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Rechtsprechung
   BSG, 30.07.1971 - 2 RU 200/69   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1971,11076
BSG, 30.07.1971 - 2 RU 200/69 (https://dejure.org/1971,11076)
BSG, Entscheidung vom 30.07.1971 - 2 RU 200/69 (https://dejure.org/1971,11076)
BSG, Entscheidung vom 30. Juli 1971 - 2 RU 200/69 (https://dejure.org/1971,11076)
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Wird zitiert von ... (18)Zitiert selbst (1)

  • BSG, 29.03.1963 - 2 RU 75/61

    Beweis der anspruchsbegründenden Tatsachen auf dem Gebiet der gesetzlichen …

    Auszug aus BSG, 30.07.1971 - 2 RU 200/69
    Das Sozialgericht (SG) Berlin hat die auf Gewährung von Hinterbliebenenrente gerichtete Klage durch Urteil vom 22° Mai 1968 abgewiesen, nachdem es 14 Zeugen vernommen, das Sektionsprotokoll und Krankenpapiere beigezogen sowie ein schriftliches Gutachten von dem Regierungsmedizinaldirektor Professor Dr° Rjjjxjgäyeingeholt hattet Zur Begründung hat es ausgeführt: Da keine Reohtsvermutung dafür bestehe, daß ein auf seiner Arbeitsstätte mit tödlichen Verletzungen aufgefundener Beschäftigter einem Arbeitsunfall erlegen sei (BSG 19, 52% müsse geprüft werden, ob die sturzbedingten Verletzungen des K, mit seiner betrieblichen Tätigkeit in einem ursächlichen Zusammenhang gestanden hätten° Das aber sei nicht wahrscheinlich° Es habe sich nicht klären lassen, wie K° zu Fall gekommen sei: durch Ausrutschen, infolge Übelkeit oder durch einen unerwarteten Stoß von fremder Hand° Für ein Ausrutschen lägen keine Anhaltspunkte vor° Der Umstand, daß der Sturz möglicherweise infolge einer - nicht betriebsbedingten - Übelkeit oder durch eine - ebenfalls nicht betriebsbedingte strafbare Handlung erfolgt sei, schließe den UV-Schutz -.

    Die Unaufklärbarkeit der Gründe, die zum Sturz des K. führten, stehe der Annahme eines entschädigungspflichtigen Arbeitsunfalls grundsätzlich entgegen° Eine Rechtsvermutung dahin, daß ein auf der Betriebsstätte tot aufgefundener Versicherter, dessen Todesursache nicht einwandfrei habe ermittelt werden können, einem Arbeitsun- fall erlegen sei, bestehe selbst dann nicht, wenn eine Betriebseinrightung als mitwirkende Todesursache in Betracht komme (BSG 19, 52 ff)° Dies habe das LSG auch nicht verkannt° Es sei vielmehr der Auffassung, daß das Toilettenbecken oder der Steinfußboden als Betriebseinrichtungen an der Schwere des Unfalls wesentlich mitgewirkt und deshalb der Sturz und dessen Folgen mit der versicherten Tätigkeit in ursächlichem Zusammenhang gestanden hätten° Dem sei jedoch entgegenzuhalten, daß schon keine allgemeine Lebenserfahrung dafür spreche, ein Sturz Toiletténbecken müsse oder könne wegen.

    Dies hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 29, März 1965 (BSG 19, 52 ff) des näheren dargelegt.

  • BSG, 24.09.2025 - B 2 U 11/23 R

    Vor dem Kaffeeautomaten im Sozialraum ausgerutscht: Als Arbeitsunfall …

    Soweit der Senat unlängst bestätigt hat, dass eine Außentür bei Wegen im Sinne von § 8 Abs. 2 SGB VII aus Gründen der Rechtssicherheit und möglichst einheitlichen Rechtsprechung diese Abgrenzungsfunktion erfüllt, ist dies für Betriebswege im Sinne von § 8 Abs. 1 Satz 1 SGB VII nicht maßgeblich (…BSG Urteile vom 8.12.2021 - B 2 U 4/21 R - BSGE 133, 180 = SozR 4-2700 § 8 Nr. 78, RdNr 16 …und vom 27.11.2018 - B 2 U 28/17 R - SozR 4-2700 § 8 Nr. 68 RdNr 18; s auch BSG Urteil vom 30.7.1971 - 2 RU 200/69 - SozR Nr. 28 zu § 548 RVO Aa 34 = juris RdNr 18).

