Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Beihilfefähigkeit von Implantaten bei medizinischer Notwendigkeit
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Beihilfe; Implantatbehandlung; Notwendigkeit; Angemessenheit; Zwingende Indikation
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rpmed.de
(Kurzinformation)
Beihilfefähigkeit von Zahnimplantaten bei fehlender Behandlungsalternative
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Begrenzung der Aufwendungen für Implantate in der Beihilfeverordnung bei Vorliegen einer zahnmedizinisch zwingenden Indikation der Versorgung mit weiteren Implantaten
Verfahrensgang
- VG Karlsruhe, 16.11.2011 - 9 K 207/11
- VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Papierfundstellen
- ESVGH 63, 134
- NVwZ-RR 2013, 383
- VBlBW 2013, 339
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (9)
- BVerwG, 28.05.2008 - 2 C 12.07
Angemessenheit; Beihilfe; Berücksichtigung vorhandener Implantate; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Rn. 19 Die Beschränkung der Implantatversorgung ist nicht in Anknüpfung an den Gesichtspunkt der medizinischen Notwendigkeit, sondern im Hinblick auf den Gesichtspunkt der Angemessenheit der beihilfefähigen Aufwendungen erfolgt (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.5.2008 - 2 C 12.07 - DÖV 2008, 961 zu einer generellen Beschränkung der Implantatleistungen in Rheinland-Pfalz).Rn. 20 3. Nach dem Wortlaut der in Nr. 1.2.4 der Anlage zur BVO enthaltenen Regelung scheinen im vorliegenden Fall die Aufwendungen für die Implantatbehandlung in regio 13 und 14 im Oberkiefer des Klägers sowie die damit verbundenen weiteren zahnärztlichen Leistungen von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen zu sein, weil sich in der hier zu beurteilenden Kieferhälfte unstreitig bereits drei Implantate befanden, für die der Dienstherr Beihilfe geleistet hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.5.2008 - 2 C 12.07 - DÖV 2008, 961, wonach Implantate bei einer generellen zahlenmäßigen Begrenzung nicht mitgerechnet werden dürfen, deren Kosten nicht aus öffentlichen Mitteln mitgetragen worden sind).
- VGH Baden-Württemberg, 15.03.2012 - 2 S 2542/11
Zur Beschränkung der Beihilfefähigkeit implantologischer Zahnarztleistungen auf …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Rn. 18 2. Diese Regelung, die die Beihilfefähigkeit implantologischer Zahnarztleistungen auf zwei Implantate pro Kieferhälfte beschränkt, verstößt nicht gegen höherrangiges Recht (ausführlich: Senatsurteil vom 15.3.2012 - 2 S 2542/11 - Juris).In diesen Fällen ist über den Beihilfeanspruch allein nach dem allgemeinen Grundsatz (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 BVO) zu entscheiden, dass Beihilfe zu gewähren ist, soweit die Aufwendungen nach medizinischer Beurteilung erforderlich sind (vgl. Senatsurteile vom 15.3.2012 - 2 S 2542/11 - und vom 2.5.2012 - 2 S 2904/10 - Juris; BVerwG, Urteil vom 28.5.2008 - 2 C 24.07 - NVwZ 2008, 1378).
- BVerwG, 15.12.2005 - 2 C 35.04
Beihilfevorschriften des Bundes und Gesetzesvorbehalt; beihilfeberechtigter …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Rn. 17 1. Für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen maßgeblich, für die Beihilfe verlangt wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.12.2005 - 2 C 35.04 - BVerwGE 125, 21 m.w.N.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.10.2011 - 2 S 1369/11 - Juris).
