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Rechtsprechung
   BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2026,6726
BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25 (https://dejure.org/2026,6726)
BGH, Entscheidung vom 14.01.2026 - 2 StR 132/25 (https://dejure.org/2026,6726)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 2026 - 2 StR 132/25 (https://dejure.org/2026,6726)
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Kurzfassungen/Presse (2)

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Pflichtverteidigung: 5 x Neues zum Pflichti-Verfahrensrecht, Kosten beim Pflichti, Pflichtiwechsel, Niederlegung u.a.

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    BtM: Neues zur nicht geringe Menge vom BGH, Rauchopium ohne Koffein

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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (19)

  • BGH, 22.12.1987 - 1 StR 612/87

    Voraussetzung der nicht geringen Menge bei der Zubereitung von Morphin

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Rn. 26 aa) Der Grenzwert der nicht geringen Menge eines Betäubungsmittels ist stets in Abhängigkeit von der konkreten Wirkungsweise und Wirkungsintensität des Betäubungsmittels festzulegen, denn für die Gefährlichkeit einer Dosis kommt es auf die Wirkmenge an, die bei der regelmäßig zu erwartenden Darreichungsform auf den Konsumenten einwirkt (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 180, …und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 Rn. 15; Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17).

    Bei Opium ist auf das Hauptalkaloid Morphin als den quantitativ und in der Gefährlichkeit dominierenden Wirkstoff abzustellen (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179 ff., …und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45 f., [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; LG Memmingen…, Urteil vom 11. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 32).

    Rn. 27 Da Opium injiziert, gegessen, getrunken oder geraucht werden kann und die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs Morphin sich je nach Applikationsform teils erheblich unterscheidet (vgl. dazu BGH…, Urteil vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45, 46 [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17), gilt die Festlegung des Bundesgerichtshofs, dass bei einer überwiegend intravenös injizierten Morphinzubereitung ein Grenzwert von 4, 5 Gramm Morphinhydrochlorid für die Annahme einer nicht geringen Menge im Sinne des § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG zugrunde zu legen ist (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 183), nicht für alle Opiumprodukte (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17 mwN).

    Es hat dabei zum einen gesehen, dass in Rauchopium Morphin in Form von Morphinbase vorliegt und 4, 5 Gramm Morphinhydrochlorid einer Menge von 4, 0 Gramm Morphinbase entsprechen (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179; LG Memmingen…, Urteil vom 13. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 30, 33).

    Zum anderen hat das Landgericht bedacht, dass beim Rauchen, also der Aufnahme des Morphins über die Lunge, in gleicher Weise wie bei der Injektion eine Bioverfügbarkeit von 100 % besteht, da die Passage von Magen-Darm-Trakt und Leber umgangen wird (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 180 f., …und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45, 46 [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; LG Memmingen…, Urteil vom 13. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 28, 32), dass es aber im Unterschied zur Morphinaufnahme per Injektion beim Rauchen zu Verbrennungsverlusten in Höhe von rund 60 % bis 70 % kommt.

  • BGH, 08.11.2016 - 1 StR 492/15

    BGH setzt Grenzwert der nicht geringen Menge für getrocknete Schlafmohnkapseln …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Rn. 26 aa) Der Grenzwert der nicht geringen Menge eines Betäubungsmittels ist stets in Abhängigkeit von der konkreten Wirkungsweise und Wirkungsintensität des Betäubungsmittels festzulegen, denn für die Gefährlichkeit einer Dosis kommt es auf die Wirkmenge an, die bei der regelmäßig zu erwartenden Darreichungsform auf den Konsumenten einwirkt (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 180, und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 Rn. 15; Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17).

    Bei Opium ist auf das Hauptalkaloid Morphin als den quantitativ und in der Gefährlichkeit dominierenden Wirkstoff abzustellen (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179 ff., und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45 f., [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; LG Memmingen…, Urteil vom 11. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 32).

