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| LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 2-03 O 36/21 |
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- BGH, 16.01.2018 - VI ZR 498/16
Eingriff in das Unternehmerpersönlichkeitsrecht: Sinndeutung einer Äußerung; …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
An der Aufrechterhaltung und Weiterverbreitung herabsetzender Tatsachenbehauptungen, die unzutreffend sind, besteht unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit kein schützenswertes Interesse (BGH, Urteil vom 16.01.2019 - VI ZR 498/16, DB 2018, 630 Rn. 38 mwN).Wesentlich für die Einstufung als Tatsachenbehauptung ist danach, ob die Aussage einer Überprüfung auf ihre Richtigkeit mit den Mitteln des Beweises zugänglich ist (BGH, Urteil vom 16.01.2019 - VI ZR 498/16, DB 2018, 630 Rn. 35 mwN).
Sofern eine Äußerung, in der sich Tatsachen und Meinung vermengen, durch Elemente der Stellungnahme, des Dafürhaltens oder Meinens geprägt ist, wird sie als Meinung vom Grundrecht des Art. 5 Abs. 1 GG geschützt (BGH, DB 2018, 630 Rn. 36 mwN).
Bei einem erwiesen falschen oder bewusst unwahren Tatsachenkern tritt das Grundrecht der Meinungsfreiheit regelmäßig hinter die Schutzinteressen des von der Äußerung Betroffenen zurück (…BGH, GRUR 2017, 844 Rn. 27; DB 2018, 630 Rn. 38 mwN).
- BGH, 04.04.2017 - VI ZR 123/16
Bewertungsportal macht sich Nutzerbewertungen zu Eigen und haftet für falsche …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
Dagegen sind vom Schutz der Meinungsfreiheit keine Tatsachenbehauptungen umfasst, die im Bewusstsein ihrer Unwahrheit aufgestellt werden oder deren Unwahrheit bereits im Zeitpunkt der Äußerung unzweifelhaft feststeht (BGH, Urteil vom 04.04.2017 - VI ZR 123/16, GRUR 2017, 844 Rn. 26 mwN).cc) Ob eine Äußerung als Tatsachenbehauptung oder als Werturteil einzustufen ist, ist eine Rechtsfrage (BGH, GRUR 2017, 844 Rn. 29).
Bei einem erwiesen falschen oder bewusst unwahren Tatsachenkern tritt das Grundrecht der Meinungsfreiheit regelmäßig hinter die Schutzinteressen des von der Äußerung Betroffenen zurück (BGH, GRUR 2017, 844 Rn. 27;… DB 2018, 630 Rn. 38 mwN).
Dabei darf die Angabe nicht aus dem Kontext herausgelöst und einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden, sondern es sind ihr sprachlicher Kontext und die erkennbaren Begleitumstände zu berücksichtigen (…BGH, GRUR 2017, 298 Rn. 12 - "Mal PR-Agent, mal Reporter"; GRUR 2017, 844 Rn. 30, jeweils mwN).
- BGH, 22.11.2005 - VI ZR 204/04
Zur Behandlung einer bewusst unvollständigen Berichterstattung
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
aa) Werden einem Leser Tatsachen mitgeteilt, aus denen er erkennbar eigene Schlussfolgerungen ziehen soll, dürfen dabei keine wesentlichen Tatsachen verschwiegen werden, die dem Vorgang ein anderes Gewicht geben könnten (vgl. zB BGH…, Urteil vom 26.10.1999 - VI ZR 322/98, WRP 2000, 177, 178 [juris Rn. 19]; Urteil vom 22.11.2005 - VI ZR 204/04, AfP 2006, 65, 66 mwN [juris Rn. 18]) und deren Kenntnis für den Leser, der sich im Kernpunkt ein zutreffendes Urteil bilden will, unerlässlich ist (…WRP 2000, 177 178 f. [juris Rn. 19]; AfP 2006, 65, 66 [juris Rn. 18], jeweils mwN).Liegt es nahe, aus mehreren unstreitigen Tatsachen eine bestimmte (ehrverletzende) Schlussfolgerung zu ziehen, ist jedenfalls eine bewusst unvollständige Berichterstattung wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln, wenn die Schlussfolgerung bei Mitteilung der verschwiegenen Tatsache weniger naheliegend erscheint und deshalb durch das Verschweigen dieser Tatsache beim unbefangenen Durchschnittsleser ein falscher Eindruck entstehen kann (vgl. zB BGH…, Urteil vom 26.10.1999 - VI ZR 322/98, VersR 2000, 193 [juris Rn. 19]; AfP 2006, 65, 66 f. [juris Rn. 18]).
