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Rechtsprechung
   OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,31242
OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25 (https://dejure.org/2025,31242)
OVG Saarland, Entscheidung vom 05.09.2025 - 1 B 91/25 (https://dejure.org/2025,31242)
OVG Saarland, Entscheidung vom 05. September 2025 - 1 B 91/25 (https://dejure.org/2025,31242)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Rechtsprechungsdatenbank Saarland

    Ziff 2.2 Beurteilungs-AV, Ziff 3.1 Beurteilungs-AV, Ziff 3.2 Beurteilungs-AV, Ziff 4.6 Beurteilungs-AV, Ziff 4.7 Beurteilungs-AV
    Konkurrentenstreitigkeit wegen Praxisaufstieg in die Laufbahngruppe des höheren Dienstes

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anlassbeurteilung; Bestenauslese; Beurteilungsbeitrag; Beurteilungszeitraum; Bewerbungsverfahrensanspruch; Bezugnahmebeurteilung; Endamt; Fortentwicklungsgebot; höherer Dienst; Konkurrentenstreit; Praxisaufstieg; Regelbeurteilung; Vorfestlegung; Konkurrentenstreitigkeit ...

  • rechtsportal.de

    Anlassbeurteilung; Bestenauslese; Beurteilungsbeitrag; Beurteilungszeitraum; Bewerbungsverfahrensanspruch; Bezugnahmebeurteilung; Endamt; Fortentwicklungsgebot; höherer Dienst; Konkurrentenstreit; Praxisaufstieg; Regelbeurteilung; Vorfestlegung; Konkurrentenstreitigkeit ...

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (28)

  • OVG Saarland, 03.01.2025 - 1 B 172/24

    Unzulässige Auswahlentscheidung bei Verzicht auf Regelbeurteilung

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 12 aa) Das Bundesverwaltungsgericht hat die Bedeutung der Regel- gegenüber der Anlassbeurteilung (Bedarfsbeurteilung) als Mittel der Personalauswahl in seiner jüngeren Rechtsprechung wiederholt betont[Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1/18 -, juris, Rn. 41; Beschluss vom 02.07.2020 - 2 A 6/19 -, juris, Rn. 10 ff.; ebenso Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 19 ff.][Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1/18 -, juris, Rn. 41; Beschluss vom 02.07.2020 - 2 A 6/19 -, juris, Rn. 10 ff.; ebenso Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 19 ff.] und dazu ausgeführt, das Ziel dienstlicher Beurteilungen, einen an Art. 33 Abs. 2 GG orientierten Vergleich mehrerer Beamtinnen und Beamter zu ermöglichen, werde "höchstmöglich" durch Regelbeurteilungen erreicht, wenn und weil sie auf einem grundsätzlich (annähernd) gleichen Beurteilungszeitraum mit einem gemeinsamen Stichtag beruhten.

    Rn. 16 b) Auch wenn man vor diesem Hintergrund einen objektiven Verstoß des Antragsgegners gegen seine grundsätzliche Verpflichtung zur Erstellung von Regel- bzw. Bezugnahmebeurteilungen annähme, würde dies jedoch nicht die Schlussfolgerung tragen, dass der Verstoß des Dienstherrn gegen die Verpflichtung, "seine" Beamtinnen und Beamten regelmäßig zu beurteilen, für sich genommen und ausnahmslos dazu führen würde, dass jede auf Bedarfs- bzw. Anlassbeurteilungen gestützte Auswahlentscheidung schon aus diesem Grunde den Bewerbungsverfahrensanspruch unterlegener Bewerberinnen und Bewerber verletzen würde.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; Bodanowitz, in: Schnellenbach/Bodanowitz, Die dienstliche Beurteilung der Beamten und der Richter, B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020); a.A. (wohl) OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.11.2023 - OVG 4 S 64.13 -, juris, Ls. 4 und Rn. 13, sowie OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.08.2011 - 1 M 65/11 -, juris, Rn. 12][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; Bodanowitz, in: Schnellenbach/Bodanowitz, Die dienstliche Beurteilung der Beamten und der Richter, B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020); a.A. (wohl) OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.11.2023 - OVG 4 S 64.13 -, juris, Ls. 4 und Rn. 13, sowie OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.08.2011 - 1 M 65/11 -, juris, Rn. 12].