    Rn. 27 Da Opium injiziert, gegessen, getrunken oder geraucht werden kann und die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs Morphin sich je nach Applikationsform teils erheblich unterscheidet (vgl. dazu BGH, Urteil vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45, 46 [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17), gilt die Festlegung des Bundesgerichtshofs, dass bei einer überwiegend intravenös injizierten Morphinzubereitung ein Grenzwert von 4, 5 Gramm Morphinhydrochlorid für die Annahme einer nicht geringen Menge im Sinne des § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG zugrunde zu legen ist (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 183), nicht für alle Opiumprodukte (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17 mwN).

    Zum anderen hat das Landgericht bedacht, dass beim Rauchen, also der Aufnahme des Morphins über die Lunge, in gleicher Weise wie bei der Injektion eine Bioverfügbarkeit von 100 % besteht, da die Passage von Magen-Darm-Trakt und Leber umgangen wird (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 180 f., und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45, 46 [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; LG Memmingen…, Urteil vom 13. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 28, 32), dass es aber im Unterschied zur Morphinaufnahme per Injektion beim Rauchen zu Verbrennungsverlusten in Höhe von rund 60 % bis 70 % kommt.

  • LG Memmingen, 13.01.2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19

    Strafmilderndernde Berücksichtung von Untersuchungshaft unter …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Bei Opium ist auf das Hauptalkaloid Morphin als den quantitativ und in der Gefährlichkeit dominierenden Wirkstoff abzustellen (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179 ff., …und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45 f., [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; LG Memmingen, Urteil vom 11. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 32).

    Es hat dabei zum einen gesehen, dass in Rauchopium Morphin in Form von Morphinbase vorliegt und 4, 5 Gramm Morphinhydrochlorid einer Menge von 4, 0 Gramm Morphinbase entsprechen (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179; LG Memmingen, Urteil vom 13. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 30, 33).

    Zum anderen hat das Landgericht bedacht, dass beim Rauchen, also der Aufnahme des Morphins über die Lunge, in gleicher Weise wie bei der Injektion eine Bioverfügbarkeit von 100 % besteht, da die Passage von Magen-Darm-Trakt und Leber umgangen wird (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 180 f., …und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45, 46 [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; LG Memmingen, Urteil vom 13. Januar 2021 - 3 Ns 221 Js 22995/19, Rn. 28, 32), dass es aber im Unterschied zur Morphinaufnahme per Injektion beim Rauchen zu Verbrennungsverlusten in Höhe von rund 60 % bis 70 % kommt.

  • BGH, 06.10.2020 - 2 StR 311/20

    Unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (Bestimmung des …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Rn. 26 aa) Der Grenzwert der nicht geringen Menge eines Betäubungsmittels ist stets in Abhängigkeit von der konkreten Wirkungsweise und Wirkungsintensität des Betäubungsmittels festzulegen, denn für die Gefährlichkeit einer Dosis kommt es auf die Wirkmenge an, die bei der regelmäßig zu erwartenden Darreichungsform auf den Konsumenten einwirkt (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 180, …und vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 Rn. 15; Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17).

    Rn. 27 Da Opium injiziert, gegessen, getrunken oder geraucht werden kann und die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs Morphin sich je nach Applikationsform teils erheblich unterscheidet (vgl. dazu BGH…, Urteil vom 8. November 2016 - 1 StR 492/15, NStZ-RR 2017, 45, 46 [insoweit in BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Menge 24 nicht abgedruckt]; Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17), gilt die Festlegung des Bundesgerichtshofs, dass bei einer überwiegend intravenös injizierten Morphinzubereitung ein Grenzwert von 4, 5 Gramm Morphinhydrochlorid für die Annahme einer nicht geringen Menge im Sinne des § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG zugrunde zu legen ist (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179, 183), nicht für alle Opiumprodukte (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Oktober 2020 - 2 StR 311/20, NStZ-RR 2021, 17 mwN).

