Rechtsprechung
| BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Intravenöse Injektion von 2 Kubikzentimeter Penthrane innerhalb einer Minute bei einem dreijährigen Kind - Zu beachtende Sicherheitsvorkehrungen bei der Verabreichung von Penthrane - Annahme des Arztes die Spritze enthalte Epontol obwohl sie Penthrane enthielt - ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (11)
- BGH, 25.09.1957 - 4 StR 354/57
Radfahrer - Zur Ursächlichkeit von verkehrswidrigem Verhalten für einen …
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Der ursächliche Zusammenhang braucht nicht unter Ausschluß der entferntesten gegenteiligen Möglichkeit festzustehen; denn für die richterliche Überzeugung ist nur eine der menschlichen Erkenntniskraft mögliche, dagegen keine gedanklich unumstößliche Gewißheit zu fordern (BGHSt 11, 1, 4 [BGH 27.09.1957 - 4 StR 354/57] m.w.Nachw.). - BGH, 01.04.1958 - 1 StR 24/58
Pflicht zur Hilfeleistung - Verursachung eines Unglücksfalls - Verursacher - …
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Das vorausgegangene eigene Tun, das nicht schuldhaft war und dies rechtlich auch nicht zu sein brauchte (BGHSt 11, 353, 355) [BGH 01.04.1958 - 1 StR 24/58], begründete in Verbindung mit der eigenen Mitwirkung bei dem Eingriff die Garantenpflicht (BGHSt 19, 167, 168 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; 4, 20, 22), [BGH 22.01.1953 - 4 StR 417/52]sich zu vergewissern, ob der Chefarzt entweder fehlerhaft in Unkenntnis der Anordnungen Dr. St. oder aber richtig auf Grund eigener neuer Anordnungen handelte. - BGH, 22.01.1953 - 4 StR 417/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Das vorausgegangene eigene Tun, das nicht schuldhaft war und dies rechtlich auch nicht zu sein brauchte (BGHSt 11, 353, 355) [BGH 01.04.1958 - 1 StR 24/58], begründete in Verbindung mit der eigenen Mitwirkung bei dem Eingriff die Garantenpflicht (BGHSt 19, 167, 168 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; 4, 20, 22), [BGH 22.01.1953 - 4 StR 417/52]sich zu vergewissern, ob der Chefarzt entweder fehlerhaft in Unkenntnis der Anordnungen Dr. St. oder aber richtig auf Grund eigener neuer Anordnungen handelte.
- BGH, 29.11.1963 - 4 StR 390/63
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Das vorausgegangene eigene Tun, das nicht schuldhaft war und dies rechtlich auch nicht zu sein brauchte (BGHSt 11, 353, 355) [BGH 01.04.1958 - 1 StR 24/58], begründete in Verbindung mit der eigenen Mitwirkung bei dem Eingriff die Garantenpflicht (BGHSt 19, 167, 168 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; 4, 20, 22), [BGH 22.01.1953 - 4 StR 417/52]sich zu vergewissern, ob der Chefarzt entweder fehlerhaft in Unkenntnis der Anordnungen Dr. St. oder aber richtig auf Grund eigener neuer Anordnungen handelte. - BGH, 01.07.1954 - 3 StR 869/53
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
S. hat sich vor der Injektion nicht vergewissert, welches Mittel er verabreichte; er hat weder bemerkt, daß die von ihm verwendete Spritze der im Krankenhaus herrschenden Übung entsprechend den Leukoplaststreifen mit der Aufschrift "Penthrane" trug, noch daß es sich um eine 5-ccm-Spritze handelte, während Epontol immer in 10-ccm- oder 20-ccm-Spritzen aufgezogen wurde; ein weiterer Hinweis ergab sich aus der im Krankenhaus geltenden Anordnung, dem Arzt die zur Injektion vorbereitete Spritze mit der über die Kanüle gestülpten leeren Ampulle vorzulegen, damit er eine Kontrolle über das vorbereitete Einspritzmittel habe (vgl. BGHSt 6, 282, 286 [BGH 01.07.1954 - 3 StR 896/53]/287), während im Gegensatz dazu hier keine leere Ampulle beigefügt war. - BGH, 25.09.1952 - 4 StR 41/52
