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Rechtsprechung
   OVG Thüringen, 22.04.2010 - 2 KO 568/09   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2010,8216
OVG Thüringen, 22.04.2010 - 2 KO 568/09 (https://dejure.org/2010,8216)
OVG Thüringen, Entscheidung vom 22.04.2010 - 2 KO 568/09 (https://dejure.org/2010,8216)
OVG Thüringen, Entscheidung vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 (https://dejure.org/2010,8216)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Möglichkeit der Abberufung eines stellvertretenden Gemeinschaftsvorsitzenden einer Verwaltungsgesellschaft bei Vorliegen eines wichtigen Grundes durch mehrheitlichen Beschluss der Gemeinschaftsversammlung; Gerichtliche Überprüfbarkeit einer Abberufungsentscheidung als ...

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DVBl 2011, 252
  • DÖV 2011, 327
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (29)

  • OVG Thüringen, 21.11.1995 - 2 KO 175/94

    Kommunalrecht; Kommunalrecht; Abberufung vom Amt eines Bürgermeisters

    Auszug aus OVG Thüringen, 22.04.2010 - 2 KO 568/09
    Hierbei handelt es sich weder um einen Streit zwischen den Organen der Verwaltungsgemeinschaft (Gemeinschaftsversammlung, Gemeinschaftsvorsitzender) noch um einen Streit innerhalb der Organe (vgl. Urteil des Senats vom 21. November 1995 - 2 KO 175/94 - ThürVBl 1996, 479).

    Es muss sich um einen erkennbaren Missbrauch handeln, weil andernfalls auch insofern der kommunalpolitische Wille zu sehr eingeengt würde (vgl. zur gerichtlichen Überprüfung der Abberufung eines kommunalen Wahlbeamten: Urteil des Senats vom 21. November 1995 - 2 KO 175/94 - ThürVBl 1996, 82; BVerwG, Urteile vom 14. Januar 1965 - II C 53.62 - BVerwGE 20, 160 und vom 14. Juli 1978 - VII C 45.76 - BVerwGE 56, 163; Beschlüsse vom 28. November 1989 - 7 B 161/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 67 und vom 22. September 1992 - 7 B 40/92 - DVBl 1993, 209; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 17. Dezember 1991 - 10 L 231/89 - DVBl 1992, 982; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. Februar 1995 - 15 B 2556/94 - NVwZ-RR 1995, 591; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 30. Juli 1997 - 1 M 55/97 - LKV 1998, 112; Sächsisches OVG, Beschluss vom 9. Juni 2009 - 4 B 411/07 - Juris).

  • BVerwG, 28.11.1989 - 7 B 161.89

    Kommunalrechtliche Ausgestaltung der Abwahl eines Bürgermeisters - Ausgestaltung …

    Auszug aus OVG Thüringen, 22.04.2010 - 2 KO 568/09
    Rn. 62 Folglich wird in der Spruchpraxis die grundsätzlich gegebene Abberufungsmöglichkeit von Wahlbeamten in Kommunalvertretungen einhellig gebilligt (vgl. nur BVerfG, Beschluss vom 17. Oktober 1957 - 1 BvL 1/57 - BVerfGE 7, 155; Kammerbeschluss vom 20. Dezember 1993 - 2 BvR 1327/87, 2 BvR 420/90, 2 BvR 1544/90 - NVwZ 1994, 473; BVerwG, Beschlüsse vom 26. Juli 1985 - 2 B 102/84 - Buchholz 230 § 95 BBRG Nr. 1, vom 28. November 1989 - 7 B 161/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 67 und vom 22. September 1992 - 7 B 49/92 - DVBl 2003, 209; Urteile vom 15. März 1989 - 7 C 7/88 - BVerwGE 81, 318 und vom 15. Dezember 1989 - 7 C 25/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68; vgl. auch zur Abberufung der Inhaber von Spitzenämtern einer Körperschaft oder einer rechtsfähigen Anstalt im Rahmen funktionaler Selbstverwaltung: OVG Lüneburg, Urteil vom 12. November 2009 - 8 LC 58/08 - GewArch 2010, 74).

    Es muss sich um einen erkennbaren Missbrauch handeln, weil andernfalls auch insofern der kommunalpolitische Wille zu sehr eingeengt würde (vgl. zur gerichtlichen Überprüfung der Abberufung eines kommunalen Wahlbeamten: Urteil des Senats vom 21. November 1995 - 2 KO 175/94 - ThürVBl 1996, 82; BVerwG, Urteile vom 14. Januar 1965 - II C 53.62 - BVerwGE 20, 160 und vom 14. Juli 1978 - VII C 45.76 - BVerwGE 56, 163; Beschlüsse vom 28. November 1989 - 7 B 161/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 67 und vom 22. September 1992 - 7 B 40/92 - DVBl 1993, 209; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 17. Dezember 1991 - 10 L 231/89 - DVBl 1992, 982; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. Februar 1995 - 15 B 2556/94 - NVwZ-RR 1995, 591; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 30. Juli 1997 - 1 M 55/97 - LKV 1998, 112; Sächsisches OVG, Beschluss vom 9. Juni 2009 - 4 B 411/07 - Juris).

  • OVG Thüringen, 13.12.2001 - 2 KO 730/00

    Straßen- und Wegerecht, Verwaltungsprozessrecht; Feststellungsklage; Öffentliche …

    Auszug aus OVG Thüringen, 22.04.2010 - 2 KO 568/09
    Der Begriff des Rechtsverhältnisses im Sinne des § 43 Abs. 1 VwGO ist nicht auf Außenrechtsverhältnisse beschränkt, sondern umfasst ebenso die Rechtsbeziehungen innerhalb von Organen einer juristischen Person, also auch einer kommunalen Körperschaft (vgl. Urteile des Senats vom 18. September 2008 - 2 KO 1103/05 - DVBl 2009, 261 und vom 11. Dezember 2001 - 2 KO 730/00 - ThürVBl 2002, 235; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 2. Mai 2006 - 15 A 817/04 - DVBl 2007, 454;… Pietzcker, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/ders., VwGO, Kommentar, Stand November 2009, § 43 Rn. 5 ff., 26).