  • BGH, 16.02.2022 - 2 StR 399/21

    Beweiswürdigung (eingeschränkte Revisibilität; Zweifel: Zweifelssatz, keine …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Das Urteil muss jedoch erkennen lassen, dass der Tatrichter Umstände, die geeignet sind, die Entscheidung zu Gunsten oder zu Ungunsten des Angeklagten zu beeinflussen, erkannt und in seine Überlegungen einbezogen hat (BGH…, Urteil vom 28. April 2022 - 5 StR 511/21, Rn. 19); die revisionsgerichtliche Prüfung beschränkt sich darauf, ob dem Tatgericht Rechtsfehler unterlaufen sind, weil die Beweiswürdigung lückenhaft, in sich widersprüchlich oder unklar ist, gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstößt oder an die zur Verurteilung erforderliche Gewissheit übertriebene Anforderungen gestellt worden sind (vgl. BGH, Urteile vom 16. Februar 2022 - 2 StR 399/21, NStZ-RR 2022, 146, 147, …und vom 14. Juli 2022 - 3 StR 11/22, Rn. 11, je mwN).

    Rechtsfehlerhaft ist eine Beweiswürdigung bei einem Freispruch aber auch, wenn der Tatrichter an die zur Verurteilung erforderliche Gewissheit überspannte Anforderungen gestellt und nicht beachtet hat, dass eine absolute, das Gegenteil denknotwendig ausschließende und von niemandem anzweifelbare Gewissheit nicht erforderlich ist; denn für eine Verurteilung genügt ein nach der Lebenserfahrung ausreichendes Maß an Sicherheit, das vernünftige und nicht bloß auf denktheoretische Möglichkeiten gegründete Zweifel nicht zulässt (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 16. Februar 2022 - 2 StR 399/21, NStZ-RR 2022, 146, 147 mwN).

  • BGH, 10.04.1987 - GSSt 1/86

    Fehlen von Strafmilderungsgründen

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Rn. 22 3. Soweit die Angeklagten verurteilt sind, begegnet die Strafzumessung im Fall B.II.3 der Urteilsgründe - auch eingedenk des nur eingeschränkten revisionsrechtlichen Prüfungsumfangs (vgl. BGH, Beschluss vom 10. April 1987 - GSSt 1/86, BGHSt 34, 345, 349) - durchgreifenden Rechtsbedenken.
  • BGH, 15.03.2017 - 2 StR 294/16

    Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (Strafzumessung …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Der Senat besorgt überdies nicht, der Strafkammer könnte aus dem Blick geraten sein, dass eine nur geringfügige Überschreitung der Grenze zur nicht geringen Menge - die hier die Annahme des minder schweren Falls begründet hat - keinen Strafmilderungsgrund im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 1 StPO darstellt (vgl. BGH, Urteil vom 15. März 2017 - 2 StR 294/16, BGHSt 62, 90, 93 ff.).
  • BGH, 29.03.2018 - 4 StR 568/17

    Verfall des Wertersatzes (anwendbare Übergangsvorschriften im Falle des nicht …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Rn. 24 b) Dagegen ist die strafmildernde Berücksichtigung des Umstands, dass die Angeklagten "Erstverbüßer" sind, schon deswegen rechtsfehlerfrei, weil dem Gesamtzusammenhang der Urteilsgründe hinreichend Gesichtspunkte zu entnehmen sind, die die Berücksichtigung des Umstands rechtfertigen (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2018 - 4 StR 568/17, Rn. 20 mwN [insoweit in BGHSt 63, 114 nicht abgedruckt]; Beschluss vom 5. Juli 2022 - 2 StR 106/22, StV 2023, 226 mwN).
  • BGH, 20.08.1991 - 1 StR 321/91

