Rechtsprechung
| OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- REHADAT Informationssystem (Leitsatz)
Keine Beihilfe für antiallergene Bettbezüge
Verfahrensgang
- VG Neustadt - 6 K 162/01
- OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
- BVerwG, 09.09.2002 - 2 B 29.02
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (13)
- BAG, 25.02.1999 - 6 AZR 512/97
Beihilfe für antiallergene Mittel (Kissen, Bett usw.)
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Mittel, die bei einer allergischen Erkrankung die räumliche Umgebung von krankheitsauslösenden Faktoren befreien, zählen nicht dazu (BVerwG, Beschluss vom 9. September 2001 - 2 B 72/00 -, Buchholz 270 § 5 Bhv Nr. 13; BAG, Urteil vom 25. Februar 1999, - 6 AZR 512/97 -, NZA 1999, S. 1228; OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 21. Juli 2000 - 12 A 2498/99 -, RiA 2001, S. 296; VG Trier, Urteil vom 26. April 2001 - 1 K 1043/00.TR - VG Arnsberg…, Urteil vom 31. Januar 1997 - 2 K 1878/96 -, ZBR 1999, S. 106; a. A.: VG Frankfurt, Urteil vom 16. März 2001 - 9 E 2369/00 -, NVwZ-RR 2001, 526: jeweils zu antiallergenen Bettzwischenbezügen; BVerwG…, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 9. Dezember 1994 - 2 A 11791/94.OVG -, IÖD 1994, S. 81: jeweils zu Mitteln zur Bekämpfung von Hausstaubmilben).Die weiter gefasste Begrifflichkeit im Bereich des AMG beruht auf der gesetzgeberischen Absicht, der Verkehrssicherheit und dem Verbraucherschutz möglichst weitgehend Rechnung zu tragen (BAG, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.).
Die Entscheidung des BSG beruht auf den Besonderheiten des Rechts der gesetzlichen Krankenversicherung und ist auf das beamtenrechtliche Beihilferecht nicht übertragbar (BVerwG, Urteile vom 30. Mai 1996, a.a.0. …und vom 18. Juni 1980 - 6 C 19/97, DÖV 1981, S. 101; BAG, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.).
Sie werden weder auf den Körper aufgelegt noch in irgendeiner Weise mit diesem verbunden (BAG, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.).
Sie ist auch nicht erforderlich, weil die Beihilfevorschriften es nicht gebieten, neben der amtsangemessenen Besoldung oder Versorgung dem Beamten umfassend für jede durch Krankheit bedingte Verteuerung der allgemeinen Lebenshaltung Beihilfe zu gewähren (BVerwG, Urteil vom 14. Mär 1991 - 2 C 23 /98 -, DÖD 1991, S.350; BAG, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.).
Entscheidend ist, dass die Bezüge: dazu dienen, Matratze, Bettdecke und Kopfkissen für Allergiker nutzbar zu machen (BAG, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.) und in funktionalem Zusammenhang mit weiteren Gegenständen verwendet werden, die allein der allgemeinen Lebensführung zuzuordnen sind (…OVG Nordrhein-Westfalen, 21. Juli 2000, a.a.O.).
- AG Hamburg, 21.01.1998 - 6 C 19/97
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Mittel, die bei einer allergischen Erkrankung die räumliche Umgebung von krankheitsauslösenden Faktoren befreien, zählen nicht dazu (BVerwG, Beschluss vom 9. September 2001 - 2 B 72/00 -, Buchholz 270 § 5 Bhv Nr. 13; BAG…, Urteil vom 25. Februar 1999, - 6 AZR 512/97 -, NZA 1999, S. 1228; OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 21. Juli 2000 - 12 A 2498/99 -, RiA 2001, S. 296; VG Trier, Urteil vom 26. April 2001 - 1 K 1043/00.TR - VG Arnsberg…, Urteil vom 31. Januar 1997 - 2 K 1878/96 -, ZBR 1999, S. 106; a. A.: VG Frankfurt, Urteil vom 16. März 2001 - 9 E 2369/00 -, NVwZ-RR 2001, 526: jeweils zu antiallergenen Bettzwischenbezügen; BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 9. Dezember 1994 - 2 A 11791/94.OVG -, IÖD 1994, S. 81: jeweils zu Mitteln zur Bekämpfung von Hausstaubmilben).Eine Erweiterung des Arzneimittelbegriffs analog § 2 Abs. 2 AMG ist im Bereich der Beihilfe nicht geboten (BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.).
