Rechtsprechung
| OVG Saarland, 25.10.1990 - 1 R 98/87 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Erschließungsbeitrag; Innerstädtischer Treppenweg; Schulzentrum; Geschoßfläche; Abrechnungsgebiet
Verfahrensgang
- VG Saarlouis, 22.07.1986 - 3 K 175/83
- OVG Saarland, 25.10.1990 - 1 R 98/87
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 1991, 423
- DÖV 1991, 748
Wird zitiert von ... (4)
- VG Stade, 26.06.2003 - 6 A 1889/02
Kein Erschließungsbeitrag für Fußweg als Verbindungsweg
Bei ihr handelt es sich - im Vergleich zur ersten Teilstrecke - um eine andere Verkehrsanlage (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Juni 1995 - BVerwG 8 C 33/94 - NVwZ-RR 1995, 695)), der als innerörtlicher Verbindungsweg eine andere Funktion zukommt (vgl. OVG Saarlouis, Urteil vom 25. Oktober 1990 - 1 R 98/87 - DÖV 1991, 748).Die allgemeine Systematik des Erschließungsbeitragsrechts zwingt indes dazu, § 127 Abs. 2 Nr. 2 BauGB eng auszulegen (OVG Saarlouis, Urteil vom 25. Oktober 1990 - 1 R 98/87 - NVwZ-RR 1991, 423-425).
Fußwegen, die einem hinreichend bestimmten Abrechnungsgebiet nicht zugeordnet werden können, stellen in aller Regel keine erschließungsbeitragsfähigen Anlagen dar (Nds. OVG, Beschluss vom 14. Januar 1991 - 9 M 98/90 - OVG Saarlouis, Urteil vom 25. Oktober 1990 - 1 R 98/87 - NVwZ-RR 1991, 423-425;… Driehaus, a.a.O., § 12 RN 66, § 2 RN 50;… Ernst, in: Ernst - Zinkahn - Bielenberg, BauGB, § 127 Rdnr. 15d; Schmaltz, DVBl 1987, 207 (211), und Uechtritz, BauR 1988, 4 f. sowie DVBl 1986, 1125 (1129); a. A. Müller, KStZ 1987, 7 (8)), weil eine hinreichend deutliche und überzeugende Abgrenzung zwischen den Grundstücken, denen der Fußweg seiner Funktion entsprechende Vorteile vermittelt, und denjenigen, für die dies nicht zutrifft, nicht möglich ist (vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 14. Januar 1991 - 9 M 98/90 -).
Eine Ausnahme kommt nur in Betracht, wenn ein solcher Weg nach den konkreten Umständen des Einzelfalls die einzige fußgängergerechte Verbindung zwischen einem eindeutig abgrenzbaren Baugebiet und dem Stadtzentrum darstellt (OVG Saarlouis, Urteil vom 25. Oktober 1990 - 1 R 98/87 - NVwZ-RR 1991, 423-425).
- VG Augsburg, 10.07.2014 - Au 2 K 13.1159
Eine Beitragspflicht für Erschließungsanlagen kann im allgemeinen nur bejaht …
Die Umsetzung dieser aus dem Vorteilsprinzip abgeleiteten rechtlichen Vorgabe führt aufgrund der nur in Ausnahmefällen vorzufindenden "Insellage" regelmäßig dazu, dass solche Wege nicht als erschließungsbeitragsfähige Anlagen eingestuft werden können (OVG Saarl, U.v. 25.10.1990 - 1 R 98/87 - NVwZ-RR 1991, 423;… NdsOVG, U.v. 7.5.2009 - 9 LB 319/06 - juris Rn. 22;… VG Stade, U.v. 26.6.2003 - 6 A 1889/02 - juris Rn. 24 f.;… Driehaus, a.a.O., § 12 Rn. 69;… Matloch/Wiens, Das Erschließungsbeitragsrecht in Theorie und Praxis, Stand Januar 2014, Rn. 26).Rn. 31 Im Übrigen kommt eine Ausnahme vom Regelfall der Nichtabrechenbarkeit nur in Betracht, wenn ein solcher Weg nach den konkreten Umständen des Einzelfalles die einzige fußgängergerechte Verbindung zwischen einem eindeutig abgrenzbaren Baugebiet und dem Ortszentrum darstellt (OVG Saarl, U.v. 25.10.1990 a.a.O.;… Driehaus, a.a.O.).
