Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22 |
Volltextveröffentlichung
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main, 17.02.2022 - 3 O 107/21
- LG Frankfurt/Main, 13.07.2023 - 3 O 107/21
- OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
- BGH, 17.12.2024 - VI ZR 311/23
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (17)
- BGH, 30.06.2009 - VI ZR 210/08
Störerhaftung für Domainpächter
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Störer i.S. von § 1004 ZPO ist wohl der unmittelbare Störer, der durch sein Verhalten selbst die Beeinträchtigung adäquat verursacht hat, - unabhängig davon, ob er sonst nach der Art seines Tatbeitrags als Täter oder Gehilfe anzusehen wäre, - als auch der mittelbare Störer, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat, sofern er die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte [BGH Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08 - Rn. 13; Urt. v. 14.5.2013 - VI ZR 269/12; Urt. v. 28.7.2015 - VI ZR 340/14 - Rn. 34].Der von ihm festgestellte mittelbare Verursachungsbeitrag des Beklagten allein genügt grundsätzlich nicht, um dessen Verantwortlichkeit zu begründen; vielmehr bedarf die Zurechnung der Rechtsverletzung einer zusätzlichen Rechtfertigung [vgl. BGH Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08 - Rn. 18; Urt. v. 25.10.2011 - VI ZR 93/10 - Rn. 22; Urt. v. 27.3.2012 - VI ZR 144/11 - Rn. 18].
Es ist darauf abzustellen, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den konkreten Umständen des Einzelfalls eine Prüfung zuzumuten war bzw. inwieweit für eine solche Prüfung ein konkreter Anlass bestand [BGH Urt. v. 30.6.2009 aaO.; Urt. v. 25.10.2011 aaO.; Urt. v. 27.3.2012 aaO., Urt. v. 7.12.2010 - VI ZR 30/90 - Rn. 12; Urt. v. 1.3.2016 - VI ZR 34/15 - Rn. 22].
Denn die Haftung des mittelbaren Störers darf nicht über Gebühr auf Dritte erstreckt werden, die nicht selbst den Eingriff vorgenommen haben [BGH Urt. v. 30.6.2009 aaO.; Urt. v. 25.10.2011 aaO.; Urt. v. 27.3.2012 aaO].
- BGH, 25.10.2011 - VI ZR 93/10
Prüfpflichten für Hostprovider - Blogspot
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Der von ihm festgestellte mittelbare Verursachungsbeitrag des Beklagten allein genügt grundsätzlich nicht, um dessen Verantwortlichkeit zu begründen; vielmehr bedarf die Zurechnung der Rechtsverletzung einer zusätzlichen Rechtfertigung [vgl. BGH Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08 - Rn. 18; Urt. v. 25.10.2011 - VI ZR 93/10 - Rn. 22; Urt. v. 27.3.2012 - VI ZR 144/11 - Rn. 18].Es ist darauf abzustellen, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den konkreten Umständen des Einzelfalls eine Prüfung zuzumuten war bzw. inwieweit für eine solche Prüfung ein konkreter Anlass bestand [BGH Urt. v. 30.6.2009 aaO.; Urt. v. 25.10.2011 aaO.; Urt. v. 27.3.2012 aaO., Urt. v. 7.12.2010 - VI ZR 30/90 - Rn. 12; Urt. v. 1.3.2016 - VI ZR 34/15 - Rn. 22].
Denn die Haftung des mittelbaren Störers darf nicht über Gebühr auf Dritte erstreckt werden, die nicht selbst den Eingriff vorgenommen haben [BGH Urt. v. 30.6.2009 aaO.; Urt. v. 25.10.2011 aaO.; Urt. v. 27.3.2012 aaO].
- BGH, 18.02.1993 - I ZR 14/91
Produktinformation I - Getarnte Werbung
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Ein sog. "Prüfungsvorbehalt ist nur erforderlich, wenn dem Informanten konkrete Umstände bekannt sind, die es naheliegend erscheinen lassen, dass die Information Grundlage einer unzulässigen Berichterstattung des Presseunternehmens sein werde [BGH Urt. v. 18.2.1993 - I ZR 14/91; Urt. v. 30.6.1994 - I ZR 167/92; Urt. v. 18.10.1995 - I ZR 227/93; Urt. v. 19.9.1996 - I ZR 130/94].Da die Informations- und Meinungsäußerungsfreiheit des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG auch für Werbetreibende und sonstige Informanten gilt, begründet die gezielte, aber sachlich richtige Information der Presse für sich noch keine (Mit-)Haftung für eine unzulässige Berichterstattung einer handelnden Presse [BGH Urt. v. 18.2.1993 aaO.; Urt. v 10.3.1994 - I ZR 51/92].
