Rechtsprechung
| BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62 |
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Papierfundstellen
- WM 1964, 671
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (7)
- BGH, 09.07.1953 - IV ZR 242/52
Sicherungsübereignung. Gläubigergefährdung
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
b) Gewährt eine Bank einem konkursreifen Unternehmen zum Zwecke der Sanierung einen Kredit gegen Sicherheitsleistung, so kann das nach der von der Revision angezogenen Entscheidung BGHZ 10, 228, 233 in Anbetracht der Gefahr, dass Dritte zu ihrem Schaden über die Kreditwürdigkeit de Unternehmens getäuscht werden, sittenwidrig sein, wenn sich die Bank nicht zuvor auf Grund einer sachkundigen und sorgfältigen Prüfung der Lage des Schuldners überzeugt hat, das Sanierungsvorhaben werde Erfolg haben und eine Schädigung Dritter letztlich nicht eintreten. - BGH, 04.07.1961 - VI ZR 84/60
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
Allerdings hat die Kredithingabe an ein konkursreifes Unternehmen wegen des Schadens, den andere Gläubiger dadurch erleiden, dass infolge der Verzögerung des Vergleichs- oder Konkursverfahrens nur eine geringere Konkursquote zur Verteilung gelangt, eine Schadenshaftung des Kreditgebers nach § 826 BGB im allgemeinen nur dann zur Folge, wenn der Kreditgeber sich gleichzeitig Vorteile vor denjenigen verschafft hat, die infolge der Kredithingabe auf die Wirtschaftskraft des Unternehmens vertrauten (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 4. Juli 1961 - VI ZR 84/60 - WM 1961, 1103). - BGH, 15.06.1962 - VI ZR 268/61
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
Es kann nicht zweifelhaft sein, dass ein solches Verhalten mit dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht denkenden Kaufleute der hier beteiligten Kreise nicht wohl vereinbar ist (vgl. RGZ 136, 247, 253; BGH Urteil vom 20. Dezember 1957 - VI ZR 188/56 - WM 1958, 249, 250; vom 13. April 1959 - II ZR 17/58 - WM 1959, 1032; vom 22. Januar 1962 - III ZR 198/60 - WM 1962, 527, 529; vom 15. Juni 1962 - VI ZR 268/61 - WM 1962, 962, 965;… BGB RGRK 11. Aufl. § 826 Anm. 35).
- BGH, 20.12.1957 - VI ZR 188/56
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
Es kann nicht zweifelhaft sein, dass ein solches Verhalten mit dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht denkenden Kaufleute der hier beteiligten Kreise nicht wohl vereinbar ist (vgl. RGZ 136, 247, 253; BGH Urteil vom 20. Dezember 1957 - VI ZR 188/56 - WM 1958, 249, 250; vom 13. April 1959 - II ZR 17/58 - WM 1959, 1032; vom 22. Januar 1962 - III ZR 198/60 - WM 1962, 527, 529; vom 15. Juni 1962 - VI ZR 268/61 - WM 1962, 962, 965;… BGB RGRK 11. Aufl. § 826 Anm. 35). - RG, 09.04.1932 - IX 74/31
1. Unter welchen Voraussetzungen kann ein Kreditgeber, dessen Schuldner einem …
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
Es kann nicht zweifelhaft sein, dass ein solches Verhalten mit dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht denkenden Kaufleute der hier beteiligten Kreise nicht wohl vereinbar ist (vgl. RGZ 136, 247, 253; BGH Urteil vom 20. Dezember 1957 - VI ZR 188/56 - WM 1958, 249, 250; vom 13. April 1959 - II ZR 17/58 - WM 1959, 1032; vom 22. Januar 1962 - III ZR 198/60 - WM 1962, 527, 529; vom 15. Juni 1962 - VI ZR 268/61 - WM 1962, 962, 965;… BGB RGRK 11. Aufl. § 826 Anm. 35). - BGH, 22.01.1962 - III ZR 198/60
Verletzung der Amtspflicht durch das Finanzamt bei Gewährung eines Kredits - …