- OVG Saarland, 18.06.2024 - 1 A 27/23
Straßenausbaubeitrag; Festlegung des Abschlusses des Grunderwerbs als …
Eine öffentliche Einrichtung ist nicht bereits mit dem bloßen Abschluss der technischen Ausbauarbeiten ("letzter Spatenstich") endgültig hergestellt, sondern die sachliche Beitragspflicht entsteht erst, wenn der entstandene Aufwand feststellbar ist, also regelmäßig mit Eingang der letzten Unternehmerrechnung.[Driehaus, Kommunalabgabenrecht Kommentar, § 8 Rn. 490d m.w.N.; OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 28.3.2000 - A 2 S 478/98 -, juris Rn. 10; VG des Saarlandes, Urteil vom 25.2.2015 - 3 K 186/14 -, juris Rn. 36, bestätigt durch OVG des Saarlandes, Beschluss vom 23.12.2015 - 1 A 63/15 -, juris; ebenfalls auf den Zeitpunkt des Eingangs der letzten Unternehmerrechnung abstellend OVG des Saarlandes, Urteil vom 10.5.2004 - 1 R 20/02 -, und Urteile vom 25.10.1990 - 1 R 94/87 -, - 1 R 96/87 -, - 1 R 98/87-, alle juris; im Erschließungsbeitragsrecht auf den Eingang der letzten Unternehmerrechnung abstellend BVerwG, Urteil vom 22.8.1975 - IV C 11.73 -, juris Rn. 25 f, und Urteil vom 22.4.1994 - 8 C 18.92 -, juris Rn. 18; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 10.7.2014 - 2 S 2228/13 -, juris Rn. 51 f; BayVGH, Beschluss vom 24.5.2022 - 6 ZB 21.2279 -, juris Rn. 10; VG des Saarlandes, Beschluss vom 23.11.2018 - 3 L 636/18 -, juris Rn. 16][Driehaus, Kommunalabgabenrecht Kommentar, § 8 Rn. 490d m.w.N.; OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 28.3.2000 - A 2 S 478/98 -, juris Rn. 10; VG des Saarlandes, Urteil vom 25.2.2015 - 3 K 186/14 -, juris Rn. 36, bestätigt durch OVG des Saarlandes, Beschluss vom 23.12.2015 - 1 A 63/15 -, juris; ebenfalls auf den Zeitpunkt des Eingangs der letzten Unternehmerrechnung abstellend OVG des Saarlandes, Urteil vom 10.5.2004 - 1 R 20/02 -, und Urteile vom 25.10.1990 - 1 R 94/87 -, - 1 R 96/87 -, - 1 R 98/87-, alle juris; im Erschließungsbeitragsrecht auf den Eingang der letzten Unternehmerrechnung abstellend BVerwG, Urteil vom 22.8.1975 - IV C 11.73 -, juris Rn. 25 f, und Urteil vom 22.4.1994 - 8 C 18.92 -, juris Rn. 18; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 10.7.2014 - 2 S 2228/13 -, juris Rn. 51 f; BayVGH, Beschluss vom 24.5.2022 - 6 ZB 21.2279 -, juris Rn. 10; VG des Saarlandes, Beschluss vom 23.11.2018 - 3 L 636/18 -, juris Rn. 16] Da die sachliche Beitragspflicht kraft Gesetzes dem Grunde und der Höhe nach voll ausgebildet entsteht, kann dieser Tatbestand nicht schon mit dem Abschluss der technischen Bauarbeiten und deren Abnahme erfüllt sein.[auf die Abnahme abstellend OVG NRW, Urteil vom 4.12.2019 - 15 B 1444/19 -, juris Rn. 43 ff, und Beschluss vom 31.1.2000 - 15 A 290/00 -, juris Rn. 3 ff][auf die Abnahme abstellend OVG NRW, Urteil vom 4.12.2019 - 15 B 1444/19 -, juris Rn. 43 ff, und Beschluss vom 31.1.2000 - 15 A 290/00 -, juris Rn. 3 ff] Das Entstehen der Höhe nach voll ausgebildeter und nicht mehr veränderbarer Beiträge setzt wegen der Abhängigkeit der Beitragshöhe vom umzulegenden Aufwand voraus, dass der umlagefähige Aufwand entstanden und der Höhe nach ermittlungsfähig ist,[Driehaus, Kommentar Kommunalabgabenrecht, 69. EL (Sept. 2023), § 8 Rn. 490a m.w.N.][Driehaus, Kommentar Kommunalabgabenrecht, 69. EL (Sept. 2023), § 8 Rn. 490a m.w.N.] was in der Regel mit Vorliegen der letzten Unternehmerrechnung der Fall ist. - VG Augsburg, 12.09.2013 - Au 2 K 12.1194
Die in einer Erschließungsbeitragssatzung zur Verteilung des beitragsfähigen …
Dazu zwingen die schutzwürdigen Interessen der anderen Beitragspflichtigen, denn ansonsten müsste diesen der Teil des umlagefähigen Erschließungsaufwandes, der diesem Grundstück bei der Abrechnung anhand des Maßes der dort tatsächlich vorhandenen Bebauung weniger zuzuordnen wäre, zusätzlich angelastet werden (OVG Saarl, U.v. 25.10.1990 - 1 R 98/87 - NVwZ-RR 1991, 423;… Driehaus, a.a.O.).
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