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Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 08.11.1990

Rechtsprechung
   BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85, 1 BvR 643/87, 1 BvR 442/89, 1 BvR 238/90, 1 BvR 1258/90   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1992,47
BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85, 1 BvR 643/87, 1 BvR 442/89, 1 BvR 238/90, 1 BvR 1258/90 (https://dejure.org/1992,47)
BVerfG, Entscheidung vom 04.11.1992 - 1 BvR 79/85, 1 BvR 643/87, 1 BvR 442/89, 1 BvR 238/90, 1 BvR 1258/90 (https://dejure.org/1992,47)
BVerfG, Entscheidung vom 04. November 1992 - 1 BvR 79/85, 1 BvR 643/87, 1 BvR 442/89, 1 BvR 238/90, 1 BvR 1258/90 (https://dejure.org/1992,47)
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Syndikusanwalt

Art. 12 GG, Verfassungsmäßigkeit der §§ 7 Nr. 8, 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO, kein Erfordernis einer "gehobenen Position" im Zweitberuf

Volltextveröffentlichungen (5)

  • DFR

    Rechtsanwaltsberuf

  • hartzkampagne.de

    Bestimmtheitsgebot und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Zulässigkeit eines Zweitberufes von Rechtsanwälten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Rechtsanwalt - Zulassung zur Anwaltschaft - Verweigerung wegen Zweitberufs - Berufsfreiheit - Beratung standesrechtlich ungebundener Arbeitgeber - Erwerbstätigkeit - Interessenkollision - Ausreichender Handlungsspielraum

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    Art. 12 GG
    Anwaltsrecht; Zulassung zur Anwaltschaft bei Zweitberuf

Sonstiges

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerfGE 87, 287
  • NJW 1993, 317
  • ZIP 1993, 40
  • MDR 1993, 276
  • WM 1993, 810
  • DVBl 1993, 310
  • BB 1993, 460
  • DB 1993, 376
  • AnwBl 1993, 120
 
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Wird zitiert von ... (329)Zitiert selbst (27)

  • BVerfG, 15.02.1967 - 1 BvR 569/62

    Berufsbilder

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    Diese Freiheit umfaßt grundsätzlich auch das Recht, mehrere Berufe zu wählen und nebeneinander auszuüben (vgl. BVerfGE 21, 173 [179]).

    Bei der Bewertung von Inkompatibilitätsregelungen kommt es vor allem darauf an, welche wirtschaftlichen Folgen eine Berufssperre für die Bewerber verursacht und welchen Aufwand es kostet, die Sperre zu übersteigen (BVerfGE 21, 173 [181 f.]).

    Interessenkollisionen liegen vor allem dann nahe, wenn ein kaufmännischer Beruf die Möglichkeit bietet, Informationen zu nutzen, die aus der rechtsberatenden Tätigkeit stammen (für Steuerberater vgl. BVerfGE 21, 173 [182]).

  • BVerfG - 1 BvR 772/91 (anhängig)
    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    31/88 -, (2) mittelbar gegen § 7 Nr. 8 der Bundesrechtsanwaltsordnung - 1 BvR 442/89 - 4. der Frau D... gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 4. Dezember 1989 - AnwZ (B) 43/89 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Hessen vom 8. Mai 1989 - 2 EGH 14/87 - 1 BvR 238/90 - 5. des Herrn Dr. J... (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. Juli 1990 - AnwZ (B) 22/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 22. Januar 1990 - EGH 18/89 (II/13) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 20. Juni 1989 - I J 70 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung vom 1. August 1959 (BGBl. I S. 565) - im folgenden: BRAO a.F.-, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Berufsrechts der Rechtsanwälte und Patentanwälte vom 13. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2135) - im folgenden: BRAO n.F. - 1 BvR 1258/90 - 6. des Herrn M... - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Dr. Hartmut Hiddemann, Götz Bahnemann, Dr. Michael Kleine-Cosack und Jutta Wolf, Günterstalstraße 31, Freiburg i.Br. - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 25. März 1991 - AnwZ (B) 44/90 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Baden-Württemberg vom 27. Januar 1990 - EGH 46/89 (II) - 25 -, c) den Beschluß des Ministeriums für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten Baden-Württemberg vom 21. Juli 1989 - P 30/Mattern, Volker-, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.R, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 772/91 - 7. des Herrn Dr. B... - Bevollmächtigter: Prof. Dr. Harald Weber, Universitätsstraße 25, Bielefeld l - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1990 - AnwZ (B) 51/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 23. April 1990 - EGH 31/89 (II 24) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle vom 14. November 1989 - 10 B 287 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.F., b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 909/91 -.