    Vielmehr ginge ein solcher "Beförderungsstopp" letztlich in unbilliger Weise auch zu Lasten der eine Beförderung anstrebenden Beamtinnen und Beamten.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 33; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; siehe im Übrigen auch Urteil des Senats vom 13.01.2022 - 1 A 74/21 -, juris, Rn. 46 (zum Bestand einer Beurteilung trotz Rechtswidrigkeit der das Beurteilungsverfahren regelnden Verwaltungsvorschriften wegen Verstoßes gegen die Wesentlichkeitslehre); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.05.2019 - 2 A 15/17 -, juris, Rn. 38 (zu einer rechtsfehlerhaft unterbliebenen "Halbzeit-Beurteilung")][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 33; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; siehe im Übrigen auch Urteil des Senats vom 13.01.2022 - 1 A 74/21 -, juris, Rn. 46 (zum Bestand einer Beurteilung trotz Rechtswidrigkeit der das Beurteilungsverfahren regelnden Verwaltungsvorschriften wegen Verstoßes gegen die Wesentlichkeitslehre); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.05.2019 - 2 A 15/17 -, juris, Rn. 38 (zu einer rechtsfehlerhaft unterbliebenen "Halbzeit-Beurteilung")].

    Rn. 19 Auch wenn sich die Beurteilungspraxis des Antragsgegners als objektiv rechtswidrig darstellen sollte, kommt es im Streitfall damit entscheidend darauf an, ob die der Auswahlentscheidung zugrunde liegenden Bedarfsbeurteilungen eine tragfähige Grundlage für eine an Art. 33 Abs. 2 GG ausgerichtete Auswahlentscheidung bilden, was ungeachtet unterbliebener Regelbeurteilungen der Fall sein kann.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 24; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 44; Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020)][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 24; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 44; Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020)].

    Weicht das Notengefüge der Anlassbeurteilung deutlich von der Notengebung der Regelbeurteilung ab, ist das ein Indiz für das Fehlen des erforderlichen Fortentwicklungscharakters der Anlassbeurteilung und gegebenenfalls für eine an sachfremden Gesichtspunkten orientierte Beurteilungspraxis.[BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris, Rn. 30 f.; ebenso Beschlüsse des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 27, und vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17][BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris, Rn. 30 f.; ebenso Beschlüsse des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 27, und vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17].

    Er unterscheidet sich namentlich auch von einer Konstellation, in der ein Dienstherr sich prinzipiell über die normative Anordnung eines grundsätzlich auf Regelbeurteilungen basierenden Beurteilungssystems hinwegsetzt.[vgl. dazu Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris][vgl. dazu Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris] Unabhängig von der Frage, ob der Antragsgegner hier zu Recht auf weitere regelmäßige dienstliche Beurteilungen verzichtet hat, muss zudem nach dem "Gesetz der abnehmenden Aussagekraft"[vgl. Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 251a m.w.N. (Stand: April 2020)][vgl. Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 251a m.w.N. (Stand: April 2020)] davon ausgegangen werden, dass die Bedeutung der seinerzeitigen Regelbeurteilungen für die Bewertung des aktuellen Leistungsbilds der Antragstellerin und der Beigeladenen verblasst ist und sich relativiert.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.01.2009 - 6 B 1594/08

    Einschränkung der Vergleichbarkeit aus der Art der Beurteilung als …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 23 bb) Auch in der obergerichtlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass ein Beurteilungssystem, das - wie hier - sowohl Regel- als in bestimmten Fällen auch ergänzende Anlassbeurteilungen vorsieht, zwangsläufig zu unterschiedlichen Beurteilungszeiträumen führt und dies in Kauf nimmt.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.2014 - 10 B 10320/14 -, juris, Rn. 18; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.2014 - 10 B 10320/14 -, juris, Rn. 18; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.] Diesem Ansatz schließt sich der Senat an: Allein aus der Art der Beurteilung als Regel- oder Anlassbeurteilung ergibt sich noch keine Einschränkung der Vergleichbarkeit.

    Vielmehr müssen solche Unterschiede auf der Ebene der Auswahlentscheidung erkannt und in einer plausiblen Weise ausgeglichen werden.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 f. m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 10; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 11.04.2018 - 5 ME 21/18 -, juris, Ls. 1 und Rn. 7 m.w.N.][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 f. m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 10; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 11.04.2018 - 5 ME 21/18 -, juris, Ls. 1 und Rn. 7 m.w.N.].

    Ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist eine Frage, die unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls zu entscheiden ist.[Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.][Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.].

    Die Beurteilungen sind hier gerade auch für die Zeitspanne erfolgt, während der den gezeigten Leistungen das größte Gewicht für die Auswahlentscheidungen zukommt.[vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 13][vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 13] Für die Vergleichbarkeit dienstlicher (Anlass-) Beurteilungen ist aber von größerer Bedeutung, dass der von ihnen abgedeckte Zeitraum zum gleichen Zeitpunkt (oder zumindest zu nicht erheblich auseinander fallenden Zeitpunkten) endet, als dass der jeweils erfasste Beurteilungszeitraum zum gleichen Datum beginnt.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 07.11.2016 - 6 B 1091/16 -, juris, Rn. 5 m.w.N.; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 12.04.2013 - 1 WDS-VR 1/13 -, juris, Rn. 40][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 07.11.2016 - 6 B 1091/16 -, juris, Rn. 5 m.w.N.; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 12.04.2013 - 1 WDS-VR 1/13 -, juris, Rn. 40].

