Rechtsprechung
| VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anordnung der Beseitigung von Verkehrshindernissen auf einem öffentlichen Feldweg und Waldweg durch den Eigentümer; Fahrlässige Begehung einer Ordnungswidrigkeit durch Schaffung von Verkehrshindernissen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Anordnung der Beseitigung von Verkehrshindernissen auf einem öffentlichen Feldweg und Waldweg durch den Eigentümer; Fahrlässige Begehung einer Ordnungswidrigkeit durch Schaffung von Verkehrshindernissen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Augsburg, 18.10.2016 - Au 3 K 15.1299
- VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (8)
- BVerfG, 09.06.2016 - 1 BvR 2453/12
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Anspruchs auf effektiven …
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Rn. 8 1. Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit (§ 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) liegen vor, wenn der Rechtsmittelführer einen einzelnen tragenden Rechtssatz oder eine einzelne erhebliche Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Gegenargumenten in Frage stellt (BVerfG, B.v. 9.6.2016 - 1 BvR 2453/12 - NVwZ 2016, 1243 Rn. 16). - VerfGH Bayern, 23.09.2015 - 38-VI-14
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Baubeseitigungs- und Duldungsanordnung …
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Aus der Antragsbegründung, auf die sich gemäß § 124a Abs. 5 Satz 2 VwGO die Prüfung im Zulassungsverfahren beschränkt (BayVerfGH, E.v. 14.2.2006 - Vf. 133-VI-04 - VerfGH 59, 47/52; E.v. 23.9.2015 - Vf. 38-VI-14 - BayVBl 2016, 49 Rn. 52;… Happ in Eyermann, VwGO, 14. Auflage 2014, § 124a Rn. 54), ergeben sich weder ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils noch ein Verfahrensmangel, auf dem die Entscheidung beruhen kann. - VGH Bayern, 11.01.2005 - 8 CS 04.3275
Sperrung einer tatsächlich öffentlichen Verkehrsfläche durch den Eigentümer
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Dass die Sicherheitsbehörden unabhängig von der Frage der hier rechtskräftig festgestellten Widmung als öffentlicher Feld- und Waldweg (Art. 6 i.V.m. Art. 53 Nr. 1 des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes - BayStrWG) auch bei einem nicht gewidmeten, lediglich tatsächlich-öffentlichen Weg berechtigt wären, den Eigentümer der Verkehrsfläche gemäß Art. 7 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 LStVG i.V.m. §§ 32 Abs. 1 Satz 1, 49 Abs. 1 Nr. 27 StVO zur Beseitigung von Verkehrshindernissen zu verpflichten, hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mehrfach entschieden (U.v. 17.2.2003 - 11 B 99.3439 - juris, B.v. 11.1.2005 - 8 CS 04.3275 - NuR 2005, 463, B.v. 9.2.2010 - 11 CS 09.1486 - juris).
- VerfGH Bayern, 14.02.2006 - 133-VI-04
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Aus der Antragsbegründung, auf die sich gemäß § 124a Abs. 5 Satz 2 VwGO die Prüfung im Zulassungsverfahren beschränkt (BayVerfGH, E.v. 14.2.2006 - Vf. 133-VI-04 - VerfGH 59, 47/52;… E.v. 23.9.2015 - Vf. 38-VI-14 - BayVBl 2016, 49 Rn. 52;… Happ in Eyermann, VwGO, 14. Auflage 2014, § 124a Rn. 54), ergeben sich weder ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils noch ein Verfahrensmangel, auf dem die Entscheidung beruhen kann. - VGH Bayern, 08.12.2016 - 4 ZB 16.1583
Ertragsminderung, Verwaltungsgerichte, Streitwertfestsetzung, …
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Auf eine Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht kann sich jedoch ein anwaltlich vertretener Beteiligter nicht berufen, wenn er nicht alle ihm zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten ausschöpft, sondern davon absieht, einen förmlichen Beweisantrag zu stellen bzw. stellen zu lassen (stRspr, vgl. z.B. BayVGH, B.v. 8.12.2016 - 4 ZB 16.1583 - juris Rn. 15 m.w.N.). - VGH Bayern, 17.02.2003 - 11 B 99.3439
