Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 21.12.2006 - 12 U 198/06 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Beginn der kürzeren allgemeinen Verjährungsfrist nach Gesetzesänderung: Kenntnis des Gläubigers von den den Anspruch begründenden Umständen bereits vor Gesetzesänderung
- Judicialis
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 195; BGB § 199; EGBGB Art. 229 § 6 Abs. 4
Beginn der kurzen Verjährung bereits zum 1.1.2002 möglich bei früherer Kenntnis des Gläubigers nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verjährungsbeginn nach Schuldrechtsmodernisierung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Verjährung eines der regelmäßigen Verjährung unterfallenden Anspruchs; Kenntnis des Gläubigers; Beginn der kürzeren Verjährungsfrist
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Verjährungsbeginn nach Schuldrechtsmodernisierung (IBR 2007, 309)
Verfahrensgang
- LG Karlsruhe, 05.09.2006 - 8 O 244/06
- OLG Karlsruhe, 21.12.2006 - 12 U 198/06
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (3)
- BVerfG, 05.02.2004 - 2 BvR 2029/01
Langfristige Sicherheitsverwahrung
Auszug aus OLG Karlsruhe, 21.12.2006 - 12 U 198/06
Schließlich führt die befürwortete Anwendung der §§ 195, 199 Abs. 1 BGB n.F. nicht zu einer echten Rückwirkung; vielmehr handelt es sich allenfalls - was das Abstellen auf eine Kenntniserlangung des Gläubigers vor Inkrafttreten des neuen Verjährungsrechts angeht - um eine tatbestandliche Rückanknüpfung, die grundsätzlich zulässig ist (vgl. zur tatbestandlichen Rückanknüpfung zuletzt BVerfGE 109, 133 ff.; BVerfG NJW 2006, 2469 ff.). - BVerfG, 20.06.2006 - 1 BvR 594/06
Geltung des Verbots der Vertretung widerstreitender Interessen für in einer …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 21.12.2006 - 12 U 198/06
Schließlich führt die befürwortete Anwendung der §§ 195, 199 Abs. 1 BGB n.F. nicht zu einer echten Rückwirkung; vielmehr handelt es sich allenfalls - was das Abstellen auf eine Kenntniserlangung des Gläubigers vor Inkrafttreten des neuen Verjährungsrechts angeht - um eine tatbestandliche Rückanknüpfung, die grundsätzlich zulässig ist (vgl. zur tatbestandlichen Rückanknüpfung zuletzt BVerfGE 109, 133 ff.; BVerfG NJW 2006, 2469 ff.). - OLG Karlsruhe, 18.07.2006 - 17 U 320/05
Finanzierter Beitritt zum geschlossenen Immobilienfonds: Unwirksamkeit des …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 21.12.2006 - 12 U 198/06
Ganz überwiegend wird hierzu die Meinung vertreten, dass zur Bestimmung des Fristbeginns die Vorschrift des § 199 Abs. 1 BGB n.F. hinzuzuziehen sei (vgl. OLG Karlsruhe, ZIP 2006, 1855 f. und die dort aufgeführten Nachweise, auch zur Gegenansicht).
- OLG Köln, 23.03.2007 - 19 U 162/06
Verjährung in Überleitungsfall bei arglistig verschwiegenen Mängeln
Nach herrschender Meinung (…vgl. Palandt/ Heinrichs, a.a.O., Art. 229 § 6 EGBGB Rn 1 m.w.N.), der sich der Senat anschließt, endet die Verjährungsfrist in Überleitungsfällen am 31.12.2004, wenn spätestens am 1.1.2002 die Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 BGB erfüllt waren (vgl. OLG München, Beschluss vom 7.2.2007 - 34 Wx 129/06, Leitsatz abrufbar bei juris; OLG Karlsruhe, Urteil vom 21.12.2006 - 12 U 198/06, abrufbar bei juris; Heß NJW 2002, 253, 259 Fn 70; Stenzel ZGS 2006, 130 ff.).Danach beginnt die neue regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren gemäß § 195 BGB am 1.1.2002, wenn unter anderem die subjektiven Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 BGB bereits vor oder spätestens am 1.1.2002 vorlagen (vgl. BGH, Urteil vom 23.1.2007 - XI ZR 44/06, abrufbar bei juris; OLG Karlsruhe, Urteil vom 21.12.2006 - 12 U 198/06, abrufbar bei juris; Urteil vom 18.7.2006 - 17 U 320/05, in: ZIP 2006, 1855 ff.; Stenzel ZGS 2006, 130 ff.).
Aber auch soweit mit der nunmehr vom Bundesgerichtshof (Urteil vom 23.1.2007 - XI ZR 44/06, abrufbar bei juris) bestätigten herrschenden Meinung das Vorliegen der subjektiven Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB n.F. in Überleitungsfällen gemäß Art. 229 § 6 EGBGB grundsätzlich als erforderlich angesehen wird (vgl. etwa OLG Braunschweig, Urteil vom 30.11.2005 - 3 U 21/03, in: ZIP 2006, 180 ff.; OLG Bamberg, Urteil vom 6.10.2005 - 4 U 148/05, in: NJW 2006, 304; OLG Karlsruhe, Urteil vom 21.12.2006 - 12 U 198/06, abrufbar bei juris; Urteil vom 18.7.2006 - 17 U 320/05, in: ZIP 2006, 1855 ff.; Heß NJW 2002, 253, 258; Gerneth BKR 2006, 312, 315; Rohlfing MDR 2006, 721, 722), wird eine vom Kläger befürwortete einschränkende Anwendung des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB auf Fälle positiver Kenntnis, soweit ersichtlich, in Rechtsprechung und Literatur nicht verlangt.
- OLG Frankfurt, 06.09.2012 - 22 U 119/10
Geltung der 30jährigen Verjährungsfrist nach § 195 BGB a.F. bei …
Rn. 17 Die Verjährungsfrist endet in Überleitungsfällen am 31.12.2004, wenn spätestens am 1.1.2002 die Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 BGB erfüllt waren (vgl. OLG München, Beschluss vom 7.2.2007 - 34 Wx 129/06 - OLG Karlsruhe, Urteil vom 21.12.2006 - 12 U 198/06 - Heß NJW 2002, 253, 259).Rn. 19 Die neue regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren gemäß § 195 BGB am 1.1.2002 beginnt allerdings erst, wenn auch die subjektiven Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 BGB bereits vor oder spätestens am 1.1.2002 vorlagen (vgl. BGH, Urteil vom 23.1.2007 - XI ZR 44/06; OLG Karlsruhe, Urteil vom 21.12.2006 - 12 U 198/06; Urteil vom 18.7.2006 - 17 U 320/05, in: ZIP 2006, 1855 ff.).
- LG Düsseldorf, 30.04.2007 - 14e O 55/05
Anwendbarkeit der §§ 633 ff. BGB a.F. auf einen Bauträgervertrag mit …
Zuvor war es in der Instanz Rechtsprechung und der Literatur streitig, ob die Berechnung der regelmäßigen Verjährungsfrist mit oder ohne Einbeziehung der subjektiven Voraussetzungen erfolgt (vgl. etwa OLG Karlsruhe 12 U 198/06 sowie OLG Frankfurt am Main 19 O 18/06).
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