  • OVG Thüringen, 28.11.2017 - 2 EO 524/17

    Konkurrentenstreitverfahren um die Besetzung einer Beförferungstelle als …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 23 bb) Auch in der obergerichtlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass ein Beurteilungssystem, das - wie hier - sowohl Regel- als in bestimmten Fällen auch ergänzende Anlassbeurteilungen vorsieht, zwangsläufig zu unterschiedlichen Beurteilungszeiträumen führt und dies in Kauf nimmt.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.2014 - 10 B 10320/14 -, juris, Rn. 18; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 02.07.2014 - 10 B 10320/14 -, juris, Rn. 18; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.] Diesem Ansatz schließt sich der Senat an: Allein aus der Art der Beurteilung als Regel- oder Anlassbeurteilung ergibt sich noch keine Einschränkung der Vergleichbarkeit.

    Vielmehr müssen solche Unterschiede auf der Ebene der Auswahlentscheidung erkannt und in einer plausiblen Weise ausgeglichen werden.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 f. m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 10; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 11.04.2018 - 5 ME 21/18 -, juris, Ls. 1 und Rn. 7 m.w.N.][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 f. m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 10; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 11.04.2018 - 5 ME 21/18 -, juris, Ls. 1 und Rn. 7 m.w.N.].

    Ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist eine Frage, die unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls zu entscheiden ist.[Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.][Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 9, m.w.N.; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.].

    Die Beurteilungen sind hier gerade auch für die Zeitspanne erfolgt, während der den gezeigten Leistungen das größte Gewicht für die Auswahlentscheidungen zukommt.[vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 13][vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.01.2009 - 6 B 1594/08 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 24.06.2016 - 10 B 10278/16.OVG -, BeckRS 2016, 117559, Rn. 13] Für die Vergleichbarkeit dienstlicher (Anlass-) Beurteilungen ist aber von größerer Bedeutung, dass der von ihnen abgedeckte Zeitraum zum gleichen Zeitpunkt (oder zumindest zu nicht erheblich auseinander fallenden Zeitpunkten) endet, als dass der jeweils erfasste Beurteilungszeitraum zum gleichen Datum beginnt.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 07.11.2016 - 6 B 1091/16 -, juris, Rn. 5 m.w.N.; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 12.04.2013 - 1 WDS-VR 1/13 -, juris, Rn. 40][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 07.11.2016 - 6 B 1091/16 -, juris, Rn. 5 m.w.N.; Thüringer OVG, Beschluss vom 28.11.2017 - 2 EO 524/17 -, juris, Rn. 8 m.w.N.; vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 12.04.2013 - 1 WDS-VR 1/13 -, juris, Rn. 40].

  • BVerwG, 22.11.2012 - 2 VR 5.12

    Bewerbungsverfahrensanspruch; Rechtsschutzverhinderung; Ämterstabilität; …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Hat der Dienstherr Richtlinien über die Erstellung dienstlicher Beurteilungen erlassen, sind die Beurteilenden aufgrund des Gleichheitssatzes hinsichtlich des anzuwendenden Verfahrens und der anzulegenden Maßstäbe an diese Richtlinien grundsätzlich gebunden; das Gericht hat dann auch zu kontrollieren, ob die Richtlinien eingehalten sind, ob sie im Rahmen der gesetzlichen Ermächtigung verbleiben und ob sie auch sonst mit den gesetzlichen Vorschriften in Einklang stehen.[st. Rspr., vgl. nur BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5/12 -, juris, Rn. 27 m.w.N.][st. Rspr., vgl. nur BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5/12 -, juris, Rn. 27 m.w.N.] Der Antragsgegner hat sich auch nicht etwa darauf berufen, seine ständige tatsächliche Beurteilungspraxis weiche von der Beurteilungs-AV ab.[vgl. hierzu etwa OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 05.10.2020 - 6 A 210/10 -, juris, Rn. 17 f. m.w.N.][vgl. hierzu etwa OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 05.10.2020 - 6 A 210/10 -, juris, Rn. 17 f. m.w.N.].