- BGH, 27.11.1990 - VI ZR 30/90
Aufklärung eines Patienten über notwendige Nachbehandlungsmaßnahmen
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Es ist darauf abzustellen, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den konkreten Umständen des Einzelfalls eine Prüfung zuzumuten war bzw. inwieweit für eine solche Prüfung ein konkreter Anlass bestand [BGH Urt. v. 30.6.2009 aaO.; Urt. v. 25.10.2011 aaO.; Urt. v. 27.3.2012 aaO., Urt. v. 7.12.2010 - VI ZR 30/90 - Rn. 12; Urt. v. 1.3.2016 - VI ZR 34/15 - Rn. 22].Ferner sind die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung selbst unmittelbar bewirkt hat, zu berücksichtigen [BGH Urt. v. 7.12.2010 aaO.].
- BGH, 01.03.2016 - VI ZR 34/15
Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals bei …
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Es ist darauf abzustellen, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den konkreten Umständen des Einzelfalls eine Prüfung zuzumuten war bzw. inwieweit für eine solche Prüfung ein konkreter Anlass bestand [BGH Urt. v. 30.6.2009 aaO.; Urt. v. 25.10.2011 aaO.; Urt. v. 27.3.2012 aaO., Urt. v. 7.12.2010 - VI ZR 30/90 - Rn. 12; Urt. v. 1.3.2016 - VI ZR 34/15 - Rn. 22]. - BGH, 14.05.2013 - VI ZR 269/12
Autocomplete
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Störer i.S. von § 1004 ZPO ist wohl der unmittelbare Störer, der durch sein Verhalten selbst die Beeinträchtigung adäquat verursacht hat, - unabhängig davon, ob er sonst nach der Art seines Tatbeitrags als Täter oder Gehilfe anzusehen wäre, - als auch der mittelbare Störer, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat, sofern er die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte [BGH Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08 - Rn. 13; Urt. v. 14.5.2013 - VI ZR 269/12; Urt. v. 28.7.2015 - VI ZR 340/14 - Rn. 34]. - BGH, 28.07.2015 - VI ZR 340/14
Löschungsanspruch gegen Äußerungen auf Webseiten Dritter
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Störer i.S. von § 1004 ZPO ist wohl der unmittelbare Störer, der durch sein Verhalten selbst die Beeinträchtigung adäquat verursacht hat, - unabhängig davon, ob er sonst nach der Art seines Tatbeitrags als Täter oder Gehilfe anzusehen wäre, - als auch der mittelbare Störer, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat, sofern er die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte [BGH Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08 - Rn. 13; Urt. v. 14.5.2013 - VI ZR 269/12; Urt. v. 28.7.2015 - VI ZR 340/14 - Rn. 34]. - BGH, 09.12.2003 - VI ZR 373/02
Luftbildaufnahmen ja, Wegbeschreibung nein
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Eine Zulassung der Revision ist geboten im Hinblick auf die Abgrenzung zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9.12.2003, Az. VI ZR 373/02. - BGH, 27.03.2012 - VI ZR 144/11
Haftung für fremde Inhalte aus RSS-Feed
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Der von ihm festgestellte mittelbare Verursachungsbeitrag des Beklagten allein genügt grundsätzlich nicht, um dessen Verantwortlichkeit zu begründen; vielmehr bedarf die Zurechnung der Rechtsverletzung einer zusätzlichen Rechtfertigung [vgl. BGH Urt. v. 30.6.2009 - VI ZR 210/08 - Rn. 18; Urt. v. 25.10.2011 - VI ZR 93/10 - Rn. 22; Urt. v. 27.3.2012 - VI ZR 144/11 - Rn. 18]. - BVerfG, 21.10.2019 - 1 BvR 2309/19
Einstweilige Anordnung gegen eine sitzungspolizeiliche Anordnung zur Beschränkung …
Auszug aus OLG Frankfurt, 07.09.2023 - 16 U 34/22
Denn es ist Aufgabe einer eigenverantwortlich handelnden Presse, die zutreffenden Informationen so aufzubereiten, dass die hierbei zu beachtenden Grenzen eingehalten werden und eine Rechtsverletzung durch die Berichterstattung selbst nicht erfolgt [BVerfG Beschl. v. 21.10.2019 - 1 BvR 2309/19 - Rn. 17]. - OLG Frankfurt, 11.11.2021 - 16 U 253/20
Unterlassung der Verbreitung von Videos auf YouTube
- BGH, 19.09.1996 - I ZR 130/94
Orangenhaut - Getarnte Werbung
- BGH, 10.03.1994 - I ZR 51/92
Beipackzettel - Getarnte Werbung
- BGH, 30.06.1994 - I ZR 167/92
Produktinformation II - Getarnte Werbung
- BGH, 18.10.1995 - I ZR 227/93
Produktinformation III - Getarnte Werbung
- BGH, 21.02.1964 - Ib ZR 108/62
Anforderungen an die Haftung eines in Wettbewerbsabsicht handelnden und dabei die …
- BGH, 10.01.1968 - Ib ZR 43/66
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