteil vom 06.07.2018, ZEV 2019, 90) zu entscheiden hatte, vergleichbar ist, ist das Begehren auf Ergänzung des privaten Nachlassverzeichnisses treuwidrig, weil es keinem objektiv gerechtfertigten Informationsinteresse mehr dient und allein weiteren Arbeitsaufwand verursacht.

    Eine derartige Verpflichtung wäre eine Rechenschaftslegung nach § 259 BGB, die nach § 2314 BGB, der nicht auf diese Vorschrift, sondern auf § 260 BGB verweist, gerade nicht geschuldet ist (Senat, ZEV 2019, 90).

    Etwaige Ansprüche auf Rechnungslegung aus einem der Erteilung einer Vollmacht in der Regel zugrunde liegenden Auftragsverhältnis gemäß §§ 666, 259 BGB können nur vom Auftraggeber bzw. seinen Erben, nicht jedoch vom pflichtteilsberechtigten Nichterben geltend gemacht werden (Senat, ZEV 2019, 90).

    Im Übrigen besteht - wie der Senat in seiner Entscheidung vom 06.07.2018 - I-7 U 9/17 - (ZEV 2019, 90 m.w.Nachw.) ausgeführt hat - ein nach der herrschenden Auffassung in Rechtsprechung und Literatur (vgl. zusätzlich zu den vom Senat zitierten Stimmen: Lange in Münchner Kommentar zum BGB, 8. Aufl., § 2314 Rn. 14; Müller in Schlitt/Müller, Handbuch Pflichtteilsrecht, 2. Aufl., § 10 Rn. 173) ohnehin ausgeschlossener allgemeiner Anspruch auf Belegvorlage jedenfalls dann nicht, wenn die Pflichtteilsberechtigte einen rechtskräftig titulierten Anspruch auf Vorlage eines notariellen Verzeichnisses hat.

    Wie der Senat in der Entscheidung vom 06.07.2018 (ZEV 2019, 90) ausgeführt hat, ist der Erbe nicht verpflichtet, über alle lebzeitigen Vermögensdispositionen des Erblassers zu informieren.

  • OLG Düsseldorf, 10.09.2019 - 7 W 29/19

    Nichterfüllung einer Auskunftsverpflichtung

    Da hier ein Anspruch auf Belegvorlage anerkannt und tenoriert worden ist, kommt es auf die Frage, ob grundsätzlich ein Anspruch auf Vorlage von Belegen, insbesondere von Kontoauszügen für den Todestag besteht (vgl. dazu Senat, Urteil vom 06.07.2018 - I-7 U 9/17), nicht an.

    Hinsichtlich der vorzulegenden Kontoauszüge ist in Bezug auf den fiktiven Nachlass allerdings festzuhalten, dass der Erbe nicht verpflichtet ist, über alle lebzeitigen Vermögensdispositionen des Erblassers zu informieren (OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.07.2018 - I-7 U 9/17).

    Dabei muss der Erbe im Rahmen des § 2314 BGB dem Pflichtteilsberechtigten nur bei Vorliegen gewisser Anhaltspunkte für eine unentgeltliche Zuwendung die näheren Umstände der Zuwendung offenlegen, damit dieser prüfen kann, ob es sich dabei um eine Schenkung im Rechtssinne handelt (Senat, Urteil vom 06.07.2018 - I-7 U 9/17).

    Zum Nachlass gehören als Aktiva nämlich sämtliche Forderungen, die der Erblasserin zustanden und nunmehr dem Erben zustehen (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.07.2018 - I-7 U 9/17).

  • OLG Köln, 25.02.2021 - 24 W 50/20

    Auskunft über den Bestand eines Nachlasses Sofortige Beschwerde gegen einen

    Umstritten ist hingegen, ob aus dem Hinzuziehungsrecht auch Mitwirkungsrechte des Pflichtteilsberechtigten folgen; dies gilt insbesondere auch für die Frage, in ob und in welchem Umfang der Pflichtteilsberechtigte bei der Durchsicht der Unterlagen durch den Notar anwesend sein darf (dafür etwa OLG Düsseldorf, ZEV 2019, 90, 91; Burandt/Rojahn/Horn, a.a.O:, § 2314 BGB Rdn. 64; Horn, NJW 2016, 2150, 2151; a.A. MünchKomm/Lange, BGB, 8. Aufl. 2020, § 2314 Rdn. 42; BeckOK/Müller-Engels, BGB, 56. Ed. 01.08.2020 § 2314 Rdn. 20).
  • OLG Karlsruhe, 27.06.2018 - 7 U 96/17