    Strafbarkeit des Handeltreibens mit Betäubungsmittelimitaten

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Bei Aufhebung eines freisprechenden Urteils durch das Revisionsgericht können Feststellungen, deren rechtsfehlerfreies Zustandekommen der Angeklagte mangels Beschwer nicht überprüfen lassen konnte, jedenfalls bei einem nicht geständigen Angeklagten nicht als Grundlage einer möglichen Verurteilung bestehen bleiben (vgl. auch BGH, Urteile vom 27. Januar 1998 - 1 StR 727/97, NStZ-RR 1998, 204;… vom 24. April 2024 - 2 StR 218/23, Rn. 25, …und vom 11. September 2024 - 2 StR 498/23, Rn. 25 [insoweit in NStZ-RR 2025, 8 nicht abgedruckt]; für den Fall eines Geständnisses des Angeklagten vgl. demgegenüber BGH, Urteil vom 20. August 1991 - 1 StR 321/91, BGH NJW 1992, 382, 384 [insoweit in BGHSt 38, 58 nicht abgedruckt]).
  • BGH, 24.04.2024 - 2 StR 218/23

    BGH hebt Freispruch einer Mutter vom Vorwurf des Mordes an ihrem vierjährigen …

    Auszug aus BGH, 14.01.2026 - 2 StR 132/25
    Bei Aufhebung eines freisprechenden Urteils durch das Revisionsgericht können Feststellungen, deren rechtsfehlerfreies Zustandekommen der Angeklagte mangels Beschwer nicht überprüfen lassen konnte, jedenfalls bei einem nicht geständigen Angeklagten nicht als Grundlage einer möglichen Verurteilung bestehen bleiben (vgl. auch BGH, Urteile vom 27. Januar 1998 - 1 StR 727/97, NStZ-RR 1998, 204; vom 24. April 2024 - 2 StR 218/23, Rn. 25, …und vom 11. September 2024 - 2 StR 498/23, Rn. 25 [insoweit in NStZ-RR 2025, 8 nicht abgedruckt]; für den Fall eines Geständnisses des Angeklagten vgl. demgegenüber BGH, Urteil vom 20. August 1991 - 1 StR 321/91, BGH NJW 1992, 382, 384 [insoweit in BGHSt 38, 58 nicht abgedruckt]).
  • BGH, 11.09.2024 - 2 StR 498/23

    Beweiswürdigung (sexuelle Nötigung: Zusammenschau der festgestellten …

  • BGH, 27.01.1998 - 1 StR 727/97

    Beihilfe zum erpresserischen Menschenraub - Beihilfe zur versuchten schweren …

  • BGH, 28.04.2022 - 5 StR 511/21

    Sachlich-rechtlich fehlerhafte Beweiswürdigung bei freisprechendem Urteil; …

  • BGH, 06.05.2020 - 2 StR 391/19

    Unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln (Abgrenzung des Handeltreibens …

  • BGH, 27.02.2024 - 4 StR 248/23

    Totschlag (bedingter Tötungsvorsatz: Selbsttötungsabsicht, fahrlässige Tötung, …

  • BGH, 21.10.2025 - 4 StR 430/25

    Nicht geringe Menge (Rauchopium: Bestimmung der Wirkstoffmenge auf Grundlage von …

  • LG Kleve, 11.01.2021 - 120 KLs 37/20

    Nicht geringe Menge, Opium, Rauchopium

  • BGH, 14.07.2022 - 3 StR 11/22

    Unzulässiger Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Mittäterschaft …

  • BGH, 05.07.2022 - 2 StR 106/22

    Strafzumessung (Freiheitsstrafe: Erstverbüßer, berufstätig, drohender Widerruf …

  • BGH, 17.06.2026 - 2 StR 512/25

    Aufehebung des Urteils des Tatgerichts betreffend den Angeklagten auf Revisionen …

    a) Das Revisionsgericht muss es grundsätzlich hinnehmen, wenn das Tatgericht einen Angeklagten freispricht, weil es Zweifel an seiner Täterschaft oder Teilnahme nicht zu überwinden vermag (…vgl. BGH, Urteile vom 23. Juni 2021 - 2 StR 337/20, Rn. 6; vom 16. Februar 2022 - 2 StR 399/21, NStZ-RR 2022, 146, 147;… vom 14. Juli 2022 - 3 StR 11/22, Rn. 10, und vom 14. Januar 2026 - 2 StR 132/25, Rn. 16).

