Rechtsprechung
| OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12 |
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Beschränkung von nach Art. 137 Abs. 1 VO 73/2009/EG den Betriebsinhabern zugewiesenen Zahlungsansprüchen nach Sinn und Zweck der Vorschrift
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VO (EG) Nr. 73/2009 Art. 137
Beschränkung von nach Art. 137 Abs. 1 VO 73/2009/EG den Betriebsinhabern zugewiesenen Zahlungsansprüchen nach Sinn und Zweck der Vorschrift - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Beschränkung von nach Art. 137 Abs. 1 VO 73/2009/EG den Betriebsinhabern zugewiesenen Zahlungsansprüchen nach Sinn und Zweck der Vorschrift
Verfahrensgang
- VG Stade, 21.11.2012 - 6 A 1627/12
- OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
- BVerwG, 16.09.2015 - 3 C 11.14
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (18)
- OVG Niedersachsen, 20.12.2011 - 10 LC 174/09
Vereinbarkeit eines hohen Grasaufwuchses zur Vermeidung von Vogelschlag bei …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Zahlungsansprüche sind Teil der Betriebsprämienregelungen nach Titel III Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 [vgl. Urteil des Senats vom 20.12.2011 - 10 LC 174/09 -, DVBl 2012, 647 (Leitsatz) = juris; Bayerischer VGH, Urteil vom 16.02.2009 - 19 B 08.2522 -, RdL 2010, 133 = BayVBl 2010, 411].Eine solche Regelung ist in § 10 Abs. 1 und 2 MOG zu sehen (vgl. Urteil des Senats vom 20.12.2011, a. a. O.).
Die Befugnis der nationalen Behörden, einen Bescheid über die Zuweisung von Zahlungsansprüchen aufzuheben, ergibt sich aus den genannten Bestimmungen jedoch nicht (vgl. Urteil des Senats vom 20.12.2011, a. a. O.).
- BVerwG, 08.12.2011 - 3 B 39.11
Betriebsindividueller Betrag für Investitionen in einen Bullenmaststall; nicht …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Das Bundesverwaltungsgericht wies die dagegen erhobene Beschwerde der Klägerin mit Beschluss vom 08. Dezember 2011 zurück (Az.: 3 B 39/11).Die dagegen erhobene Beschwerde der Klägerin hat das Bundesverwaltungsgericht mit Beschluss vom 08. Dezember 2011 (Az.: 3 B 39/11) zurückgewiesen; damit ist das Urteil des Senats rechtskräftig geworden.
- OVG Niedersachsen, 18.01.2011 - 10 LB 70/09
Berücksichtigung eines betriebsindividuellen Betrags aus der nationalen Reserve …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Mit Urteil vom 18. Januar 2011 (Az.: 10 LB 70/09) änderte der Senat das Urteil des Verwaltungsgerichts und wies die Klage insgesamt ab.Der Senat hat bereits mit Urteil vom 18. Januar 2011 (Az.: 10 LB 70/09) entschieden, dass die Voraussetzungen für die Gewährung eines BIB aus der nationalen Reserve wegen einer Investition i.S.d. Art. 21 Verordnung (EG) Nr. 795/2004 schon dem Grunde nach nicht vorliegen.
- BVerwG, 16.05.2007 - 6 C 24.06
Waffenbesitzkarte, Widerruf, Zuverlässigkeit, Rückwirkung.
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Für den Bürger bedeutet Rechtssicherheit in erster Linie Vertrauensschutz (vgl. zum deutschen Recht: BVerfG, Urteil vom 19.12.1961 - 2 BvL 6/59 -, BVerfGE 13, 261 = DÖV 1962, 220; BVerwG, Urteile vom 30.08.2012 - 4 C 1/11 -, BVerwGE 144, 82 = NVwZ 2013, 304 = RdL 2013, 91; und vom 16.05.2007 - 6 C 24/06 -, NVwZ 2007, 1201 = GewArch 2007, 485). - BVerfG, 19.12.1961 - 2 BvL 6/59
Rückwirkende Steuern
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Für den Bürger bedeutet Rechtssicherheit in erster Linie Vertrauensschutz (vgl. zum deutschen Recht: BVerfG, Urteil vom 19.12.1961 - 2 BvL 6/59 -, BVerfGE 13, 261 = DÖV 1962, 220; BVerwG, Urteile vom 30.08.2012 - 4 C 1/11 -, BVerwGE 144, 82 = NVwZ 2013, 304 = RdL 2013, 91; und vom 16.05.2007 - 6 C 24/06 -, NVwZ 2007, 1201 = GewArch 2007, 485). - BVerwG, 30.08.2012 - 4 C 1.11
Mobilfunkanlagen; Standortplanung; Versorgungssicherheit; Veränderungssperre; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Für den Bürger bedeutet Rechtssicherheit in erster Linie Vertrauensschutz (vgl. zum deutschen Recht: BVerfG, Urteil vom 19.12.1961 - 2 BvL 6/59 -, BVerfGE 13, 261 = DÖV 1962, 220; BVerwG, Urteile vom 30.08.2012 - 4 C 1/11 -, BVerwGE 144, 82 = NVwZ 2013, 304 = RdL 2013, 91; und vom 16.05.2007 - 6 C 24/06 -, NVwZ 2007, 1201 = GewArch 2007, 485). - BVerwG, 26.08.2009 - 3 C 15.08
