Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZSEG § 16 Abs. 2
Verbot der reformatio in peius im Beschwerdeverfahren - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Verbot der reformatio in peius i.R.d. Beschwerde eines Sachverständigen gegen die gerichtliche Festsetzung der Sachverständigenentschädigung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Freiburg - 5 OG 6/99
- LG Freiburg, 15.12.2000 - 5 OH 6/99
- OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (5)
- LSG Hamburg, 10.12.1963 - I SV 20/62
Auszug aus OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01
Rn. 8 An einer Abänderung des festgesetzten Endbetrages ist der Senat aufgrund des auch im Beschwerdeverfahren nach § 16 Abs. 2 ZSEG geltenden Verbots der reformatio in peius gehindert (so auch OLG Hamm JMBl NRW 1965, 105; LSG Hamburg, NJW 1964, 1243; LSG B.-W. Rpfleger 1974, 374;… Jessnitzer, Der gerichtliche Sachverständige 9. Aufl. S. 263;… Anm. Lappe in KRspr.Da es sich bei der Berechnung und Anweisung durch den Urkundsbeamten lediglich um einen haushaltsrechtlichen Verwaltungsakt handelt (Meyer/Höver/Bach aaO § 15 Rdnr. 11 ff.), kann die Festsetzung des Erstgerichts - auch wenn sie ausschließlich von dem Sachverständigen beantragt wurde - die von dem Urkundsbeamten berechnete und angewiesene Entschädigung unterschreiten (vgl. OLG Karlsruhe JurBüro 1987, 389
; LSG B.-W. Rpfleger 1974, 374; LSG Hamburg, NJW 1964, 1243).Maßgeblich ist außerdem, dass der Rechtsweg nach § 16 Abs. 2 ZSEG ein besonderer Verwaltungsrechtsweg ist und dass im verwaltungsgerichtlichen Verfahren, an dessen Stelle die Festsetzung und die dagegen mögliche Beschwerde treten, in allen Rechtszügen das Verschlechterungsverbot gilt (Lappe aaO;; LSG Hamburg, NJW 1964, 1243, 1245;… Eyermann aaO).
- BVerwG, 23.05.1962 - V C 73.61
Anspruch auf Entschädigung nach dem Abgeltungsgesetz (AbgG) für die …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01
Es ist auch keine zwingende Konsequenz aus dem Rechtsstaatsprinzip (BGHSt 9, 332) oder ein Wesensmerkmal eines jeden Rechtsbehelfs oder Rechtsmittels (BVerwGE 14, 175 ff.). - BayObLG, 21.02.1996 - 1Z BR 29/96
Erbrecht; Vergütung des Nachlaßpflegers - Beschwerde - Verbot der reformatio in …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01
Hingegen ist im gerichtlichen Rechtsmittelverfahren das Verbot der reformatio in peius die Regel (…vgl. Braun in Münchner Komm. zur ZPO § 575 Rdnr. 8;… Eyermann VwGO 10. Aufl. §§ 129 Rdnr. 1, 146 Rdnr. 2; für das Kostenfestsetzungsverfahren: OLG Karlsruhe, Rpfleger 1993, 484; für FGG-Verfahren (Pflegervergütung): KG FamRZ 1986, 1016 = NJW-RR 1987, 5 f.; BayObLG München FamRZ 1997, 185). - KG, 13.06.1986 - 1 W 5768/84
Freiwillige Gerichtsbarkeit; Schlechterstellung; Verbot; Beschwerdeführer; …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01
Hingegen ist im gerichtlichen Rechtsmittelverfahren das Verbot der reformatio in peius die Regel (…vgl. Braun in Münchner Komm. zur ZPO § 575 Rdnr. 8;… Eyermann VwGO 10. Aufl. §§ 129 Rdnr. 1, 146 Rdnr. 2; für das Kostenfestsetzungsverfahren: OLG Karlsruhe, Rpfleger 1993, 484; für FGG-Verfahren (Pflegervergütung): KG FamRZ 1986, 1016 = NJW-RR 1987, 5 f.; BayObLG München FamRZ 1997, 185). - OLG Karlsruhe, 26.07.1993 - 11 W 44/93
Auszug aus OLG Karlsruhe, 08.02.2002 - 13 W 52/01
Hingegen ist im gerichtlichen Rechtsmittelverfahren das Verbot der reformatio in peius die Regel (…vgl. Braun in Münchner Komm. zur ZPO § 575 Rdnr. 8;… Eyermann VwGO 10. Aufl. §§ 129 Rdnr. 1, 146 Rdnr. 2; für das Kostenfestsetzungsverfahren: OLG Karlsruhe, Rpfleger 1993, 484; für FGG-Verfahren (Pflegervergütung): KG FamRZ 1986, 1016 = NJW-RR 1987, 5 f.; BayObLG München FamRZ 1997, 185).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 25.02.2005 - L 4 B 7/04
Sonstige Angelegenheiten
Er ist berechtigt, einzelne Rechnungspositionen zu Ungunsten des Sachverständigen abzuändern und ist nur wegen des im Beschwerdeverfahren nach § 4 Abs. 3 JVEG geltenden Verbots der reformatio in peius gehindert, den festgesetzten Endbetrag der Vergütung zu Ungunsten des Sachverständigen abzuändern (siehe zur Vorgängervorschrift des § 16 Abs. 2 ZSEG, OLG Karlsruhe, Beschluss vom 8.02.2002, 13 W 52/01 m.w.N.). - OLG Frankfurt, 22.07.2022 - 12 W 21/22
Vergütung von Hilfskräften des Sachverständigen
Eine Abänderung zuungunsten des Beschwerdeführers kommt nach vorzugswürdiger Auffassung hinsichtlich des Endbetrages nicht in Betracht, da - anders als bei der erstmaligen gerichtlichen Vergütungsfestsetzung nach § 4 Abs. 1 S. 1 JVEG - im Beschwerdeverfahren nach § 4 Abs. 3 JVEG das Verbot der reformatio in peius gilt (vgl. OLG Karlsruhe, Beschl. v. 18.8.2014 - 7 W 44/14; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 08. Februar 2002 - 13 W 52/01 - zu § 16 Abs. 2 ZSEG;… BDZ/Binz, 4. Aufl. 2019, JVEG § 4 Rn. 16; a.A. OLG Köln Beschluss vom 13.1.2014 - 17 W 143/13).
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