    Rn. 21 aa) Allerdings ist auch insofern darauf hinzuweisen, dass der von Art. 33 Abs. 2 GG geforderte Leistungsvergleich der Bewerberinnen und Bewerber um ein Beförderungsamt anhand aussagekräftiger, d. h. aktueller, hinreichend differenzierter und auf gleichen Bewertungsmaßstäben beruhender dienstlicher Beurteilungen vorgenommen werden muss.[st.Rspr., vgl. nur BVerfG-K, (Nichtannahme-)Beschluss vom 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16 -, juris, Rn. 89 m.w.N.; BVerwG, Beschlüsse vom 21.12.2016 - 2 VR 1/16 -, juris, Rn. 21 ff., vom 19.12.2014 - 2 VR 1/14 -, juris, Rn. 21 ff., und vom 22.11.2012 - 2 VR 5/12 -, juris, Rn. 23 ff.][st.Rspr., vgl. nur BVerfG-K, (Nichtannahme-)Beschluss vom 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16 -, juris, Rn. 89 m.w.N.; BVerwG, Beschlüsse vom 21.12.2016 - 2 VR 1/16 -, juris, Rn. 21 ff., vom 19.12.2014 - 2 VR 1/14 -, juris, Rn. 21 ff., und vom 22.11.2012 - 2 VR 5/12 -, juris, Rn. 23 ff.] Dabei ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung davon auszugehen, dass die Funktion einer dienstlichen (planmäßigen oder Sonder-/Anlass-) Beurteilung in einer Auswahlentscheidung als Instrument der "Klärung einer Wettbewerbssituation" die Gewährleistung einer Vergleichbarkeit der Beurteilungen erfordert.

    Weicht das Notengefüge der Anlassbeurteilung deutlich von der Notengebung der Regelbeurteilung ab, ist das ein Indiz für das Fehlen des erforderlichen Fortentwicklungscharakters der Anlassbeurteilung und gegebenenfalls für eine an sachfremden Gesichtspunkten orientierte Beurteilungspraxis.[BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris, Rn. 30 f.; ebenso Beschlüsse des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 27, und vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17][BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris, Rn. 30 f.; ebenso Beschlüsse des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 27, und vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17].

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.07.2003 - 1 B 349/03

    Auswirkungen eines Verfahrensfehlers in einem Auswahlverfahren für einen …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Vielmehr ginge ein solcher "Beförderungsstopp" letztlich in unbilliger Weise auch zu Lasten der eine Beförderung anstrebenden Beamtinnen und Beamten.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 33; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; siehe im Übrigen auch Urteil des Senats vom 13.01.2022 - 1 A 74/21 -, juris, Rn. 46 (zum Bestand einer Beurteilung trotz Rechtswidrigkeit der das Beurteilungsverfahren regelnden Verwaltungsvorschriften wegen Verstoßes gegen die Wesentlichkeitslehre); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.05.2019 - 2 A 15/17 -, juris, Rn. 38 (zu einer rechtsfehlerhaft unterbliebenen "Halbzeit-Beurteilung")][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 33; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; siehe im Übrigen auch Urteil des Senats vom 13.01.2022 - 1 A 74/21 -, juris, Rn. 46 (zum Bestand einer Beurteilung trotz Rechtswidrigkeit der das Beurteilungsverfahren regelnden Verwaltungsvorschriften wegen Verstoßes gegen die Wesentlichkeitslehre); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.05.2019 - 2 A 15/17 -, juris, Rn. 38 (zu einer rechtsfehlerhaft unterbliebenen "Halbzeit-Beurteilung")].

    Ein (Verfahrens-)Fehler schlägt demgemäß nicht stets, sondern nur dann durch, wenn er seiner Art nach die Annahme stützt, der Auswahlentscheidung fehle eine hinreichende Orientierung an den materiellen Kriterien der Bestenauslese, und der Bewerber darüber hinaus durch diesen Fehler nachteilig in seiner Rechtsstellung betroffen wird.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 02.04.2009 - 1 B 1833/08 -, juris, Rn. 29, und vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 32][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 02.04.2009 - 1 B 1833/08 -, juris, Rn. 29, und vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 32].

    Allerdings führt ein Verstoß gegen solche Ordnungsvorgaben - es handelt sich, wie schon die Überschrift der betreffenden Ziffer der Beurteilungs-AV ("Form") deutlich macht, um eine Formvorschrift - für sich genommen nicht zur Rechtswidrigkeit der betroffenen Beurteilungen, da er sich nicht auf deren Inhalt auswirkt.[vgl. Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 233 (Stand: Oktober 2022)][vgl. Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 233 (Stand: Oktober 2022)] Der in Rede stehende Umstand lässt namentlich nicht die Schlussfolgerung zu, dass die Auswahlentscheidung nicht in Übereinstimmung mit den materiellen Kriterien der Bestenauslese stehe und die Antragstellerin hierdurch nachteilig in ihrer Rechtsstellung betroffen werde.[OVG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 02.04.2009 - 1 B 1833/08 -, juris, Rn. 29, und vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 32][OVG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 02.04.2009 - 1 B 1833/08 -, juris, Rn. 29, und vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 32].