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
Es kann nicht zweifelhaft sein, dass ein solches Verhalten mit dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht denkenden Kaufleute der hier beteiligten Kreise nicht wohl vereinbar ist (vgl. RGZ 136, 247, 253; BGH Urteil vom 20. Dezember 1957 - VI ZR 188/56 - WM 1958, 249, 250; vom 13. April 1959 - II ZR 17/58 - WM 1959, 1032; vom 22. Januar 1962 - III ZR 198/60 - WM 1962, 527, 529; vom 15. Juni 1962 - VI ZR 268/61 - WM 1962, 962, 965;… BGB RGRK 11. Aufl. § 826 Anm. 35). - BGH, 13.04.1959 - II ZR 17/58
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 14.04.1964 - VI ZR 219/62
Es kann nicht zweifelhaft sein, dass ein solches Verhalten mit dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht denkenden Kaufleute der hier beteiligten Kreise nicht wohl vereinbar ist (vgl. RGZ 136, 247, 253; BGH Urteil vom 20. Dezember 1957 - VI ZR 188/56 - WM 1958, 249, 250; vom 13. April 1959 - II ZR 17/58 - WM 1959, 1032; vom 22. Januar 1962 - III ZR 198/60 - WM 1962, 527, 529; vom 15. Juni 1962 - VI ZR 268/61 - WM 1962, 962, 965;… BGB RGRK 11. Aufl. § 826 Anm. 35).
- BGH, 12.04.2016 - XI ZR 305/14
Gefahr einander widersprechender Entscheidungen bei Zurückverweisung der Sache im …
Rn. 38 (1) Die Wahrnehmung eigener Sicherungsinteressen ist als solche grundsätzlich nicht sittenwidrig (vgl. BGH, Urteile vom 3. Juni 1958 - VI ZR 79/57, WM 1958, 895, vom 9. Dezember 1969 - VI ZR 50/68, WM 1970, 399, 400, vom 14. November 1983 - II ZR 39/83, WM 1983, 1406 und vom 30. Oktober 1990 - IX ZR 9/90, WM 1991, 88, 90), auch dann nicht, wenn sich ein Gläubiger von seinem Schuldner für einen bereits gewährten Kredit nachträglich Sicherheiten bestellen lässt (BGH, Urteil vom 14. April 1964 - VI ZR 219/62, WM 1964, 671, 672 f.).Danach ist die Insolvenzreife des Darlehensnehmers und Sicherungsgebers notwendige Voraussetzung für die Prüfungspflicht bzw. das Vorliegen eines Sittenverstoßes bei Verletzung der Prüfungspflicht (ebenso BGH, Urteile vom 4. Juli 1961 - VI ZR 236/60, WM 1961, 1126, 1127 und vom 14. April 1964 - VI ZR 219/62, WM 1964, 671, 672).
- BGH, 09.07.1979 - II ZR 118/77
Herstatt - Konkursverschleppungshaftung von Aufsichtsratsmitgliedern
Erst wenn ernste Zwefel an dem Gelingen eines Sanierungsversuchs bestehen und deshalb damit zu rechnen ist, daß er den Zusammenbruch des Unternehmens allenfalls verzögern, aber nicht auf die Dauer verhindern wird, kann der Vorwurf sittenwidrigen Handelns zum Schaden der Gläubiger vor allem dann berechtigt sein, wenn dieses Handeln auf eigensüchtigen Beweggründen beruht (vgl. BGHZ 10, 228, 233 f; BGH, Urt. v. 14.4.64 - VI ZR 219/62, WM 1964, 671; v. 9.2.65 -VI ZR 153/63, WM 1965, 475; v. 9.12.69 - VI ZR 50/68, LM BGB § 826 [Ge] Nr. 8). - BGH, 09.12.1969 - VI ZR 50/68
Bank - Kreditgewährung - Schadenersatzpflicht
Der a n s tö ß ig e E ig e n n u tz d e r Bank l i e g t a u f d e r Hand, wenn s i e d ie um e ig e n e r V o r t e i l e w i l l e n b e w ir k te H in a u ssc h ie b u n g d e s K onkurses v e r a n l a ß t , obwohl s i e w eiß o der doch b i l l i g e n d i n Kauf nim m t, daß d ad u rch d ie L ie f e r a n t e n d e s U nternehm ens zu Schaden kommen kön n en , w ährend s i e , w e il d e r e n neue L ie fe ru n g e n k r a f t d es S ic h e r u n g s v e r tr a g e s i n i h r E igentum üb e r gehe n , d ad u r ch dem nächst g ü n s tig e r ab sc h n e id e n k an n ( S e n a t s u r t e i l vom 14. A p r il 1964 - V I ZR 219/62 - WM 1964, 671 a n w .U .).