Die Entscheidung des BSG beruht auf den Besonderheiten des Rechts der gesetzlichen Krankenversicherung und ist auf das beamtenrechtliche Beihilferecht nicht übertragbar (BVerwG, Urteile vom 30. Mai 1996, a.a.0. und vom 18. Juni 1980 - 6 C 19/97, DÖV 1981, S. 101; BAG…, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.).
Im Übrigen muss sich der Kläger außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen Selbstvorsorge zu treffen (BVerwG, Urteil vom 18. Juni 1980, a.a.O.).
Hieraus ergibt sich eine unterschiedliche Behandlung der Kosten im Beihilferecht einerseits und im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung andererseits, die angesichts der grundsätzlichen Unterschiede beider Sicherungssysteme keinen Bedenken aus übergeordnetem Recht begegnet (BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.).
- OVG Rheinland-Pfalz, 09.12.1994 - 2 A 11791/94
Arzneimittel; Schaffung gesundheitsförderlicher Verhältnisse; Vernichtung von …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Mittel, die bei einer allergischen Erkrankung die räumliche Umgebung von krankheitsauslösenden Faktoren befreien, zählen nicht dazu (BVerwG, Beschluss vom 9. September 2001 - 2 B 72/00 -, Buchholz 270 § 5 Bhv Nr. 13; BAG…, Urteil vom 25. Februar 1999, - 6 AZR 512/97 -, NZA 1999, S. 1228; OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 21. Juli 2000 - 12 A 2498/99 -, RiA 2001, S. 296; VG Trier, Urteil vom 26. April 2001 - 1 K 1043/00.TR - VG Arnsberg…, Urteil vom 31. Januar 1997 - 2 K 1878/96 -, ZBR 1999, S. 106; a. A.: VG Frankfurt, Urteil vom 16. März 2001 - 9 E 2369/00 -, NVwZ-RR 2001, 526: jeweils zu antiallergenen Bettzwischenbezügen; BVerwG…, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9. Dezember 1994 - 2 A 11791/94.OVG -, IÖD 1994, S. 81: jeweils zu Mitteln zur Bekämpfung von Hausstaubmilben).Die Beihilfe soll hingegen bei Belastungen aufgrund unverschuldeter, durch die Regelalimentation nicht abgedeckter Notfälle, einen amtsangemessenen Lebensunterhalt sichern, ohne dass ein jeglicher Ausgleich aus Anlass von Krankheit entstandener Aufwendungen gewährleistet sein muss (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9. Dezember 1994, a.a.O.).
(c) Der in § 4 Abs. 1 Nr. 6 BVO enthaltene Zusatz "...und dergleichen..." bezieht sich lediglich auf die Verbandmittel und nicht auf den Begriff des Arzneimittels (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9. Dezember 1994, a.a.O.).
Hierzu zählen Gegenstände, die zur Änderung, Besserung, Behebung oder Beseitigung der Felgen eines regelwidrigen Körperzustandes geeignet und aufgrund des Krankheitsbildes dazu bestimmt sind, die natürlichen Funktionen eines nicht oder nicht voll funktionstüchtigen Körperorgans zu ersetzen oder zu ergänzen (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 9. Dezember 1994, a.a.O.).
- BSG, 18.01.1996 - 1 RK 8/95
Heilmittel - Hilfsmittel - antiallergener Matratzenüberzug - Kostenerstattung für …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Antiallergene Bezüge dienen aber - wie auch Präparate zur Vernichtung von Hausstaubmilben - nicht dem unmittelbaren Ausgleich der körperlichen Behinderung selbst (BSG, Urteile vom 18. Januar 1996 - 1 RK 8/95 -, JURIS …und vom 10. Mai 1995, a.a.O.).Ob die antiallergenen Bezüge im vorliegenden Fall herkömmliche Bettwäsche teilweise ersetzen (so: BSG, Urteil vom 18. Januar 1996, a.a.O.) oder ob sie ohne einen zusätzlichen gebräuchlichen Bettbezug im Hinblick auf ihre Struktur und Lebensdauer nicht eingesetzt werden können, kann somit dahingestellt bleiben.
Zwar hat das BSG (Urteil vom 18. Januar 1996, a.a.O.) die teilweise Erstattungsfähigkeit antiallergener Bezüge trotz fehlender Hilfsmitteleigenschaft und der Zuordnung zu den Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens bejaht.