    Wenn der Bundesgerichtshof jedoch daraus den Grundsatz ableitet, "daß kommerzielles Denken schlechthin vom Anwaltsberuf ferngehalten werden soll" (BGHZ 40, 194 [196] und Beschluß vom 25. März 1991 des Bundesgerichtshofs im Ausgangsverfahren 1 BvR 772/91 [S. 9 des Umdrucks]), und wenn er mit dieser Begründung jedes Organ einer erwerbswirtschaftlich tätigen Kapitalgesellschaft ohne Ansehen der Aufgabenstellung und der Arbeitsbedingungen von der Rechtsanwaltschaft ausschließt, so verletzt das den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

    In den Verfahren 1 BvR 1258/90, 1 BvR 772/91 und 1 BvR 909/91 waren nicht nur die gerichtlichen Entscheidungen, sondern auch die diesen zugrundeliegenden Rücknahmeverfügungen der Justizverwaltung aufzuheben (vgl. BVerfGE 84, 1).

  • BVerfG, 14.07.1987 - 1 BvR 537/81

    Standesrichtlinien

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    Unter der Geltung des Grundgesetzes kann das aber nicht gemeint sein (vgl. BVerfGE 76, 171 [189]).

    Das Sozialprestige des Anwaltsstandes kann nicht gemeint sein, weil berufsständische Belange allein eine Beschränkung der Berufsfreiheit nicht rechtfertigen (BVerfGE 76, 171 [189]).

  • BGH, 07.11.1960 - AnwZ (B) 2/60

    Syndikusanwalt (Unternehmensanwalt)

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    Als Rechtsanwalt im Zweitberuf könne nur zugelassen werden, wer rechtlich und tatsächlich in der Lage sei, den Anwaltsberuf neben seinem Hauptberuf in einem, wenn auch beschränkten, so doch irgendwie nennenswerten Umfang und jedenfalls mehr als bloß gelegentlich auszuüben (BGHZ 33, 266 [268]).

    Rn. 101 2. Der rechtliche und tatsächliche Handlungsspielraum, der für die Ausübung des Anwaltsberufs unentbehrlich ist, wird vom Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung danach bestimmt, ob dem Berufsbewerber der Freiraum für eine irgendwie nennenswerte und nicht nur gelegentliche Beratungs- und Vertretungstätigkeit bleibt (vgl. BGHZ 33, 266 [268] und Pfeiffer in: Festschrift für Walter Oppenhoff, S. 249 [254ff.] m.w.N.).

  • BGH, 16.10.1978 - AnwZ (B) 18/78

    Geschäftsführer einer GmbH als Rechtsanwalt

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    Vom Kaufmann unterscheide sich der Anwalt grundlegend dadurch, daß er sich nicht maßgebend von der Gewinnerzielungsabsicht und der Rücksichtnahme auf den jeweiligen Kundenkreis leiten lassen dürfe (BGHZ 72, 282 [287 f.]).

    Dieser Gedanke der Zurechenbarkeit fremden Handelns führt dazu, daß auch Organe einer juristischen Person (Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer) unabhängig von der internen Aufgabenverteilung grundsätzlich nicht zur Anwaltschaft zugelassen werden, wenn das Unternehmen ein Gewerbe betreibt (BGHZ 72, 282 [284 f.]; BRAK-Mitt. 1987, S,89f.).

