Rechtsprechung
| OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Hamburg
§ 63 Abs 3 S 1 GKG 2004, § 68 Abs 1 GKG 2004
Streitwertherabsetzung durch Beschwerdegericht bei unzulässiger Streitwertbeschwerde wegen Nichterreichens des Beschwerdewerts - ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Herabsetzung des Streitwerts durch das Beschwerdegericht von Amts wegen bei Unzulässigkeit einer Streitwertbeschwerde wegen Nichterreichens des Beschwerdewerts von mehr als 200 EUR
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Herabsetzung des Streitwerts durch das Beschwerdegericht von Amts wegen bei Unzulässigkeit einer Streitwertbeschwerde wegen Nichterreichens des Beschwerdewerts von mehr als 200 EUR
Verfahrensgang
- VG Hamburg, 28.11.2013 - 9 K 70/13
- OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2014, 704
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (10)
- OVG Hamburg, 07.12.2009 - 5 So 192/09
Streitwertherabsetzung bei unzulässiger Streitwertbeschwerde
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Die Unzulässigkeit einer Streitwertbeschwerde wegen Nichterreichens des Beschwerdewerts von mehr als 200 Euro nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG schließt es nicht aus, dass das Beschwerdegericht den Streitwert von Amts wegen nach § 63 Abs. 3 Satz 1 GKG herabsetzt (Abweichung von OVG Hamburg, Beschl. v. 7.12.2009, NVwZ-RR 2010, 501).§ 154 Rn. 42; Redeker/v. Oertzen, VwGO, 15. Aufl. 2010, § 165 Rn. 18; a.A. OVG Hamburg, Beschl. v. 7.12.2009, NVwZ-RR 2010, 501; OVG Greifswald, Beschl. v. 9.2.1994, MDR 1995, 425, allerdings zum Fall einer gemäß § 37 Abs. 2 VermG ausgeschlossenen Streitwertbeschwerde; Hartmann, Kostengesetze, 44. Aufl. 2014, § 63 Rn. 51; Meyer, a.a.O., § 63 GKG Rn. 32; differenzierend: OVG Bremen, Beschl. v. 22.7.2010, NVwZ-RR 2010, 823).
Die insbesondere vom 5. Senat des Beschwerdegerichts (Beschl. v. 7.12.2009, a.a.O.) angeführten systematischen Erwägungen berücksichtigen nicht hinreichend die Unterschiede, die zwischen den Regelungsbereichen des § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG einerseits und des § 63 Abs. 3 Satz 1 GKG andererseits bestehen.
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 09.02.1994 - 3 O 50/93
Rechtsmittelausschluß nach § 37 Abs. 2 VermG; Streitwertentscheidung; Änderung …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
§ 154 Rn. 42; Redeker/v. Oertzen, VwGO, 15. Aufl. 2010, § 165 Rn. 18; a.A. OVG Hamburg, Beschl. v. 7.12.2009, NVwZ-RR 2010, 501; OVG Greifswald, Beschl. v. 9.2.1994, MDR 1995, 425, allerdings zum Fall einer gemäß § 37 Abs. 2 VermG ausgeschlossenen Streitwertbeschwerde; Hartmann, Kostengesetze, 44. Aufl. 2014, § 63 Rn. 51; Meyer, a.a.O., § 63 GKG Rn. 32; differenzierend: OVG Bremen, Beschl. v. 22.7.2010, NVwZ-RR 2010, 823).Dabei dient § 63 Abs. 3 Satz 1 GKG neben dem - hier nicht einschlägigen - Gesichtspunkt der Gewährleistung einer einheitlichen Streitwertfestsetzung im Instanzenzug und der Herstellung einer individuellen Gerechtigkeit in Bezug auf die streitwertabhängigen Gebühren auch öffentlichen Interessen, indem das Rechtsmittelgericht ermächtigt wird, darüber zu wachen, dass für die Inanspruchnahme des Gerichts Gebühren in der nach den Vorschriften des Gerichtskostengesetzes maßgeblichen, d.h. einer dem jeweiligen Streitgegenstand angemessenen Höhe erhoben werden, und ggf. korrigierend einzugreifen (vgl. OVG Greifswald, Beschl. v. 9.2.1994, a.a.O.).