  • VGH Hessen, 25.04.2022 - 1 B 2385/21

    Aktualisierungsbedürfnis von Anlassbeurteilungen in einem reinen …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 16 b) Auch wenn man vor diesem Hintergrund einen objektiven Verstoß des Antragsgegners gegen seine grundsätzliche Verpflichtung zur Erstellung von Regel- bzw. Bezugnahmebeurteilungen annähme, würde dies jedoch nicht die Schlussfolgerung tragen, dass der Verstoß des Dienstherrn gegen die Verpflichtung, "seine" Beamtinnen und Beamten regelmäßig zu beurteilen, für sich genommen und ausnahmslos dazu führen würde, dass jede auf Bedarfs- bzw. Anlassbeurteilungen gestützte Auswahlentscheidung schon aus diesem Grunde den Bewerbungsverfahrensanspruch unterlegener Bewerberinnen und Bewerber verletzen würde.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; Bodanowitz, in: Schnellenbach/Bodanowitz, Die dienstliche Beurteilung der Beamten und der Richter, B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020); a.A. (wohl) OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.11.2023 - OVG 4 S 64.13 -, juris, Ls. 4 und Rn. 13, sowie OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.08.2011 - 1 M 65/11 -, juris, Rn. 12][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; Bodanowitz, in: Schnellenbach/Bodanowitz, Die dienstliche Beurteilung der Beamten und der Richter, B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020); a.A. (wohl) OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.11.2023 - OVG 4 S 64.13 -, juris, Ls. 4 und Rn. 13, sowie OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.08.2011 - 1 M 65/11 -, juris, Rn. 12].

    Vielmehr ginge ein solcher "Beförderungsstopp" letztlich in unbilliger Weise auch zu Lasten der eine Beförderung anstrebenden Beamtinnen und Beamten.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 33; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; siehe im Übrigen auch Urteil des Senats vom 13.01.2022 - 1 A 74/21 -, juris, Rn. 46 (zum Bestand einer Beurteilung trotz Rechtswidrigkeit der das Beurteilungsverfahren regelnden Verwaltungsvorschriften wegen Verstoßes gegen die Wesentlichkeitslehre); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.05.2019 - 2 A 15/17 -, juris, Rn. 38 (zu einer rechtsfehlerhaft unterbliebenen "Halbzeit-Beurteilung")][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 21; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.07.2003 - 1 B 349/03 -, juris, Rn. 33; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 43; siehe im Übrigen auch Urteil des Senats vom 13.01.2022 - 1 A 74/21 -, juris, Rn. 46 (zum Bestand einer Beurteilung trotz Rechtswidrigkeit der das Beurteilungsverfahren regelnden Verwaltungsvorschriften wegen Verstoßes gegen die Wesentlichkeitslehre); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.05.2019 - 2 A 15/17 -, juris, Rn. 38 (zu einer rechtsfehlerhaft unterbliebenen "Halbzeit-Beurteilung")].

    Rn. 19 Auch wenn sich die Beurteilungspraxis des Antragsgegners als objektiv rechtswidrig darstellen sollte, kommt es im Streitfall damit entscheidend darauf an, ob die der Auswahlentscheidung zugrunde liegenden Bedarfsbeurteilungen eine tragfähige Grundlage für eine an Art. 33 Abs. 2 GG ausgerichtete Auswahlentscheidung bilden, was ungeachtet unterbliebener Regelbeurteilungen der Fall sein kann.[Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 24; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 44; Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020)][Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 24; Hessischer VGH, Beschluss vom 25.04.2022 - 1 B 2385/21 -, juris, Rn. 44; Bodanowitz, a.a.O., B IV, Rn. 228 m.w.N. (Stand: April 2020)].

  • BVerwG, 12.10.2023 - 2 A 7.22

    Begründungspflicht für wesentliche Verschlechterung einer Regelbeurteilung

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 27 ee) Die Antragstellerin weist ferner in tatsächlicher Hinsicht zutreffend darauf hin, dass die Beurteilungszeiträume der Beigeladenen vorliegend auch Zeiträume vor ihrer letzten Beförderung erfassen.[Beigeladener zu 1.: Beurteilungszeitraum 01.01.2012 bis 30.06.2024, Ernennung zum Regierungsoberamtsrat zum 01.10.2013; Beigeladener zu 2.: Beurteilungszeitraum 01.01.2008 bis 30.06.2024, Ernennung zum Justizoberamtsrat zum 01.04.2012; Beigeladener zu 3.: Beurteilungszeitraum 01.01.2012 bis 30.06.2024, Ernennung zum Justizoberamtsrat zum 01.10.2013][Beigeladener zu 1.: Beurteilungszeitraum 01.01.2012 bis 30.06.2024, Ernennung zum Regierungsoberamtsrat zum 01.10.2013; Beigeladener zu 2.: Beurteilungszeitraum 01.01.2008 bis 30.06.2024, Ernennung zum Justizoberamtsrat zum 01.04.2012; Beigeladener zu 3.: Beurteilungszeitraum 01.01.2012 bis 30.06.2024, Ernennung zum Justizoberamtsrat zum 01.10.2013] Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts[vgl. BVerwG, Urteil vom 12.10.2023 - 2 A 7/22 -, juris, Rn. 39 ff.][vgl. BVerwG, Urteil vom 12.10.2023 - 2 A 7/22 -, juris, Rn. 39 ff.] ist hingegen davon auszugehen, dass im Beurteilungszeitraum noch vor einer Beförderung ins aktuelle Statusamt erbrachte Leistungen nicht nachträglich am Maßstab des nach der Beförderung innegehabten Statusamts bewertet werden dürfen; eine Beurteilung darf sich also nur auf die bereits im (aktuellen) Statusamt erbrachten Leistungen beziehen.

