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Rechtsprechung
   OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2000,20258
OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97 (https://dejure.org/2000,20258)
OVG Saarland, Entscheidung vom 24.02.2000 - 1 R 6/97 (https://dejure.org/2000,20258)
OVG Saarland, Entscheidung vom 24. Februar 2000 - 1 R 6/97 (https://dejure.org/2000,20258)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Überlassung der ärztlichen Verpflichtung zur Teilnahme am ärztlichen Notfalldienst nicht ausschließlich der einzelnen Ärztekammer; Beeinträchtigung der Freiheit der Berufsausübung nach der so genannten Facharztentscheidung; Teilnahme am Notfalldienst durch Ärzte mit ...

 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (13)

  • VGH Baden-Württemberg, 03.11.1998 - 9 S 3399/96

    Befreiung von der Teilnahme am örtlichen Notfalldienst - Teilnahmepflicht …

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Das betrifft insbesondere die Festlegung des teilnahmepflichtigen Personenkreises und der Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Befreiung von der Teilnahme am Notfalldienst so BVerwG, Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, E 41, 261 = Buchholz 418.00 Ärzte Nr. 20; Beschluß vom 14.11.1973 - I B 76.73 -, Buchholz a.a.O., Nr. 21; Urteil vom 09.06.1982 - 3 C 21.81 -, E 65, 362 = Buchholz a.a.O., Nr. 54, und Beschluß vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 -, Buchholz a.a.O., Nr. 58; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, DVBl. 1999, 1048.

    Erst recht gilt das für die hier allein interessierende Frage des richtigen Rechnungsadressaten bei der im Zuge eines Notfalldiensteinsatzes erfolgten Behandlung eines Kassenpatienten durch einen Privatarzt ebenso VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O.; ferner OVG Lüneburg, Urteil vom 27.05.1983 - 8 A 1/82 -, DtÄrzteBl.

    Der Sache nach handelt es sich um jeweils selbständiges Recht der beiden Organisationen, und daher ist auch der Kläger als Mitglied der Ärztekammer des Saarlandes ungeachtet der Tatsache, daß er der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland nicht angehört, dem erwähnten berufsständischen Recht unterworfen zur Statt- und Sinnhaftigkeit einer von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung gemeinsam erlassenen Notfalldienstordnung BSG, Urteil vom 21.11.1972 - 6 R Ka 41/71 -, NJW 1973, 1437; BVerwG, Urteil vom 09.06.1982 - 3 C 21.81 -, a.a.O.; VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O., und Narr, Ärztliches Berufsrecht - Stand: 01.07.1994 -, Band II, Rdnr. 1168.

    Ebensowenig bedarf es weiterer Ausführungen dazu, daß die dahingehende Regelung sachgerecht ist ebenso BVerwG, Beschlüsse vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 - und vom 03.08.1984 - 3 B 63.83 -, jeweils a.a.O.; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O., und OVG Lüneburg, Urteil vom 27.05.1983 - 8 A 1/82 -, a.a.O.

    Einer dahingehenden Aussage im berufsständischen Satzungsrecht bedarf es nicht so ausdrücklich VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O.; in diesem Sinne auch BVerwG, Urteil vom 23.06.1995 - 8 C 14.93 -, E 99, 10 = NJW 1996, 1610, und BSG, Urteil vom 19.08.1992 - 6 RKa 6/91 -, E 71, 117; ferner Klückmann in Hauck-Haines, SGB V - Stand: 01.08.1999 -, § 76 Rdnr. 13a, und Narr, a.a.O., Rdnr. 1170.

  • BVerwG, 01.06.1983 - 3 B 89.82

    Anforderungen an die Heranziehung eines niedergelassenen Arztes für …

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Das betrifft insbesondere die Festlegung des teilnahmepflichtigen Personenkreises und der Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Befreiung von der Teilnahme am Notfalldienst so BVerwG, Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, E 41, 261 = Buchholz 418.00 Ärzte Nr. 20; Beschluß vom 14.11.1973 - I B 76.73 -, Buchholz a.a.O., Nr. 21; Urteil vom 09.06.1982 - 3 C 21.81 -, E 65, 362 = Buchholz a.a.O., Nr. 54, und Beschluß vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 -, Buchholz a.a.O., Nr. 58; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, DVBl. 1999, 1048.

    Ebensowenig bedarf es weiterer Ausführungen dazu, daß die dahingehende Regelung sachgerecht ist ebenso BVerwG, Beschlüsse vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 - und vom 03.08.1984 - 3 B 63.83 -, jeweils a.a.O.; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O., und OVG Lüneburg, Urteil vom 27.05.1983 - 8 A 1/82 -, a.a.O.