Dieses öffentliche Interesse mag entfallen, wenn der Gesetzgeber durch einen Rechtsmittelausschluss für bestimmte Arten von Verfahren zum Ausdruck gebracht hat, dass in diesen Verfahren eine Änderung erstinstanzlicher Streitwerte schlechterdings nicht in Betracht kommen soll (so OVG Greifswald, Beschl. v. 9.2.1994, a.a.O., zum Falle des Rechtsmittelausschlusses nach § 37 Abs. 2 VermG).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.08.2011 - 1 E 684/11
Streitwertfestsetzung im Zusammenhang mit einem Streit eines …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Der beschließende Senat folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Judikatur herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewertes nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 23.4.2013, NVwZ-RR 2013, 864; OVG Magdeburg, Beschl. v. 22.8.2012, 4 O 144/12, juris; OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, 1 E 684/11, juris; OVG Lüneburg, Beschl. v. 1.7.2010, NVwZ-RR 2010, 904; OVG Bautzen, Beschl. v. 5.10.2007, DÖV 2008, 735; ebenso: OLG Celle, Beschl. v. 16.7.2009, JurBüro 2010, 88; Olbertz in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: April 2013, Vorb.Denn zum einen räumt § 63 Abs. 3 Satz 1 GKG dem Rechtsmittelführer gerade kein Recht ein, dem Beschwerdegericht eine Entscheidung über die Änderung des Streitwerts von Amts wegen abzuverlangen, zum anderen wird eine (nähere) Prüfung von Amts wegen regelmäßig in all jenen Fällen nicht veranlasst sein, in denen auf den ersten Blick nichts für eine unangemessene Streitwertfestsetzung spricht (vgl. OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, a.a.O.).
- OLG Celle, 16.07.2009 - 2 W 188/09
Berücksichtigung von Darlehenszinsen bei der Streitwertbemessung; Zulässigkeit …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Der beschließende Senat folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Judikatur herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewertes nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 23.4.2013, NVwZ-RR 2013, 864; OVG Magdeburg, Beschl. v. 22.8.2012, 4 O 144/12, juris; OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, 1 E 684/11, juris; OVG Lüneburg, Beschl. v. 1.7.2010, NVwZ-RR 2010, 904; OVG Bautzen, Beschl. v. 5.10.2007, DÖV 2008, 735; ebenso: OLG Celle, Beschl. v. 16.7.2009, JurBüro 2010, 88; Olbertz in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: April 2013, Vorb. - OVG Hamburg, 29.11.2006 - 2 Bs 148/06
Verfahrensrecht - Streitwert von Baunachbarklagen
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Dies ändert zwar nichts daran, dass es auch hier im Ausgangspunkt zunächst sachgerecht erscheint, die Streitwertbemessung an dem objektiven Maß der Beeinträchtigungen des klägerischen Grundstücks durch das angegriffene Vorhaben auszurichten und den Streitwert einem Rahmen von 7.500 bis 30.000 Euro zu entnehmen, wie es in Regelfällen der ständigen Rechtsprechung des Beschwerdegerichts entspricht (vgl. nur OVG Hamburg, Beschl. v. 29.11.2006, NordÖR 2007, 137). - VGH Baden-Württemberg, 23.04.2013 - 4 S 439/13
Vielzahl von Konkurrenten um Beförderungsstelle; Streitwertbemessung im …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Der beschließende Senat folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Judikatur herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewertes nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 23.4.2013, NVwZ-RR 2013, 864; OVG Magdeburg, Beschl. v. 22.8.2012, 4 O 144/12, juris; OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, 1 E 684/11, juris; OVG Lüneburg, Beschl. v. 1.7.2010, NVwZ-RR 2010, 904; OVG Bautzen, Beschl. v. 5.10.2007, DÖV 2008, 735; ebenso: OLG Celle, Beschl. v. 16.7.2009, JurBüro 2010, 88; Olbertz in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: April 2013, Vorb. - OVG Sachsen, 05.10.2007 - 5 E 191/07