- BVerwG, 28.05.2008 - 2 C 24.07
Alimentation; allgemeiner Gleichheitssatz; Angemessenheit; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
In diesen Fällen ist über den Beihilfeanspruch allein nach dem allgemeinen Grundsatz (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 BVO) zu entscheiden, dass Beihilfe zu gewähren ist, soweit die Aufwendungen nach medizinischer Beurteilung erforderlich sind (vgl. Senatsurteile vom 15.3.2012 - 2 S 2542/11 - und vom 2.5.2012 - 2 S 2904/10 - Juris; BVerwG, Urteil vom 28.5.2008 - 2 C 24.07 - NVwZ 2008, 1378). - VGH Baden-Württemberg, 02.05.2012 - 2 S 2904/10
Beihilfe zur kieferorthopädischen Behandlung Erwachsener
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
In diesen Fällen ist über den Beihilfeanspruch allein nach dem allgemeinen Grundsatz (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 BVO) zu entscheiden, dass Beihilfe zu gewähren ist, soweit die Aufwendungen nach medizinischer Beurteilung erforderlich sind (vgl. Senatsurteile vom 15.3.2012 - 2 S 2542/11 - und vom 2.5.2012 - 2 S 2904/10 - Juris; BVerwG, Urteil vom 28.5.2008 - 2 C 24.07 - NVwZ 2008, 1378). - OVG Nordrhein-Westfalen, 15.08.2008 - 6 A 2861/06
Anwendung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit bei der Beurteilung einer …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Maßgeblich ist dabei der Gesichtspunkt, dass neben der Einbringung von Implantaten regelmäßig die Möglichkeit einer typischerweise kostengünstigeren Alternativversorgung auf "herkömmliche" Art und Weise, etwa mit einer Brücke, gegeben ist (vgl. auch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.9.2003 - 4 S 1869/02 - IÖD 2004, 22 und Beschluss vom 14.12.2001 - 4 S 2442/99 - OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 15.8.2008 - 6 A 2861/06 - IÖD 2009, 236 und - 6 A 4309/05 - juris). - OVG Nordrhein-Westfalen, 15.08.2008 - 6 A 4309/05
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Maßgeblich ist dabei der Gesichtspunkt, dass neben der Einbringung von Implantaten regelmäßig die Möglichkeit einer typischerweise kostengünstigeren Alternativversorgung auf "herkömmliche" Art und Weise, etwa mit einer Brücke, gegeben ist (vgl. auch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.9.2003 - 4 S 1869/02 - IÖD 2004, 22 und Beschluss vom 14.12.2001 - 4 S 2442/99 - OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 15.8.2008 - 6 A 2861/06 - IÖD 2009, 236 und - 6 A 4309/05 - juris). - VGH Baden-Württemberg, 10.10.2011 - 2 S 1369/11
Beihilfefähigkeit eines Elektromobils
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Rn. 17 1. Für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen maßgeblich, für die Beihilfe verlangt wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.12.2005 - 2 C 35.04 - BVerwGE 125, 21 m.w.N.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.10.2011 - 2 S 1369/11 - Juris). - VGH Baden-Württemberg, 17.09.2003 - 4 S 1869/02
Beamter; Beihilfe; Implantate für Schneidezähne; ästhetische Einbuße
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 15.11.2012 - 2 S 1053/12
Maßgeblich ist dabei der Gesichtspunkt, dass neben der Einbringung von Implantaten regelmäßig die Möglichkeit einer typischerweise kostengünstigeren Alternativversorgung auf "herkömmliche" Art und Weise, etwa mit einer Brücke, gegeben ist (vgl. auch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.9.2003 - 4 S 1869/02 - IÖD 2004, 22 und Beschluss vom 14.12.2001 - 4 S 2442/99 - OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 15.8.2008 - 6 A 2861/06 - IÖD 2009, 236 und - 6 A 4309/05 - juris).
- VGH Baden-Württemberg, 11.04.2018 - 2 S 2672/17
Beihilfe für implantologische Leistungen
Die Beschränkung der Implantatversorgung liege - wie ausgeführt - nicht in der medizinischen Notwendigkeit, sondern in der Angemessenheit der beihilfefähigen Aufwendungen begründet (erneut unter Hinweis auf VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris Rn. 19).Rn. 23 Die Regelung, wonach die Beihilfefähigkeit implantologischer Leistungen auf zwei Implantate pro Kieferhälfte beschränkt und daher ab dem dritten Implantat pro Kieferhälfte die Beihilfe (grundsätzlich, s. zu Ausnahmen bei einer zahnmedizinisch zwingenden Indikation: Senatsurteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris) ausgeschlossen ist, verstößt nach der Senatsrechtsprechung nicht gegen höherrangiges Recht, insbesondere nicht gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG (…Senatsurteile vom 15.03.2012 - 2 S 2542/11 -, juris Rn. 30 ff. und vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris Rn. 18).