- OVG Rheinland-Pfalz, 19.03.1993 - 2 A 11607/92
Spinocerebellare Ataxie; Beihilfefähigkeit eines Rollstuhlzuggerätes
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Im Hinblick auf ein Urteil des OVG Rheinland-Pfalz vom 19. März 1993 (Az.: 2 A 11607/92.OVG, IÖD 1993, S. 197) sei ein Hilfsmittel dann kein Gegenstand der allgemeinen Lebenshaltung, wenn es auf die Beseitigung oder die Linderung der Folgen eines regelwidrigen Körperzustandes ziele.Die vom Verwaltungsgericht zitierte Entscheidung des Senats vom 19. März 1993 (a.a.O.) kann nicht zum Beleg eines erweiterten Hilfsmittelbegriffs herangezogen werden.
Aufgrund des ergänzenden Charakters der Beihilfe müssen von dem Kläger vielmehr Härten und Nachteile hingenommen werden, die sich aus der pauschalierenden und typisierenden Konkretisierung der Fürsorgepflicht durch die Beihilfevorschriften ergeben und die keine unzumutbare Belastung bedeuten (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19. März 1993, a.a.O.).
- BVerwG, 18.06.1980 - 6 C 19.79
Beihilfe - Beihilfeberechtigter - Beihilfefähige Aufwendungen - Bemessungssatz - …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Die Entscheidung des BSG beruht auf den Besonderheiten des Rechts der gesetzlichen Krankenversicherung und ist auf das beamtenrechtliche Beihilferecht nicht übertragbar (BVerwG, Urteile vom 30. Mai 1996, a.a.0. und vom 18. Juni 1980 - 6 C 19/97, DÖV 1981, S. 101; BAG…, Urteil vom 25. Februar 1999, a.a.O.). - BVerwG, 30.05.1996 - 2 C 5.95
Beamtenrecht: Beihilfe zu Gunsten von Beamten für Mittel gegen Hausstaubmilben …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
In Anlehnung an § 2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG) kommen als Arzneimittel grundsätzlich Mittel in Betracht, die dazu bestimmt sind, ihre Wirkung im Rahmen der Krankenbehandlung durch Anwendung am oder im menschlichen Körper zu erzielen (BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1996 - 2 C 5/95 -, DVBl. 1996, S. 1149). - BSG, 21.11.1991 - 3 RK 18/90
Kostenübernahme bei Hausstaubmilbenallergie
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Auch eine Ausdehnung des Arzneimittelbegriffs auf solche Gegenstände, die in Bezug auf bestimmte Gesundheitsstörungen schädigende Einflüsse vom Körper abhalten (vgl. BSG, Urteil vom 21. November 1991 - 3 RK 18/90 -, FEVS 42, S. 392), kommt im Bereich der Beihilfe nicht in Betracht. - BVerwG, 09.01.2001 - 2 B 72.00
Beihilfefähigkeit antiallergener Bettbezüge
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Mittel, die bei einer allergischen Erkrankung die räumliche Umgebung von krankheitsauslösenden Faktoren befreien, zählen nicht dazu (BVerwG, Beschluss vom 9. September 2001 - 2 B 72/00 -, Buchholz 270 § 5 Bhv Nr. 13; BAG…, Urteil vom 25. Februar 1999, - 6 AZR 512/97 -, NZA 1999, S. 1228; OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 21. Juli 2000 - 12 A 2498/99 -, RiA 2001, S. 296; VG Trier, Urteil vom 26. April 2001 - 1 K 1043/00.TR - VG Arnsberg…, Urteil vom 31. Januar 1997 - 2 K 1878/96 -, ZBR 1999, S. 106; a. A.: VG Frankfurt, Urteil vom 16. März 2001 - 9 E 2369/00 -, NVwZ-RR 2001, 526: jeweils zu antiallergenen Bettzwischenbezügen; BVerwG…, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 9. Dezember 1994 - 2 A 11791/94.OVG -, IÖD 1994, S. 81: jeweils zu Mitteln zur Bekämpfung von Hausstaubmilben). - OVG Nordrhein-Westfalen, 21.07.2000 - 12 A 2489/99
Zur Beihilfefähigkeit - hier: verneint für Antiallergene Bettzwischenbezüge
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 17.05.2002 - 2 A 11758/01