    Rn. 29 Dass die Anlassbeurteilungen der Beigeladenen nach Angaben des Antragsgegners jeweils auch den Zeitraum vor ihren seinerzeitigen Beförderungen, dem für die in Rede stehenden Beurteilungen keine Bedeutung mehr zukommen darf und nach Aktenlage auch nicht erkennbar zugekommen ist, abbilden,[Beschwerdeerwiderung vom 08.07.2025 (Bl. 37, 38 der eAkte 1 B 91/25)][Beschwerdeerwiderung vom 08.07.2025 (Bl. 37, 38 der eAkte 1 B 91/25)] entspricht demgegenüber gerade den Anforderungen der neueren höchstrichterlichen Rechtsprechung, nach der eine Beurteilung auch die im maßgeblichen Beurteilungszeitraum erbrachten - obschon in funktionaler Hinsicht überholten - Leistungen im alten Statusamt erfassen muss.[vgl. BVerwG, Urteil vom 12.10.2023 - 2 A 7/22 -, juris, Rn. 42][vgl. BVerwG, Urteil vom 12.10.2023 - 2 A 7/22 -, juris, Rn. 42].

  • BVerfG, 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16

    Nichtannahmebeschluss: Konkurrentenstreit um die Stelle als Leitender …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 21 aa) Allerdings ist auch insofern darauf hinzuweisen, dass der von Art. 33 Abs. 2 GG geforderte Leistungsvergleich der Bewerberinnen und Bewerber um ein Beförderungsamt anhand aussagekräftiger, d. h. aktueller, hinreichend differenzierter und auf gleichen Bewertungsmaßstäben beruhender dienstlicher Beurteilungen vorgenommen werden muss.[st.Rspr., vgl. nur BVerfG-K, (Nichtannahme-)Beschluss vom 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16 -, juris, Rn. 89 m.w.N.; BVerwG, Beschlüsse vom 21.12.2016 - 2 VR 1/16 -, juris, Rn. 21 ff., vom 19.12.2014 - 2 VR 1/14 -, juris, Rn. 21 ff., und vom 22.11.2012 - 2 VR 5/12 -, juris, Rn. 23 ff.][st.Rspr., vgl. nur BVerfG-K, (Nichtannahme-)Beschluss vom 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16 -, juris, Rn. 89 m.w.N.; BVerwG, Beschlüsse vom 21.12.2016 - 2 VR 1/16 -, juris, Rn. 21 ff., vom 19.12.2014 - 2 VR 1/14 -, juris, Rn. 21 ff., und vom 22.11.2012 - 2 VR 5/12 -, juris, Rn. 23 ff.] Dabei ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung davon auszugehen, dass die Funktion einer dienstlichen (planmäßigen oder Sonder-/Anlass-) Beurteilung in einer Auswahlentscheidung als Instrument der "Klärung einer Wettbewerbssituation" die Gewährleistung einer Vergleichbarkeit der Beurteilungen erfordert.

