Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 21.01.2010 - 1 U 35/09 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Sachsen-Anhalt
§ 19 Abs 1 S 1 BNotO, § 19 Abs 1 S 2 Halbs 1 BNotO, § 82 Abs 1 Nr 1 GmbHG, § 823 Abs 2 S 1 BGB
Notarhaftung: Aufklärungspflicht über die Bedeutung der "Bareinlage" bei mehreren Beteiligten an der Beurkundung einer GmbH-Stammkapitalerhöhung; anderweitige Ersatzmöglichkeit infolge Falschangaben des Geschäftsführers bei der Registeranmeldung; Direktanspruch eines ... - Deutsches Notarinstitut
BNotO § 19 Abs. 1 S. 2; GmbHG § 82 Abs. 1 Nr. 1; BGB § 823 ff.
Fehlende Belehrung über den Begriff der "Bareinlage" im Rahmen einer Kapitalerhöhung - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BNotO § 19 Abs. 1; GmbHG § 43
Aufklärungspflicht des Notars im Rahmen der Beurkundung einer Erhöhung des Stammkapitals einer GmbH; Voraussetzungen der persönlichen Haftung des GmbH-Geschäftsführers - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Anmeldung, Beurkundung, Erhöhung des Stammkapitals, Geschäftsführer, Handelsregister, Notar, persönliches Vertrauen, Schadensersatzanspruch, Treuepflicht
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Aufklärungspflicht des Notars im Rahmen der Beurkundung einer Erhöhung des Stammkapitals einer GmbH; Voraussetzungen der persönlichen Haftung eines GmbH-Geschäftsführers
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Haftung des Notars wegen unterlassener Belehrung über den Begriff "Bareinlage"
Verfahrensgang
- LG Halle, 26.02.2009 - 3 O 672/08
- OLG Naumburg, 21.01.2010 - 1 U 35/09
Papierfundstellen
- NZG 2010, 585 (Ls.)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (4)
- BGH, 18.09.1990 - XI ZR 77/89
Persönliche Haftung des GmbH-Geschäftsführers
Auszug aus OLG Naumburg, 21.01.2010 - 1 U 35/09
Für die Annahme eines solchen Ausnahmefalles reicht allein ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen dem Dritten und dem Geschäftsführer nicht aus (Scholz/Schneider GmbHG, 10. Aufl., § 43, Rn. 316 [ der dort als A.A. zitierten Entscheidung des BGH - Urteil vom 18.9.1990, XI ZR 77/89, z.B. WM 1990, 2039, 2040, re.Sp. - kann nicht entnommen werden, dass der BGH den Umstand der Inanspruchnahme besonderen persönlichen Vertrauens schematisch immer bei Vorliegen eines - dort - "intimen Verhältnisses" annehmen wollte. Im konkreten Fall traten noch andere Umstände hinzu ]).Rn. 33 Die Revision ist nicht zuzulassen, weil die Voraussetzungen von § 543 ZPO nicht vorliegen, der Senat insbesondere auch nicht von der Entscheidung des BGH vom 18.9.1990 (XI ZR 77/89) abweicht.
- BGH, 23.10.2003 - IX ZR 249/02
Begriff des Schadens bei unrichtiger steuerlicher Beratung
Auszug aus OLG Naumburg, 21.01.2010 - 1 U 35/09
Dies bedeutet zu einen, dass dies den Beklagten nicht entlasten kann (z.B. im Wege der Vorteilsanrechnung), weil für den Schaden auf den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz abzustellen ist (BGH, Urteil vom 23.10.2003 - IX ZR 249/02 - [z.B. MDR 2004, 298];… hier: zitiert nach juris, Rn. 23). - BGH, 11.12.2006 - II ZR 166/05
Gesellschaftsrechtliche Treuepflichten der Mitgesellschafter einer GmbH …
Auszug aus OLG Naumburg, 21.01.2010 - 1 U 35/09
Soweit der BGH (Urteil vom 11.12..2006 - II ZR 166/05(KG) - [z.B. ZiP 2007, 268, 269 li. - OLG Naumburg, 11.06.2009 - 1 U 122/08
Aufklärungspflicht bei Widerruf der Rechtsanwaltszulassung wegen …
Auszug aus OLG Naumburg, 21.01.2010 - 1 U 35/09
Rn. 29 (c) Soweit in den Schriftsätzen der Parteien nach dem rechtlichen Hinweis die Frage diskutiert wird, ob den Vater des Klägers seinerseits eine Informationspflicht gegenüber dem Kläger traf, kann dies grundsätzlich den Gesichtspunkt der Treuepflicht berühren, die auch bereits gegenüber einem künftigen Gesellschafter bestehen kann (Senat, Urteil vom 28.5.2009 - 1 U 122/08 - m.w.N.).
- LG Duisburg, 10.07.2020 - 3 O 225/19 Das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte im Urteil vom 19.01.2010 (I-1 U 35/09) das Urteil der 8. Zivilkammer in allen wesentlichen Punkten, auch zu Ziffer V. 1. des Tenors.
Rn. 30 1.Der Zulässigkeit der Klage steht die Rechtskraft des Urteils im Verfahren 8 O 334/17 Landgericht Duisburg (i.V.m. dem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 19.01.2010 - I-1 U 35/09 -) entgegen (§ 322 ZPO).
- OLG Bamberg, 21.09.2015 - 1 U 35/15 a) Das Erstgericht geht zutreffend davon aus, dass nach ständiger höchstrichterlicher (vgl. hierzu u.a. BGH VersR 2007, 785) sowie obergerichtlicher Rechtsprechung (ständige Rspr. des Senats, vgl. u.a. Urteil v. 04.03.2010, 1 U 74/09, juris; Beschlüsse v. 02.10.2007, Az.: 1 U 125/07; v. 18.02.2008, Az.: 1 U 205/07; v. 28.05.2008, Az.: 1 U 27/08; v. 29.04.2009, Az.: 1 U 35/09; ebenso OLG Düsseldorf VersR 2001, 1408; KG Berlin VersR 2007, 933; OLG Karlsruhe VersR 2006, 205) die Annahme einer von einem Versicherungsnehmer begangenen und vom Versicherer nachzuweisenden arglistigen Täuschung eine Vorspiegelung falscher oder ein Verschweigen wahrer Tatsachen gegenüber dem Versicherer zum Zwecke der Erregung oder Aufrechterhaltung eines Irrtums voraussetzt.
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