    Erneut scheitert Frau mit Klage wegen Pfusch-Implantaten

    Wie der Senat in vergleichbaren Fällen bereits entschieden hat (Urteil vom 20.04.2016, 7 U 241/14, abrufbar bei juris - rechtskräftig durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde mit Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 18.07.2017, VI ZR 192/16; Urteil vom 17.08.2016, 7 U 23/16, rechtskräftig durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde mit Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 28.06.2017, IV ZR 400/16; Urteile vom 20.12.2017, 7 U 9/17, 7 U 46/17, 7 U 53/17, 7 U 54/17, 7 U 101/17), steht in Deutschland mit P.-Brustimplantaten versorgten Patientinnen wie der Klägerin kein Direktanspruch aus dem zwischen P. und der Beklagten zu 2 bestehenden Versicherungsvertrag zu, weil der in Deutschland eingetretene Schadensfall nicht zu den versicherten Risiken gehört.
  • AG Fürth/Odenwald, 25.03.2022 - 1 C 362/20

    Erfüllung des titulierten Anspruchs auf ein notarielles Nachlassverzeichnis

    Er statuiert somit keine allgemeine Rechnungslegungspflicht zum Zwecke der Verdachtsausforschung (OLG Hamburg ErbR 2018, 92; OLG Dresden FamRZ 2018, 69; OLG Düsseldorf ZEV 2019, 90; MüKoBGB-Lange, § 2314 Rn 39).
  • LG Wuppertal, 31.01.2020 - 2 O 66/18

    Vorlage und Aufnahme eines notariellen Nachlassverzeichnisses

    Ein allgemeiner Anspruch auf Belegvorlage besteht nicht (OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.07.2018, I-7 U 9/17, Rz. 32).
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Rechtsprechung
   OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2019,89227
OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17 (https://dejure.org/2019,89227)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 21.02.2019 - 7 U 9/17 (https://dejure.org/2019,89227)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 21. Februar 2019 - 7 U 9/17 (https://dejure.org/2019,89227)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Justiz Hamburg

    § 1 BauFordSiG, § 823 Abs 2 BGB, § 131 Abs 1 Nr 1 InsO, § 266a StGB
    Schadensersatzanspruch wegen behaupteter zweckwidriger Verwendung von Baugeld im Falle der Insolvenz des Schuldners

  • rechtsportal.de

    Schadensersatz wegen behaupteter zweckwidriger Verwendung von Baugeld; Kausalität eines Schadens (vorliegend verneint); Hypothetische Anfechtbarkeit von Zahlungen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Zahlungen anfechtbar: Kein Schadensersatz trotz zweckwidriger Verwendung von Baugeld!

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Zahlungen anfechtbar: Kein Schadensersatz trotz zweckwidriger Verwendung von Baugeld! (IBR 2022, 460)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (0)Neu Zitiert selbst (6)

  • BGH, 26.04.2013 - IX ZR 220/11

    Zweckwidrige Verwendung von Baugeld: Wegfall eines ersatzfähigen Schadens bei

    Auszug aus OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17
    Zu Unrecht habe sich das Landgericht auf die Entscheidungen des BGH (Beschluss vom 26.4.2013, IX ZR 220/11, juris) und des OLG Brandenburg (Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10, juris) gestützt.

    Der BGH (Beschluss vom 26.4.2013, IX ZR 220/11, juris) habe die vom OLG Brandenburg (Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10, juris) vorgenommene Parallele zur BGH-Rechtsprechung zu § 266a Abs. 1 StGB (Urteil vom 2.12.2010, IX ZR 247/09, juris) bestätigt.

    Deswegen sei die Entscheidung des BGH vom 26.4.2013 (Beschluss, IX ZR 220/11, juris) einschlägig und nicht die Entscheidung des BGH vom 20.12.2012 (Urteil, VII ZR 187/11, juris).