  • BGH, 24.04.1961 - AnwZ (B) 4/61

    Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    Begründet wird das in Anknüpfung an die Rechtsprechung des Ehrengerichtshofs beim Reichsgericht (Urteil vom 28. Juni 1930, EGH XXIV, 16) mit dem Erfordernis innerer und äußerer Unabhängigkeit des Rechtsanwalts als Organ der Rechtspflege und mit dem Schutz des Ansehens der Anwaltschaft (BGHZ 35, 119 [122 f.]; BGH, EGE VII, S. 36, 40f.]).

    Der Bundesgerichtshof hat in früheren Entscheidungen ausgeführt, es gehe darum, die Unabhängigkeit des Rechtsanwalts zu sichern (BGHZ 35, 119 [122f.]) und seine rechtliche und tatsächliche Handlungsfreiheit typologisch zu erfassen (BGH, EGE XIV, S. 48 [50]).

  • BGH, 21.10.1963 - AnwZ (B) 13/63

    Tätigkeit bei Versicherungsgesellschaft und Zulassung als Rechtsanwalt

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    Es gelte, "daß kommerzielles Denken schlechthin vom Anwaltsberuf ferngehalten werden soll" (BGHZ 40, 194 [196];… Pfeiffer, Festschrift für Walter Oppenhoff, S.249 [266]).

    Wenn der Bundesgerichtshof jedoch daraus den Grundsatz ableitet, "daß kommerzielles Denken schlechthin vom Anwaltsberuf ferngehalten werden soll" (BGHZ 40, 194 [196] und Beschluß vom 25. März 1991 des Bundesgerichtshofs im Ausgangsverfahren 1 BvR 772/91 [S. 9 des Umdrucks]), und wenn er mit dieser Begründung jedes Organ einer erwerbswirtschaftlich tätigen Kapitalgesellschaft ohne Ansehen der Aufgabenstellung und der Arbeitsbedingungen von der Rechtsanwaltschaft ausschließt, so verletzt das den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

  • BVerfG, 08.11.1990 - 1 BvR 1258/90

    Widerruf der Anwaltszulassung wegen außerjuristischen - erwerbswirtschaftlicher - …

    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    31/88 -, (2) mittelbar gegen § 7 Nr. 8 der Bundesrechtsanwaltsordnung - 1 BvR 442/89 - 4. der Frau D... gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 4. Dezember 1989 - AnwZ (B) 43/89 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Hessen vom 8. Mai 1989 - 2 EGH 14/87 - 1 BvR 238/90 - 5. des Herrn Dr. J... (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. Juli 1990 - AnwZ (B) 22/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 22. Januar 1990 - EGH 18/89 (II/13) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 20. Juni 1989 - I J 70 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung vom 1. August 1959 (BGBl. I S. 565) - im folgenden: BRAO a.F.-, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Berufsrechts der Rechtsanwälte und Patentanwälte vom 13. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2135) - im folgenden: BRAO n.F. - 1 BvR 1258/90 - 6. des Herrn M... - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Dr. Hartmut Hiddemann, Götz Bahnemann, Dr. Michael Kleine-Cosack und Jutta Wolf, Günterstalstraße 31, Freiburg i.Br. - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 25. März 1991 - AnwZ (B) 44/90 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Baden-Württemberg vom 27. Januar 1990 - EGH 46/89 (II) - 25 -, c) den Beschluß des Ministeriums für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten Baden-Württemberg vom 21. Juli 1989 - P 30/Mattern, Volker-, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.R, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 772/91 - 7. des Herrn Dr. B... - Bevollmächtigter: Prof. Dr. Harald Weber, Universitätsstraße 25, Bielefeld l - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1990 - AnwZ (B) 51/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 23. April 1990 - EGH 31/89 (II 24) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle vom 14. November 1989 - 10 B 287 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.F., b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 909/91 -.