    Davon abgesehen hat jeder Arzt im Notfalldiensteinsatz selbstverständlich die Therapie anzuwenden, die zur Behebung der konkreten gesundheitlichen Notlage erforderlich ist vgl. auch dazu, BVerwG, Beschluß vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 -, a.a.O.

  • BVerwG, 09.06.1982 - 3 C 21.81

    Arztrecht - Notfalldienst - Facharzt - Anfechtung

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Das betrifft insbesondere die Festlegung des teilnahmepflichtigen Personenkreises und der Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Befreiung von der Teilnahme am Notfalldienst so BVerwG, Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, E 41, 261 = Buchholz 418.00 Ärzte Nr. 20; Beschluß vom 14.11.1973 - I B 76.73 -, Buchholz a.a.O., Nr. 21; Urteil vom 09.06.1982 - 3 C 21.81 -, E 65, 362 = Buchholz a.a.O., Nr. 54, und Beschluß vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 -, Buchholz a.a.O., Nr. 58; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, DVBl. 1999, 1048.

    Der Sache nach handelt es sich um jeweils selbständiges Recht der beiden Organisationen, und daher ist auch der Kläger als Mitglied der Ärztekammer des Saarlandes ungeachtet der Tatsache, daß er der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland nicht angehört, dem erwähnten berufsständischen Recht unterworfen zur Statt- und Sinnhaftigkeit einer von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung gemeinsam erlassenen Notfalldienstordnung BSG, Urteil vom 21.11.1972 - 6 R Ka 41/71 -, NJW 1973, 1437; BVerwG, Urteil vom 09.06.1982 - 3 C 21.81 -, a.a.O.; VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O., und Narr, Ärztliches Berufsrecht - Stand: 01.07.1994 -, Band II, Rdnr. 1168.

  • BVerwG, 03.08.1984 - 3 B 63.83

    Heranziehung eines Privatarztes zum ärztlichen Notfalldienst zu den …

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Das Bundesverwaltungsgericht Beschluß vom 03.08.1984 - 3 B 63.83 -, Buchholz a.a.O., Nr. 63, hat auf die Klage eines niedergelassenen Arztes, der nur eine Privatpraxis betrieb, an dem von der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung auf der Grundlage einer gemeinsamen Notfalldienst-Ordnung eingerichteten ärztlichen Notfalldienst teilnehmen mußte und mit Blick auf die Behandlung von Kassenpatienten auf die Vergütungsbedingungen eines Kassenarztes verwiesen wurde, entschieden, durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sowie des Bundesverwaltungsgerichts sei hinlänglich geklärt, daß "der Gesetzgeber die Regelung der Vergütung für die während des Notfalldienstes erbrachten ärztlichen Leistungen (insgesamt) dem berufsständischen Satzungsgeber (Abschnitt X der gemeinsamen Notfalldienstordnung) überlassen durfte, da es sich insoweit nicht um eine sogenannte "statusbildende" Regelung handelt".

    Ebensowenig bedarf es weiterer Ausführungen dazu, daß die dahingehende Regelung sachgerecht ist ebenso BVerwG, Beschlüsse vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 - und vom 03.08.1984 - 3 B 63.83 -, jeweils a.a.O.; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O., und OVG Lüneburg, Urteil vom 27.05.1983 - 8 A 1/82 -, a.a.O.

  • OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 27.05.1983 - 8 A 1/82
    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Erst recht gilt das für die hier allein interessierende Frage des richtigen Rechnungsadressaten bei der im Zuge eines Notfalldiensteinsatzes erfolgten Behandlung eines Kassenpatienten durch einen Privatarzt ebenso VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O.; ferner OVG Lüneburg, Urteil vom 27.05.1983 - 8 A 1/82 -, DtÄrzteBl.

    Ebensowenig bedarf es weiterer Ausführungen dazu, daß die dahingehende Regelung sachgerecht ist ebenso BVerwG, Beschlüsse vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 - und vom 03.08.1984 - 3 B 63.83 -, jeweils a.a.O.; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O., und OVG Lüneburg, Urteil vom 27.05.1983 - 8 A 1/82 -, a.a.O.