- BGH, 25.03.2003 - VI ZR 355/02
Beiordnung eines Notanwalts für Nichtzulassungsbeschwerde
Die Frage, ob und wann eine finanzierende Bank den ausfallenden Gläubigern aus § 826 BGB auf Schadensersatz haften kann, ist in der Rechtsprechung seit langem geklärt (vgl. Senatsurteile vom 14. April 1964 - VI ZR 219/62 - WM 1964, 671; vom 9. Dezember 1969 - VI ZR 50/68 - NJW 1970, 657; vom 29. Mai 2001 - VI ZR 114/00 - VersR 2001, 1292; BGH, Urteil vom 19. Oktober 1987 - II ZR 9/87 - NJW 1988, 700 - jeweils m.w.N.). - BGH, 09.07.1979 - II ZR 211/76
Ersatzanspruch auf Grund der Verletzung des Konkursantragsrechts - Ausdehnung der …
Erst wenn ernste Zweifel an dem Gelingen eines Sanierungsversuchs bestehen und deshalb damit zu rechnen ist, daß er den Zusammenbruch des Unternehmens allenfalls verzögern, aber nicht auf die Dauer verhindern wird, kann der Vorwurf sittenwidrigen Handelns zum Schaden der Gläubiger vor allem dann berechtigt sein, wenn dieses Handeln auf eigensüchtigen Beweggründen beruht (vgl. BGHZ 10, 228, 233 f; BGH, Urt. v. 14.4.64 - VI ZR 219/62 -, WM 1964, 671; v. 9.2.69 - VI ZR 153/63 -, WM 1965, 475; v. 9.12.69 - VI ZR 50/68 -, LM BGB § 826 [Ge] Nr. 8). - BGH, 03.02.1970 - VI ZR 245/67
Voraussetzungen für die Eröffnung eines Konkursverfahrens - Anforderungen an den …
Das gilt jedenfalls, weil, wie das Berufungsgericht unangefochten feststellt, der Beklagte He. mit seinem Verhalten seit Anfang November 1951 bezweckte, den Verlust der beklagten Bank wenn irgendmöglich zu verringern, auch unter Schädigung anderer Gläubiger (BGH Urteil vom 14. April 1964 - VI ZR 219/62 = WM 1964, 671 m.w.N.). - BGH, 09.02.1965 - VI ZR 153/63
Anspruch auf Schadensersatz - Gewährung von Krediten
Der erkennende Senat ist indessen zur Aufhebung des Berufungsurteils und zur Zurückverweisung der Sache an die Vorinstanz gelangt (Urteil vom 14. April 1964 - VI ZR 219/62). - OLG Koblenz, 26.11.2002 - 3 U 1775/01
Schadensersatzpflicht eines gewerblichen Vermittlers von Terminoptionen wegen …
Besonderer Leichtsinn eines Geschädigten wurde in der Rechtsprechung jedoch nur beim Zusammentreffen mit lediglich bedingtem Vorsatz des Schädigers als erhebliches Mitverschulden gewertet (BGH, Urt. v. 03.02.1970 - VI ZR 219/62;… nur teilweise abgedruckt in BB 1971, S. 326;… zitiert in BGH NJW 1984, S. 921). - LG Köln, 13.05.2014 - 3 O 208/12
Nichtigkeit von Garantievereinbarungen aufgrund eines "eigensüchtigen …
Ob sie so vorgeht oder zunächst abwartend still hält, muss grundsätzlich ihr überlassen bleiben (BGH vom 14. April 1964 -- VI ZR 219/62 -- WM 1964, 671).
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