    In den Verfahren 1 BvR 1258/90, 1 BvR 772/91 und 1 BvR 909/91 waren nicht nur die gerichtlichen Entscheidungen, sondern auch die diesen zugrundeliegenden Rücknahmeverfügungen der Justizverwaltung aufzuheben (vgl. BVerfGE 84, 1).

  • BVerfG - 1 BvR 909/91 (anhängig)
    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    31/88 -, (2) mittelbar gegen § 7 Nr. 8 der Bundesrechtsanwaltsordnung - 1 BvR 442/89 - 4. der Frau D... gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 4. Dezember 1989 - AnwZ (B) 43/89 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Hessen vom 8. Mai 1989 - 2 EGH 14/87 - 1 BvR 238/90 - 5. des Herrn Dr. J... (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. Juli 1990 - AnwZ (B) 22/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 22. Januar 1990 - EGH 18/89 (II/13) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 20. Juni 1989 - I J 70 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung vom 1. August 1959 (BGBl. I S. 565) - im folgenden: BRAO a.F.-, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Berufsrechts der Rechtsanwälte und Patentanwälte vom 13. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2135) - im folgenden: BRAO n.F. - 1 BvR 1258/90 - 6. des Herrn M... - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Dr. Hartmut Hiddemann, Götz Bahnemann, Dr. Michael Kleine-Cosack und Jutta Wolf, Günterstalstraße 31, Freiburg i.Br. - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 25. März 1991 - AnwZ (B) 44/90 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Baden-Württemberg vom 27. Januar 1990 - EGH 46/89 (II) - 25 -, c) den Beschluß des Ministeriums für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten Baden-Württemberg vom 21. Juli 1989 - P 30/Mattern, Volker-, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.R, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 772/91 - 7. des Herrn Dr. B... - Bevollmächtigter: Prof. Dr. Harald Weber, Universitätsstraße 25, Bielefeld l - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1990 - AnwZ (B) 51/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 23. April 1990 - EGH 31/89 (II 24) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle vom 14. November 1989 - 10 B 287 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.F., b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 909/91 -.

    In den Verfahren 1 BvR 1258/90, 1 BvR 772/91 und 1 BvR 909/91 waren nicht nur die gerichtlichen Entscheidungen, sondern auch die diesen zugrundeliegenden Rücknahmeverfügungen der Justizverwaltung aufzuheben (vgl. BVerfGE 84, 1).

  • BVerfG - 1 BvR 238/90 (anhängig)
    Auszug aus BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85
    31/88 -, (2) mittelbar gegen § 7 Nr. 8 der Bundesrechtsanwaltsordnung - 1 BvR 442/89 - 4. der Frau D... gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 4. Dezember 1989 - AnwZ (B) 43/89 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Hessen vom 8. Mai 1989 - 2 EGH 14/87 - 1 BvR 238/90 - 5. des Herrn Dr. J... (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. Juli 1990 - AnwZ (B) 22/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 22. Januar 1990 - EGH 18/89 (II/13) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 20. Juni 1989 - I J 70 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung vom 1. August 1959 (BGBl. I S. 565) - im folgenden: BRAO a.F.-, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Berufsrechts der Rechtsanwälte und Patentanwälte vom 13. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2135) - im folgenden: BRAO n.F. - 1 BvR 1258/90 - 6. des Herrn M... - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Dr. Hartmut Hiddemann, Götz Bahnemann, Dr. Michael Kleine-Cosack und Jutta Wolf, Günterstalstraße 31, Freiburg i.Br. - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 25. März 1991 - AnwZ (B) 44/90 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Baden-Württemberg vom 27. Januar 1990 - EGH 46/89 (II) - 25 -, c) den Beschluß des Ministeriums für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten Baden-Württemberg vom 21. Juli 1989 - P 30/Mattern, Volker-, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.R, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 772/91 - 7. des Herrn Dr. B... - Bevollmächtigter: Prof. Dr. Harald Weber, Universitätsstraße 25, Bielefeld l - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1990 - AnwZ (B) 51/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 23. April 1990 - EGH 31/89 (II 24) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle vom 14. November 1989 - 10 B 287 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.F., b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 909/91 -.