  • BVerfG, 09.05.1972 - 1 BvR 518/62

    Facharzt

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Rn. 22 Im Anschluß insbesondere an die sogenannte Facharztentscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 05.09.1972 - 1 BvR 518/62 und 308/64 - E 33, 125, ist anerkannt, daß im Hinblick darauf, daß insoweit die Freiheit der Berufsausübung in erheblichem Umfang beeinträchtigt wird, die Entscheidung, ob und unter welchen Voraussetzungen Ärzte verpflichtet sind, am ärztlichen Notfalldienst teilzunehmen, nicht ausschließlich dem Satzungsrecht der einzelnen Ärztekammer überlassen werden darf.
  • BVerwG, 23.06.1995 - 8 C 14.93

    Rettungsdienstgebühren

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Einer dahingehenden Aussage im berufsständischen Satzungsrecht bedarf es nicht so ausdrücklich VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O.; in diesem Sinne auch BVerwG, Urteil vom 23.06.1995 - 8 C 14.93 -, E 99, 10 = NJW 1996, 1610, und BSG, Urteil vom 19.08.1992 - 6 RKa 6/91 -, E 71, 117; ferner Klückmann in Hauck-Haines, SGB V - Stand: 01.08.1999 -, § 76 Rdnr. 13a, und Narr, a.a.O., Rdnr. 1170.
  • BVerwG, 12.12.1972 - I C 30.69

    Rechtsmittel

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Das betrifft insbesondere die Festlegung des teilnahmepflichtigen Personenkreises und der Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Befreiung von der Teilnahme am Notfalldienst so BVerwG, Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, E 41, 261 = Buchholz 418.00 Ärzte Nr. 20; Beschluß vom 14.11.1973 - I B 76.73 -, Buchholz a.a.O., Nr. 21; Urteil vom 09.06.1982 - 3 C 21.81 -, E 65, 362 = Buchholz a.a.O., Nr. 54, und Beschluß vom 01.06.1983 - 3 B 89.82 -, Buchholz a.a.O., Nr. 58; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, DVBl. 1999, 1048.
  • BSG, 19.08.1992 - 6 RKa 6/91

    Ambulante Notfallbehandlung - Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen - …

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Einer dahingehenden Aussage im berufsständischen Satzungsrecht bedarf es nicht so ausdrücklich VGH Mannheim, Urteil vom 03.11.1998 - 9 S 3399/96 -, a.a.O.; in diesem Sinne auch BVerwG, Urteil vom 23.06.1995 - 8 C 14.93 -, E 99, 10 = NJW 1996, 1610, und BSG, Urteil vom 19.08.1992 - 6 RKa 6/91 -, E 71, 117; ferner Klückmann in Hauck-Haines, SGB V - Stand: 01.08.1999 -, § 76 Rdnr. 13a, und Narr, a.a.O., Rdnr. 1170.
  • BVerfG, 23.03.1977 - 2 BvR 812/74

    Verfassungsrechtliche Prüfung der Gemeindegetränkesteuer in Bayern

    Auszug aus OVG Saarland, 24.02.2000 - 1 R 6/97
    Angesichts dessen gilt die letztgenannte Bestimmung ungeachtet der Neufassung der Notfalldienst-Ordnung fort zur Fortgeltung einer Verordnung trotz nachträglicher Änderung oder Aufhebung der gesetzlichen Ermächtigung vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 27.07.1971 - 2 BvL 9/90 -, E 31, 357 (362 f.), und vom 10.05.1988 - 1 BvR 842/84 und 1166/85 -, E 78, 179 (198); speziell zum Satzungsrecht BVerfG, Beschluß vom 23.03.1977 - 2 BvR 812/74 -, E 44, 216 (226).
  • BVerwG, 14.11.1973 - I B 76.73

    Teilnahme freipraktizierender Ärzte am allgemeinen Notfalldienst - Geltendmachung …

  • BSG, 21.11.1972 - 6 RKa 41/71

    Rechtsweg - Angelegenheit der Kassenärzte - Heranziehung zum ärztlichen …

  • OLG Celle, 09.09.1993 - 8 W 40/93

    Keine Gebührenermäßigung für Deutsche Bundespost TELEKOM

  • OVG Saarland, 29.07.2022 - 1 K 1383/17

    Angestellt; Befreiung; Belegarzt; Bereitschaftsdienst; Berufsfreiheit; …

    ebenso Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 30; zum Verhältnis der Vorschriften zueinander vgl. nur OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 27.2.2013 - 13 A 1431/12 -, juris Rn. 19 < schließen Selbständige Ärzte sind grundsätzlich mit dem Faktor 1, 0 dienstverpflichtet, § 5 Nr. 2 Satz 1 BDO .