Streitwertbeschwerde; Änderungsbefugnis; Unzulässigkeit
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Der beschließende Senat folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Judikatur herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewertes nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 23.4.2013, NVwZ-RR 2013, 864; OVG Magdeburg, Beschl. v. 22.8.2012, 4 O 144/12, juris; OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, 1 E 684/11, juris; OVG Lüneburg, Beschl. v. 1.7.2010, NVwZ-RR 2010, 904; OVG Bautzen, Beschl. v. 5.10.2007, DÖV 2008, 735; ebenso: OLG Celle, Beschl. v. 16.7.2009, JurBüro 2010, 88; Olbertz in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: April 2013, Vorb. - OVG Niedersachsen, 01.07.2010 - 8 OA 117/10
Änderung einer erstinstanzlichen Streitwertfestsetzung in einem beim …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Der beschließende Senat folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Judikatur herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewertes nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 23.4.2013, NVwZ-RR 2013, 864; OVG Magdeburg, Beschl. v. 22.8.2012, 4 O 144/12, juris; OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, 1 E 684/11, juris; OVG Lüneburg, Beschl. v. 1.7.2010, NVwZ-RR 2010, 904; OVG Bautzen, Beschl. v. 5.10.2007, DÖV 2008, 735; ebenso: OLG Celle, Beschl. v. 16.7.2009, JurBüro 2010, 88; Olbertz in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: April 2013, Vorb. - OVG Bremen, 22.07.2010 - 2 S 132/10
Möglichkeit der Ausübung des dem Gericht nach § 63 Abs. 3 S. 1 …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
§ 154 Rn. 42; Redeker/v. Oertzen, VwGO, 15. Aufl. 2010, § 165 Rn. 18; a.A. OVG Hamburg, Beschl. v. 7.12.2009, NVwZ-RR 2010, 501; OVG Greifswald, Beschl. v. 9.2.1994, MDR 1995, 425, allerdings zum Fall einer gemäß § 37 Abs. 2 VermG ausgeschlossenen Streitwertbeschwerde; Hartmann, Kostengesetze, 44. Aufl. 2014, § 63 Rn. 51; Meyer, a.a.O., § 63 GKG Rn. 32; differenzierend: OVG Bremen, Beschl. v. 22.7.2010, NVwZ-RR 2010, 823). - OVG Sachsen-Anhalt, 22.08.2012 - 4 O 144/12
Abänderung einer Streitwertfestsetzung in der Rechtsmittelinstanz bei …
Auszug aus OVG Hamburg, 04.04.2014 - 2 So 18/14
Der beschließende Senat folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Judikatur herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewertes nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. VGH Mannheim, Beschl. v. 23.4.2013, NVwZ-RR 2013, 864; OVG Magdeburg, Beschl. v. 22.8.2012, 4 O 144/12, juris; OVG Münster, Beschl. v. 2.8.2011, 1 E 684/11, juris; OVG Lüneburg, Beschl. v. 1.7.2010, NVwZ-RR 2010, 904; OVG Bautzen, Beschl. v. 5.10.2007, DÖV 2008, 735; ebenso: OLG Celle, Beschl. v. 16.7.2009, JurBüro 2010, 88; Olbertz in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: April 2013, Vorb.
- OLG Braunschweig, 08.03.2022 - 4 W 9/22
Wirksamkeit des Widerrufs eines zur Finanzierung eines Fahrzeugkaufs …
Ed. 1.1.2022, GKG § 63 Rn. 27; einschränkend OVG der Freien Hansestadt Bremen, Beschluss vom 22. Juli 2010 - 2 S 132/10 -, Rn. 5, juris; a.A. Hamburgisches OVG, Beschluss vom 04. April 2014 - 2 So 18/14 -, juris, Rn. 4; OLG Celle, Beschluss vom 13. Mai 2016 - 13 W 36/16 -, juris, Rn. 4; OVG Lüneburg, Beschluss vom 1. Juli 2010 - 8 OA 117/10 -, Rn. 5, juris).Denn eine Prüfung und ihr folgend Abänderung des Streitwertes von Amts wegen ist nicht nur dann veranlasst, wenn auf den "ersten Blick" eine unangemessene Streitwertfestsetzung vorliegt (so Hamburgisches OVG, Beschluss vom 4. April 2014 - 2 So 18/14 -, juris, Rn. 5; Landesarbeitsgericht Düsseldorf…, Beschluss vom 4. April 2017 - 4 Ta 131/17 -, Rn. 7, juris).