    Rn. 25 Bei Unfällen während einer eigenwirtschaftlichen Verrichtung muss eine nähere Beziehung zur betrieblichen Sphäre treten, welche ausnahmsweise die sachliche Zurechnung zur versicherten Tätigkeit rechtfertigt (…BSG Urteile vom 10.10.2002 - B 2 U 6/02 R - SozR 3-2700 § 8 Nr. 11 S 48 f = juris RdNr 17…, vom 24.2.2000 - B 2 U 20/99 R - SozR 3-2700 § 8 Nr. 2 S 10 f = juris RdNr 19…, vom 18.2.1987 - 2 RU 22/86 - SozR 2200 § 548 Nr. 86 S 240 = juris RdNr 15, vom 30.7.1971 - 2 RU 200/69 - SozR Nr. 28 zu § 548 RVO Aa 34 = juris RdNr 19 …und vom 30.7.1958 - 2 RU 177/55 - BSGE 8, 48, 50 = SozR Nr. 13 zu § 542 aF RVO Aa 6 = juris RdNr 16).

    Das bloße Zurverfügungstellen von Räumlichkeiten zur Einnahme von oder Versorgung mit Mahlzeiten oder Getränken rechtfertigt weiterhin keinen Versicherungsschutz (BSG Urteile vom 30.1.2007 - B 2 U 8/06 R - juris RdNr 13…, vom 24.2.2000 - B 2 U 20/99 R - SozR 3-2700 § 8 Nr. 2 S 11 = juris RdNr 19 …und vom 22.6.1976 - 8 RU 146/75 - SozR 2200 § 548 Nr. 20 S 50 = juris RdNr 20; s auch LSG Baden-Württemberg vom 16.6.2015 - L 9 U 1534/14 - juris RdNr 27; zum Sturz auf der Toilette s auch BSG vom 30.7.1971 - 2 RU 200/69 - SozR Nr. 28 zu § 548 RVO Aa 34 f = juris RdNr 20).

  • LSG Hessen, 07.02.2023 - L 3 U 202/21

    Gesetzliche Unfallversicherung

    Das Zurücklegen eines Weges durch einen Beschäftigten mit der Handlungstendenz, sich an einem vom Ort der Tätigkeit verschiedenen Ort Nahrungsmittel zu besorgen oder einzunehmen, ist grundsätzlich versichert (vgl etwa BSG, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 5/15 R - juris Rn 30 mwN) und zwar unabhängig davon, ob der Weg auf dem Betriebsgelände zurückgelegt wird oder den Versicherten von diesem herunter durch den öffentlichen Verkehrsraum (etwa zu einer Gaststätte, der eigenen Wohnung oder zu einem Kiosk/Lebensmittelgeschäft) führt (vgl zur Rechtsprechung: BSG, Urteil vom 18.6.2013 - B 2 U 7/12 R - juris Rn 20; BSG, Urteil vom 27. April 2010 - B 2 U 23/09 R - juris Rn 15; BSG, Urteil vom 27. April 2010 - B 2 U 23/09 R - juris Rn 15; BSG, Urteil vom 24. Juni 2003 - B 2 U 24/02 R - juris Rn 14; BSG, Urteil vom 24. Februar 2000 - B 2 U 20/99 R - juris Rn 19; BSG, Urteil vom 6. Dezember 1989 - 2 RU 5/89 - juris Rn 13; ebenso für die Wege zum Aufsuchen der Toilette: BSG, Urteil vom 30. März 2017 - B 2 U 15/15 R - juris Rn 17; BSG, Urteil vom 30. Juli 1971 - 2 RU 200/69 - juris Rn 18).

    Danach soll durch den Aufenthalt im Toilettenraum der innere Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit gerade noch nicht gelöst worden sein (so: BSG, Urteil vom 30. Juli 1971 - 2 RU 200/69 - juris Rn 18).