    Dabei ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. Urteil vom 9.6.1982 - 3 C 21/81 -, juris Rn. 21 ff., und Beschluss vom 1.6.1983 - 3 B 89/82 -, juris Rn. 3; vgl. auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 27.2.2013 - 13 A 1431/12 -, juris Rn. 39 ff., m.w.N. < schließen der der Senat folgt, vgl. bereits Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 26 ff. < schließen davon auszugehen, dass die in den angeführten landesrechtlichen Vorschriften des Heilberufekammergesetzes sowie der Berufsordnung und der Bereitschaftsdienstordnung normierte Verpflichtung der niedergelassenen Kammerangehörigen zum (ambulanten) Notfalldienst (Bereitschaftsdienst) weder gegen Art. 12 Abs. 1 GG noch gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstößt.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 9.6.1982 - 3 C 21.81 -, juris Rn. 27, sowie Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 35, m.w.N. < schließen Die gemeinsame Bereitschaftsdienstordnung verstößt ferner insofern nicht gegen höherrangiges Bundesrecht, als sie die Privatärzte verpflichtet, im Rahmen des organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienstes auch Kassenpatienten zu behandeln; daraus resultierende geringfügige Belastungen von niedergelassenen Privatärzten rechtfertigen sich vielmehr aus dem Gemeinwohlbelang eines effektiv organisierten ärztlichen Notfalldienstes.

    vgl. Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 35, m.w.N. < schließen.

    Dabei ist auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, juris Rn. 20, 23 < schließen die insoweit auf der sog. Facharztentscheidung des Bundesverfassungsgerichts Beschluss vom 9.5.1972 - 1 BvR 518/62 u.a. -, BVerfGE 33, 125 , juris Rz. 101 ff., 108, 115 < schließen beruht, anerkannt, Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 28, m.w.N. < schließen dass im Hinblick darauf, dass insoweit die Freiheit der Berufsausübung in erheblichem Umfang beeinträchtigt wird, die Entscheidung, ob und unter welchen Voraussetzungen Ärzte verpflichtet sind, am ärztlichen Notfalldienst teilzunehmen, und ausnahmsweise von diesem zu befreien sind, nicht ausschließlich dem Satzungsrecht der einzelnen Ärztekammer überlassen werden darf.

    vgl. Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 30; vgl. auch SVerfGH, Beschluss vom 7.4.2014 - Lv 9/13 -, juris Rn. 23 ff. < schließen.

  • OVG Saarland, 29.07.2022 - 1 A 193/20

    Befreiung vom ärztlichen Bereitschaftsdienst bei einem im Saarland …

    Die daraus folgende allgemeine Dienstverpflichtung zum Bereitschaftsdienst gilt nicht nur für zugelassene Vertragsärzte, sondern gemäß § 5 Nr. 1 lit. b BDO gleichermaßen für "sonstige selbständige Ärzte", also auch für niedergelassene Privatärzte.[ebenso Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 30; zum Verhältnis der Vorschriften zueinander vgl. nur OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 27.2.2013 - 13 A 1431/12 -, juris Rn. 19][ebenso Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 30; zum Verhältnis der Vorschriften zueinander vgl. nur OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 27.2.2013 - 13 A 1431/12 -, juris Rn. 19] Selbständige Ärzte sind grundsätzlich mit dem Faktor 1, 0 dienstverpflichtet, § 5 Nr. 2 Satz 1 BDO.

    Rn. 27 Dabei ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts,[vgl. Urteil vom 9.6.1982 - 3 C 21/81 -, juris Rn. 21 ff., und Beschluss vom 1.6.1983 - 3 B 89/82 -, juris Rn. 3; vgl. auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 27.2.2013 - 13 A 1431/12 -, juris Rn. 39 ff., m.w.N.][vgl. Urteil vom 9.6.1982 - 3 C 21/81 -, juris Rn. 21 ff., und Beschluss vom 1.6.1983 - 3 B 89/82 -, juris Rn. 3; vgl. auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 27.2.2013 - 13 A 1431/12 -, juris Rn. 39 ff., m.w.N.] der der Senat folgt,[vgl. bereits Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 26 ff.][vgl. bereits Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 26 ff.] davon auszugehen, dass die in den angeführten landesrechtlichen Vorschriften des Heilberufekammergesetzes sowie der Berufsordnung und der Bereitschaftsdienstordnung normierte Verpflichtung der niedergelassenen Kammerangehörigen zum (ambulanten) Notfalldienst (Bereitschaftsdienst) weder gegen Art. 12 Abs. 1 GG noch gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstößt.