Rn. 18 Eine Wertkorrektur von Amts wegen unter Umgehung der Beschwerdebeschränkungen ist auch nicht im Hinblick auf die Zielsetzung des § 63 Abs. 3 GKG zu rechtfertigen (so aber Hamburgisches OVG, Beschluss vom 4. April 2014 - 2 So 18/14 -, juris).
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 30.07.2025 - 1 O 288/25
Rechtsmittelverzicht in Bezug auf eine Streitwertfestsetzung; Änderung der …
OVG Hamburg, B. v. 04.04.2012 2 So 18/14 ,.Denn die Einzelrichterin folgt der mittlerweile in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung herrschenden Auffassung, dass die Änderungsbefugnis im Rahmen des § 63 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GKG auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde unzulässig ist (vgl. bei Nichterreichung des Beschwerdewertes: OVG Münster…, Beschluss vom 13. Juni 2012 - 12 E 486/12 -, juris Rn. 5; OVG Hamburg, Beschluss vom 4. April 2012 - 2 So 18/14 -, juris Rn. 4 m. w. N.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 1. Juli 2010 - 8 OA 117/10 -, juris Rn. 5; OVG Bautzen…, Beschluss vom 5. Oktober 2007 - 5 E 191/07 -, juris Rn. 3; vgl. bei fehlendem Rechtsschutzbedürfnis: VGH Mannheim…, Beschluss vom 23. April 2013 - 4 S 439/13 -, juris Rn. 3; einschränkend, nur bei offensichtlich fehlerhaften Streitwertfestsetzung: OVG Bremen…, Beschluss vom 22. Juli 2010 - 2 S 132/10 -, juris Rn. 4; ablehnend: VGH München…, Beschluss vom 27. August 2007 - 25 C 07.1887 -, juris Rn. 3; ablehnend bei einem gesetzlichen Rechtsmittelausschluss: OVG Greifswald…, Beschluss vom 9. Februar 1994 - 3 O 50/93 -, juris Rn. 10 ff.).
Denn zum einen räumt § 63 Abs. 3 Satz 1 GKG dem Rechtsmittelführer gerade kein Recht ein, dem Beschwerdegericht eine Entscheidung über die Änderung des Streitwerts von Amts wegen abzuverlangen, zum anderen wird eine (nähere) Prüfung von Amts wegen regelmäßig in all jenen Fällen nicht veranlasst sein, in denen auf den ersten Blick nichts für eine unangemessene Streitwertfestsetzung spricht (vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 4. April 2012 - 2 So 18/14 -, juris Rn. 5).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 15.08.2016 - L 11 KR 372/16
Streitwertfestsetzung
Rn. 13 Es kann zunächst nicht ernstlich in Zweifel gezogen werden, dass im Falle einer Streitwertbeschwerde das Verfahren "wegen der Entscheidung über den Streitwert" in der Rechtsmittelinstanz "schwebt" (so Oberverwaltungsgericht (OVG) Sachsen, Beschluss vom 05.10.2007 - 5 E 191/07 - OVG Niedersachsen, Beschluss vom 01.07.2010 - 8 OA 117/10 - OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 02.08.2011 - 1 E 684/11 - m.w.N., OVG Hamburg, Beschluss vom 04.04.2014 - 2 So 18/14 -).Während § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG allein die Möglichkeiten des Rechtsmittelführers beschränken, dem Rechtsmittelgericht in jedem Fall eine Sachentscheidung über den Streitwert abverlangen zu können, eröffnet § 63 Abs. 3 Satz 1 GKG dem Rechtsmittelgericht unabhängig von den Erfolgsaussichten einer anhängigen Streitwertbeschwerde die Befugnis, eine als unrichtig erkannte Streitwertfestsetzung zu korrigieren (so OVG Sachsen…, Beschluss vom 05.10.2007 a.a.O.; Oberlandesgericht Celle, Beschluss vom 16.07.2009 - 2 W 188/09 - OVG Niedersachsen…, Beschluss vom 01.07.2010 a.a.O.; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 02.08.2011 a.a.O. m.w.N., OVG Hamburg, Beschluss vom 04.04.2014 a.a.O.; einschränkend nur für den Fall der offensichtlichen Unrichtigkeit: OVG der Freien Hansestadt Bremen, Beschluss vom 22.07.2010 - 2 S 132/10 -).