    Die Entscheidung des BGH (Beschluss vom 26.4.2013, IX ZR 220/11, juris) ist vorliegend übertragbar.

    Der BGH hat gerade für den vorliegenden Fall der hypothetisch insolvenzrechtlich anfechtbaren Zahlungen entschieden, dass dann ein ersatzfähiger Schaden entfalle (BGH, Beschluss vom 26.4.2013, a.a.O.).

    Der BGH zieht insoweit die Parallele zu bereits ergangener Rechtsprechung zu § 266a Abs. 1 StGB: Ein ersatzfähiger Schaden des Sozialversicherungsträgers besteht im Falle des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen nicht, wenn pflichtgemäß geleistete Zahlungen insolvenzanfechtungsrechtlich keinen Bestand gehabt hätten (BGH, Beschluss vom 26.4.2013, a.a.O, Rn. 3 bei juris unter Verweis auf: BGH, Urteil vom 2.12.2010, IX ZR 247/09).

    Ein Schadensersatzanspruch der klagenden Bauhandwerker scheidet aus, wenn etwaige von der Insolvenzschuldnerin zur Tilgung der Bauforderungen bewirkte Zahlungen nach Verfahrensöffnung der Anfechtung unterlegen hätten (BGH, Beschluss vom 26.4.2013, a.a.O, Rn. 3 bei juris).

    Der BGH hat einen solchen bereits in seiner Entscheidung vom 26.4.2013 (Beschluss, IX ZR 220/11, juris) verneint.

    Inzwischen ist höchstrichterlich geklärt, dass auch bei zweckwidriger Verwendung von Baugeld ein ersatzfähiger Schaden dann entfällt, wenn pflichtgemäß geleistete Zahlungen anfechtungsrechtlich keinen Bestand gehabt hätten (BGH, Beschluss vom 26.4.2013, a.a.O.).

  • BGH, 20.12.2012 - VII ZR 187/11

    Sicherung von Baugeldforderungen: Baugeldverwendungspflicht für vom

    Auszug aus OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17
    Die zur Stützung der gegenteiligen Rechtsansicht von der Klägerin herangezogene Entscheidung des BGH (Urteil vom 20.12.2012, VII ZR 187/11, juris) halte das Landgericht zu Unrecht für nicht einschlägig.

    Deswegen sei die Entscheidung des BGH vom 26.4.2013 (Beschluss, IX ZR 220/11, juris) einschlägig und nicht die Entscheidung des BGH vom 20.12.2012 (Urteil, VII ZR 187/11, juris).

    Der vorliegende Streitfall ist gerade nicht mit dem Fall zu vergleichen, der der BGH-Entscheidung vom 20.12.2012 (VII ZR 187/11, juris) zugrunde lag.

    (Hypothetisch) insolvenzrechtliche Anfechtungsmöglichkeiten gab es im Fall, der der BGH-Entscheidung vom 20.12.2012 (VII ZR 187/11, a.a.O.) zugrunde lag, - mangels Eröffnung eines Insolvenzverfahrens - aber nicht.

  • BGH, 02.12.2010 - IX ZR 247/09

    Haftung wegen unerlassener Abführung von Arbeitnehmerbeiträgen zur

    Auszug aus OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17
    Der BGH (Beschluss vom 26.4.2013, IX ZR 220/11, juris) habe die vom OLG Brandenburg (Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10, juris) vorgenommene Parallele zur BGH-Rechtsprechung zu § 266a Abs. 1 StGB (Urteil vom 2.12.2010, IX ZR 247/09, juris) bestätigt.

    Der BGH zieht insoweit die Parallele zu bereits ergangener Rechtsprechung zu § 266a Abs. 1 StGB: Ein ersatzfähiger Schaden des Sozialversicherungsträgers besteht im Falle des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen nicht, wenn pflichtgemäß geleistete Zahlungen insolvenzanfechtungsrechtlich keinen Bestand gehabt hätten (BGH, Beschluss vom 26.4.2013, a.a.O, Rn. 3 bei juris unter Verweis auf: BGH, Urteil vom 2.12.2010, IX ZR 247/09).