Rn. 29 d) Davon, dass zunächst die pro Kieferhälfte vorhandenen Implantate festzustellen sind, geht auch der Senat aus, wenn er jeweils von "der hier zu beurteilenden Kieferhälfte" spricht (…vgl. Senatsurteile vom 15.03.2012 - 2 S 2542/11 -, juris Rn. 28 und vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris Rn. 20).
- VGH Baden-Württemberg, 01.02.2019 - 2 S 1352/18
Beihilfefähigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung; verfassungskonforme …
Zur Begründung bezog sie sich auf das Senatsurteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 - sowie auf eine zahnärztliche Stellungnahme des PD Dr. Dr. U... vom 08.06.2015.Jedoch wären damit weitergehende Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit der Klägerin und damit verbundene gesundheitliche Nachteile in nennenswertem Umfang verbunden, was der Annahme einer zumutbaren Behandlungsalternative entgegensteht (…vgl. Senatsurteile vom 15.03.2012 - 2 S 2542/11 -, juris, Rn. 45 und vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris, Rn. 22).
- VG Sigmaringen, 20.12.2016 - 3 K 469/14
Implantate; Beihilfefähigkeit; Kieferhälfte
Zwar beansprucht die Beschränkung der Beihilfefähigkeit implantologischer Leistungen auf eine maximale Anzahl von Implantaten im jeweiligen Kiefer ausnahmsweise dann keine Geltung, wenn die Versorgung mit weiteren Implantaten auf einer zahnmedizinisch zwingenden Indikation beruht; in einem solchen Fall ist Beihilfe abweichend von Ziff. 1.2.4 Satz 2 der Anlage zur BVO allein nach dem allgemeinen Grundsatz des § 5 Abs. 1 Satz 1 BVO zu gewähren (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris).Die Regelung verfolgt den legitimen Zweck, einer durch die im Allgemeinen kostenintensivere Behandlungsart der Implantatversorgung bedingten Ausuferung der für die öffentlichen Kassen entstehenden Kosten entgegen zu wirken (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, Rn. 19 (m.w.N.), juris).
- OVG Saarland, 02.02.2022 - 1 A 215/20
Anspruch auf eine weitere Beihilfe für zahntechnische Leistungen (Zahnersatz) …
Der VGH Mannheim habe entschieden,[Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -][Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -] die in der Beihilfeverordnung des Landes vorgesehene Begrenzung der Aufwendungen für Implantate gelte nicht, wenn die Versorgung mit weiteren Implantaten auf einer zahnmedizinisch zwingenden Indikation beruhe.Vielmehr waren die in Streit stehenden zahntechnischen Leistungen nach Dafürhalten des Senats für die Klägerin notwendig, um wesentliche Verrichtungen des täglichen Lebens erledigen zu können.[vgl. zu dieser Erwägung OVG Münster, Urteil vom 24.5.2006 - 1 A 3706/04 -, juris, dort zu einem Anspruch auf Beihilfe für eine Implantatversorgung aus Fürsorgegesichtspunkten entgegen einer leistungsausschließenden Vorschrift des Landesrechts; VGH Mannheim, Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris, wonach die Begrenzung der Beihilfefähigkeit für implantologische Leistungen auf zwei Implantate pro Kieferhälfte keine Geltung beanspruche, wenn die Versorgung mit weiteren Implantaten zahnmedizinisch zwingend indiziert sei; VGH München, Urteil vom 14.7.2015 - 14 B 13.654 -, juris Rn. 26, dort zur Unwirksamkeit eines Leistungsausschlusses für Hilfsmittel (Sehhilfe) aufgrund besonderer Umstände des Einzelfalls][vgl. zu dieser Erwägung OVG Münster, Urteil vom 24.5.2006 - 1 A 3706/04 -, juris, dort zu einem Anspruch auf Beihilfe für eine Implantatversorgung aus Fürsorgegesichtspunkten entgegen einer leistungsausschließenden Vorschrift des Landesrechts; VGH Mannheim, Urteil vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris, wonach die Begrenzung der Beihilfefähigkeit für implantologische Leistungen auf zwei Implantate pro Kieferhälfte keine Geltung beanspruche, wenn die Versorgung mit weiteren Implantaten zahnmedizinisch zwingend indiziert sei; VGH München, Urteil vom 14.7.2015 - 14 B 13.654 -, juris Rn. 26, dort zur Unwirksamkeit eines Leistungsausschlusses für Hilfsmittel (Sehhilfe) aufgrund besonderer Umstände des Einzelfalls] Ohne die entsprechende Korrektur wäre sie nicht fähig, allgemeine Grundbedürfnisse des täglichen Lebens zu befriedigen.