Landwirtschaft; Flächenzahlungen; Unregelmäßigkeit; offensichtlicher Fehler; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Der genannten subjektiven Komponente ist das Erfordernis der "Gutgläubigkeit" im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteile vom 26.08.2009 - 3 C 15/08 -, RdL 2010, 162 = NL-BzAR 2009, 481, und vom 27.09.2012 - 3 C 19/11 -, RdL 2013, 226; Beschluss vom 03.09.2012 - 3 B 9/12 -, juris) zuzuordnen. - EuGH, 16.05.2002 - C-63/00
Schilling und Nehring - "Gemeinsame Agrarpolitik - Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 - …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Nach den Regelungen zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem im Bereich der Agrarförderung gehört es zu den Pflichten eines Beihilfeempfängers, aktiv an der korrekten Durchführung der Verfahren mitzuwirken und dafür zu sorgen, dass die von ihm beizubringenden Informationen von vornherein vollständig und richtig sind [vgl. EuGH, Urteile vom 16.05.2002 - C-63/00 (…Schilling und Nehring) -, Slg. 2002, S. 1-4483; vom 28.11.2002 - C-417/00 (…Agrargenossenschaft Pretzsch) -, Slg. 2002, S. 1-11053; und vom 04.10.2007 - C-375/05 (…Geuting) -, Slg. 2007, S. 1-7983]. - EuGH, 28.11.2002 - C-417/00
Agrargenossenschaft Pretzsch - "Gemeinsame Agrarpolitik - Verordnung (EWG) Nr. …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Nach den Regelungen zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem im Bereich der Agrarförderung gehört es zu den Pflichten eines Beihilfeempfängers, aktiv an der korrekten Durchführung der Verfahren mitzuwirken und dafür zu sorgen, dass die von ihm beizubringenden Informationen von vornherein vollständig und richtig sind [vgl. EuGH, Urteile vom 16.05.2002 - C-63/00 (…Schilling und Nehring) -, Slg. 2002, S. 1-4483; vom 28.11.2002 - C-417/00 (…Agrargenossenschaft Pretzsch) -, Slg. 2002, S. 1-11053; und vom 04.10.2007 - C-375/05 (…Geuting) -, Slg. 2007, S. 1-7983]. - EuGH, 04.10.2007 - C-375/05
Geuting - Rindfleisch - Prämie für die Erhaltung des Mutterkuhbestands
Auszug aus OVG Niedersachsen, 17.06.2014 - 10 LC 148/12
Nach den Regelungen zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem im Bereich der Agrarförderung gehört es zu den Pflichten eines Beihilfeempfängers, aktiv an der korrekten Durchführung der Verfahren mitzuwirken und dafür zu sorgen, dass die von ihm beizubringenden Informationen von vornherein vollständig und richtig sind [vgl. EuGH, Urteile vom 16.05.2002 - C-63/00 (…Schilling und Nehring) -, Slg. 2002, S. 1-4483; vom 28.11.2002 - C-417/00 (…Agrargenossenschaft Pretzsch) -, Slg. 2002, S. 1-11053; und vom 04.10.2007 - C-375/05 (…Geuting) -, Slg. 2007, S. 1-7983]. - BVerwG, 03.09.2012 - 3 B 9.12
Unregelmäßigkeit bei Antrag auf Gewährung von Rinderprämien; offensichtlicher …
- OVG Niedersachsen, 20.12.2012 - 10 LB 191/11
Anforderungen an die Anerkennung eines offensichtlichen Irrtums im Sinne des Art. …
- BVerwG, 10.12.2003 - 3 C 22.02
Landwirtschaftsrecht; Subvention nach Gemeinschaftsrecht; öffentlich-rechtlicher …
- EuGH, 19.09.2002 - C-336/00
Huber - "Landwirtschaft - Kofinanzierte Beihilfen - Rückforderung - …
- EuGH, 15.01.2009 - C-281/07
Bayerische Hypotheken- und Vereinsbank - Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2988/95 - …
- EuGH, 13.03.2008 - C-383/06
Vereniging Nationaal Overlegorgaan Sociale Werkvoorziening u.a. - Strukturfonds - …
- VGH Bayern, 16.02.2009 - 19 B 08.2522
Rückgabe zugewiesener Zahlungsansprüche im Rahmen einer landwirtschaftlichen …
- OVG Niedersachsen, 15.05.2009 - 10 LA 151/08
Zahlungsansprüche nach der Verordnung (VO) Nr. 1782/2003/EG; Vertreten müssen …
- VG Augsburg, 28.04.2015 - Au 3 K 15.16
Zahlungsansprüche; betriebsindividueller Betrag; Investitionen
Sie unterfallen als Direktzahlungen i.S.v. § 6 Abs. 1 Nr. 2 MOG dem Anwendungsbereich dieses Gesetzes (vgl. NdsOVG, U.v. 17.6.2014 - 10 LC 148/12 - RdL 2014, 248 m.w.N.; BayVGH, U.v. 16.2.2009 - 19 B 08.2522 - BayVBl 2010, 411).Nach der Rechtsprechung hindert das Unionsrecht die Anwendung des § 10 MOG nicht (vgl. NdsOVG, U.v. 17.6.2014 - 10 LC 148/12 - RdL 2014, 248).