    Die Einheitlichkeit des Beurteilungszeitraums soll gewährleisten, dass die Beurteilung - für alle Beurteilten gleichmäßig - die zu beurteilenden Merkmale nicht nur punktuell, sondern in ihrer zeitlichen Entwicklung unabhängig von einer konkreten Verwendungsentscheidung erfasst.[BVerwG, Beschlüsse vom 26.03.2015 - 1 WB 44/14 -, juris, Rn. 41, und vom 12.04.2013 - 1 WDS-VR 1.13 -, juris, Rn. 33, vom 24.05.2011 - 1 WB 59.10 -, juris, Rn. 33, sowie Urteile vom 26.09.2012 - 2 A 2.10 -, juris, Rn. 10 m.w.N., und vom 18.07.2001 - 2 C 41/00 -, juris, Rn. 16 m.w.N.][BVerwG, Beschlüsse vom 26.03.2015 - 1 WB 44/14 -, juris, Rn. 41, und vom 12.04.2013 - 1 WDS-VR 1.13 -, juris, Rn. 33, vom 24.05.2011 - 1 WB 59.10 -, juris, Rn. 33, sowie Urteile vom 26.09.2012 - 2 A 2.10 -, juris, Rn. 10 m.w.N., und vom 18.07.2001 - 2 C 41/00 -, juris, Rn. 16 m.w.N.] Einschränkungen dieses Grundsatzes, die sich hinsichtlich des Beurteilungszeitraums aus besonderen äußeren Umständen ergeben können, sind dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nur hinzunehmen, soweit sie auf zwingenden Gründen beruhen.[BVerwG, Urteil vom 18.7.2001 - 2 C 41/00 -, juris, Rn. 17][BVerwG, Urteil vom 18.7.2001 - 2 C 41/00 -, juris, Rn. 17] Auch das Bundesverfassungsgericht betont, dass "die Vergleichbarkeit dienstlicher Beurteilungen durch einen einheitlichen Beurteilungsmaßstab und durch einen annähernd gemeinsamen Stichtag und - wenn möglich - gleichen Beurteilungszeitraum erreicht" wird.[BVerfG-K, (Nichtannahme-)Beschluss vom 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16 -, juris, Rn. 89 m.w.N.][BVerfG-K, (Nichtannahme-)Beschluss vom 09.08.2016 - 2 BvR 1287/16 -, juris, Rn. 89 m.w.N.] Beurteilungszeiträume dürfen daher nicht in einem Ausmaß divergieren, das ihre Vergleichbarkeit ausschließt.[BVerwG, Beschluss vom 26.03.2015 - 1 WB 44/14 -, juris, Rn. 44][BVerwG, Beschluss vom 26.03.2015 - 1 WB 44/14 -, juris, Rn. 44].

  • OVG Saarland, 20.03.2018 - 1 B 827/17
    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Weicht das Notengefüge der Anlassbeurteilung deutlich von der Notengebung der Regelbeurteilung ab, ist das ein Indiz für das Fehlen des erforderlichen Fortentwicklungscharakters der Anlassbeurteilung und gegebenenfalls für eine an sachfremden Gesichtspunkten orientierte Beurteilungspraxis.[BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris, Rn. 30 f.; ebenso Beschlüsse des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 27, und vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17][BVerwG, Beschluss vom 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris, Rn. 30 f.; ebenso Beschlüsse des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 27, und vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17].

    Rn. 32 Diese Grundsätze müssen nach der Rechtsprechung des Senats[Beschluss des Senats vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17 f. (dort zu einer "außergewöhnlichen Leistungssteigerung" in einer kürzer als der Regelbeurteilungszeitraum bemessenen Zeitspanne)][Beschluss des Senats vom 20.03.2018 - 1 B 827/17 -, juris, Rn. 17 f. (dort zu einer "außergewöhnlichen Leistungssteigerung" in einer kürzer als der Regelbeurteilungszeitraum bemessenen Zeitspanne)] regelmäßig auch dann beachtet werden, wenn - wie es hier der Fall war - über Jahre hinweg keine Regelbeurteilungen mehr erfolgt sind, vielmehr stattdessen ausschließlich anlassbezogene Beurteilungen erstellt werden.

  • BVerwG, 09.05.2019 - 2 C 1.18

    Erforderlichkeit einer Anlassbeurteilung in einem auf Regelbeurteilungen …

    Auszug aus OVG Saarland, 05.09.2025 - 1 B 91/25
    Rn. 12 aa) Das Bundesverwaltungsgericht hat die Bedeutung der Regel- gegenüber der Anlassbeurteilung (Bedarfsbeurteilung) als Mittel der Personalauswahl in seiner jüngeren Rechtsprechung wiederholt betont[Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1/18 -, juris, Rn. 41; Beschluss vom 02.07.2020 - 2 A 6/19 -, juris, Rn. 10 ff.; ebenso Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 19 ff.][Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1/18 -, juris, Rn. 41; Beschluss vom 02.07.2020 - 2 A 6/19 -, juris, Rn. 10 ff.; ebenso Beschluss des Senats vom 03.01.2025 - 1 B 172/24 -, juris, Rn. 19 ff.] und dazu ausgeführt, das Ziel dienstlicher Beurteilungen, einen an Art. 33 Abs. 2 GG orientierten Vergleich mehrerer Beamtinnen und Beamter zu ermöglichen, werde "höchstmöglich" durch Regelbeurteilungen erreicht, wenn und weil sie auf einem grundsätzlich (annähernd) gleichen Beurteilungszeitraum mit einem gemeinsamen Stichtag beruhten.