- VG Aachen, 14.11.2013 - 7 K 1729/11
Indiaktion; Brücke; Implantat; Fürsorgepflicht; Beihilfe
Rn. 32 Vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2008 - 2 C 12.07 -, zu einer Beschränkung der implantologischen Leistungen in Rheinland-Pfalz bei insoweit inhaltsgleichen Bestimmungen in der damaligen bundesrechtlichen Regelung, vgl. Köhnen/Schröder/Amelungk/Just, BBhV, LS Stand November 2012, B I zu § 15 BBhV, S. B 293 ; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15. November 2012 - 2 S 1053/12 -, IÖD 2013, 12 = juris Rn. 19.Rn. 34 Vgl. Sächsisches OVG, Beschluss vom 29. März 2011 - 2 A 226/09 -, juris Rn. 12; Bay. VGH, Beschluss vom 5. März 2009 - 14 ZB 08.2739 -, juris Rn. 4; a.A. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15. November 2012 - 2 S 1053/12 -, IÖD 2013, 19 = juris Rn. 22; sowie zur damaligen Fassung der BVO NRW: OVG NRW, Urteil vom 15. August 2008 - 6 A 2861/06 -, NWVBl. 2009, 54 = juris Rn. 58; nunmehr aber in Bestätigung der aktuellen Fassung der BVO NRW und des Indikationskataloges: OVG NRW, Beschlüsse vom 6. August 2012 - 1 A 643/12 -, juris Rn. 6 ff. und vom 26. März 2013 - 1 A 631/11 -, juris Rn. 17 f.
- VG Bremen, 10.02.2026 - 7 K 2063/24
Beihilfefähigkeit von Zahnimplantaten / Vorbehalt des Gesetzes, Urteil vom …
Maßgeblich ist dabei der Gesichtspunkt, dass neben der Einbringung von Implantaten typischerweise die Möglichkeit einer kostengünstigeren Alternativversorgung auf "herkömmliche" Art und Weise, etwa mit einer Brücke gegeben ist (vgl. etwa VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 15. November 2012 - 2 S 1053/12, Rn. 19 m. w. N.; OVG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 15. August 2008 - 6 A 2861/06, Rn. 41; jeweils juris).(VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 15. November 2012 - 2 S 1053/12, juris).