Eine Tatsachenbehauptung, die nur Teilwahrheiten vermittelt und dadurch beim Adressaten der Äußerung zu einer Fehleinschätzung des Angegriffenen führt, ist schon aus diesem Grund rechtswidrig (vgl. zB BGH…, Urteil vom 25.11.2003 - VI ZR 226/02, AfP 2004, 56, 58 Rn. 35; AfP 2006, 65, 67 mwN [juris Rn. 18]).
- BGH, 26.10.1999 - VI ZR 322/98
Unwahre Tatsachenbehauptung durch bewußt unvollständige (Presse-) …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
aa) Werden einem Leser Tatsachen mitgeteilt, aus denen er erkennbar eigene Schlussfolgerungen ziehen soll, dürfen dabei keine wesentlichen Tatsachen verschwiegen werden, die dem Vorgang ein anderes Gewicht geben könnten (vgl. zB BGH, Urteil vom 26.10.1999 - VI ZR 322/98, WRP 2000, 177, 178 [juris Rn. 19];… Urteil vom 22.11.2005 - VI ZR 204/04, AfP 2006, 65, 66 mwN [juris Rn. 18]) und deren Kenntnis für den Leser, der sich im Kernpunkt ein zutreffendes Urteil bilden will, unerlässlich ist (WRP 2000, 177 178 f. [juris Rn. 19];… AfP 2006, 65, 66 [juris Rn. 18], jeweils mwN).Liegt es nahe, aus mehreren unstreitigen Tatsachen eine bestimmte (ehrverletzende) Schlussfolgerung zu ziehen, ist jedenfalls eine bewusst unvollständige Berichterstattung wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln, wenn die Schlussfolgerung bei Mitteilung der verschwiegenen Tatsache weniger naheliegend erscheint und deshalb durch das Verschweigen dieser Tatsache beim unbefangenen Durchschnittsleser ein falscher Eindruck entstehen kann (vgl. zB BGH, Urteil vom 26.10.1999 - VI ZR 322/98, VersR 2000, 193 [juris Rn. 19];… AfP 2006, 65, 66 f. [juris Rn. 18]).
- BGH, 27.09.2016 - VI ZR 250/13
Eingriff in das Persönlichkeitsrecht eines Journalisten: Abgrenzung von …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
Ist eine Äußerung geeignet, sich abträglich auf das berufliche Ansehen und den geschäftlichen Erfolg auszuwirken, ist die sog. Sozialsphäre betroffen (vgl. zB BGH, Urteil vom 27.09.2016 - VI ZR 250/13, GRUR 2017, 298 Rn. 17 mwN - "Mal PR-Agent, mal Reporter";… Urteil vom 21.01.2021 - I ZR 120/19, juris Rn. 54 - Clickbaiting, vgl. auch Urteil vom 21.01.2021 - I ZR 207/19, juris Rn. 50 - Urlaubslot-to, zur Darstellerrolle).Dabei darf die Angabe nicht aus dem Kontext herausgelöst und einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden, sondern es sind ihr sprachlicher Kontext und die erkennbaren Begleitumstände zu berücksichtigen (BGH, GRUR 2017, 298 Rn. 12 - "Mal PR-Agent, mal Reporter";… GRUR 2017, 844 Rn. 30, jeweils mwN).