- VGH Baden-Württemberg, 15.07.2026 - 12 S 1609/25
Beschwer; Gerichtskostenfreiheit; Streitwertbeschwerde; Wohngeld
Der beschließende Senat folgt der in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung herrschenden Auffassung, dass diese Änderungsbefugnis auch dann besteht, wenn die Streitwertbeschwerde wegen des Nichterreichens des Beschwerdewerts nach § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG unzulässig ist (vgl. exemplarisch OVG Saarland…, Beschluss vom 20.03.2025 - 2 E 119/24 -, juris Rn. 10; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 31.01.2025 - 6 S 133/25 -, juris Rn. 6 ; OVG Hamburg, Beschluss vom 04.04.2014 - 2 So 18/14 -, juris Rn. 4 f.). - OLG Rostock, 08.01.2020 - 4 W 25/19
Wertberechnung bei mehreren Streitgegenständen in demselben Verfahren
Dem Gesetzeswortlaut lässt sich eine Einschränkung dahingehend, dass die Wertfestsetzung der unteren Instanz etwa nur aufgrund eines zulässigen Rechtsmittels geändert werden könnte, nicht entnehmen (vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 04.04.2014, Az.: 2 So 18/14, Rn. 4 f.; siehe auch OLG Celle…, Beschluss vom 16.07.2009, Az.: 2 W 188/09, Rn. 6 ff., jeweils zitiert nach juris und m. w. N.). - VGH Bayern, 28.05.2021 - 11 C 21.1420
Außerbetriebsetzung eines Fahrzeugs - Streitwertbeschwerde
Dem Gesetzeswortlaut lässt sich eine Einschränkung dahingehend, dass das Rechtsmittelgericht die Wertfestsetzung der unteren Instanz nur aufgrund eines zulässigen Rechtsmittels ändern könnte, nicht entnehmen (vgl. BayVGH, B.v. 30.4.2020 - 22 C 20.376 - juris Rn. 6; SächsOVG, B.v. 16.8.2019 - 2 E 63/18 - juris Rn. 5; B.v. 5.10.2007 - 5 E 191/07 - DÖV 2008, 735 = juris Rn. 3; NdsOVG, B.v. 20.8.2018 - 2 OA 504/18 - juris Rn. 6; B.v. 1.7.2010 - 8 AO 117.10 - NVwZ-RR 2010, 904 = juris Rn. 5 m.w.N.; OVG NW, B.v. 3.7.2014 - 13 E 689/14 - juris Rn. 2 f.; B.v. 2.8.2011 - 1 E 684/11 - juris Rn. 13 ff. m.w.N.; HambOVG, B.v. 4.4.2014 - 2 So 18/14 - NVwZ-RR 2014, 704 = juris Rn. 4 f.; VGH BW, B.v. 23.4.2013 - 4 S 439/13 - NVwZ-RR 2013, 864 = juris Rn. 3; Olbertz a.a.O. Vorb. - VG Hamburg, 25.03.2026 - 12 E 9009/25
Zu einzelnen drittschützenden Vorschriften im Rahmen eines nachbarrechtlichen …
Dabei folgt die Kammer der ständigen Rechtsprechung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts, wonach der Streitwert für baurechtliche Nachbarklagen im Hauptsacheverfahren im Regelfall aus einem Rahmen von 7.500,- bis 30.000,- Euro zu entnehmen ist (…OVG Hamburg, Beschl. v. 29.11.2006, 2 Bs 148/06, juris Rn. 4; Beschl. v. 29.4.2014, 2 So 18/14 , juris Rn. 7 ). - VG Hamburg, 27.01.2026 - 12 E 9435/25
Zur drittschützenden Wirkung einzelner bauordnungs- und bauplanungsrechtlicher …
Dabei folgt die Kammer der ständigen Rechtsprechung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts, wonach der Streitwert für baurechtliche Nachbarklagen im Hauptsacheverfahren im Regelfall aus einem Rahmen von 7.500 bis 30.000 Euro zu entnehmen ist (…OVG Hamburg, Beschl. v. 29.11.2006, 2 Bs 148/06, juris Rn. 4; Beschl. v. 29.4.2014, 2 So 18/14 , juris Rn. 7 ). - OLG Braunschweig, 25.05.2022 - 2 WF 67/22
