Rechtsprechung
| VG Oldenburg, 07.12.2010 - 1 A 2477/09 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 22b Abs 3 S 2 GemO ND; § 22b Abs 3 S 1 GemO ND; § 22b Abs 1 GemO ND
Bürgerbegehren; Klagebefugnis; Vertretungsberechtigung; Biogasanlage; Bauleitplanung - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz)
Bürgerbegehren gegen Biogasanlagen: Klage auf Zulassung
Verfahrensgang
- VG Oldenburg, 07.12.2010 - 1 A 2477/09
- OVG Niedersachsen, 21.05.2012 - 10 LA 3/11
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (2)
- VG Stuttgart, 30.06.2010 - 7 K 273/09
Gegenstand des Bürgerentscheids
Auszug aus VG Oldenburg, 07.12.2010 - 1 A 2477/09
Inhalt und Ziel eines Bürgerbegehrens sind entsprechend dem Rechtsgedanken des § 133 BGB für die Auslegung von Willenserklärungen nach dem objektiven Erklärungsinhalt, wie er in der Formulierung und Begründung des Bürgerbegehrens zum Ausdruck kommt und von den Unterzeichnern verstanden werden konnte und musste, zu ermitteln (vgl. VG Stuttgart, Urteil vom 30. Juni 2006 - 7 K 273/09 - zitiert nach juris). - VG Oldenburg, 19.04.2005 - 2 B 901/05
Antragsbefugnis und Gesamtvertretung für Klageverfahren der Initiative bei einem …
Auszug aus VG Oldenburg, 07.12.2010 - 1 A 2477/09
Zum Anderen erscheint die Notwendigkeit einer Gesamtvertretung bei aktiven Handeln auch deshalb als sachgerecht, weil dabei der hinter einer solchen Beschränkung der Vertretungsmacht stehende Gedanke, die Vertretenen einerseits vor unüberlegtem, unzweckmäßigem oder pflichtwidrigen Verhalten eines einzelnen Vertreters zu schützen und andererseits die versammelte Kompetenz und Verantwortung der verschiedenen Vertreter für die Gesamtheit der Unterzeichner nutzbar zu machen, besondere Beachtung verdient (ebenso VG Oldenburg, Beschluss vom 19. April 2005 - 2 B 901/05, zitiert nach juris, sowie Wefelmeyer, a.a.O., § 22 b Rdr. 82 m.w.N. zum Sach- und Streitstand).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.06.2017 - 15 A 1561/15
Wuppertaler Bürgerbegehren "Döpps105" unzulässig
12/402, S. 78; ebenso für das bayerische Kommunalrecht BayVGH, Beschluss vom 28. November 2016 - 4 ZB 16.1610 -, juris Rn. 10, Urteil vom 10. März 1999 - 4 B 98.1349 -, juris Rn. 15; für das niedersächsische Kommunalrecht VG Oldenburg, Urteil vom 7. Dezember 2010- 1 A 2477/09 -, juris Rn. 40. - OVG Niedersachsen, 02.03.2021 - 10 ME 14/21
Bauleitplanung; Beanstandung; Bürgerbegehren; Bürgerentscheid; Formerfordernisse; …
In der Rechtsprechung und in der Kommentarliteratur wird überwiegend vertreten, dass zumindest im Falle der Aktivvertretung diese Vertreter nur gemeinschaftlich, d. h. in ihrer Gesamtheit zur Vertretung der Unterzeichnenden berechtigt sind (OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 13.6.2017 - 15 A 1561/15 -, juris Rn. 49 ff. …und Beschluss vom 24.4.2017 - 15 B 479/17 -, juris Rn. 8; VG Oldenburg, Urteil vom 7.12.2010 - 1 A 2477/09 -, juris Rn. 40 …und Urteil vom 19.4.2005 - 2 B 901/05 -, juris Rn. 15;… Wefelmeier in KVR Nds, § 32 Rn. 66 m.w.N.;… H. in Ipsen, 1. Aufl. 2011, NKomVG, § 32 Rn. 58;… a. A. Thiele, 2. Aufl. 2017, NKomVG, § 32 Rn. 16: Alleinvertretungsrecht). - VG Düsseldorf, 21.05.2015 - 1 K 3171/14
Klage auf Feststellung der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens "Döpps105" in …
Rn. 36 Vgl. Verwaltungsgericht (VG) Köln, Urteil vom 31. Mai 1999 - 4 K 7677/96 -, NWVBl. 2000, 155 (Ls. und Gründe) = juris (nur Ls.) mit umfassender Begründung und w.N.; Urteil der Kammer vom 17. September 2004 - 1 K 5435/01 -, juris, Rn. 73 ff. m.w.N.; ferner Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH), Urteil vom 10. März 1999 - 4 B 98.1349 -, juris, Rn. 15; VG Oldenburg, Urteil vom 7. Dezember 2010 - 1 A 2477/09 -, juris, Rn. 40; VG Würzburg, Urteil vom 9. Februar 2011 - W 2 K 10.1215 -, juris, Rn. 25 (abweichende Regelung durch Hinweis in Unterschriftenliste möglich). - VG Neustadt, 23.12.2021 - 3 L 1138/21
Bürgerbegehren in Trippstadt unzulässig
Im Falle der Aktivvertretung des Bürgerbegehrens sind dessen Vertreter nur gemeinschaftlich, d. h. im Wege der Gesamtvertretung berechtigt, Handlungen für die Vertretenen vorzunehmen (vgl. Dietlein, in: Praxis der Kommunalverwaltung Rheinland-Pfalz, Anmerkung 4.1.2.5.4 zu § 17a GemO ; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 2.3.2021, a.a.O.; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13.6.2017 - 15 A 1561/15 - und Beschluss vom 24.4.2017 - 15 B 479/17; VG Oldenburg, Urteil vom 7.12.2010 - 1 A 2477/09 - und Urteil vom 19.4.2005 - 2 B 901/05).
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