    Im Verfahren 1 BvR 79/85 ist nur noch über einen etwaigen Feststellungsantrag des Beschwerdeführers zu befinden, während in den Verfahren 1 BvR 442/89 und 1 BvR 238/90 erneut über die Anträge auf Zulassung zur Rechtsanwaltschaft entschieden werden muß.

  • BVerfG - 1 BvR 442/89 (anhängig)
  • BGH, 13.02.1989 - AnwZ (B) 62/88

    Versagung der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Beratungstätigkeit für einen …

  • BGH, 17.12.1990 - AnwZ (B) 51/90

    Widerruf der Anwaltszulassung wegen kaufmännischer Betätigung eines Rechtsanwalts

  • BGH, 04.12.1989 - AnwZ (B) 43/89

    Versagung der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft für abhängig beschäftigten …

  • BGH, 25.03.1991 - AnwZ (B) 44/90

    Person des Zustellungsadressaten im anwaltlichen Zulassungsverfahren nach der …

  • BGH, 23.07.1990 - AnwZ (B) 22/90

    Widerruf der Anwaltszulassung wegen außerjuristischen - erwerbswirtschaftlicher - …

  • BGH, 05.11.1984 - AnwZ (B) 26/84

    Rechtsanwalt - Zulassung - Wissenschaftliche Hilfskraft

  • BVerfG, 27.11.1990 - 1 BvR 402/87

    Josephine Mutzenbacher

  • BVerfG, 10.06.1964 - 1 BvR 37/63

    Spezifisches Verfassungsrecht

  • BVerfG, 07.04.1964 - 1 BvL 12/63

    Mitfahrzentrale

  • BVerfG, 19.02.1991 - 1 BvR 287/86

    Kindergeld für Besserverdienende

  • BGH, 13.03.1978 - AnwZ (B) 32/77

    Zulassungsvoraussetzungen für Banksyndikus

  • BGH, 11.11.1963 - AnwZ (B) 14/63

    Rechtsbetreuung durch Verbandssyndikus

  • BGH, 17.05.1976 - AnwZ (B) 25/75

    Justitiar bei einem Bischöflichen Offizialat

  • BGH, 06.11.1961 - AnwZ (B) 32/61

    Keine Zulassung des Geschäftsführers einer Industrie- und Handelskammer zur …

  • BGH, 23.02.1987 - AnwZ (B) 43/86

    Vereinbarkeit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst mit der Stellung als …

  • BVerfG - 1 BvR 643/87 (anhängig)
  • BSG, 03.04.2014 - B 5 RE 13/14 R

    Rentenversicherung - keine Befreiung von der Versicherungspflicht - zugelassener …

    "Nach gefestigter Rechtsprechung zu dem Tätigkeitsbild des Rechtsanwalts nach der Bundesrechtsanwaltsordnung wird derjenige, der als ständiger Rechtsberater in einem festen Dienst- oder Anstellungsverhältnis zu einem bestimmten Arbeitgeber steht (Syndikus), in dieser Eigenschaft nicht als Rechtsanwalt tätig (BVerfGE 87, 287; BGH, Beschluss vom 18. Juni 2001 - AnwZ (B) 41/00, NJW 2001, 3130; Beschluss vom 4. November 2009 - AnwZ (B) 16/09, NJW 2010, 377 Rn. 17).

    Rn. 38 In Übereinstimmung hiermit zitiert das BVerfG (Beschluss vom 4.11.1992 - 1 BvR 79/85 ua - BVerfGE 87, 287, 294 f) aus der BT-Drucks III/120, S 56 f:.

    Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 4. November 1992 zum anwaltlichen Zweitberuf (1 BvR 79/85 u. a.) spricht zwar einerseits für eine weitgehende Öffnung zum Zweitberuf, wenn durch Berufsausübungsregelungen die Gefahr von Interessenkollisionen vermieden wird.