Beschwerde gegen die Festsetzung des Verfahrenswertes für ein …
Die Vorschrift dient auch und insbesondere der Herstellung einer individuellen Gerechtigkeit in Bezug auf die von dem Verfahrenswert abhängigen Gebühren, welche letztlich im öffentlichen Interesse liegt (so auch Hamburgisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 4. April 2014 - 2 So 18/14 -, Rn. 5, juris). - VG Hamburg, 27.01.2026 - 12 E 9371/25
Zur drittschützenden Wirkung einzelner bauordnungs- und bauplanungsrechtlicher …
Dabei folgt die Kammer der ständigen Rechtsprechung des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts, wonach der Streitwert für baurechtliche Nachbarklagen im Hauptsacheverfahren im Regelfall aus einem Rahmen von 7.500 bis 30.000 Euro zu entnehmen ist (…OVG Hamburg, Beschl. v. 29.11.2006, 2 Bs 148/06, juris Rn. 4; Beschl. v. 29.4.2014, 2 So 18/14 , juris Rn. 7 ). - OVG Niedersachsen, 29.05.2018 - 13 OA 161/18
Auffangstreitwert; Streitwertbeschwerde; Wohnsitzauflage
- OVG Hamburg, 25.02.2026 - 5 Bf 36/22
Freizeit- bzw. hilfsweise Geldausgleich für Rufbereitschaftsstunden (hier: …
- OVG Sachsen, 16.08.2019 - 2 E 63/18
Streitwertänderung; Unzulässigkeit der Beschwerde; Nichterreichen des …
- VGH Baden-Württemberg, 31.01.2025 - 6 S 133/25
Streitwertfestsetzung im Schornsteinfegerrecht
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.07.2014 - 13 E 689/14
Zulässigkeit einer Streitwertbeschwerde bei Nichterreichen des Beschwerdewerts …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.10.2023 - 16 E 482/23
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Rechtsprechung
| SG Detmold, 15.03.2016 - S 2 SO 18/14 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- ra.de
- Wolters Kluwer
Gewährung eines Mehrbedarfs wegen des Merkzeichens G im Zeitraum von der Beantragung des Merkzeichens G bis zur Erteilung des Ausweises mit dem Merkzeichen G
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Detmold, 15.03.2016 - S 2 SO 18/14
- LSG Nordrhein-Westfalen - L 9 SO 253/16 (anhängig)
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (1)
- BSG, 10.11.2011 - B 8 SO 12/10 R
Sozialhilfe - bedarfsorientierte Grundsicherung bzw Grundsicherung bei …
Auszug aus SG Detmold, 15.03.2016 - S 2 SO 18/14
Dies habe das Bundessozialgericht im Urteil vom 10.11.2011 zum Aktenzeichen B 8 SO 12/10 R ausdrücklich so entschieden.Rn. 8 Zur Begründung verweist sie erneut auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 10.11.2011 zum Aktenzeichen B 8 SO 12/10 R.
Welche Anforderungen an diesen Nachweis zu stellen sind und was § 30 Abs. 1 SGB XII regelt, hat das Bundessozialgericht bereits ausführlich in seinem Urteil vom 10.11.2011 zum Aktenzeichen B 8 SO 12/10 R dargelegt.
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