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Dass die Sicherheitsbehörden unabhängig von der Frage der hier rechtskräftig festgestellten Widmung als öffentlicher Feld- und Waldweg (Art. 6 i.V.m. Art. 53 Nr. 1 des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes - BayStrWG) auch bei einem nicht gewidmeten, lediglich tatsächlich-öffentlichen Weg berechtigt wären, den Eigentümer der Verkehrsfläche gemäß Art. 7 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 LStVG i.V.m. §§ 32 Abs. 1 Satz 1, 49 Abs. 1 Nr. 27 StVO zur Beseitigung von Verkehrshindernissen zu verpflichten, hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mehrfach entschieden (U.v. 17.2.2003 - 11 B 99.3439 - juris, B.v. 11.1.2005 - 8 CS 04.3275 - NuR 2005, 463, B.v. 9.2.2010 - 11 CS 09.1486 - juris). - VG Augsburg, 05.09.2012 - Au 6 K 12.619
Zustimmung zur Widmung einer Wegefläche; Bindung des Rechtsnachfolgers; …
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Eine Klage des Klägers auf Feststellung, dass die Widmung nichtig sei, hat das Verwaltungsgericht Augsburg mit rechtskräftigem Urteil vom 5. September 2012 abgewiesen (Az. Au 6 K 12.619). - VGH Bayern, 09.02.2010 - 11 CS 09.1486
Begründung des Sofortvollzugs; tatsächlich öffentlicher Weg; längs des Weges …
Auszug aus VGH Bayern, 15.02.2017 - 11 ZB 16.2576
Dass die Sicherheitsbehörden unabhängig von der Frage der hier rechtskräftig festgestellten Widmung als öffentlicher Feld- und Waldweg (Art. 6 i.V.m. Art. 53 Nr. 1 des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes - BayStrWG) auch bei einem nicht gewidmeten, lediglich tatsächlich-öffentlichen Weg berechtigt wären, den Eigentümer der Verkehrsfläche gemäß Art. 7 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 LStVG i.V.m. §§ 32 Abs. 1 Satz 1, 49 Abs. 1 Nr. 27 StVO zur Beseitigung von Verkehrshindernissen zu verpflichten, hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mehrfach entschieden (U.v. 17.2.2003 - 11 B 99.3439 - juris, B.v. 11.1.2005 - 8 CS 04.3275 - NuR 2005, 463, B.v. 9.2.2010 - 11 CS 09.1486 - juris).
- VGH Bayern, 15.02.2021 - 8 B 20.2352
Sperrung eines tatsächlich-öffentlichen Wegs durch den Grundstückseigentümer
Dies hat zur Folge, dass der Berechtigte nach § 32 StVO keine Sperren oder andere Verkehrshindernisse errichten darf (vgl. BayVGH, B.v. 15.3.1951 - 3-IV-48 - VGHE n.F. 4, 19/26;… U.v. 26.2.2013 - 8 B 11.1708 - BayVBl 2013, 629 = juris Rn. 32;… U.v. 21.4.2016 - 8 B 15.129 - juris Rn. 27; B.v. 15.2.2017 - 11 ZB 16.2576 - Rn. 10). - VG München, 23.06.2022 - M 2 K 19.6067
Recht eines Grundstückseigentümers, eine auf seinem Grundstück verlaufende …
Rn. 43 Die Zuordnung des betroffenen klägerischen Grundstücksstreifens zum öffentlichen Verkehrsraum hat zur Folge, dass der Berechtigte nach § 32 StVO keine Sperren oder andere Verkehrshindernisse errichten (vgl. BayVGH, B.v. 15.2.2017 - 11 ZB 16.2576 - juris Rn. 10;… BayVGH, U.v. 21.4.2016 - 8 B 15.129 - juris Rn. 27) und erst recht nicht die Straßen bzw. ihren Belag entfernen darf. - VGH Bayern, 08.01.2024 - 8 CS 23.1629
Anordnung auf Beseitigung von Straßensperren auf einem Geh- und Radweg
Rn. 12 a) Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, dass bei Sperrung von Verkehrsflächen im Wege unerlaubter Selbsthilfe eine Gemeinde hiergegen mit einer Anordnung nach Art. 7 Abs. 2 Nr. 1 und 2 LStVG i.V.m. § 32 Abs. 1, § 49 Abs. 1 Nr. 27 StVO vorgehen kann (…vgl. BayVGH, B.v. 17.8.2006 - 8 ZB 06.1282 - juris Rn. 8; B.v. 15.2.2017 - 11 ZB 16.2576 - juris Rn. 9 f.).Denn die Verpflichtung zur Kenntlichmachung von Hindernissen nach § 32 Abs. 1 Satz 2 und 3 StVO besteht nur, soweit eine Beseitigung nicht umgehend möglich ist, lässt aber die Verpflichtung zur Beseitigung des Verkehrshindernisses nicht entfallen (vgl. BayVGH, B.v. 15.2.2017 - 11 ZB 16.2576 - juris Rn. 10).
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