Mittel, die bei einer allergischen Erkrankung die räumliche Umgebung von krankheitsauslösenden Faktoren befreien, zählen nicht dazu (BVerwG, Beschluss vom 9. September 2001 - 2 B 72/00 -, Buchholz 270 § 5 Bhv Nr. 13; BAG…, Urteil vom 25. Februar 1999, - 6 AZR 512/97 -, NZA 1999, S. 1228; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 21. Juli 2000 - 12 A 2498/99 -, RiA 2001, S. 296; VG Trier, Urteil vom 26. April 2001 - 1 K 1043/00.TR - VG Arnsberg…, Urteil vom 31. Januar 1997 - 2 K 1878/96 -, ZBR 1999, S. 106; a. A.: VG Frankfurt, Urteil vom 16. März 2001 - 9 E 2369/00 -, NVwZ-RR 2001, 526: jeweils zu antiallergenen Bettzwischenbezügen; BVerwG…, Urteil vom 30. Mai 1996, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 9. Dezember 1994 - 2 A 11791/94.OVG -, IÖD 1994, S. 81: jeweils zu Mitteln zur Bekämpfung von Hausstaubmilben). - VG Münster, 16.04.2003 - 6 K 162/01
- VG Frankfurt/Main, 16.03.2001 - 9 E 2369/00
4 HBeihVO
- VG Arnsberg, 31.01.1997 - 2 K 1878/96
Zum Hilfsmittel im Beihilferecht - hier: antiallergene Bettwäsche
- VG Trier, 04.09.2012 - 1 K 630/12
Beihilfefähigkeit antiallergener Komplettumhüllungen für Matratzen und Bettzeug
Arzneimittel erzeugen durch Anwendung am oder im menschlichen Körper Wirkungen (OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01 -, IÖD 2002, 227; OVG Lüneburg, Urteil vom 21. September 2005 - 2 LB 118/03 -, NdsRpfl. 2006, 226 m. w. N.).Hierunter sind solche Gegenstände zu verstehen, die zur Änderung, Besserung, Behebung oder Beseitigung der Folgen eines regelwidrigen Körperzustandes geeignet und aufgrund des Krankheitsbildes dazu bestimmt sind, die natürlichen Funktionen eines nicht oder nicht voll funktionstüchtigen Körperorgans zu ersetzen oder zu ergänzen (OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01 -, IÖD 2002, 227; OVG Lüneburg, Urteil vom 21. September 2005 - 2 LB 118/03 -, NdsRpfl. 2006, 226).
Es fehlt somit an der vom Gesetz geforderten erforderlichen Substitutionswirkung (OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01 -, IÖD 2002, 227).
Rn. 17 Offen bleiben kann nach Vorstehendem, ob die streitgegenständlichen Bezüge im Sinne von § 21 Abs. 2 Nr. 1 d) geeignet sind, Güter des täglichen Bedarfs zu ersetzen oder im Sinne von Ziffer 1.9 der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Finanzen vom 28. November 2006 (P 1820/04 A - 416) - VVzBVO - den Aufwendungen der allgemeinen Lebenshaltung zuzurechnen sind (nach obergerichtlicher Rechtsprechung handelt es sich bei antiallergenen Matratzen-, Decken- und Kissenbezügen, obwohl sie herkömmliche Bezüge nicht ersetzen, sondern neben diesen zur Anwendung kommen, um Gegenstände der allgemeinen Lebensführung, da sie dazu dienen, die Bettstatt als Gegenstand der allgemeinen Lebenshaltung für Allergiker nutzbar zu machen, siehe u. a. OVG RP, OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01 -, IÖD 2002, 227; BayVGH, Urteil vom 7. Juni 1999 - 3 B 96.3078 -, juris; OVG NRW, Urteil vom 21. Juli 2000 - 12 A 2489/99 -, RiA 2001, 296; OVG Lüneburg, Urteil vom 21. September 2005 - 2 LB 118/03 -, NdsRpfl.
2006, 226: BVerwG, Urteil vom 21. Februar 1979 - 6 C 25.76 -, BVerwGE 60, 336; Urteil vom 30. März 1995 - 2 C 5.94 -, BVerwGE 98, 106; OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01 -, IÖD 2002, 19).
- VG Kassel, 04.04.2003 - 7 E 2077/01 Was als Arzneimittel i.S.d. § 6 Abs. 1 Nr. 2 BhV angesehen werden kann, wird von der Rechtsprechung (…vgl. z. B. BVerwG, Urt. v. 30.05.1996, - 2 C 5/95 -, DVBl. 1996, S. 1149 ff; OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 17.05.2002, - 2 A 11758/01 - , beide m.w.N.) in Anlehnung an § 2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG) bestimmt.