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Damit wird nicht, wie die Revision meint, der Maßstab für die zu fordernde Sorgfalt in der Weise überspannt, daß der auf die Mitarbeit eines Kollegen angewiesene Arzt schlechthin für die dem Kollegen unterlaufenden Fehler strafrechtlich verantwortlich wäre; denn die Annahme der Garantenpflicht kann nicht dazu führen, daß dem rechtmäßig Handelnden eine Haftung für fremde Schuld zugemutet würde (BGHSt 3, 203, 205) [BGH 25.09.1952 - 4 StR 41/52]. - RG, 01.12.1931 - I 707/31
Welche Grundsätze gelten für die Beurteilung der Frage, ob eine auf fehlerhaftes …
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Die Folgen der Verletzung dieser Pflicht waren auch voraussehbar; denn bei Anwendung der pflichtgemäßen Sorgfalt hätte Dr. St. erkannt, daß Dr. S. möglicherweise eine tödliche Injektion zu verabreichen im Begriffe war (vgl. RGSt 67, 12, 18 f). - BGH, 05.12.1969 - 4 StR 480/69
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Die Angriffe der Revision gegen den Kostenausspruch des angefochtenen Urteils sind verspätet (§ 464 Abs. 3, § 311 Abs. 2 StPO; BGH NJW 1970, 288; OLG Hamm MDR 1971, 681 [OLG Hamm 28.10.1970 - 4 Ss 80/70]). - BGH, 10.06.1958 - 1 StR 174/58
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Da es sich um ein persönliches Versagen handelt und die falsche Anwendung des Mittels nicht auf einem Fehler des Hilfspersonals beruht, kommt es auch nicht auf die Frage an, ob und inwieweit Dr. S. als der verantwortliche Operateur die Mitverantwortung für alle an der Operation Beteiligten trug (BGH, Urteile vom 8. Februar 1957 - 1 StR 472/56, vom 27. Februar 1957 - 2 StR 5/57 -, vom 10. Juni 1958 - 1 StR 174/58). - BGH, 27.02.1957 - 2 StR 5/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 21.12.1971 - 1 StR 505/71
Da es sich um ein persönliches Versagen handelt und die falsche Anwendung des Mittels nicht auf einem Fehler des Hilfspersonals beruht, kommt es auch nicht auf die Frage an, ob und inwieweit Dr. S. als der verantwortliche Operateur die Mitverantwortung für alle an der Operation Beteiligten trug (BGH, Urteile vom 8. Februar 1957 - 1 StR 472/56, vom 27. Februar 1957 - 2 StR 5/57 -, vom 10. Juni 1958 - 1 StR 174/58). - BGH, 08.02.1957 - 1 StR 472/56
Rechtsmittel
- BGH, 02.10.1979 - 1 StR 440/79
Freispruch einer Ärztin vom Vorwurf einer fahrlässigen Tötung einer Kosmetikerin …
Dazu genügt die Feststellung einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit (BGHSt 11, 1, 4 ff [BGH 27.09.1957 - 4 StR 354/57]; BGH, Urteil vom 21. Dezember 1971 - 1 StR 505/71 - bei Dallinger MDR 1972, 384). - BGH, 03.04.1973 - 1 StR 85/72
Garant - Garantenstellung - Begehen durch Unterlassen - Aufklärungspflicht - …
Die bloße gedankliche Möglichkeit, daß der gleiche Erfolg - nämlich ein Unfalltod als Folge sorglosen Fahrverhaltens - auch bei pflichtgemäßem Handeln des Angeklagten eingetreten wäre, konnte bei dem Skifahrer T. außer Betracht bleiben; die richterliche Überzeugung vom Bestehen eines ursächlichen Zusammenhangs setzt den Ausschluß auch der entferntesten gegenteiligen Möglichkeit nicht voraus (BGHSt 11, 1, 4; BGH, Urteil vom 21. Dezember 1971 - 1 StR 505/71).
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