    Indessen ist die hierzu vorliegend umfangreiche - und seit dem Beschluss des BVerfG vom 4.11.1992 (1 BvR 79/85 ua - BVerfGE 87, 287) im Sinne der Liberalisierung nachhaltig geänderte - Rechtsprechung soweit ersichtlich zu keinem Zeitpunkt - selbstwidersprüchlich - auf den Gedanken gekommen, dass eine Unvereinbarkeit schon deshalb nicht vorliegen könnte, weil es sich bei der im Rahmen einer Beschäftigung ausgeübten Tätigkeit um einen genuinen Teil des anwaltlichen Berufsbildes handeln könnte.

    Insofern begründet § 46 BRAO besondere Berufspflichten der Syndikusanwälte und bestätigt im Rückschluss gleichzeitig, dass die Ausübung einer abhängigen Beschäftigung der Rechtsstellung eines unabhängigen Organs der Rechtspflege selbst dann nicht von vornherein entgegensteht, wenn sie anwaltlichen Standespflichten nicht unterworfen und die Arbeitszeit und Arbeitskraft überwiegend in Anspruch nimmt (vgl BVerfG Beschluss vom 4.11.1992 - 1 BvR 79/85 ua - BVerfGE 87, 287, 297; zur fehlenden Anwendbarkeit von § 46 BRAO bei einem angestellten Rechtsanwalt, der unabhängig und weisungsfrei Mandate bearbeitet, die sein Arbeitgeber oder Dienstherr übernommen hat s im Übrigen BGH Beschlüsse vom 6.3.2006 - AnwZ (B) 37/05 - BGHZ 166, 299 und vom 4.11.2009 - AnwZ (B) 16/09 - NJW 2010, 377, 379 RdNr 17 insofern in BGHZ 183, 73 nicht abgedruckt).

  • BGH, 12.05.2016 - IX ZR 241/14

    Anwaltsvertrag: Nichtigkeit bei Verstoß gegen das Verbot der Vertretung …

    Eine erwerbswirtschaftliche Tätigkeit kann den Ausschluss vom Beruf des Rechtsanwalts nur dann rechtfertigen, wenn sich die Gefahr einer Interessenkollision deutlich abzeichnet und ihr nur mit einer Berufswahlschranke begegnet werden kann (BVerfGE 87, 287, 330 = NJW 1993, 317; BGH, Beschluss vom 13. Oktober 2003 - AnwZ (B) 79/02, NJW 2004, 212).
  • BVerfG, 30.03.2004 - 2 BvR 1520/01

    Geldwäsche

    Unter der Geltung des Rechtsstaatsprinzips des Grundgesetzes müssen dem Bürger schon aus Gründen der Chancen- und Waffengleichheit Rechtskundige zur Seite stehen, denen er vertrauen und von denen er erwarten kann, dass sie seine Interessen unabhängig, frei und uneigennützig wahrnehmen (vgl. BVerfGE 63, 266 ; 87, 287 ).

    Integrität und Zuverlässigkeit des einzelnen Berufsangehörigen (vgl. BVerfGE 63, 266 ; 87, 287 ; 93, 213 ) sowie das Recht und die Pflicht zur Verschwiegenheit (vgl. BVerfGE 76, 171 ; 76, 196 ) sind die Grundbedingungen dafür, dass dieses Vertrauen entstehen kann.