  • OLG Brandenburg, 16.11.2011 - 4 U 202/10

    Bauforderungssicherung: Haftung des Generalunternehmers gegenüber dem

    Auszug aus OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17
    Zu Unrecht habe sich das Landgericht auf die Entscheidungen des BGH (Beschluss vom 26.4.2013, IX ZR 220/11, juris) und des OLG Brandenburg (Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10, juris) gestützt.

    Der BGH (Beschluss vom 26.4.2013, IX ZR 220/11, juris) habe die vom OLG Brandenburg (Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10, juris) vorgenommene Parallele zur BGH-Rechtsprechung zu § 266a Abs. 1 StGB (Urteil vom 2.12.2010, IX ZR 247/09, juris) bestätigt.

  • LG Hamburg, 14.12.2016 - 321 O 92/14

    Ansprüche des Werkunternehmers wegen zweckwidriger Verwendung von Baugeld;

    Auszug aus OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17
    Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 14.12.2016, Aktenzeichen 321 O 92/14, wird gem. § 522 Abs. 2 ZPO durch einstimmigen Beschluss zurück gewiesen.

    unter Abänderung des Urteils des Landgerichts Hamburg vom 14.12.2016, Aktenzeichen 321 O 92/14, die Beklagten als Gesamtschuldner zu verurteilen, an die Klägerin 89.254,14 ? nebst Zinsen in Höhe von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus 20.069,06 ? ab 5.2.2012, aus 28.379,14 ? ab 10.2.2012, aus 12.634,56 ? ab 21.2.2012 und aus 28.171,38 ? ab 26.4.2012 zu zahlen,.

  • BGH, 26.06.2001 - IX ZR 209/98

    Pflichten des Konkursverwalters bei Führung eines Aktivprozesses

    Auszug aus OLG Hamburg, 21.02.2019 - 7 U 9/17
    Die Verwendungsbeschränkung des § 1 Abs. 1 BauFordSG sei in der Insolvenz nicht mehr anwendbar (BGH, Urteil vom 26.6.2001, IX ZR 209/98, juris).
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Rechtsprechung
   OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2019,89203
OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17 (https://dejure.org/2019,89203)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 29.01.2019 - 7 U 9/17 (https://dejure.org/2019,89203)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 29. Januar 2019 - 7 U 9/17 (https://dejure.org/2019,89203)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Justiz Hamburg

    § 1 BauFordSiG, § 823 Abs 2 BGB, § 131 Abs 1 Nr 1 InsO, § 266a StGB
    Schadensersatzanspruch wegen behaupteter zweckwidriger Verwendung von Baugeld im Falle der Insolvenz des Schuldners

  • ibr-online

    Zahlungen anfechtbar: Kein Schadensersatz trotz zweckwidriger Verwendung von Baugeld!

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (0)Neu Zitiert selbst (7)

  • OLG Hamm, 12.12.2006 - 27 U 98/06

    Benachteiligung der Insolvenzgläubiger durch Zahlung von Baugeld an einen

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Denn die Verwendungspflicht des § 1 BauFordSG gilt nicht im eröffneten Insolvenzverfahren; vielmehr endet oder ruht sie mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, 27 U 98/06, juris).

    Der Baugläubiger ist einfacher Insolvenzgläubiger (OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O.).

    Rechtshandlungen, die Baugeld betreffen, können die Gesamtheit der Insolvenzgläubiger benachteiligen (OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O.).

    Solches folgt auch nicht aus dem erkennbaren Sinn und Zweck der Regelungen, vielmehr liegt der Insolvenzordnung der Grundsatz der gleichmäßigen Gläubigerbefriedigung zugrunde (vgl. hierzu: OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O.).

    Die Verwendungspflicht des § 1 Abs. 1 BauFordSG begründet - anders als bei echten Treuhandverhältnissen oder sonstigen Aus- oder Absonderungsrechten - keine rechtliche Zuordnung eines bestimmten Vermögensbestandteils zu einer anderen Person / einem bestimmten Gläubiger (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O.).

    Die Vorschriften der Insolvenzordnung genießen insgesamt Vorrang vor § 1 Abs. 1 BauFordSG (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O., Rn. 19 bei juris).