    Rn. 29 Die Vereinbarung einer gemeinsamen Bereitschaftsdienstordnung zwischen der beklagten Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KVS)[vgl. dazu auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22.6.2009 - 13 A 3775/06 -, juris Rn. 28, wonach in rechtlicher Hinsicht von zwei gleichen Bereitschaftsdienstordnungen auszugehen sein dürfte][vgl. dazu auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22.6.2009 - 13 A 3775/06 -, juris Rn. 28, wonach in rechtlicher Hinsicht von zwei gleichen Bereitschaftsdienstordnungen auszugehen sein dürfte] verletzt ebenfalls kein bundesrechtliches Verbot, sondern erfüllt den sachlich zu billigenden Zweck, eine unnötige Doppelgleisigkeit im ambulanten Bereitschaftsdienst zu vermeiden, insbesondere also Überschneidungen in der Bereithaltung zum Notfalldienst aus den beiden Bereichen zu verhindern.[vgl. BVerwG, Urteil vom 9.6.1982 - 3 C 21.81 -, juris Rn. 27, sowie Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 35, m.w.N.][vgl. BVerwG, Urteil vom 9.6.1982 - 3 C 21.81 -, juris Rn. 27, sowie Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 35, m.w.N.] Die gemeinsame Bereitschaftsdienstordnung verstößt ferner insofern nicht gegen höherrangiges Bundesrecht, als sie die Privatärzte verpflichtet, im Rahmen des organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienstes auch Kassenpatienten zu behandeln; daraus resultierende geringfügige Belastungen von niedergelassenen Privatärzten rechtfertigen sich vielmehr aus dem Gemeinwohlbelang eines effektiv organisierten ärztlichen Notfalldienstes.[vgl. BVerwG, Beschluss vom 17.6.2009 - 3 B 67/09 -, juris Rn. 2][vgl. BVerwG, Beschluss vom 17.6.2009 - 3 B 67/09 -, juris Rn. 2] Soweit der Privatarzt im Rahmen des organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienstes Kassenpatienten behandelt, wird er damit allerdings nicht zum Kassenarzt, er nimmt lediglich für den Einzelvorgang der Inanspruchnahme kraft Gesetzes an der kassenärztlichen Versorgung teil und hat insoweit einen Vergütungsanspruch gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung.[vgl. Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 35, m.w.N.][vgl. Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 35, m.w.N.].

    Rn. 31 Dabei ist auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts,[Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, juris Rn. 20, 23][Urteil vom 12.12.1972 - I C 30.69 -, juris Rn. 20, 23] die insoweit auf der sog. Facharztentscheidung des Bundesverfassungsgerichts[Beschluss vom 9.5.1972 - 1 BvR 518/62 u.a. -, BVerfGE 33, 125, juris Rz. 101 ff., 108, 115][Beschluss vom 9.5.1972 - 1 BvR 518/62 u.a. -, BVerfGE 33, 125, juris Rz. 101 ff., 108, 115] beruht, anerkannt,[Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 28, m.w.N.][Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 28, m.w.N.] dass im Hinblick darauf, dass insoweit die Freiheit der Berufsausübung in erheblichem Umfang beeinträchtigt wird, die Entscheidung, ob und unter welchen Voraussetzungen Ärzte verpflichtet sind, am ärztlichen Notfalldienst teilzunehmen, und ausnahmsweise von diesem zu befreien sind, nicht ausschließlich dem Satzungsrecht der einzelnen Ärztekammer überlassen werden darf.

    Er hat weiterhin in § 14 Abs. 3 Satz 2 SHKG (und zuvor in der zwischenzeitlich außer Kraft getretenen Vorschrift des § 19 Satz 2 SÄKG) normiert, dass insbesondere Regelungen zu treffen sind, wonach von der Teilnahmeverpflichtung "aus wichtigem Grund, insbesondere wegen körperlicher Behinderung oder außergewöhnlicher Belastung sowie bei Ärzten/Ärztinnen und Zahnärzten/Zahnärztinnen wegen Teilnahme an einem klinischen Bereitschaftsdienst mit Notfallversorgung auf Antrag ganz, teilweise oder vorübergehend befreit werden kann." Damit hat er entsprechend den Anforderungen des Bundesverwaltungsgerichts selbst die Richtlinien für eine nähere Regelung des Satzungsgebers festgelegt, unter welchen Bedingungen Befreiung zu erteilen ist.[vgl. Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 30; vgl. auch SVerfGH, Beschluss vom 7.4.2014 - Lv 9/13 -, juris Rn. 23 ff.][vgl. Urteil des Senats vom 24.2.2000 - 1 R 6/97 -, juris Rn. 30; vgl. auch SVerfGH, Beschluss vom 7.4.2014 - Lv 9/13 -, juris Rn. 23 ff.].

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