  • SG Heilbronn, 27.12.2017 - S 13 U 1826/17

    Sturz auf der Toilette während der Arbeit nicht unfallversichert!

    So weist die Rechtsprechung zutreffend darauf hin, dass entsprechende Verunreinigungen nicht nur in Kantinenbereichen, sondern auch in anderen Selbstbedienungsrestaurants vorkommen, weshalb kein Versicherungsschutz begründet ist (LSG Baden-Württemberg, Urteil v. 25.10.2001, Az.: L 10 U 1968/00, SG Heilbronn, Urteil v. 26.03.2012, Az.: S 5 U 1444/11; vgl. zu Sturz in Toilettenanlage BSG, Urteil v. 30.07.1971, Az.: 2 RU 200/69, Rn. 19, juris).
  • LSG Hessen, 28.04.2026 - L 3 U 189/24

    Mittagspause im Home-Office: Auch der Weg zum Essen kann versichert sein

    Das Zurücklegen eines Weges durch einen Beschäftigten mit der Handlungstendenz, sich an einem vom Ort der Tätigkeit verschiedenen Ort Nahrungsmittel zum alsbaldigen Verzehr zu besorgen oder einzunehmen, ist grundsätzlich versichert (vgl. etwa BSG…, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 5/15 R - juris Rn. 30 m.w.N.), und zwar unabhängig davon, ob der Weg auf dem Betriebsgelände zurückgelegt wird oder den Versicherten von diesem herunter durch den öffentlichen Verkehrsraum (etwa zu einer Gaststätte, der eigenen Wohnung oder zu einem Kiosk/ Lebensmittelgeschäft) führt (…vgl. zur Rechtsprechung: BSG, Urteile vom 18. Juni 2013 - B 2 U 7/12 R - juris Rn. 20;… vom 27. April 2010 - B 2 U 23/09 R - juris Rn. 15;… vom 24. Juni 2003 - B 2 U 24/02 R - juris Rn. 14;… vom 24. Februar 2000 - B 2 U 20/99 R - juris Rn. 19;… vom 6. Dezember 1989 - 2 RU 5/89 - juris Rn. 13;… ebenso für die Wege zum Aufsuchen der Toilette: BSG, Urteile vom 30. März 2017 - B 2 U 15/15 R - juris Rn. 17 und vom 30. Juli 1971 - 2 RU 200/69 - juris Rn. 18).
  • LSG Bayern, 06.05.2003 - L 3 U 323/01

    Versicherung muss bei Unfall auf der Betriebstoilette nicht bezahlen

    Die Klägerin führt zur Stützung ihrer Auffassung, wonach auch während des Aufenthalts in der Toilette Versicherungsschutz anzunehmen sei, die Entscheidung des BSG vom 30.07.1971 - 2 RU 200/69 - Breithaupt 1972, S.117 ff. - an.
  • LSG Hessen, 19.05.2026 - L 3 U 176/25

    Kein Arbeitsunfall beim Essenskauf: Warum nicht jeder Weg im Homeoffice …

    Das Zurücklegen eines Weges durch einen Versicherten mit der Handlungstendenz, sich an einem vom Ort der Tätigkeit verschiedenen Ort Nahrungsmittel zum alsbaldigen Verzehr zu besorgen oder einzunehmen, ist grundsätzlich versichert (vgl. etwa BSG…, Urteil vom 5. Juli 2016 - B 2 U 5/15 R - juris Rn. 30 m.w.N.) und zwar unabhängig davon, ob der Weg auf dem Betriebsgelände zurückgelegt wird (dann Betriebsweg) oder den Versicherten von diesem herunter durch den öffentlichen Verkehrsraum (etwa zu einer Gaststätte, der eigenen Wohnung oder zu einem Kiosk/ Lebensmittelgeschäft) führt (…vgl. BSG, Urteile vom 18. Juni 2013 - B 2 U 7/12 R - juris Rn. 20;… vom 27. April 2010 - B 2 U 23/09 R - juris Rn. 15;… vom 24. Juni 2003 - B 2 U 24/02 R - juris Rn. 14;… vom 24. Februar 2000 - B 2 U 20/99 R - juris Rn. 19;… vom 6. Dezember 1989 - 2 RU 5/89 - juris Rn. 13;… ebenso für die Wege zum Aufsuchen der Toilette: BSG, Urteile vom 30. März 2017 - B 2 U 15/15 R - juris Rn. 17 und vom 30. Juli 1971 - 2 RU 200/69 - juris Rn. 18).
  • BSG, 25.09.2024 - B 2 U 52/23 B