    Rn. 22 Zugleich hat das Bundesverwaltungsgericht[Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1/18 -, juris, Rn. 58][Urteil vom 09.05.2019 - 2 C 1/18 -, juris, Rn. 58] klargestellt, dass eine aus Gründen der Chancengleichheit anzustrebende größtmögliche Vergleichbarkeit der Beurteilungszeiträume in einem Beurteilungssystem mit - wie es hier nach der Konzeption des Normgebers gemäß § 39 Abs. 1 SLVO grundsätzlich der Fall ist - turnusgemäßen Regelbeurteilungen im Grundsatz bereits durch deren gemeinsamen Stichtag und den gleichen Regelbeurteilungszeitraum erreicht wird und es zahlreiche Konstellationen gibt, in denen Abweichungen hinsichtlich des gemeinsamen Zeitraums vorkommen können.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.04.2009 - 1 B 1833/08

    Unterlassung einer außertariflichen Höhergruppierung bis zur Entscheidung über …

  • BVerwG, 18.07.2001 - 2 C 41.00

    Anlassbeurteilung, Beurteilung, Beurteilungsgespräch, Beurteilungsrichtlinien, …

  • BVerwG, 21.12.2016 - 2 VR 1.16

    Anforderungsprofil; Anordnungsgrund; Begründung einer dienstlichen Beurteilung; …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.02.2024 - 1 B 1082/23

    Präsidentenstelle darf mit ausgewählter Bewerberin besetzt werden

  • BVerwG, 26.09.2012 - 2 A 2.10

    Dienstliche Beurteilung; Beurteilungsbeitrag; Zweitbeurteilung; Abweichung; …

  • BVerwG, 19.12.2014 - 2 VR 1.14

    Anforderungen an die Einengung des Bewerberfeldes; Informatik ist von der …

  • OVG Rheinland-Pfalz, 02.07.2014 - 10 B 10320/14

    Stelle des Trierer Landgerichtspräsidenten darf vorerst nicht besetzt werden

  • BVerwG, 24.05.2011 - 1 WB 59.10

    Auswahlentscheidung; Eignungs- und Leistungsvergleich; Aktualität von …

  • OVG Niedersachsen, 11.04.2018 - 5 ME 21/18

    Prüfung der Verletzung eines Bewerbungsverfahrensanspruchs im Rahmen einer …

  • BVerwG, 26.03.2015 - 1 WB 44.14

    Konkurrentenstreit; dienstliche Beurteilung; Vergleichbarkeit, unterschiedlicher …

  • VGH Baden-Württemberg, 28.09.2010 - 4 S 1655/09

    Dienstliche Beurteilung; Ermittlung der Tatsachengrundlagen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.11.2016 - 6 B 1091/16

    Beurteilung; Vergleichbarkeit; Aktualität; Beurteilungszeitraum; Kausalität

  • BVerwG, 21.08.2003 - 2 C 14.02

    Bestenauslese; Bewerbungsverfahrensanspruch; materielle Beweislast; …

  • BVerwG, 07.05.2019 - 2 A 15.17

    Beamter; Beurteiler; Beurteilungsmaßstab; Beurteilungszeitraum; Bewährung; …

  • BVerwG, 02.07.2020 - 2 A 6.19

    Regelbeurteilung; Zulässigkeit einer Anlassbeurteilung; Änderung der dienstlichen …

  • OVG Sachsen-Anhalt, 18.08.2011 - 1 M 65/11

    Beförderungskonkurrenz; gesetzliche Regelbeurteilungspflicht; Anlassbeurteilung

  • OVG Saarland, 13.01.2022 - 1 A 74/21

    Dienstliche Beurteilung - WesentlichkeitsgrundsatzBeurteilungssystem der …

  • OVG Berlin-Brandenburg, 27.11.2013 - 4 S 64.13

    Konkurrentenstreit; Vorsitzender Richter am Landessozialgericht; …

  • OVG Schleswig-Holstein, 17.06.2026 - 2 MB 2/26

    Beurteilung bei einer Beförderung während des (Regel-)Beurteilungszeitraums; zur …

    Rn. 7 Soweit die Antragsgegnerin weitere Beschlüsse verschiedener Obergerichte zitiert, haben sich diese mittlerweile jeweils entweder der höchstrichterlichen Rechtsprechung ausdrücklich (OVG Saarlouis, Beschluss vom 5. September 2025 - 1 B 91/25 - OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 4. Juli 2025 - 4 S 20.25 -) bzw. offenbar angeschlossen (vgl. OVG Münster…, Beschluss vom 3. Februar 2026 - 6 B 792/25 -, juris Rn. 25 bis 31 m. w. N.) bzw. dies offengelassen (OVG Münster…, Beschluss vom 20. Mai 2025 - 1 B 231/25 -, juris Rn. 37 bis 41).
  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 05.02.2026 - 2 M 663/25

    Anforderung an Anlassbeurteilung

    Dieser Maßstab muss nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in der Anlassbeurteilung hinreichend deutlich zum Ausdruck kommen (…BVerwG, B. v. 22.11.2012 - 2 VR 5.12 -, juris Rn. 30 sowie 35; siehe auch OVG Saarlouis, B. v. 05.09.2025 - 1 B 91/25 -, juris Rn. 31).
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