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Rechtsprechung
   BVerfG, 08.11.1990 - 1 BvR 1258/90   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,5606
BVerfG, 08.11.1990 - 1 BvR 1258/90 (https://dejure.org/1990,5606)
BVerfG, Entscheidung vom 08.11.1990 - 1 BvR 1258/90 (https://dejure.org/1990,5606)
BVerfG, Entscheidung vom 08. November 1990 - 1 BvR 1258/90 (https://dejure.org/1990,5606)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • rechtsportal.de

    Widerruf der Anwaltszulassung wegen außerjuristischen - erwerbswirtschaftlicher - Tätigkeit eines Rechtsanwalts: Geschäftsführer mehrerer Gesellschaften

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Sonstiges

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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (2)

  • BVerfG, 28.08.1987 - 1 BvR 1048/87

    Einstweilige Anordnung betreffend Untersuchungsmaßnahmen im Bereich des Schlosses …

    Auszug aus BVerfG, 08.11.1990 - 1 BvR 1258/90
    Bei offenem Ausgang des Verfassungsbeschwerde-Verfahren muß das Bundesverfassungsgericht die Folgen abwägen, die eintreten würden, wenn eine einstweilige Anordnung nicht erginge, die Verfassungsbeschwerde aber Erfolg hätte; diese sind mit den Nachteilen zu vergleichen, die entstünden, wenn die begehrte einstweilige Anordnung erlassen würde, der Verfassungsbeschwerde aber der Erfolg zu versagen wäre (vgl. BVerfGE 76, 253 [255]; st. Rspr.).
  • BVerfG, 10.07.1990 - 1 BvR 751/90

    Abwägung bei Antrag auf einstweilige Anordnung: Widerruf der Zulassung als …

    Auszug aus BVerfG, 08.11.1990 - 1 BvR 1258/90
    Das ist bei weniger intensiver Betätigung im erwerbswirtschaftlichen Sektor hinnehmbar (vgl. Beschluß des Ersten Senats vom 10. Juli 1990 - 1 BvR 751/90 -).
  • BVerfG, 04.11.1992 - 1 BvR 79/85

    Rechtsanwaltsberuf

    31/88 -, (2) mittelbar gegen § 7 Nr. 8 der Bundesrechtsanwaltsordnung - 1 BvR 442/89 - 4. der Frau D... gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 4. Dezember 1989 - AnwZ (B) 43/89 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Hessen vom 8. Mai 1989 - 2 EGH 14/87 - 1 BvR 238/90 - 5. des Herrn Dr. J... (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 23. Juli 1990 - AnwZ (B) 22/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 22. Januar 1990 - EGH 18/89 (II/13) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 20. Juni 1989 - I J 70 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung vom 1. August 1959 (BGBl. I S. 565) - im folgenden: BRAO a.F.-, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Berufsrechts der Rechtsanwälte und Patentanwälte vom 13. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2135) - im folgenden: BRAO n.F. - 1 BvR 1258/90 - 6. des Herrn M... - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Dr. Hartmut Hiddemann, Götz Bahnemann, Dr. Michael Kleine-Cosack und Jutta Wolf, Günterstalstraße 31, Freiburg i.Br. - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 25. März 1991 - AnwZ (B) 44/90 -, b) den Beschluß des Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte des Landes Baden-Württemberg vom 27. Januar 1990 - EGH 46/89 (II) - 25 -, c) den Beschluß des Ministeriums für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten Baden-Württemberg vom 21. Juli 1989 - P 30/Mattern, Volker-, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.R, b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 772/91 - 7. des Herrn Dr. B... - Bevollmächtigter: Prof. Dr. Harald Weber, Universitätsstraße 25, Bielefeld l - (1) unmittelbar gegen a) den Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1990 - AnwZ (B) 51/90 -, b) den Beschluß des Niedersächsischen Ehrengerichtshofs für Rechtsanwälte in Celle vom 23. April 1990 - EGH 31/89 (II 24) -, c) die Verfügung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle vom 14. November 1989 - 10 B 287 -, (2) mittelbar gegen a) § 15 Nr. 2 BRAO a.F., b) § 14 Abs. 2 Nr. 9 BRAO n.F. - 1 BvR 909/91 -.

    In den Verfahren 1 BvR 1258/90, 1 BvR 772/91 und 1 BvR 909/91 waren nicht nur die gerichtlichen Entscheidungen, sondern auch die diesen zugrundeliegenden Rücknahmeverfügungen der Justizverwaltung aufzuheben (vgl. BVerfGE 84, 1).

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