    Die Klagebefugnis für eine Feststellungsklage erfordert, dass es dem Kläger um die Verwirklichung seiner Rechte geht, sei es, dass er an dem festzustellenden Rechtsverhältnis selbst beteiligt ist, sei es, dass von dem Rechtsverhältnis eigene Rechte des Klägers abhängen (vgl. Urteil des Senats vom 11. Dezember 2001 - 2 KO 730/00 - ThürVBl 2002, 235; BVerwG, Urteil vom 28. Juni 2000 - 11 C 13.99 - BVerwGE 111, 276).

  • OVG Thüringen, 14.11.2013 - 3 KO 900/11

    Recht eines thüringischen Gemeinderatsmitglieds auf Auskunft über …

    Sie als innerorganschaftlicher Rechtsstreit im Rahmen eines Kommunalverfassungsstreits als allgemeine Leistungsklage statthaft (vgl. nur Thüringer OVG, Urteile vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - ThürVBl 2011, 32 und vom 21. November 1995 - 2 KO 175/94 - juris).
  • OVG Thüringen, 11.04.2024 - 3 EO 416/23

    Einstweiliger Rechtsschutz gegen die Abwahl des Vorsitzenden einer …

    Wie der 2. Senat bereits entschieden hat, zeigt eine Gesamtschau der kommunalrechtlichen Vorschriften auch ohne eine ausdrückliche Regelung, dass der Gesetzgeber eine unwiderrufliche Bindung einer Körperschaft an ihren Vorsitzenden, an dessen Vertreter oder an die Vorsitzenden, Vertreter oder Mitglieder von Teilorganen nicht gewollt hat (Thüringer OVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - juris Rn. 54 ).

    Die Abwahl des Gemeinschaftsvorsitzenden richtet sich damit nach der Regelung über die Abwahl des hauptamtlichen Beigeordneten gemäß § 32 Abs. 6 ThürKO (Thüringer OVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - juris Rn. 66, 68).

    Es muss sich dabei um einen erkennbaren Missbrauch handeln, weil andernfalls auch insofern der kommunalpolitische Wille zu sehr eingeengt würde (vgl. Thüringer OVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - juris Rn. 73 m. w. N.).

  • OVG Thüringen, 05.06.2014 - 1 EO 106/14

    Abwahl des Präsidenten einer Hochschule

    Infolgedessen erstreckt sich die gerichtliche Überprüfung der Abberufungsentscheidung nur darauf, ob auf der Tatbestandsseite ein wichtiger Grund in der von der Abwahl betroffenen Person vorliegt, und auf der Rechtsfolgenseite, ob mit der Abwahl missbräuchliche Zwecke verfolgt werden (zur gerichtlichen Überprüfbarkeit der Abberufung bzw. Abwahl des stellvertretenden Gemeinschaftsvorsitzenden einer Verwaltungsgemeinschaft vgl. ThürOVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - ThürVBl. 11, 32 - 37 = juris Rn. 73 und allgemein zur Überprüfbarkeit von Wahlentscheidungen vgl. ThürOVG, Beschluss vom 30. März 07 - 2 EO 729/06 - ThürVBl. 07, 187 - 190).
  • OVG Thüringen, 14.11.2013 - 3 KO 899/11

    Klärung abstrakter Rechtsfrage im Verwaltungsprozess - Auskunftsanspruch der …

    Der Begriff des Rechtsverhältnisses im Sinne des § 43 Abs. 1 VwGO ist nicht auf Außenrechtsverhältnisse beschränkt, sondern umfasst ebenso die Rechtsbeziehungen innerhalb von Organen einer juristischen Person, also auch einer kommunalen Körperschaft (vgl. ThürOVG, Urteile vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 -, ThürVBl 2011, 32 -37, vom 18. September 2008 - 2 KO 1103/05 - DVBl 2009, 261, vom 11. Dezember 2001 - 2 KO 730/00 - ThürVBl 2002, 235 und vom 21. November 1995 - 2 KO 175/94 -, juris).
  • VG Berlin, 26.11.2025 - 9 L 529.25
    Dem soll nicht entgegenstehen, dass juristische Personen nur durch ihre Organe bzw. Organwalter handlungsfähig sind (Thüringer OVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - juris Rn. 41 zur Abberufung des stellvertretenden Gemeinschaftsvorsitzenden einer Verwaltungsgemeinschaft).
  • VG Berlin, 26.11.2025 - 9 L 542.25

    Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin: Eilrechtsschutz gegen die Abberufung …

    Dem soll nicht entgegenstehen, dass juristische Personen nur durch ihre Organe bzw. Organwalter handlungsfähig sind (Thüringer OVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - juris Rn. 41 zur Abberufung des stellvertretenden Gemeinschaftsvorsitzenden einer Verwaltungsgemeinschaft).
  • VG Berlin, 26.11.2025 - 9 L 543.25

    Abwahl eines ehrenamtlich tätigen Mitglieds des geschäftsführenden Organs eines …

    Dem soll nicht entgegenstehen, dass juristische Personen nur durch ihre Organe bzw. Organwalter handlungsfähig sind (Thüringer OVG, Urteil vom 22. April 2010 - 2 KO 568/09 - juris Rn. 41 zur Abberufung des stellvertretenden Gemeinschaftsvorsitzenden einer Verwaltungsgemeinschaft).
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