    Diese Strafdrohung macht indes die Erfüllung der betroffenen Ansprüche nicht anfechtungsfest; der Insolvenzverwalter selbst unterliegt nicht mehr der Abführungspflicht, sondern kann entsprechende Beträge selbst in der Masse behalten oder sie zur Masse ziehen (OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O., Rn. 20 bei juris).

    Schließlich liegt auch in der Tatsache, dass § 5 BauFordSG im Gegensatz zu § 266a StGB gerade auf den Fall einer Insolvenz zugeschnitten ist, kein Unterschied, der zu einem anderen Ergebnis führen würde (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O., Rn. 21 bei juris).

    Denn die Vorschrift läuft bei der hier vorgenommenen Auslegung nicht leer, da in der Regel eine Zuwiderhandlung nicht ohne Weiteres anfechtbar sein wird (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 12.12.2006, a.a.O., Rn. 21 bei juris).

  • BGH, 26.04.2013 - IX ZR 220/11

    Zweckwidrige Verwendung von Baugeld: Wegfall eines ersatzfähigen Schadens bei

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Die Entscheidung des BGH (Beschluss vom 26.04.2013, IX ZR 220/11, juris) ist vorliegend übertragbar.

    Es entfällt allerdings wie bei Verstößen gegen § 266a StGB der Schaden, wenn die Befriedigung der Forderungen der Bauhandwerker einen Tatbestand des Insolvenzanfechtungsrechts verwirklicht hätte und deshalb hätte rückabgewickelt werden müssen (vgl. MüKoBGB/Wagner, a.a.O.; BGH, Beschluss vom 26.04.2013, IX ZR 220/11, juris).

    Weil die Klägerin zu keinem Zeitpunkt eine nicht anfechtbare Befriedigung ihrer hier gegenständlichen Forderungen hätte erhalten können, fehlt es letztlich an der Kausalität zwischen einer - unterstellten - pflichtwidrigen Handlung der Beklagten und dem Schaden (so auch: LG Berlin, Urteil vom 19.11.2007, 6 O 236/07, juris; BGH, Beschluss vom 26.04.2013, IX ZR 220/11, juris und vorgehend OLG Brandenburg, Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10).

    Die im Streitfall entscheidungserhebliche Frage, ob hypothetisch insolvenzrechtlich anfechtbare Zahlungen, die dem Anwendungsbereich des BauFordSG unterliegen, einen ersatzfähigen Schaden entfallen lassen oder nicht, ist vom BGH inzwischen beantwortet (BGH, Beschluss vom 26.04.2013, a.a.O.; Matthies, jurisPR-PrivBauR 9/2013 Anm. 6).

    Damit steht fest, dass § 1 BauFordSG in der Insolvenzsituation grundsätzlich keinen Vorrang der Ansprüche von Baugeldgläubigern begründet (vgl. Matthies, jurisPR-PrivBauR 9/2013 Anm. 6, Anm. zu BGH, Beschluss vom 26.04.2013, a.a.O.).

    Der BGH hat gerade für den vorliegenden Fall der hypothetisch insolvenzrechtlich anfechtbaren Zahlungen entschieden, dass dann ein ersatzfähiger Schaden entfalle (BGH, Beschluss vom 26.04.2013, a.a.O.).

    Auch Wertungsgesichtspunkte können angesichts der Entscheidung des BGH (Beschluss vom 26.04.2013, a.a.O.) im Streitfall zu keinem anderen Ergebnis führen.

  • BGH, 20.12.2012 - VII ZR 187/11

    Sicherung von Baugeldforderungen: Baugeldverwendungspflicht für vom

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Zur Begründung verweist der BGH darauf, dass ohne diesen Zugriff auf die konkret verfügungsbefugte natürliche Person die Schutzfunktion der Vorschrift im typischen Fall der Insolvenz des Baugeldempfängers meist in Frage gestellt wäre (BGH, Urteil vom 20.12.2012, VII ZR 187/11, Rn. 39, juris).

    Hat die juristische Person, die Baugeld erhalten hat, mehrere gesetzliche Vertreter, unterliegt grundsätzlich jeder von ihnen der Baugeldverwendungspflicht nach § 1 Abs. 1 BauFordSG und haftet für eine zweckwidrige Verwendung (BGH, Urteil vom 20.12.2012, a.a.O.).

