Rechtsprechung
| VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Keine ernstlichen ZweifelKein Anspruch auf Erteilung einer Befreiung für die Überschreitung einer vorderen Baugrenze durch einen massiven Windfanganbau.Keine Bindung der Bauaufsichtsbehörde an das von der Gemeinde nach § 36 BauGB erteilte Einvernehmen.
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 20.11.1989 - 4 B 163.89
Atypischer Sachverhalt bei einer Befreiung - Nichtannahme eines atypischen …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
In einem strengen Sinne ist städtebaulich vertretbar in aller Regel dasjenige, was im Sinne der Anforderungen des § 1 Abs. 6 und 7 BauGB mit der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB vereinbar ist, d.h., vertretbar ist alles, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebotes planbar wäre (BVerwG vom 20.11.1989 ZfBR 1990, 148 = DöV 1990, 746 = NVwZ 1990, 556 = BayVBl. 1990, 312 = DVBl. 1990, 383; BVerwG vom 17.12.1998 BVerwGE 108, 190; VGH BW vom 27.10.2000 VBlBW 2001, 185; VGH BW vom 17.6.1999 VBlBW 2000, 78; BayVGH vom 19.10.1998 BayVBl. 1999, 179).Damit die Weite des Begriffs der städtebaulichen Vertretbarkeit nicht zu unangemessenen Ergebnissen führt, wird durch die für alle Befreiungen geltenden Voraussetzungen gewährleistet, dass die Grundzüge der Planung nicht berührt werden dürfen und die Abweichung vom Bebauungsplan auch unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar sein muss (vgl. BVerwG vom 20.11.1989 a.a.O.).
Ist das zu bejahen, so kommt nur eine Planänderung - ggf. eine solche im vereinfachten Verfahren - in Betracht, nicht aber eine Befreiung (vgl. BVerwG vom 20.11.1989 a.a.O.).
- BVerwG, 17.12.1998 - 4 C 16.97
Hamburgischer Baustufenplan; übergeleiteter Bebauungsplan; Auslegung eines …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
In einem strengen Sinne ist städtebaulich vertretbar in aller Regel dasjenige, was im Sinne der Anforderungen des § 1 Abs. 6 und 7 BauGB mit der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB vereinbar ist, d.h., vertretbar ist alles, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebotes planbar wäre (BVerwG vom 20.11.1989 ZfBR 1990, 148 = DöV 1990, 746 = NVwZ 1990, 556 = BayVBl. 1990, 312 = DVBl. 1990, 383; BVerwG vom 17.12.1998 BVerwGE 108, 190; VGH BW vom 27.10.2000 VBlBW 2001, 185; VGH BW vom 17.6.1999 VBlBW 2000, 78; BayVGH vom 19.10.1998 BayVBl. 1999, 179).Diese Frage ist nicht abstrakt zu beurteilen, sondern anhand der konkreten Gegebenheiten und danach, ob das Leitbild einer geordneten städtebaulichen Entwicklung gewahrt bleibt, das dem konkreten Bebauungsplan zugrunde liegt, von dessen Festsetzungen abgewichen werden soll (BVerwG vom 17.12.1998 BVerwGE 108, 190).
- BVerfG, 03.03.2004 - 1 BvR 461/03
Rechtsschutzinteresse
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
Rn. 2 Ernstliche Zweifel im Sinne des § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, die die Zulassung der Berufung rechtfertigen, sind zu bejahen, wenn bereits ein einzelner tragender Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Argumenten in Frage gestellt wird (vgl. BVerfG vom 23.6.2000 NVwZ 2000, 1163/1164; BVerfG vom 3.3.2004 BVerfGE 110, 77/83; BVerfG vom 10.9.2009 NJW 2009, 3642).
- BVerfG, 23.06.2000 - 1 BvR 830/00
Anforderungen an die Begründung des Antrags auf Zulassung der Berufung im …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
Rn. 2 Ernstliche Zweifel im Sinne des § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, die die Zulassung der Berufung rechtfertigen, sind zu bejahen, wenn bereits ein einzelner tragender Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Argumenten in Frage gestellt wird (vgl. BVerfG vom 23.6.2000 NVwZ 2000, 1163/1164; BVerfG vom 3.3.2004 BVerfGE 110, 77/83; BVerfG vom 10.9.2009 NJW 2009, 3642). - BVerfG, 10.09.2009 - 1 BvR 814/09
Verfassungsrechtliche Anforderungen an den Rechtsschutz gegen die Aufstellung …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
Rn. 2 Ernstliche Zweifel im Sinne des § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, die die Zulassung der Berufung rechtfertigen, sind zu bejahen, wenn bereits ein einzelner tragender Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Argumenten in Frage gestellt wird (vgl. BVerfG vom 23.6.2000 NVwZ 2000, 1163/1164; BVerfG vom 3.3.2004 BVerfGE 110, 77/83; BVerfG vom 10.9.2009 NJW 2009, 3642). - BVerwG, 10.03.2004 - 7 AV 4.03
Berufungszulassung; Zulassungsgründe; ernstliche Zweifel; tragende …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