Sie sollen dem Behinderten die Möglichkeit geben, seinen eingeschränkten Freiheitsraum und seine Selbständigkeit zu erweitern (vgl. Schröder/Beckmann/Weber, Beihilfevorschriften des Bundes und der Länder, Band 1, BhV § 6 Teil 1/6, Anmerkung 9; OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 17.05.2002, - 2 A 11758/01 - m.w.N.).
Aufgrund des ergänzenden Charakters der Beihilfe müssen von dem Kläger vielmehr Härten und Nachteile hingenommen werden, die sich aus der pauschalierenden und typisierenden Konkretisierung der Fürsorgepflicht durch die Beihilfevorschriften ergeben und die keine unzumutbare Belastung bedeuten (OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 17.05.2002, a.a.O., m.w.N.).
- OVG Niedersachsen, 21.09.2005 - 2 LB 118/03
Anspruch auf Gewährung einer Beihilfe für die Anschaffung antiallergener …
Abgesehen davon, dass die Beihilfevorschriften den Begriff des Heilmittels nicht kennen, sondern nur den des Arzneimittels, so dass schon von daher die sozialgerichtliche Rechtsprechung zu den antiallergenen Bettzwischenbezügen auf das Beihilferecht nicht übertragbar ist, scheidet eine etwaige Übertragung der im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung entwickelten Grundsätze auf das Beihilferecht auch deswegen aus, weil zwischen dem Beihilferecht und dem Recht der gesetzlichen Krankenversicherung gravierende Systemunterschiede bestehen (…s. dazu BVerwG, Urt. v. 21.2.1979 - BVerwG 6 C 25.76 -, BVerwGE 60, 336(338) u. Urt. v. 30.3.1995 - BVerwG 2 C 5.94 -, BVerwGE 98, 106(108) = NVwZ 1995, 682), die es ausschließen, Grundsätze, die den Besonderheiten der gesetzlichen Krankenversicherung geschuldet sind, auf das Beihilferecht zu übertragen (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 17.5.2002 - 2 A 11758/01 -, IÖD 2002, 19f. m. w. Nachw.).
- OVG Rheinland-Pfalz, 04.03.2005 - 2 A 11887/04
Neben Pauschalbeihilfe sind weitere Aufwendungen im Falle einer Verhinderung …
Ein unmittelbarer Durchgriff auf den Fürsorgegedanken ist lediglich in wenigen, extrem gelagerten Ausnahmefällen geboten, in denen der Beihilfeberechtigte mit erheblichen, nicht versicherbaren Aufwendungen belastet bleibt, die eine amtsangemessene Lebensführung drastisch und unzumutbar beeinträchtigen (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. April 2002 - 2 A 11758/01.OVG - veröffentlicht in ESOVGRP; BVerwG, Urteil vom 18. Juni 1980 - BVerwG 6 C 19.79 - BVerwGE 60, 212 [219 f.]). - VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 77/13
Beihilfefähigkeit von selbstständigen ärztlichen Leistungen, die in das …
Im Übrigen muss sich der Kläger außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG Koblenz, Urteil vom 17.05.2002 - 2 A 11758/01 -, zit. n. juris). - VG Neustadt, 09.05.2012 - 1 K 5/12
Beihilfefähigkeit von Waschprodukten
Im Übrigen muss sich der Kläger außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01.OVG -, esovg). - VG Stade, 25.03.2015 - 3 A 1122/13
Anspruch eines Beamten auf Gewährung weiterer Beihilfeleistungen für sein Regio …
Außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn muss sich der Kläger darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17.05.2002 - 2 A 11758/01- zitiert nach juris). - VG Stade, 14.12.2015 - 3 A 3025/13
Alternative Versorgung; Beihilfe; Cochlea Implantat; einseitige Taubheit; …
Außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn muss sich der Kläger darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17.05.2002 - 2 A 11758/01- zitiert nach juris). - VG Neustadt, 19.12.2012 - 1 K 860/12
Beihilfe für selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel
Im Übrigen muss sich der Kläger außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG RP, Urteil vom 17. Mai 2002 - 2 A 11758/01.OVG -, esovg). - VG Greifswald, 25.09.2014 - 6 A 902/12
Beihilfefähigkeit des Präparats Sanopal
Im Übrigen muss sich der Kläger außerhalb des Wesenskerns der Fürsorgepflicht des Dienstherrn darauf verweisen lassen, dass es ihm möglich ist, durch eine entsprechend erweiterte Versicherung oder die Bildung von Rücklagen selbst Vorsorge zu treffen (OVG Koblenz, Urteil vom 17.05.2002 - 2 A 11758/01 -, zit. n. juris).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".