    Der hier gegebene Fall, in dem vom Insolvenzverwalter nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Masseunzulänglichkeit angezeigt worden ist, ist entgegen der Auffassung der Berufung nicht mit dem Fall vergleichbar, dass mangels Masse das Insolvenzverfahren gar nicht erst eröffnet worden ist (so in BGH, Urteil vom 20.12.2012, VII ZR 187/11, juris).

    Der vorliegende Streitfall ist gerade nicht mit dem Fall zu vergleichen, der der BGH-Entscheidung vom 20.12.2012 (VII ZR 187/11, juris) zugrunde lag.

    (Hypothetisch) insolvenzrechtliche Anfechtungsmöglichkeiten gab es im Fall, der der BGH-Entscheidung vom 20.12.2012 (VII ZR 187/11, a.a.O.) zugrunde lag, nicht.

  • BGH, 19.07.2001 - IX ZR 36/99

    Kenntnis von Zahlungsunfähigkeit; Insolvenzanfechtung nach Anzeige der

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Die Insolvenzanfechtung bleibt auch nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit möglich (BGH, Urteil vom 19.07.2001, IX ZR 36/99, Rn. 25 bei juris).

    Nach dem BGH dient das an die Anzeige der Masseunzulänglichkeit anschließende Verfahren mittelbar den Interessen sämtlicher Gläubiger; die vorrangige Befriedigung der Massegläubiger sei nur als Vorstufe zu einer potentiellen späteren Berücksichtigung auch der Insolvenzgläubiger gedacht (BGH, Urteil vom 19.07.2001, a.a.O., Rn. 25 bei juris).

    Es widerspräche zudem dem Grundsatz der insolvenzrechtlichen Gleichbehandlung aller Insolvenzgläubiger und damit dem Anfechtungszweck, einzelne anfechtbar begünstigte Insolvenzgläubiger nur deshalb besser zu stellen, weil das Schuldnervermögen sogar bis zur Bedeutungslosigkeit vermindert worden ist (BGH, Urteil vom 19.07.2001, a.a.O., Rn. 25 bei juris).

    Auch nach Anzeige einer Masseunzulänglichkeit besteht daher das Insolvenzanfechtungsrecht fort (BGH, Urteil vom 19.07.2001, a.a.O., Rn. 25 bei juris).

  • OLG Brandenburg, 16.11.2011 - 4 U 202/10

    Bauforderungssicherung: Haftung des Generalunternehmers gegenüber dem

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Weil die Klägerin zu keinem Zeitpunkt eine nicht anfechtbare Befriedigung ihrer hier gegenständlichen Forderungen hätte erhalten können, fehlt es letztlich an der Kausalität zwischen einer - unterstellten - pflichtwidrigen Handlung der Beklagten und dem Schaden (so auch: LG Berlin, Urteil vom 19.11.2007, 6 O 236/07, juris; BGH, Beschluss vom 26.04.2013, IX ZR 220/11, juris und vorgehend OLG Brandenburg, Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10).
  • LG Berlin, 19.11.2007 - 6 O 236/07

    GSB: Kein Schadensersatz bei fehlender Kausalität

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Weil die Klägerin zu keinem Zeitpunkt eine nicht anfechtbare Befriedigung ihrer hier gegenständlichen Forderungen hätte erhalten können, fehlt es letztlich an der Kausalität zwischen einer - unterstellten - pflichtwidrigen Handlung der Beklagten und dem Schaden (so auch: LG Berlin, Urteil vom 19.11.2007, 6 O 236/07, juris; BGH, Beschluss vom 26.04.2013, IX ZR 220/11, juris und vorgehend OLG Brandenburg, Urteil vom 16.11.2011, 4 U 202/10).
  • LG Hamburg, 14.12.2016 - 321 O 92/14

    Ansprüche des Werkunternehmers wegen zweckwidriger Verwendung von Baugeld;

    Auszug aus OLG Hamburg, 29.01.2019 - 7 U 9/17
    Der Senat beabsichtigt, die Berufung der Klagepartei gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 14.12.2016, Aktenzeichen 321 O 92/14, durch einstimmigen Beschluss gem. § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen.
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