Die Richtigkeitszweifel müssen sich allerdings auch auf das Ergebnis der Entscheidung beziehen; es muss also mit hinreichender Wahrscheinlichkeit anzunehmen sein, dass die Berufung zu einer Änderung der angefochtenen Entscheidung führen wird (BVerwG vom 10.3.2004 DVBl. 2004, 838/839). - VGH Baden-Württemberg, 17.06.1999 - 10 S 44/99
Zulässigkeit einer Anlage zum Brechen von Gestein in einem Gewerbegebiet; …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
In einem strengen Sinne ist städtebaulich vertretbar in aller Regel dasjenige, was im Sinne der Anforderungen des § 1 Abs. 6 und 7 BauGB mit der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB vereinbar ist, d.h., vertretbar ist alles, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebotes planbar wäre (BVerwG vom 20.11.1989 ZfBR 1990, 148 = DöV 1990, 746 = NVwZ 1990, 556 = BayVBl. 1990, 312 = DVBl. 1990, 383; BVerwG vom 17.12.1998 BVerwGE 108, 190; VGH BW vom 27.10.2000 VBlBW 2001, 185; VGH BW vom 17.6.1999 VBlBW 2000, 78; BayVGH vom 19.10.1998 BayVBl. 1999, 179). - BVerwG, 16.12.1969 - IV B 121.69
Beteiligung am Baugenehmigungsverfahren und Planungshoheit der Gemeinde
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
Unbeachtlich ist es auch, dass die Gemeinde S… zu dem Vorhaben ihr Einvernehmen nach § 36 BauGB erteilt hat, denn das erteilte gemeindliche Einvernehmen bindet die Bauaufsichtsbehörde nicht (BVerwG vom 16.12.1969 DÖV 1970, 349;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, Rdnr. 9 zu § 36 BauGB). - VGH Baden-Württemberg, 27.10.2000 - 8 S 714/00
Änderung einer Fortsetzungsfeststellungsklage in Verpflichtungsklage; …
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
In einem strengen Sinne ist städtebaulich vertretbar in aller Regel dasjenige, was im Sinne der Anforderungen des § 1 Abs. 6 und 7 BauGB mit der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB vereinbar ist, d.h., vertretbar ist alles, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebotes planbar wäre (BVerwG vom 20.11.1989 ZfBR 1990, 148 = DöV 1990, 746 = NVwZ 1990, 556 = BayVBl. 1990, 312 = DVBl. 1990, 383; BVerwG vom 17.12.1998 BVerwGE 108, 190; VGH BW vom 27.10.2000 VBlBW 2001, 185; VGH BW vom 17.6.1999 VBlBW 2000, 78; BayVGH vom 19.10.1998 BayVBl. 1999, 179). - VGH Bayern, 19.10.1998 - 15 B 97.337
Auszug aus VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
In einem strengen Sinne ist städtebaulich vertretbar in aller Regel dasjenige, was im Sinne der Anforderungen des § 1 Abs. 6 und 7 BauGB mit der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB vereinbar ist, d.h., vertretbar ist alles, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebotes planbar wäre (BVerwG vom 20.11.1989 ZfBR 1990, 148 = DöV 1990, 746 = NVwZ 1990, 556 = BayVBl. 1990, 312 = DVBl. 1990, 383; BVerwG vom 17.12.1998 BVerwGE 108, 190; VGH BW vom 27.10.2000 VBlBW 2001, 185; VGH BW vom 17.6.1999 VBlBW 2000, 78; BayVGH vom 19.10.1998 BayVBl. 1999, 179).
- VG Freiburg, 23.07.2012 - 6 K 41/11
Auslegung eines Bebauungsplans durch die Baurechtsbehörde und …
Rn. 39 Nach ganz einhelliger Meinung in der gesamten Rechtsprechung und Literatur ist nämlich die Baurechtsbehörde nur an die Versagung, nicht aber an die Erteilung eines gemeindlichen Einvernehmens gebunden (so das BVerwG in ständiger Rechtsprechung, vgl. Beschl. v. 16.12.1969 - IV B 121.69 -, DÖV 1970, 349 = juris und Beschl. v. 29.1.1982 - 4 B 204 /81 -, BRS 39 Nr. 45, Beschl. v. 10.10.1991 - 4 B 167/91 -, Buchholz 406.11 § 36 BauGB Nr. 45 = juris sowie Beschl. v. 15.11.1991 - 4 B 191/91 -, NVwZ-RR 1992, 529; BayVGH, Beschl. vom 19.3.2007 - 4 CE 07.647 -, NVwZ-RR 2008 und Beschl. vom 11.5.2010 - 14 ZB 09.2060 -, juris;… Söfker in Ernst/Zinkhahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB Kommentar, Rdnr. 27 zu § 36 BauGB;… Brügelmann/Dürr, BauGB, Kommentar, Rdnr. 14 zu § 36;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, Kommentar, § 36 Rdnr. 9 sowie Roeser, in: Berliner Kommentar zum BauGB, § 36 Rdnr. 14 und Schultz, Zuständigkeiten und Mitwirkungsformen im baurechtlichen Genehmigungsverfahren, 1980, S. 341). - VGH Bayern, 20.07.2021 - 9 ZB 20.2227
Umbau des Untergeschosses eines Garagengebäudes zu Wohnung
Soweit der Kläger darauf abstellt, die Gemeinde habe zu seinem Bauvorhaben ihr gemeindliches Einvernehmen erteilt, ist dies unerheblich, weil sich aus der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens keine Bindungswirkung für die Baugenehmigungsbehörde ergibt (…vgl. BVerwG, B.v. 15.11.1991 - 4 B 191.91 - juris Rn. 14;… VGH BW, U.v. 17.2.2014 - 5 S 1667/12 - juris Rn. 28; BayVGH, B.v. 11.5.2010 - 14 ZB 09.2060 - juris Rn. 8;… Spieß in Jäde/Dirnberger, BauGB-BauNVO, 9. Auflage 2018, § 36 BauGB Rn. 50;… Roeser in Berliner Kommentar, BauGB, Stand Mai 2021, § 36 Rn. 14).
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