Dies gilt auch für die Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 und die Durchführungsverordnungen (EG) Nr. 795/2004 und (EG) Nr. 796/2004 sowie die vorgenannte Nachfolgeverordnung (EG) Nr. 73/2009 und die dazu ergangenen Durchführungsverordnungen (EG) Nr. 1121/2009 und (EG) Nr. 1122/2009 (vgl. NdsOVG, U.v. 17.6.2014 a.a.O.) Zwar wird nach Art. 73a Abs. 2 Unterabs. 1 Satz 1 VO (EG) Nr. 796/2004 der Wert der Zahlungsansprüche entsprechend angepasst, wenn - nachdem diese zugewiesen worden sind - festgestellt wird, dass deren Wert zu hoch ist.
Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich allein daraus nicht die Befugnis der nationalen Behörden ergibt, einen Bescheid über die Zuweisung von Zahlungsansprüchen aufzuheben (vgl. NdsOVG, U.v. 17.6.2014 - 10 LC 148/12 - RdL 2014, 248; U.v. 20.12.2011 - 10 LC 174/09 - DVBl 2012, 647, jeweils zu Art. 73a Abs. 1 VO (EG) Nr. 796/2004, der zu Unrecht zugewiesene Zahlungsansprüche betrifft); wenngleich es Ziel der Einfügung des Art. 73a VO (EG) Nr. 796/2004 war, Vorschriften für den Fall festzulegen, dass ein Betriebsinhaber eine unzulässige Anzahl von Zahlungsansprüchen erhalten hat oder dass deren Wert in unzulässiger Höhe festgesetzt wurde (s.o. unter II.1.b).
Unabhängig von der Reichweite dieser Vorschrift, die das Prinzip der Rechtssicherheit konkretisiert, erfolgte vorliegend die Aufhebung und Neufestsetzung der Zahlungsansprüche des Klägers mit dem streitgegenständlichen Änderungsbescheid jedenfalls vor dem 1. Januar 2010 (vgl. NdsOVG, U.v. 17.6.2014 - 10 LC 148/12 - RdL 2014, 248).
- OVG Niedersachsen, 21.03.2017 - 10 LC 39/16
Betriebsindividueller Betrag; Betriebsprämie; Futterfläche; Herabsetzung; …
Rn. 32 Als Rechtsgrundlage für die Herabsetzung des Wertes der normalen Zahlungsansprüche hat das Verwaltungsgericht in Anknüpfung an die Senatsrechtsprechung (Urt. v. 17.6.2014 - 10 LC 148/12 -) § 10 MOG i. V. m. Art. 73a (Abs. 2) Verordnung (EG) Nr. 796/2004 bzw. Art. 81 (Abs. 2) Verordnung (EG) Nr. 1122/2009 angeführt.Rn. 49 1. Der Senat hat in seinem Urteil vom 17. Juni 2014 (- 10 LC 148/12 -) ausgeführt, dass sich ein Betriebsinhaber nach Art. 137 Verordnung (EG) Nr. 73/2009 nicht erfolgreich auf Vertrauensschutz berufen kann, "wenn eine Überprüfung der Sach- und Rechtslage durch die Behörden des jeweiligen Mitgliedstaats bereits vor dem 1. Januar 2010 stattgefunden hat, die Überprüfung lediglich zu diesem Stichtag noch nicht mit dem Erlass eines entsprechenden Bescheides formal beendet wurde" und der betroffene Betriebsinhaber auf die Absicht, die ihm zugewiesenen Zahlungsansprüche aus diesem Grund zu ändern, bereits vor dem 1. Januar 2010 hingewiesen worden ist.
- OVG Niedersachsen, 30.06.2016 - 10 ME 35/16
Einziehung; Einziehung von Zahlungsansprüchen; Grünland; Pferdehaltung; …
Rn. 17 Rechtsgrundlage für die Neufestsetzung von Zahlungsansprüchen im Rahmen der Betriebsprämienregelung ist nach der ständigen Senatsrechtsprechung (vgl. zuletzt Urt. v. 31.3.2016 - 10 LB 40/14 -, unter Bezug auf das Urt. v. 17.6.2014 - 10 LC 148/12 -, juris, Rn. 33 ff., m. w. N.) im Ausgangspunkt § 10 Abs. 1 Satz 1 MOG, allerdings modifiziert durch die Vertrauensschutzregelungen in Art. 73a Verordnung (EG) Nr. 796/2004 bzw. Art. 81 Verordnung (EG) Nr. 1122/2009.
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