    Verwerfung der Nichtzulassungsbeschwerde

    Obwohl die für grundsätzlich bedeutend gehaltene Frage einen Vergleich zur Notdurft andeutet, setzt sich die Beschwerdebegründung nicht mit der Rechtsprechung des Senats hierzu (siehe zB zum Versicherungsschutz für den Weg zur Toilette BSG Urteil vom 5.8.1993 - 2 RU 2/93 - juris und auf der Toilette BSG Urteil vom 30.7.1971 - 2 RU 200/69 - SozR Nr. 28 zu § 548 RVO sowie zur grundsätzlichen Privatnützigkeit der Verrichtung BSG Urteil vom 6.12.1989 - 2 RU 5/89 - SozR 2200 § 548 Nr. 97) und mit den Besonderheiten der Wegeunfallversicherung nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII auseinander.
  • LSG Baden-Württemberg, 09.06.2011 - L 10 U 1533/10

    Gesetzliche Unfallversicherung - Schülerunfall - Unfallversicherungsschutz - …

    Im Übrigen hat das BSG bereits entschieden, dass bei einem Sturz auf ein Toilettenbecken oder auf Steinfließen im Toilettenraum zwischen der Beschaffenheit der Unfallstelle und der Verletzung oder ihrer Schwere grundsätzlich kein rechtlicher Zusammenhang besteht (BSG, Urteil vom 30.07.1971, 2 RU 200/69 in SozR Nr. 28 zu § 548 RVO).
  • LSG Bayern, 29.01.2024 - L 3 U 10/22

    Unfallversicherung: Verletzung bei Sprung aus dem Fenster nach Wortgefecht …

    - wobei ein Sturz aus innerer Ursache abzugrenzen wäre - aus (…vgl. dazu, dass ein solcher Aufenthalt versichert sein kann, wenn sich eine betriebliche Gefahr realisiert oder der Kläger - wie hier - nicht zur Verrichtung der Notdurft die Toilette aufgesucht hat, Wagner in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB VII, 3. Aufl., § 8 SGB VII (Stand: 20.06.2023) Rn. 80 m.w.N. und Verweis u.a. auf BSG, Urteil vom 30.07.1971 - 2 RU 200/69 -, juris, sowie LSG BW, Urteil vom 09.06.2011 - L 10 U 1533/10: Aufenthalt auf der Schultoilette zur Erfrischung).
  • BSG, 27.11.1986 - 2 RU 10/86

    Zur inneren Ursache beim Sturz auf einen Krankenzimmerboden - stationäre …

    Die Härte eines nicht mit Teppich belegten Bodens gehört nicht zu den 'besonderen Bedingungen des Krankenhauses', die bei einem Unfall aus innerer Ursache eine wesentliche Mitursache begründen könnten (vgl BSG 30.7.1971 2 RU 200/69 = SozR Nr. 28 zu § 548 RVO).
  • LSG Baden-Württemberg, 14.12.2023 - L 6 U 1484/23

    Tödlicher Unfall beim Überrollt werden durch eigenen PKW - auf Weg zum …

  • LSG Bayern, 13.07.2017 - L 17 U 199/16

    Ursächlichkeit der versicherten Tätigkeit

  • LSG Baden-Württemberg, 17.07.2018 - L 9 U 445/18
  • BSG, 25.09.2024 - B 2 U 52/23
  • LSG Baden-Württemberg, 04.04.2014 - L 10 U 4610/12
  • LSG Bayern, 21.07.2020 - L 7 U 176/17

    Unfallversicherung: Voraussetzungen der Anerkennung eines epileptischen Anfalls …

  • LSG Hessen, 05.11.1975 - L 3 U 264/74

    Streit an der Arbeitsstätte

  • LSG Hessen, 15.01.1975 - L 3 U 360/73

    Unfall im Hotel

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