    Bei Aufhebung eines freisprechenden Urteils durch das Revisionsgericht können Feststellungen, deren rechtsfehlerfreies Zustandekommen der Angeklagte mangels Beschwer nicht überprüfen lassen konnte, jedenfalls bei einem nicht geständigen Angeklagten nicht als Grundlage einer möglichen Verurteilung bestehen bleiben (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2026 - 2 StR 132/25, Rn. 21 mwN).

  • BGH, 25.03.2026 - 2 StR 111/25

    Erforderliche zahlenmäßige Schätzung der Wirkstoffmenge an Betäubungsmitteln oder …

    Soweit die insoweit sachverständig beratene Strafkammer ihrer Entscheidung zugrunde gelegt hat, dass der Grenzwert der nicht geringen Menge im Sinne von § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG für Rauchopium ohne Koffeinbeimischung 16 Gramm Morphinbase betrage, lässt dies Rechtsfehler weder zu Lasten (vgl. insoweit auch BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2025 - 4 StR 430/25, NStZ-RR 2026, 51) noch zu Gunsten der Angeklagten erkennen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2026 - 2 StR 132/25, Rn. 25 ff.).

    Diese Wertung ist schon deshalb rechtsfehlerfrei, weil die Strafkammer die mildernde Beachtung der besonderen Haftempfindlichkeit des Angeklagten ersichtlich unter konkretem Bezug auf dessen persönliche Verhältnisse und individuelle Eigenschaften sowie in bewusster Ausübung ihres Strafzumessungsermessens in die Straffestsetzung eingestellt hat (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 14. Januar 2026 - 2 StR 132/25, Rn. 24 mwN).

  • BayObLG, 22.05.2026 - 202 StRR 15/26

    Erhöhte Begründungsanforderungen bei Verhängung von Geldstrafe trotz neuer Tat in …

    Es kommt nicht darauf an, ob das Revisionsgericht eine andere Sanktionierung für vorzugswürdig oder naheliegender erachtet und auch nicht darauf, ob einzelne Formulierungen im Berufungsurteil - für sich genommen - eine Missachtung der vom Tatrichter zu beachtenden Grundsätze nahelegen (vgl. insoweit BGH, Urt. v. 14.01.2026 - 2 StR 132/25 Rn. 24).
  • BGH, 21.04.2026 - 4 StR 105/26
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt der Grenzwert der nicht geringen Menge bei Rauchopium, dem kein die Wirkung beeinflussender Koffeinzusatz beigemischt ist, bei 16 g Morphinbase (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2026 - 2 StR 132/25 Rn. 25 ff.; vgl. diesen Wert nicht beanstandend bereits BGH, Beschluss vom 21. Oktober 2025 - 4 StR 430/25, NStZ-RR 2026, 51).
  • OLG Köln, 14.04.2026 - 1 ORs 218/25

    Revision der Staatsanwaltschaft erfolglos: Milde Strafe bei CBD-Handel bestätigt

    Bei einer oralen Aufnahme - etwa durch Verbacken - sei die Wirkung des THC durch den "First-Pass-Effekt" (Abbau von Wirkstoffen, die oral eingenommen werden) im Magen-Darm-Trakt und in der ersten Leberpassage deutlich herabgesetzt (s. zur Berücksichtigung der Konsumform bei der Festlegung der nicht geringen Menge s. jüngst auch BGH Urt. v. 14.01.2026 - 2 StR 132/25 = BeckRS 2026, 4166).
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