- VG Freiburg, 22.05.2017 - 6 K 823/15
Beihilfefähigkeit von Zahnersatzleistungen; Zahnfarbbestimmung; Foto- und …
Rn. 61 Etwas Gegenteiliges ergibt sich hier auch nicht aus den von der Klägerin zitierten Urteilen des Verwaltungsgerichtshofs zum Beihilfeausschluss bezüglich einer Implantatversorgung (…Urteile vom 15.3.2012 - 2 S 2542/11 -, juris, Rn. 31, 38, 39 …und vom 2.5.2012 - 2 S 2904/10 -, juris, Rn. 33, 34 sowie vom 15.11.2012 - 2 S 1053/12 -, juris, Rn. 23). - VG Magdeburg, 01.03.2017 - 8 A 159/16
Beihilferecht: beihilferechtliche Anerkennung und Erstattung der Kosten für die …
Maßgeblich ist dabei der Gesichtspunkt, dass neben der Einbringung von Implantaten regelmäßig die Möglichkeit einer typischerweise kostengünstigeren Alternativversorgung auf herkömmliche Art und Weise, etwa mit einer Brücke, gegeben ist (vgl. nur: VGH Baden Württemberg, Urteil vom 15.11.20.12, 2 S 1053/12; VG Köln, Urteil vom 27.04.2016, 23 K 5096/14; ja. m. w. Nachw.; juris).In diesen Fällen ist über den Beihilfeanspruch allein nach dem allgemeinen aus dem Fürsorgegrundsatz abgeleiteten Grundsatz zu entscheiden, dass Beihilfe zu gewähren ist, soweit die Aufwendungen nach medizinischer Beurteilung erforderlich sind (vgl. VGH Baden Württemberg, Urteil vom 15.11.2012, 2 S 1053/12; m. w. Nachw.; juris).
- VG Ansbach, 16.07.2013 - AN 1 K 12.02249
Beihilfefähigkeit zahnimplantologischer Leistungen
Dies wäre nach der Rechtsprechung (vgl. VGH Mannheim, U. v. 15.11.2012, 2 S 1053/12, IÖD 2013, 19 ff.) nur dann der Fall, wenn eine Alternativbehandlung überhaupt nicht existierte oder mit weitgehenden Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit oder erheblichen gesundheitlichen Nachteilen verbunden wäre, wovon im Falle des Klägers jedoch nicht ausgegangen werden könne.Dies ist nach der Rechtsprechung (vgl. VGH Mannheim, U. v. 15.11.2012, 2 S 1053/12, IÖD 2013, 19 ff. = NVwZ-RR 2013, 383 - LS) nur dann der Fall, wenn eine Alternativbehandlung überhaupt nicht existiert oder mit weitgehenden Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit oder erheblichen gesundheitlichen Nachteilen verbunden wäre.
- VG München, 04.04.2023 - M 17 K 22.3470
Beamtenrechtliches Beihilferecht: Keine zahnmedizinische Behandlung mittels …
Maßgeblich ist dabei der Gesichtspunkt, dass neben der Einbringung von Implantaten regelmäßig die Möglichkeit einer typischerweise kostengünstigeren Alternativversorgung auf "herkömmliche" Art und Weise, etwa mit einer Brücke, gegeben ist (VGH BW, U.v. 15.11.2012 - 2 S 1053/12 - juris).Dies kann dann der Fall sein, wenn eine Alternativbehandlung überhaupt nicht existiert oder mit weitgehenden Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit oder erheblichen gesundheitlichen Nachteilen verbunden wäre (VGH BW, U.v. 15.11.2012 - 2 S 1053/12 - juris).
- VG Halle, 18.03.2026 - 8 A 266/25
Beihilfeansprüche für Zahnimplantate aufgrund Vorliegens einer Ausnahmeindikation …
- VG Karlsruhe, 01.03.2018 - 9 K 4201/15
Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für eine kieferorthopädische Behandlung …
- OVG Bremen, 20.11.2024 - 2 LB 219/24
Beihilfefähigkeit von Zahnimplantaten - Einzelzahnlücke; Implantat
- VG Hamburg, 12.01.2022 - 21 K 2064/21
Zum Umfang der Beihilfebewilligung für eine Zahnimplantatbehandlung (erfolglose …
- VG Karlsruhe, 12.11.2015 - 9 K 2979/12
Zahnentfernung und anschließender Knochenaufbau mit Blick auf eine beabsichtigte …
- VG Oldenburg, 02.04.2014 - 6 A 6199/13
Beihilfe; Fürsorgepflicht; Implantat
- VG Karlsruhe, 23.07.2015 - 9 K 1240/14
Beihilfefähigkeit des Austausches von Brustimplantaten -hier verneint
- VG Köln, 27.01.2016 - 3 K 3202/15
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