Rechtsprechung
| VGH Bayern, 10.06.2008 - 14 ZB 08.30211 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Asylrecht (Iran); grundsätzliche Bedeutung; subjektiver Nachfluchtgrund; Religionswechsel; Religionsbegriff
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
AsylVfG § 78 Abs. 3 Nr. 1; AsylVfG § 28 Abs. 2; RL 2004/83/EG Art. 5 Abs. 3; GFK Art. 33; AufenthG § 60 Abs. 2 - 7
Berufungszulassungsantrag, grundsätzliche Bedeutung, Nachfluchtgründe, subjektive Nachfluchtgründe, Konversion, Apostasie, Folgeantrag, Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit, atypischer Ausnahmefall, Genfer Flüchtlingskonvention, Refoulementverbot, Abschiebungshindernis, ... - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (1)
- BVerwG, 24.10.1990 - 9 B 219.90
Übertrit zur Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas nach Verlassen des …
Auszug aus VGH Bayern, 10.06.2008 - 14 ZB 08.30211
Die von der Klägerin als grundsätzlich bedeutsam aufgeworfene Fragestellung, ob § 28 Abs. 2 AsylVfG dann anwendbar ist, wenn es um das Schutzgut der Religions- bzw. der Gewissensfreiheit geht, kann aufgrund der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (z.B. Beschluss vom 24.10.1990 Az. 9 B 219.90), wonach der Wechsel der Religion außerhalb des Heimatstaats ein subjektiver Nachfluchtgrund ist, ohne weiteres im Sinne der angefochtenen Entscheidung beantwortet werden.
- VG Bayreuth, 18.12.2008 - B 5 K 07.30135
China: selbst geschaffene Nachfluchtgründe bleiben unbeachtlich und führen nicht …
Die Frage ist von der Rechtsprechung bereits überzeugend aus dem Zusammenhang der Vorschriften heraus beantwortet und bejaht worden (BayVGH, Beschluss vom 10. Juni 2008, Az.: 14 ZB 08.30211; ferner VG Hannover, Urteil vom 7. Januar 2008, Az.: 11 A 7850/06; OVG Niedersachsen, Urteil vom 7. Juli 2008, Az.: 9 LB 52/06; siehe auch BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 2008, Az.: 10 C 27.07, dessen Entscheidungsgründe bislang nicht vorliegen).Ein hinreichender Schutzstandard kann durch die Schutznormen des § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG in ausreichender Weise gewährleistet werden (BayVGH, Beschluss vom 10. Juni 2008, Az.: 14 ZB 08.30211).
- VG Bayreuth, 12.08.2008 - B 3 K 07.30105
Verfahrensrecht, Folgeantrag, Nachfluchtgründe, subjektive Nachfluchtgründe, …
Mit Schriftsatz vom 16.06.2008 berief sich die Beklagte auf einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 10.06.2008 (14 ZB 08.30211).Dies ist durch die Vorschriften des § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG gewährleistet (vgl. BayVGH, Beschluss vom 10.06.2008 - 14 ZB 08.30211).
- VG Bayreuth, 22.08.2008 - B 3 K 07.30018
Iran: Exilpolitische Betätigung; Internet
Da aber die Genfer Flüchtlingskonvention den Staaten nicht die Durchführung förmlicher Statusfeststellungsverfahren und in Konsequenz dessen eine förmliche Zuerkennung des uneingeschränkten Flüchtlingsstatus vorschreibt, sondern nur die Beachtung des Refoulementverbots des Art. 33 GFK, das aber auch durch die Schutznormen des § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 AufenthG gewährleistet werden kann, ist der Genfer Flüchtlingskonvention auch bei Anwendung des § 28 Abs. 2 AsylVfG Genüge getan (so auch BayVGH, Beschluss vom 10. Juni 2008-Nr. 14 ZB 08.30211). - VG Frankfurt/Main, 04.11.2008 - 8 E 2551/07
Eritrea; die Flüchtlingsanerkennung der Antragsteller ist nicht nach AsylVfG § 28 …
2 0 0 8 1 1 0 4 1 1 4 5 1 6 Urteil8 E 2551 07 A 08.09.2008-7 E 1157/07.A(1)-; Bay. VGH, Beschluss vom 10.06.2008 - 14 ZB 08.30211 - in juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 07.07.2008 - 9 LB 52/06 - in juris).
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