- BGH, 10.11.2020 - VI ZR 62/17
Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presseberichterstattung: Bestimmung des …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. zB BGH…, Urteil vom 18.12.2018 - VI ZR 439/17, GRUR 2019, 657 Rn. 10 - Strafverfahren gegen Steuerberater; Urteil vom 10.11.2020 - VI ZR 62/17, AfP 2021, 32 Rn 21 mwN).und den geeignetste/n Kanzlerkandidatin oder Kanzlerkandidaten war sie von großem Informationswert (vgl. insofern zB BGH, Urteil vom 10.11.2020 - VI ZR 62/17, GRUR 2021, 879 Rn. 24 - Abschiedsgruß).
- BVerfG, 25.10.2005 - 1 BvR 1696/98
Stolpe - Unterlassungsanspruch bei mehrdeutigen Äußerungen
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
Die Äußerung dürfte insoweit nicht mehrdeutig sein (vgl. insofern BVerfG, Beschluss vom 25.10.2005 - 1 BvR 1696/98, NJW 2006, 207 Rn. 35 - Stolpe;… Beschluss vom 19.12.2007 - 1 BvR 967/05, juris Rn. 35 - Gegendarstellungsanspruch; BGH…, Urteil vom 27.04.2021 - VI ZR 166/19, GRUR 2021, 1096 Rn. 12). - BGH, 07.07.2020 - VI ZR 246/19
Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presse: Zulässigkeit einer Wort- und …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
und etwaiger Kanzlerkandidat besonders im Fokus der Öffentlichkeit (vgl. insofern zB BGH…, Urteil vom 07.07.2020 - VI ZR 250/19, VersR 2021, 189 Rn. 18; Urteil vom 07.07.2020 - VI ZR 246/19, GRUR 2021, 100 Rn. 19 - Ehescheidung, jeweils mwN). - BGH, 07.07.2020 - VI ZR 250/19
Rechtsstreit um die Zulässigkeit einer Wort- und Bildberichterstattung über ein …
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
und etwaiger Kanzlerkandidat besonders im Fokus der Öffentlichkeit (vgl. insofern zB BGH, Urteil vom 07.07.2020 - VI ZR 250/19, VersR 2021, 189 Rn. 18;… Urteil vom 07.07.2020 - VI ZR 246/19, GRUR 2021, 100 Rn. 19 - Ehescheidung, jeweils mwN). - BVerfG, 19.12.2007 - 1 BvR 967/05
Kein Gegendarstellungsanspruch bei mehreren Deutungsmöglichkeiten einer Äußerung
Auszug aus LG Frankfurt/Main, 11.11.2021 - 3 O 36/21
Die Äußerung dürfte insoweit nicht mehrdeutig sein (vgl. insofern BVerfG…, Beschluss vom 25.10.2005 - 1 BvR 1696/98, NJW 2006, 207 Rn. 35 - Stolpe; Beschluss vom 19.12.2007 - 1 BvR 967/05, juris Rn. 35 - Gegendarstellungsanspruch; BGH…, Urteil vom 27.04.2021 - VI ZR 166/19, GRUR 2021, 1096 Rn. 12). - BGH, 27.04.2021 - VI ZR 166/19
Zur Wiederholungsgefahr hinsichtlich der Veröffentlichung einer redaktionellen …
- BGH, 25.11.2003 - VI ZR 226/02
Zur Beurteilung mehrdeutiger Äußerungen in einer Fernsehsendung - Klinik Monopoly
- BGH, 21.01.2021 - I ZR 120/19
Unzulässige Nutzung eines Prominentenbildes als "Klickköder"
- BGH, 21.01.2021 - I ZR 207/19
Rechtmäßigkeit der Bildnis- und Namensnutzung für ein "Urlaubslotto"
- BGH, 09.04.2019 - VI ZR 89/18
Zur Haftung für Uploads durch Dritte
- BGH, 18.12.2018 - VI ZR 439/17
Anspruch auf Unterlassen der Bereitsstellung einer identifizierende …
- BGH, 29.01.2002 - VI ZR 20/01
Zulässigkeit der Kritik an der gewerblichen Leistung eines …
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